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Unser Kunde Red Hat ist in vielen Dingen der Zeit voraus: Vor zwei Jahren schon veröffentlichte Jim Whitehurst, President und CEO von Red Hat, das Buch mit dem Titel „The Open Organization: Igniting Passion and Performance“. Darin wird das offene Organisationsmodell von Red Hat beschrieben und wie wichtig es für den Erfolg von Unternehmen ist, klassischen Top-Down-Management-Modellen in Zeiten dynamischer Veränderungen den Rücken zu kehren. Seitdem haben viele Unternehmen diesen Ansatz für sich übernommen.

Im Rahmen des zweijährigen Jubiläums von The Open Organization erschien gerade der vierte Teil einer begleitenden Buch-Serie, die verschiedenste Aspekte des Open Organizational Design unter die Lupe nimmt. Unter dem Titel „The Open Organization Guide to IT Culture Change“ berichten mehr als 25 Autoren über ihre Erfahrungen und geben Ratschläge, wie es gelingt, eine offenere IT-Abteilung zu schaffen, die schneller und bessere Ergebnisse liefert sowie einen echten Mehrwert für das Business schafft. Unter folgendem Link steht der Text zum Download bereit: https://opensource.com/open-organization/resources/culture-change

Hinter der Buchserie steckt die Open Organization Community. Die Teile eins bis drei der begleitenden Buch-Serie heißen:

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Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich in einer Agentur für IT arbeite, denn um ehrlich zu sein, habe ich mir vorher um die Themen Datenschutz und Privatsphäre nur wenig Gedanken gemacht. Sicher, ich habe nicht jedes Bild auf meiner Facebook-Chronik zugelassen und niemandem durch ein Status-Update meinen aktuellen Beziehungsstatus verraten. Aber meine Schritte wurden von einem Fitness-Tracker gezählt, privat kommuniziere ich selten über einen anderen Kanal als WhatsApp und ich bin in so gut wie jedem sozialen Netzwerk vertreten – abgesehen von Snapchat, dafür bin ich einfach zu alt.

Durch meine Kunden und den täglichen Umgang mit den Themen Datensicherheit und Privatsphäre stellt sich mir nun aber immer häufiger die Frage: Warum gebe ich meine Daten eigentlich freiwillig her? Was passiert mit diesen Daten? Und vor allem: Ist es durch die fortschreitende Digitalisierung überhaupt noch möglich, meine Daten zu schützen?

Diese Fragestellung spaltet nicht nur meinen Freundeskreis, sondern auch die Gesellschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung (und zu diesem Teil habe ich lange Zeit selbst gezählt) hat sich mit dem Kontrollverlust abgefunden. Experten sprechen hier von einer Post-Privacy-Gesellschaft, also einer Gesellschaft, in der – wenigstens in der digitalen Welt – keine Privatsphäre mehr existiert. Auch Experten teilen bereits diese Sichtweise, wie beispielsweise Eugene Kaspersky in einem Interview mit Heise online:

Datenschutz ist wahrscheinlich nur noch in einem entlegenen sibirischen Dorf oder auf einer weit entfernten pazifischen Insel möglich, auf der es keinen Mobilfunk, kein Internet und keine Sicherheitskameras gibt.

Ganz so weit wie Herr Kaspersky würde ich allerdings nicht gehen. Denn einige Wenige haben den Kampf gegen die Datenkraken aufgenommen und versuchen weiterhin, die Auflösung der Privatsphäre aufzuhalten. Zahlreiche Apps bieten inzwischen sichere Alternativen zu WhatsApp, Passwort-Manager helfen bei der Verwaltung von Passwörtern, die komplizierter sind als das standardisierte Hallo1234, und auch ein verschlüsselter E-Mail-Verkehr wird zunehmend wichtiger.

Im professionellen Kontext wird der Sicherheit vertraulicher Daten zwar mehr Bedeutung beigemessen, der Tragweite sind sich aber dennoch nicht alle bewusst. Ein Bekannter von mir hat kürzlich berichtet, dass er sich mit seinen Kollegen meist via WhatsApp über aktuelle Angebote oder Quartalszahlen austauscht. Zitat: „Das ist jetzt vielleicht nicht der sicherste Kanal, aber hey!“

Das Schlimmste ist: Ich weiß genau, was er meint. Wir sind es einfach gewohnt, schnell und unkompliziert zu kommunizieren, und das am besten noch ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Dennoch sollten wir manchmal innehalten und uns kurz wundern, warum die neueste App jetzt eigentlich Zugriff zu meinen Kontakten möchte, oder uns fragen, was genau denn nun tatsächlich in den AGBs steht, und so unsere Privatsphäre in der digitalen Welt ein bisschen länger bewahren.

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Ich muss mich outen: Ich bin ein Fan von den IT-Business-Newslettern – beziehungsweise dem morgendlichen Begrüßungstext von eben diesen. Einfach köstlich! Gestern griff Heidi Schuster ein Thema auf, was mich auch schon seit längerem beschäftigt. Studien! Zu allem und jedem. Da gibt es nichts, was es nicht gibt. So hat A10 Networks den Application Intelligence Report rausgebracht mit dem Ergebnis, dass „im Gegensatz zum internationalen Vergleich nur 12 Prozent der Deutschen lieber ihre Hose verlieren würden als ihr Smartphone. In allen anderen Ländern gibt die Hälfte der Befragten an, lieber ihre Hose anstatt ihr Mobiltelefon verlieren zu wollen.“

Bitte???

Die Frage in der Studie war wie folgt gestellt: Wenn Sie einen der folgenden Gegenstände verlieren würden, welcher wäre Ihnen am liebsten? Antwort: Hose, Smartphone, Autoschlüssel oder Geldbörse. Hmpf! Ich stimme Schuster komplett zu, die schreibt: „Also mal ehrlich! Ich erwarte von jedem normal denkenden Menschen, dass er in diesem Fall lieber die Hose verliert. Denn die ist am wenigsten wert, hat keine Telefonnummern oder Fotos gespeichert und ist am leichtesten wiederzubeschaffen.“ (IT-BUSINESS-Newsletter vom 6. Juni 2017) Wie man letzten Endes seine Hose verliert, ist sicherlich eine andere Frage ...

Aber was soll mir das Ergebnis nun mitteilen? Man kann sich über den Unsinn dieser Studie sicher nicht streiten, enthüllt sie doch aber noch ganz andere Phänomene: Erstens nämlich, dass Studien jeglichen Themas den Globus überschwemmen. Zweitens, wenn man kein Thema hat, dann bastelt man sich eins. Und drittens, wenn eben rauskommen soll, dass man lieber die Hose als sein Smartphone verliert, dann stelle ich die Fragen eben dementsprechend. Egal, ob das Sinn macht oder nicht. Ganz nach dem Motto: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Interessant wären sicherlich auch die Antwortmöglichkeiten gewesen mein Kind, Smartphone, Autoschlüssel oder Geldbörse. Wie hätten Sie da entschieden? Oder Kassette, Amiga 500, Gameboy oder Smartphone? Hier befragen wir natürlich nur alle U25-Personen. Auf welche Superkräfte würden Sie eher verzichten können: Unsichtbarkeit, Selbstheilungskräfte, Gedankenkontrolle oder Adamantium-Krallen ... Na gut, lassen wir das.

Nehmen wir unser „Hosen-runter-für-das-Smartphone“-Thema wieder auf. Studien genießen nach wie vor eine hohe Glaubwürdigkeit, da sie unabhängig und nicht manipulierbar scheinen, die Meinung Dritter kundtun, weil sie auf Zahlen und Fakten beruhen und greifbare Ergebnisse liefern. Dass wir durchaus nicht immer alles glauben, sondern hinterfragen beziehungsweise uns mal die Grundlage der Ergebnisse anschauen sollten, zeigt auch ein aktuelles Beispiel, das gerade durch die Presse geht: „Der konzeptuelle Penis als soziales Konstrukt.“ Danach soll der Penis Schuld am Klimawandel sein. Diese Quatsch-Studie hat es tatsächlich in das renommierte Wissenschaftsmagazin „Cogent Social Sciences“ geschafft. Mit erfundenen Quellen, sinnlosen Sätzen und haarsträubenden Thesen, wie der Spiegel berichtet. Und was zeigt das? Wie einfach es ist, Unwahrheiten zu verbreiten – und das meint nicht nur Fake News über Facebook sondern ebenso Texte unter dem glaubwürdigen Deckmantel der Wissenschaft.

112,5 Prozent der unter 25-Jährigen halten den Gameboy für Adamantium-Krallen und würden dafür durchaus die Hose verlieren, wenn sie dafür das Smartphone gedanklich kontrollieren könnten ...

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Kürzlich hat die Erpressersoftware WannaCry weltweit Schaden angerichtet. Unter anderem waren die Deutsche Bahn, zahlreiche Krankenhäuser in England und mehrere Renault-Werke betroffen. Laut Spiegel online war dies der größte Angriff mit einer Erpressersoftware.

Doch wie konnte es sein, dass so viele Unternehmens-Rechner betroffen waren? Viele scheinen die Bedrohung durch Cyber-Angriffe immer noch nicht ernst zu nehmen. Wer alte Windows-Versionen nutzt, unregelmäßig Updates installiert oder verdächtige E-Mail-Anhänge öffnet, geht immer ein Risiko ein.

WannaCry ist nur ein Beispiel von zahlreichen Cyber-Angriffen. Wie der aktuelle State of the Internet Security Report des ersten Quartals 2017 von Akamai zeigt, gibt es immer wieder neue Varianten von Angriffen. So sorgte seit letztem Herbst etwa das Mirai-Botnetz immer wieder für Schlagzeilen: Akamai selbst beobachtete im letzten Quartal verstärkt Mirai-Water-Torture-DNS-Angriffe. Dabei handelt es sich um in Mirai-Malware integrierte DNS Query Floods, die Akamai-Kunden – insbesondere im Finanzdienstleistungsbereich – ins Visier nahmen. Solche Attacken überlasten die Ressourcen der Zieldomäne, indem in großer Zahl zufällig generierte Domänennamen abgefragt werden, was letztendlich zu Denial-of-Service-Ausfällen führt.

Es hat sich also mal wieder gezeigt, dass nach wie vor eine große Gefahr von Cyber-Angriffen ausgeht. Die Zahl ist weiterhin steigend und die Angriffe werden raffinierter. Reines Reagieren reicht nicht mehr aus. Unternehmen benötigen daher Lösungen, die möglichst schnell auf aktuelle Gefahren und neue Angriffsvektoren reagieren können. Um einen optimalen Schutz zu erzielen, empfiehlt sich neben Hardware-basierten Security-Lösungen eine Cloud-basierte, skalierbare Lösung einzusetzen. Diese stellt eine umfassende mehrstufige Lösung bereit, um den Schutz der IT-Infrastrukturen sowie die Verfügbarkeit geschäftskritischer Applikationen und Daten sicherzustellen.

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Das mit der Kommunikation ist so eine Sache.

Wer sich nicht klar und deutlich ausdrückt, wird schnell missverstanden. Zu direktes Feedback führt zu Verstimmungen, und was es mit dem Subtext auf sich hat, wissen wir seit dem Beitrag meiner Kollegin „Sehr geehrter Ansprechpartner“. Und dann kommt noch erschwerend das Problem mit der Fachsprache dazu. So passiert es, dass fest definierte Begriffe für völlig andere Bedeutungen verwendet werden.

Anknüpfungspunkte für Missverständnisse gibt es genügend:  Zwischen Kollegen, Redakteuren oder dem Kunden. Umso wichtiger ist es, fachspezifisch präzise zu antworten und die richtigen Termini zu verwenden. Das ist leider nicht immer der Fall.

Beispiel Nummer eins: Der tägliche Wahnsinn – Fachspezifische Abkürzungen

In Unternehmen werden für die schnelle und einfache Kommunikation gern interne Abkürzungen verwendet. Das hat Vorteile, birgt aber auch Risiken: Es entsteht ein Wirrwarr aus Kürzeln, durch das keiner mehr durchblickt. Gerade als Externer ist dies schwer nachzuvollziehen. Kommunikationsprobleme sind vorprogrammiert: Oder wissen Sie auf Anhieb was diese Buchstaben bedeuten? BTA, GTIR, CM, GDPR, RVR, ...

Beispiel Nummer zwei: Briefing und Interview ist nicht das Gleiche

Wenn ein Kunde sich meldet und erzählt, dass er von einem Medium nach einem Interview gefragt wurde, ist das grundsätzlich etwas Schönes. Einige Zeit und Verwirrung später stellte sich die Situation dann aber ganz anders dar: Ich sollte einen Briefingtermin mit einem Kunden des Kunden organisieren, um eine gemeinsame Case Study zu schreiben, die dann später veröffentlicht werden soll. Genau! Ein gemeinsames Briefing ist etwas anderes als ein Interview mit einem Medium.

Beispiel Nummer drei: Freigaben

Freigabe-Prozesse mit unseren Kunden sind dafür da, um jegliche Form von Texten wie Artikel, Kommentare oder Pressemitteilungen abzustimmen und zu finalisieren, bevor diese an die Presse herausgegeben werden. So wird sichergestellt, dass nichts das Haus verlässt, dass der Kunde nicht auch zuvor gesehen und bestätigt hat. Andersrum funktioniert es leider nicht. Es ist nicht möglich, mit einem Artikel an eine Zeitschrift heranzutreten, ihn anzubieten und zu platzieren, um den Redakteur dann zu vertrösten, dass wir den Text so in der Form ja nicht veröffentlichen können, weil er nicht freigegeben ist. Auch wenn ich verstehe, dass Kunden die Meinung von Redakteuren schätzen, manche Abläufe, insbesondere bei Freigaben, können und dürfen nicht abgeändert werden.

Beispiel Nummer vier: Input ist nicht zwingend ein Artikel

Aber auch zwischen Redakteuren und uns verläuft die Kommunikation nicht immer reibungslos. Wir haben einen Schwerpunkt bei einem Magazin erfolgreich gepitcht und der zuständige Redakteur wollte zu einem spezifischen Thema gern einen Beitrag machen. (Die Betonung liegt darauf, dass er einen Beitrag erstellen wollte.) Hierzu forderte er Input von uns zum Kunden an. Wir haben ihm hierfür bereits erstellte Artikel und veröffentlichte Pressemitteilungen zur Verfügung gestellt und ebenfalls angeboten, seine möglichen Fragen schriftlich oder telefonisch zusätzlich zu beantworten. Darauf antwortete er in einer Mail, dass er jetzt irritiert sei, da er davon ausging, dass wir zusammen mit dem Kunden den Artikel erstellen.

Fazit: Ein Artikel kann zwar Input für einen anderen Artikel sein, Input ist aber nicht zwingend ein Artikel.

An diesen Beispielen wird ersichtlich, wie schnell Kommunikation einen in die Irre führen kann, wenn die Kommunikationspartner über unterschiedliches Fachwissen verfügen. Das führt ab und an zu einem schönen Lacher, aber manchmal erschwert es die Arbeit und sorgt für unnötige Mails und Telefonate.

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CX hier und CX dort – viele Unternehmen scheinen das Thema dieses Jahr groß auf ihrer Agenda stehen zu haben. Gemeint ist die Customer Experience, also im weitesten Sinne die Erfahrung(en), die ein Kunde mit einem Unternehmen beziehungsweise einer Marke macht.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich nun auch einige Studien dem Thema widmen, das nicht für jeden gleich greifbar ist. So beispielweise IDG mit einer Studie zur „Digital Customer Experience 2017“ oder der "Global Customer Experience Benchmarking Report" von Dimension Data.

Ja, der Kunde hat heutzutage die Macht, sagt man. Und er muss hofiert werden, ergänzen andere. Daher wird das Customer Experience Management immer wichtiger und gerade das Marketing sieht sich hier in der Pflicht. Dass aber ohne Unterstützung seitens der IT gar nichts läuft, sollte auch klar sein. Denn man muss wissen, wo der Kunde sich auf- und wie er sich verhält oder informiert.

Genau da sind wir dann bei der nicht weniger heiß diskutierten Customer Journey, die jedes Unternehmen gerne en détail dokumentiert hätte, aber daran oft schon in den Anfängen scheitert, weil es keine einheitliche technische Grundlage gibt, die all die Kundendaten, die an den unterschiedlichen Touchpoints entstehen, zu einer Art „Golden Customer Record“ zusammenführt.

Entsprechende Tools und IT-Unterstützung sind daher im Marketing schon lange nicht mehr wegzudenken. Tendenz steigend. Nur an der Vernetzung hapert es noch.

Der Weg zur idealen Customer Experience ist somit ein steiniger, soweit sind wir uns sicher einig. Daher wird das Thema auch verstärkt diskutiert und steht sowohl auf der Agenda der Marketing-Abteilungen, aber auch von Sales und der IT-Abteilung.

Wenn Unternehmen es daher schaffen, abteilungsübergreifend an einem Strang zu ziehen und die Datensilos zu überwinden, sind sie schon einen großen Schritt weiter hin zu einer positiven CX.

Gut so, denn in der vielzitierten Service-Wüste Deutschland wollen wir alle etwas mehr hofiert werden, sowohl als B2C- als auch als B2B-Kunde. Und eine richtige Ansprache, mit den richtigen Themen, vielleicht sogar noch zum richtigen Zeitpunkt, wäre da schon mal ein guter Anfang.

Ich bin gespannt, welche weiteren Erkenntnisse in den nächsten Monaten zu dem Thema publiziert werden und ob sich Kunden über alle Branchen hinweg zukünftig unter anderem auf ein Mehr an Service freuen dürfen. Eines ist jedenfalls klar: es bleibt spannend.

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Kürzlich ist der Red Hat Summit 2017 zu Ende gegangen, eines der größten Open-Source-Events der Branche und veranstaltet von unserem Kunden Red Hat. Neben den üblichen Produktankündigungen standen auch Meinungs-Themen im Vordergrund.

Die Keynote von Jim Whitehurst, President and CEO von Red Hat, war dabei sicherlich eines der Highlights. Die Überschriften der anschließend dazu veröffentlichten Artikel beschäftigten sich dabei weniger mit Produkten oder Technologien, sondern zu lesen war die Headline „Planning is dead“.

Eine bemerkenswerte Aussagen in Zeiten, in denen immer noch Wochen-, Monats- oder Quartalspläne vorherrschen – meist verbunden mit fest vorgeschriebenen Aktivitäten und Zielvorgaben.

Das Zitat von Whitehurst dazu:

„In short, the world is moving too quickly; plans are outdated before they are even complete.“

Wohl nichts Neues für diejenigen, die in eben jenen festgeschriebenen Plänen festhängen, aber daran nichts ändern können.

Whitehurst betont weiter, dass Innovation nur selten durch langfristige Planung entsteht. Als Beispiel dafür nennt er unter anderem Hadoop und Big Data. Niemand hatte dafür einen langfristig angelegten Zehn-Jahres-Plan; stattdessen haben hunderte von Unternehmen Schritt für Schritt an diesem Community-Projekt gearbeitet und letztendlich die Nachfrage und einen großen Markt dafür geschaffen. Ähnliches gilt für das Thema Künstliche Intelligenz.

Whitehurst plädiert für einen agileren Ansatz, der dem DevOps-Modell ähnelt, welches bereits erfolgreich in der Software-Entwicklung eingesetzt wird. Wenn es nach ihm geht, lässt sich das neue Erfolgsmodell mit nur drei Worten beschreiben: „Try, Learn, & Modify.

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Videos sind aus unserem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Der Einsatz im Unternehmen ist daher nur die nächste Stufe der Evolution. Wie der B2B-Einsatz richtig funktioniert und auf was es für Unternehmen zu achten gilt, erläutert Oliver Jäger, Global VP Marketing bei movingimage, im Gespräch mit marconomy. Reinschauen lohnt sich, denn die Nutzung von Video als Kommunikationsmedium im Enterprise-Umfeld bietet ein riesiges Potential:
 

 

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1. Inhalte

Gerade bei Pressegesprächen sollten Botschaften und Sachverhalte klar, eindeutig und verständlich vermittelt werden. Bringen Sie Beispiele und vor allem, folgen Sie einem roten Faden.

Kann Ihnen Ihr Gesprächspartner folgen? Ansonsten holen Sie ihn ab. Es geht nicht darum, alle Botschaften, die Sie vermitteln wollen, abzuarbeiten. Der Standpunkt eines Unternehmens, die eigene Sicht der Dinge – das ist es, was den Journalisten interessiert. Gerne angereichert durch persönliche Anekdoten und Erlebnisse. Versuchen Sie keine Marketing-Inhalte zu vermitteln oder Dinge zu „verkaufen“ – ansonsten wird es wahrscheinlich für längere Zeit das letzte Pressegespräch mit diesem Journalisten gewesen sein.

2. Körpersprache

Bringen Sie Ihre Körpersprache und die Inhalte in Einklang. Achten Sie auf eine aufrechte, offene Körperhaltung. Verschränkte Arme wirken abweisend und können ein Gespräch im Keim ersticken. Um das Gespräch lebendig zu gestalten, dürfen auch gerne die Hände eingesetzt werden. Maßvoll versteht sich. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit erhobenem Zeigefinger sprechen, das wirkt abschreckend.

3. Mimik

Ein positiver, freundlicher Gesichtsausdruck lädt zum Zuhören ein. Wirken Sie auf keinen Fall arrogant oder abweisend. Halten Sie während des Gesprächs Blickkontakt, so weiß Ihr Zuhörer, dass Sie voll und ganz bei der Sache sind.

4. Stimme

Versuchen Sie keine auswendig gelernten Inhalte wiederzugeben, das wirkt oft langweilig und einschläfernd. Leben Sie das, was Sie erzählen. Vermitteln Sie Ihre Energie mit Ihrer Stimme.

5. Kleidung

Hier gelten die Regeln wie bei einem Business-Meeting: Mit einem Anzug macht man alles richtig. Auch ein Blick auf das Schuhwerk verrät so einiges über den Träger. Hier müssen es nicht die teuren Designerschuhe sein, aber es sollte darauf geachtet werden, dass der Absatz nicht abgelaufen ist und die Schuhe geputzt sind.

Da ich es auch schon ganz anders erlebt habe, möchte ich noch ganz kurz auf das Begrüßungsritual (oder Verabschiedungsritual) eingehen: den Händedruck. Mit dem falschen Händedruck kann ein Gespräch vorbei sein, bevor es richtig angefangen hat; meine Lieblingsvarianten sind diese hier:

  • Toter-Fisch-Händedruck
  • Wackelpudding-Händedruck
  • Kneifzangen-Händedruck

Natürlich gibt es hier auch Zwischenstufen, die erspare ich uns aber. Ein fester, kurzer Händedruck ist der perfekte Start zu einem Gespräch (und auch ein perfekter Abschluss). Und bitte: Schauen Sie die Person, die Sie gerade begrüßen, an. Freundlich und offen.

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Alle reden von Blockchain, deshalb ist es höchste Zeit, dass wir hier im Zukunfts-Blog auch mal darüber sprechen. Denn Blockchain wird alles umwälzen und auf den Kopf stellen: das Finanzwesen, die Wirtschaft, die Gesellschaft und alles Übrige auch.

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, ganze Branchen umzukrempeln: Verträge ohne Notare oder Makler, Zahlungen ohne Banken, Wahlen ohne Kosten, Heiraten ohne Standesamt. Das alles ist keine Illusion mehr. Lesen Sie, warum Blockchain die Geschäftswelt auf den Kopf stellen kann. (Quelle: Computerwoche online)

… es sieht ganz danach aus, als änderte die Blockchain früher als später sehr viel: die Art und Weise, wie Verträge zustande kommen, wie Bankgeschäfte ablaufen, wie Rechte, zum Beispiel Urheberrechte, verwaltet werden oder wie Grundbücher gehandhabt werden. (Quelle: Süddeutsche Zeitung online)

Gut, es gibt auch die eine oder andere (insgesamt zum Glück seltene) nachdenkliche Einlassung:

Damit man an der Blockchain Revolution teilnehmen kann, muss man aber zunächst verstehen, was die Blockchain ist. (Quelle: NetMOBiz)

Also, um es klar zu sagen, da sind wir anderer Ansicht. Jeder kann mitmachen! "Verstehen" – ach Gottchen, so eine langweilige Bedenkenträgerei bringt die Blockchain sicher nicht vorwärts. Zumal die Blockchain, wie man hört, eine ziemlich schwierige Sache sein soll. Na und? Hat damals etwa jemand Subprime-Kredite und Verbriefungen verstanden? Und war das etwa nicht disruptiv? Eben. Und mit den Mythen rund um die Blockchain sollen sich gefälligst die herumschlagen, die sie sich ausgedacht haben. Wir sehen es lieber so:

Die Tage des Frankenstein-Finanzwesens sind gezählt, denn die Blockchain-Technologie verspricht für die nächsten zehn Jahre enorme Umwälzungen und Veränderungen, aber auch ungeheure Chancen für jeden, der sie ergreift. (Quelle: Gründerszene)

Begeisterte Stimmen dieser Art rund um den Blockchain-Hype könnte man noch wochenlang anführen. Aber die zentralen Elemente der Blockchain sind schon jetzt klar: Enthusiasmus, Konjunktiv und Futur.

Diese drei Erfolgsfaktoren können wir auch bieten! Warum sollten wir die Welle dann nicht ebenfalls reiten können? Natürlich können wir:

PR-COM startet disruptives Blockchain-Projekt 

Na also. Geht doch.

Blockchain könnte auch die PR auf den Kopf stellen. In einem Pilot-Projekt will PR-COM untersuchen, wie man Presseinformationen in einer Blockchain abbilden könnte. Es werden dafür weder Notare noch Banken benötigt. In einer nächsten Phase könnte es sogar möglich sein, dass über Smart Contracts (ein Kind von Blockchain) automatisch Presseinformationen für die Blockchain generiert werden.

Später mal. Vielleicht. Denn Konjunktiv heißt Chance und Futur heißt Zukunft. Und genau da erwarten wir uns von Blockchain so einiges:

Wer derzeit Geld von Investoren haben möchte, sollte irgendwo in seinem Vortrag das Wort „Blockchain“ einbauen. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung online)

Diese Hürde haben wir bereits glänzend gemeistert: Bisher kam "Blockchain" in diesem Blog-Beitrag immerhin 22 Mal vor.

Was brauchen wir außer einer innovativen Idee, einem soliden Konjunktiv und begeisterten Investoren noch? Natürlich ein Whitepaper. Und hier beschreiten wir ebenfalls neue Wege, die die bisherige Whitepaper-Produktion à la Frankenstein auf den Kopf stellen wird. Wir nutzen dafür den Blockchain-Whitepaper-Generator!

In der gesparten Zeit arbeiten wir schon am nächsten Blockchain-Zukunftsprojekt: eine Blockchain, in der alle zukünftigen Blockchain-Projekte enthalten sein könnten – die Meta-Blockchain! Die Welt wird Kopf stehen. Link zum Whitepaper demnächst hier in diesem Blog. 

Quelle: Watson.ch

 

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Also liebe Leute von Google News, ein bisschen solltet ihr schon aufpassen, welche Snippets eure intelligente Software hintereinander auf eure Webseite klatscht. Nicht alles passt zusammen:


Quelle: Screenshot Google News vom 1. März 2017

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Unser Ziel sind glückliche Kunden, und wir arbeiten hart dafür.

Viele Kunden honorieren unser Engagement und schreiben uns ab und zu nette Worte. Ein paar habe ich in den letzten Tagen gesammelt:

 Ihre Texte sind eine WUCHT!

Seit rund einem Jahr arbeiten wir mit dem Team von PR-COM zusammen, und ich bin immer wieder begeistert. Neben einem sehr hohen Qualitätsniveau der Texte überzeugt uns die Agentur durch hohe Professionalität und Zuverlässigkeit. So muss gute Pressearbeit sein.

I wanted to say thank you very much for the WONDERFUL work that you did. This is awesome! It is a real pleasure 'rocking’ with you guys! Keep the music playing.

Keep being so amazing.

Das ist wirklich motivierend und macht unseren Alltag noch ein bisschen schöner.

Sonstige Kundenquotes gibt es übrigens auch hier auf unserer Referenzenseite.

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Zugegeben: Ich bin einer dieser ignoranten Zeitgenossen, dem beim Wort „Psychologie“ automatisch die Achseln zucken und der den einzigen Sinn einer Couch in einem gemütlichen Fernsehabend sieht. Aber nach dem, was mir gerade passiert ist, ist mir ein Interview mit einer Psychologin wieder eingefallen, das ich mal irgendwo gelesen habe. Wenn einen etwas furchtbar nervt, es aber niemand hören will, dann einfach aufschreiben, bevor einem der Kragen platzt, so ihr Rat. Also wie gut, dass es diesen Blog gibt und raus damit.

Hab ein neues Smartphone gekauft und brauche eine neue SIM-Karte, weil die alte zu groß ist. Deshalb gestern Abend bei meinem Provider angerufen. Dass da ein Sprachautomat hingeht, ist man ja schon gewohnt. Dass man ihm alles fünfmal sagen muss, bevor er einen versteht: geschenkt. Aber dann. Nachdem ich endlich alle Hürden übersprungen habe, geht eine Ansage los und flüstert mir freundlich aber bestimmt ins Ohr: „Sehr verehrter Kunde, Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an ...“ Callus interruptus.

Tief durchatmen.

Nächster Versuch heute Vormittag. Erst mal Warteschleife. Gutes Zeichen, jetzt scheinen gerade Geschäftszeiten zu sein. Dann dasselbe Spiel wie gestern Abend: eine äußerst anregende und nicht enden wollende Unterhaltung mit dem Sprachautomaten. Dann, hurra!, ertönt ein Freizeichen. Und es meldet sich – eine Ansage: „Sehr geehrter Kunde, unsere Leitungen sind derzeit so ausgelastet, dass wir keine kurzen Wartezeiten garantieren können. Bitte rufen Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder an.“ Zack, Verbindung gekappt.

Da hört und liest man den ganzen Tag, dass Unternehmen durch die Digitalisierung den Kunden jetzt aber wirklich in den Mittelpunkt stellen und ihn auf allen Kanälen optimal bedienen können. Irgendwie, denke ich mir, müsste es mit dieser Digitalisierung doch möglich sein, das einfach umzudrehen und mir gleich zu sagen, dass gerade keine Geschäftszeiten oder die Leitungen überlastet sind.

ODER ETWA NICHT!?

Hm. Irgendwie ist mein Hals noch genauso dick wie vorher. War wohl doch nicht so gut der Tipp mit dem Aufschreiben. Ich glaub, ich leg mich mal auf die schicke neue Couch in unserem schicken neuen Büro und erzähl es den Kollegen. Ob sie’s hören wollen oder nicht.

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Referenzkunden sind das A und O für jedes Unternehmen, denn wie sonst sollte man beweisen, dass die eigene Lösung oder das Produkt auch tatsächlich das hält, was in Pressemitteilungen und Marketing-Kampagnen versprochen wird.

Ich habe kaum ein Interview in den letzten Jahren erlebt, in dem nicht nach einem Referenzkunden gefragt wurde. Besonders beliebt sind Referenzen natürlich für neue Produkte und Technologien. Leider halten sich Unternehmen dazu in Gesprächen oft bedeckt beziehungsweise sind vage, während sie in Pressemitteilungen hingegen sehr auskunftsfreudig scheinen.

Und genau hier kommen wir zu einem Paradox, das mir immer wieder begegnet: Während in Interviews Referenzkunden ein großes Thema für Journalisten sind, werden Pressemitteilungen über eben diese kaum beachtet. Deutsche Medien scheinen dann selbst von großen, weltweit bekannten Unternehmen wie British Airways noch nie etwas gehört zu haben, von kleineren Unternehmen ganz zu schweigen.

Woher also kommt die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot in diesem Fall? Natürlich werden individuelle Geschichten statt Pressemitteilungs-Massenware bevorzugt, aber immerhin sind Kundenmeldungen doch schon mal ein guter Anfang, oder nicht? Denn vielleicht verbergen sich ja gerade hinter den kleinen Referenzunternehmen die wirklich spannenden und innovativen Geschichten.

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Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vom 27. Februar bis 2. März 2017 wirft seine Schatten voraus. Wer die Vorberichterstattung verfolgt und sich beispielsweise für die neuesten Smartphones interessiert, kommt zu dem Schluss: Es gibt nichts wirklich Neues oder Innovatives. Die Hersteller verbessern ihre Geräte im Detail, etwas tatsächlich Revolutionäres ist nicht zu erwarten. Das Urteil der Kollegen von heise.de lautet: „Die vergleichsweise junge Gerätekategorie der Smartphones scheint zehn Jahre nach der Vorstellung des iPhone fertig.“ Zumindest stagniert die Entwicklung weitgehend, dem stimme ich zu. Spannend finde ich allerdings, was sich unter dem Stichwort „erweiterte Intelligenz“ beziehungsweise digitale Assistenten tut. Möglich, dass dies den Smartphones zu einem neuen Aufschwung verhilft. Denn seien wir einmal ehrlich: Als Steve Jobs im Januar 2007 das erste iPhone vorstellte, konnten nur die wenigsten sich vorstellen, dass ein Touch-Interface in kurzer Zeit alle anderen Bedienkonzepte auf Smartphones verdrängen würde. In der Zwischenzeit sind selbst die letzten noch verbliebenen Tastaturfans konvertiert.

Der Fokus auf Smartphones verstellt zudem den Blick darauf, dass der MWC weit mehr ist als eine Handymesse. Er ist eine Veranstaltung, auf der sich die Mobilfunkbranche trifft, sprich die Netzbetreiber und -ausrüster. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung als GSM World Congress 1987 in London statt – dem gleichen Jahr, in dem GSM (Global System for Mobile Communications oder Groupe Spécial Mobile) zum Standard erkoren wurde. Dass sich in den letzten Jahren die Mobilfunkbranche – inklusive aller Markteilnehmer – massiv gewandelt hat, wird niemand bestreiten. Von den 2G-Mobilfunknetzen, die erstmals 1991 in Finnland den Betrieb aufnahmen, bis zur heutigen vierten Mobilfunkgeneration (LTE) oder gar der 4,5. Generation (LTE Advanced) war es ein langer und oft durchaus revolutionär verlaufender Weg. Und mit 5G steht schon die nächste Generation bereit, die bis 2020 Marktreife erlangen soll. Die Mobilfunkbetreiber testen 5G und bereiten den Aufbau von 5G-Infrastrukturen vor. Statt der bisherigen proprietären Hardwarekomponenten setzen Netzwerkausrüster auf Open-Source-Lösungen. Dies fällt durchaus in die Kategorie „schleichende Revolution“.

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Wir sind nunmehr seit fast einem halben Jahr umgezogen, und immer noch fasziniert uns der Ausblick aus der fünften Etage auf den Sendlinger-Tor-Platz, den Olympiaturm (hier leider nicht zu sehen) und die Frauenkirche, vor allem bei so einer schönen Abendsonnne. Lädt zum Kontemplieren ein; und das tun wir ab und zu auch inmitten unseres hektischen Alltags. Danach sind die Batterien wieder ein bisschen voller, und es kann weitergehen.

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Nachdem zum Thema Digitale Transformation schon fast alles von fast allen gesagt wurde (siehe auch Hannas Blog dazu), reiht sich jetzt auch der Veranstalter der Hamburger IT-Strategietage mit einem gänzlich neuen Aspekt ein, der wohl zum Ziel hat, die mittlerweile gelangweilte Leserschaft wieder etwas wachzurütteln: „It’s all about speed – Strategien für die Digitale Transformation“, heißt tatsächlich das Motto des Events.

Als jemand, der sich intensiv mit der Digitalisierung beschäftigt, gehe ich davon aus, dass Geschwindigkeit die letzte aller Sorgen der IT-Abteilungen ist. Es geht zunächst einmal um gigantische Hürden, die genommen werden müssen – und die meisten Unternehmen haben sie eben noch nicht genommen. Da wären: erstens, das Bewusstsein entwickeln, um eine IT-Landschaft umzukrempeln und neue Businesswege zu gehen. Wir wissen alle, wie schwierig es ist, alte Denkpfade zu verlassen und jahrzehntelange Routinen in Frage zu stellen (in den Chefetagen sowieso!); zweitens, große Budgets in die Hand nehmen; drittens, Organisationsstrukturen verändern, und zwar völlig unabhängig von Positionen und Abteilungen. Virtuelle Teams spielen plötzlich eine Rolle, bei denen jeder einzelne gegebenenfalls Verantwortung abgeben muss: auch hier wird es Widerstände geben ... Dann viertens endlich, die Umsetzung. Hier lässt sich über Speed reden: IT der zwei Geschwindigkeiten, Time-to-Market und so weiter, genauso, wie es die Hamburger IT-Strategietage möchten.

Speed ist also OK, markante Sprüche sicher auch, aber bei der Digitalen Transformation gibt es noch ganz andere Baustellen, bevor man sich über Einzelheiten auseinandersetzen kann.

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Als Mitarbeiter in einer Kommunikationsagentur machen wir in unserem Job vor allem eins: kommunizieren. Und das tun wir überwiegend digital. Geschichten aus Zeiten, in denen Pressemitteilungen per Post verschickt wurden, können in unserer Agentur nur noch wenige erzählen. Der zentrale Vorteil digitaler Kommunikation liegt auf der Hand: Effizienz. Aber manchmal müssen wir angesichts der Gepflogenheiten in der digitalen Kommunikation einfach nur den Kopf schütteln.  

Ein Beispiel: die tägliche E-Mail-Schreiberei. Mal ehrlich: Wie oft haben wir schon eine E-Mail formuliert, nur um sie dann doch wieder zu löschen? Wie oft haben wir einen Kollegen gebeten, eine erhaltene E-Mail ebenfalls zu lesen, nur um sich anschließend über den implizierten Subtext austauschen zu können (ja, ja, da haben sich die Vorlesungen zu Textanalysen und Gedichtinterpretationen nämlich doch noch gelohnt)?

Während man die tägliche Knobelei, was jetzt genau mit dem Inhalt einer E-Mail gemeint sein könnte, noch als Denksport verbuchen kann, ist der Verlust der Umgangsformen ein weit größeres Ärgernis. Denn in der neuen Kommunikationslogik werden Anreden und Abbinder häufig vernachlässigt. Klar, wenn die zwölfte Ein-Satz-E-Mail geschrieben ist, fehlt die Geduld für langes Vorgeplänkel. Von einem Mindestmaß an Umgangsformen sollte man allerdings dennoch ausgehen können – nicht ohne Grund wurde uns schon in unserer Kindheit der heiß begehrte Keks mit einem langgezogenen „Wie heißt das Zauberwort?“ verwehrt.  

Ein weiterer Nebeneffekt der Digitalisierung unserer Kommunikation begegnet uns durch den inflationären Einsatz von Emojis im täglichen E-Mail-Verkehr. Ja, manchmal hat man Grund zur Freude und wie sollten wir unsere Gefühle in einem emotionslosen Tool wie einer E-Mail sonst darstellen? Trotzdem sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Smileys insbesondere im professionellen Kontext häufig fehl am Platz sind. Spätestens in journalistischen Texten haben sie schlicht nichts mehr zu suchen.

Digitalisierung hin oder her: Vielleicht ist es an der Zeit, doch mal wieder zum guten alten Telefonhörer zu greifen. Am besten mit Schnur.

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Trump tut es (klar, wer sonst), auf der Plattform Facebook treiben es die Nutzer ganz wild und jawohl, auch klassische Medien, wie etwa die Bild-Zeitung, tun es: Fake News verbreiten! Dabei geht es im Kern um die Verbreitung von Gerüchten, die Überspitzung von Nachrichten (mit einem wahren Kern), bis hin zu Lügen und falschen Fakten über Personen, Gruppen und Sachverhalte. Der Grat zwischen freier Meinungsäußerung und Fall für den Anwalt ist mitunter schmal.

Aber warum ist die Aufregung jetzt so groß? Das Phänomen der Fake News, um im Fachjargon zu bleiben, ist nicht neu. Seit jeher verfolgen Menschen in ihren unterschiedlichsten Rollen ihre Interessen. Die Streuung von Gerüchten, die Interpretation von Fakten oder gar der gezielte Einsatz von Lügen waren schon immer Teil des Spiels. Und die Adressaten solcher Nachrichten haben sie auch bereitwillig gestreut, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt. Das passierte lange in der realen Welt, seit ein paar Jahren eben auch in der virtuellen Welt.

Neu ist jetzt sicherlich die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der sich Fake News über das Internet verbreiten (können). Auch aufgrund sogenannter Social Bots, die kleinen Software-Programme, die auf bestimmte Schlagwörter in Beiträgen anderer Nutzer reagieren und diese automatisiert kommentieren und teilen.

Letztlich gilt aber auch in der virtuellen Welt: jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Einen entscheidenden Unterschied (zur realen Welt) gibt es dann doch: das Internet vergisst nie. Von daher ist durchaus Vorsicht geboten, was veröffentlicht, geliked und geshared wird.

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Das neue Jahr hat gerade angefangen und was ist das, was man so in den Medien lesen kann? Genau! Trends! Trends für das vor uns liegende Jahr 2017. Trends in jeglichen Variationen: Ernährungs-Trends, Mode-Trends, Rohstoff-Trends, HR-Trends, Marketing-Trends, Tech-Trends, Mega-Trends, Top-Trends, coole Trends für den Finanzsektor, den Publicsektor, den Healthcare-Bereich, die Automobilbranche, die Welt der Biomasse oder der Tulpenlandschaft.

Nichts, was es nicht gibt.

Das alte Jahr hat noch nicht einmal aufgehört, da kommen alle Experten aus ihren Löchern gekrochen und verkünden uns, was heuer so alles angesagt ist. Man könnte fast meinen, wer etwas auf sich hält, der zeigt, was er orakeltechnisch so drauf hat.

Apropos technisch: Gerade auch im Bereich ITK überschlagen sich die Trends für dieses Jahr – dabei gibt es hier bei den Aussagen vieler Unternehmen oft keine Unterschiede. Rar sind die Trends – oft sind es sehr spezielle – wo man das Gefühl hat, da hat jemand wirklich Ahnung und weiß, wovon er spricht und springt nicht einfach auf den fahrenden Trend-Zug mit auf.

Und jetzt dürft ihr raten: Was ist einer der Ultra-Hyper-Mega-Top-Trends in der IT im Jahr 2017? Richtig: die Digitale Transformation! Niemand kommt an dem Thema vorbei. Schon gar nicht die Unternehmen selber. Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigt, gilt als rückwärtsgerichtet, nicht auf der Höhe der Zeit, als untrendig. Deswegen macht jetzt jeder in „DT“. Studien zu dem Thema schießen wie Pilze aus dem Transformationsdschungel: über Digitalisierungsgefühle, Digitalisierungs-Scheinriesen, Digitalisierungsdruck, Digitaler-Transformations-Mut oder digitale Transformations-Bremsen.

Ein bisschen erinnert mich das Ganze an den Hype vor einigen Jahren: Cloud Computing. Das war auch so ein Ding. Jeder sprach davon, keiner wusste, was eigentlich gemeint ist, kaum ein Unternehmen, das es aktiv nutzte. Anwendungsbeispiele konnte man sowieso an einer Hand abzählen. Geschweige denn, dass es einheitliche Begriffsdefinitionen dazu gab. Jeder legte es halt nach seinen Bedürfnissen aus, um den Trend nicht zu verpassen. Mittlerweile benutzen viele Unternehmen, die sich damals als große Cloud-Computing-Experten dargestellt hatten, den Begriff gar nicht mehr, da man sich wieder auf seine eigentlichen Kernkompetenzen konzentriert hat.

Irgendwann später unterschied man dann zwischen Private, Public und Hybrid Cloud: klarere Definitionen setzten sich durch. Wenn wir nun von Cloud Computing sprechen, meinen wir das Gleiche.

Ich denke, dass wir im Moment hier mit der Digitalen Transformation an einem vergleichbaren Punkt angekommen sind. Ein Thema, was noch in den Kinderschuhen steckt. Ein Begriff, der noch nicht eindeutig definiert ist. Ein Thema, was erst noch seine wahren Experten finden muss. Und auch ein Trend, der uns die nächsten Jahre noch begleiten wird.

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