25 Jahre

Hach die IT, so viele Hypes wie Flops und doch muss ich heute mal ein Hoch ausbringen. Was hat sie uns doch – speziell in den letzten 25 Jahren – an Neuerungen gebracht, die einer Revolution gleich aus unser aller Leben nicht mehr wegzudenken sind. Kaum zu glauben, was ein Vierteljahrhundert später für uns alle ganz selbstverständlich geworden ist.

Während wir heute schnell mal die aktuellen Mails und Newsletter auf dem Smartphone oder Tablet checken, Daten und Bilder auf externen Festplatten oder in der Cloud speichern, Filme streamen, Buchungen und Bankgeschäfte online erledigen und unsere Freunde auf Social-Media-Plattformen treffen, war die Welt 1990 noch analog – aber wie ...

Zu Lesen gab es Zeitungen und Bücher ­– natürlich ausschließlich in gedruckter Form – für das Sammeln von Fotos Alben, zur Bank oder ins Reisebüro ging man persönlich und seine Freunde traf man abends in geselliger Runde, was ja auch heute noch seinen unbestrittenen Wert hat.

Nehmen wir als Beispiel nur mal die unbestritten segensreiche Entwicklung des Mobiltelefons. Ich weiß ja nicht, wie Ihr erstes Mobiltelefon aussah, aber vielleicht waren Sie einer der Early Adopter und dementsprechend mit einem der Hörknochen der ersten Stunde bewehrt?

Die nicht mehr ganz Jungen unter uns werden sich erinnern, dass man in unserer Jugend eine Telefonzelle suchen musste, wenn man von unterwegs kommunizieren wollte. Die war dann wahlweise besetzt oder außer Funktion, weil demoliert. Ansonsten blieb nur warten. Darum war es auch immer wichtig, Verabredungen verbindlich zu treffen, und ein Gebot der Höflichkeit, dass man pünktlich ist. Eben darum, um das Warten einzugrenzen. Die übliche Frage bei einem Anruf war damals auch noch „Wie geht’s dir?“ und nicht „Wo bist du gerade?“. Lustig, oder? Wie, Sie können sich das nicht vorstellen? Dann sind Sie vermutlich so um die 25 und sollten mal ihre Eltern fragen.

Wenn ich es mir recht überlege, war manches gar nicht so schlecht. Darum sehen Sie es mir nach, wenn mir – trotz aller Begeisterung für die IT – hin und wieder ein wenig analog zumute ist.

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1990 war schon ein ganz schön aufregendes Jahr – auch in meiner Heimat Österreich. Unter anderem stirbt Altbundeskanzler Kreisky 79-jährig, die Fußball-Nationalmannschaft verliert legendär mit 0:1 gegen die Fußball-Großmacht Färöer-Inseln und Rainhard Fendrich veröffentlicht die inzwischen (zu Recht) als inoffizielle Bundeshymne gehandelte Single „I am from Austria“.

Und: Heimlich, still und leise wurde anno 1990 das Internet in Österreich eingeführt, nachdem man bereits fünf Jahre E-Mail (an einigen Hochschulen) nutzen konnte. Am 10. August wurde die Universität Wien als erster Knoten im Land an das World Wide Web angeschlossen. Und obwohl es noch ein paar Jahre dauern sollte, bis sich das Internet flächendeckend durchsetzte, waren sich die österreichischen „Geburtshelfer“ bereits in einem Bericht zum Projekt, der gerade mal einen Monat nach Inbetriebnahme des WWW-Knotens in Wien erschienen ist, der Tragweite dieser Innovation – zumindest ansatzweise – bewusst:

"Die enorme Bedeutung dieser neugeschaffenen Kommunikationsmöglichkeiten, die gegenüber den bisherigen, im wesentlichen auf Electronic Mail und Filetransfer beschränkten Netzdiensten ganz entscheidend erweitert wurden, für die österreichische Wissenschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden."

Ob Wissenschaft oder gleich die ganze Gesellschaft: Fakt ist, dass das Internet auch aus Österreich nicht mehr wegzudenken ist. Wer sich für die Geschichte der ersten zehn Jahre des WWW in rot-weiß-rot interessiert, dem sei folgender Aufsatz auf der Website der Uni Wien ans Herz gelegt: „10 Jahre Internet in Österreich“ von Peter Rastl.

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Wir schreiben in diesem Jahr ein ganz besonderes: Nicht nur unsere Agentur kann sich ihres Vierteljahrhunderts rühmen, nein, wir feiern auch die Geburtstage etlicher Persönlichkeiten und geschichtlicher Ereignisse, die wohl unvergesslich bleiben.

Auf politischer Ebene ist dieses Jahr denkwürdig: Die Wiedervereinigung Deutschlands feiern wir zum 25. Mal und unser eiserner Kanzler - der Deutschland ehemals zu einem Nationalstaat machte - wurde vor mittlerweile sage und schreibe 200 Jahren geboren. Auch genau hundert Jahre nach dem Tag, an dem Ingrid Bergmann das Licht der Welt erblickt hat, sind Phrasen aus ihren filmischen Glanzleistungen wie Schau mir in die Augen, Kleines oder Uns bleibt immer Paris jetzt noch präsent.

Achja, apropos Paris - der Spatz von Paris feiert ebenso seinen 100. Geburtstag: Edith Piaf erblickte am 19. Dezember 1915 das Licht der Welt und wurde zu einem der leuchtendsten und wohl gleichzeitig tragischsten Sterne am französischen Chanson-Himmel, dennoch sang sie am Ende ihres Lebens: Non, je ne regrette rien! Auch der Agenturvater wird wohl nichts bereuen, wenn er auf die Geburtsstunde von PR-COM vor 25 Jahren zurückblickt und mit dem Status quo vergleicht - ganz im Gegenteil! 

2015 ist ein Jahr der Jubiläen und der Freude. Feierlich begangen wurde unser Firmenjubiläum schon in unvergesslichem Alpenpanorama, und nun können wir uns auf weitere spannende Jahre in einer außergewöhnlichen Agentur freuen, denn sicherlich - und ich könnte es am 100. Geburtstag von Frank Sinatra nicht besser sagen als er selbst - The best is yet to come!

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Das Internet hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem massiven Produktivitätsschub bei der Büroarbeit beigetragen – heißt es. Ursächlich dafür seien unter anderem die höhere Rechenleistung der Endgeräte, mit denen gearbeitet wird, oder auch die Möglichkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Um diese Behauptung zu überprüfen, hilft ein einfacher Faktencheck.

Früher saß ein Angestellter am Schreibtisch und schrieb mit der Textverarbeitung (Wordstar, Wordperfect oder Word) einen Geschäftsbrief an den Lieferanten A mit einer Reklamation und anschließend eine neue Bestellung an den Lieferanten B. In der gleichen Zeit beginnt er heute seinen Arbeitstag damit, dass er seine E-Mails – die geschäftlichen und die privaten – checkt, einige Kommentare in Facebook schreibt und schnell noch zwei, drei Twitter-Tweets postet. Nach der ersten Korrespondenz führte der Angestellte früher mehrere Gespräche mit Kollegen, holte sich einen Kaffee und erfuhr in der Kaffeeküche den neuesten Stand zu einigen Ausschreibungen. Im Internetzeitalter guckt der Mitarbeiter in dieser Zeit die neuesten von Freunden empfohlenen YouTube-Videos. In der alten Welt ist es Montagmorgen und jetzt ist Zeit, um mit Kollegen die neuesten Ergebnisse der Fußball-Bundesliga zu diskutieren. Das Internet bietet dazu heute eine unendliche Fülle an Analysen und Heatmaps. Ein wunderbarer Use Case übrigens für Big Data.

Für Ablenkung am Arbeitsplatz, mit der Folge einer sinkenden Produktivität, war also immer schon gesorgt. Das Wort dafür heißt Prokrastination. Der Begriff stammt angeblich aus dem 16. Jahrhundert als das lateinische Verb „procrastinare“ Eingang ins Englische fand. Woher ich das weiß? Ich habe es während meiner Arbeitszeit gegoogelt und etwas dazugelernt. Siehe beispielsweise: http://campus.nzz.ch/studium/morgen-ist-ein-tag-zu-spaet oder http://hauptstadt.tumblr.com/post/242870141/prokrastination-substantiv-f-singularetantum. Anders gefragt: Kann das Internet die Produktivität fördern? Ja, wenn es als Werkzeug richtig eingesetzt wird.

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Das Jahr 1990 war die Geburtsstunde von PR-COM. Was? Solange ist das schon her? Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Dabei fühlt es sich so an, als ob das neue Jahrtausend erst kürzlich begonnen hat. Denken wir zurück, fällt es uns schwer, uns zu erinnern, was 1990 alles geschehen ist. Spontan erinnern wir uns natürlich an die wichtigsten Ereignisse: Ganz Deutschland feierte die Wiedervereinigung und Deutschland wurde Weltmeister. Und was geschah noch? Um Eurer Erinnerung auf die Sprünge zu helfen, testet Euer Wissen mit dem 1990-Quiz!

 

1. Welches der aufgeführten Ereignisse geschah 1990?

  1. Windows 3.1 kam heraus
  2. Der Grüne Punkt als Kennzeichen für recycelbare Verpackungen wurde in Deutschland eingeführt
  3. Ende der Sowjetunion
  4. Die UNESCO verkündete ihre Deklaration zur Pressefreiheit

2. Was kostete der Liter Normal-Benzin durchschnittlich?

  1. 1,14 DM
  2. 1,21 DM
  3. 1,11 DM
  4. 1,02 DM

3. Wer wurde Deutscher Meister?

  1. Borussia Dortmund
  2. 1. FC Köln
  3. FC Bayern
  4. Werder Bremen

4. Was war das Unwort des Jahres?

  1. ausländerfrei
  2. Gab es 1990 noch nicht
  3. Peanuts
  4. Rentnerschwemme

5. Welcher Film war der erfolgreichste?

  1. Arielle – Die Meerjungfrau
  2. Kuck mal, wer da spricht
  3. Pretty Woman
  4. Werner – Beinhart!

6. Welches Lied war am längsten Nr. 1 in den deutschen Single Charts?

  1. Matthias Reim – Verdammt, ich lieb’ dich
  2. Werner Wichtig – Pump ab das Bier
  3. Phil Collins – Another Day in Paradise
  4. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

7. Welches Produkt zog die Blicke aller Besucher auf der fünften CeBIT auf sich?

  1. UNIX für den neuesten Atari-TT-Rechner
  2. Highscreen Kompakt AT 286 Serie II
  3. Die NeXTstation
  4. Commodore 125

8. Welche Namen waren am beliebtesten?

  1. Jan und Laura
  2. Kevin und Lisa
  3. Jan und Lisa
  4. Jan und Julia

9. Welche Ausdrücke wurden ab 1990 von Jugendlichen verwendet?

  1. fett, endgeil, verludert
  2. bombastisch, toff, hip
  3. ultrakrass, verschärft, granatenmäßig
  4. famos, delikat, splendid

Zur Auflösung

  • 8-9 richtige Antworten: Der 1990-Nerd – Mir macht keiner was vor!
     
  • 6-7 richtige Antworten: Ich kenne mich gut aus!
     
  • 4-5 richtige Antworten: Da ist noch Luft nach oben!
     
  • 0-3 richtige Antworten: 1990? Das war wohl vor meiner Zeit!
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In den ersten Jahren von PR-COM gehörte das Thema Client-Server zu den Top-Themen. Der Begriff kam in jedem zweiten Artikel vor und man war als Redakteur gut beraten, sich ein entsprechendes Tastaturkürzel zuzulegen: "CS". Um die Frage der korrekten Schreibweise Client/Server oder Client-Server wurden Glaubenskriege geführt – als ob die Sache nicht eindeutig wäre.

Heute schaffen es Client-Server und Client/Server nur noch selten auf den Bildschirm. Ich habe eigenhändig nachgezählt: Bei Google unter aktuellen deutschen Meldungen im ganzen Juli nur magere 20 Mal. Wann habe ich eigentlich das Tastaturkürzel "CS" abgeschafft? Ein ganzes Thema wurde ohne offizielle Abkündigung und Abschiedsfeier, ohne Blasmusik und Würstchen, also weitgehend sang- und klanglos, aus dem Verkehr gezogen.

Mit SOA, einem Top-Begriff der Nullerjahre, lief es zuletzt ähnlich. Ich habe auch hier gegoogelt und werde mit der ersten News auf den australischen Kampfsportler Soa Palelei (Kampfname "The Hulk") verwiesen. Im Ernst! Und ein gewisser Timothy V. Murphy, bekannt aus "Sons of Anarchy" (SOA) hat seit 22. Juli 2015 selber einen Sohn. Unter den ersten 20 SOA-Meldungen nichts aus der IT. Und was verschwindet als nächstes? Cloud Computing? Big Data? Das Problem ist offenbar: wenn es soweit ist, merkt es keiner mehr. Also wieder nichts mit Blasmusik und Würstchen.

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Ein absoluter Dauerbrenner in der PR ist das Thema: Prognosen, Ausblicke, Trends. Es ist ja auch sehr spannend, sich vorzustellen, was künftig alles möglich sein könnte. Blicken wir heute einmal 25 Jahre zurück und schauen, welche Technik die 1990er-Jahre prägte.

Unter anderem gab es die Textnachrichten oder SMS, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Schon damals war das Telefonieren mit dem Handy eine Nebensache. Heutzutage wird das Handy auch eher für andere Dinge als das Telefonieren verwendet, wobei die SMS jedoch an Bedeutung verliert. In dieser Zeit brachte auch ein Student namens Linus Torvalds ein neues Betriebssystem namens „Linux“ in den Umlauf, welches einen starken Einfluss auf Computer haben würde.

Natürlich gab es noch viele andere technische Neuheiten, die für die damalige Zeit revolutionär waren. Für mich persönlich war der Discman, also ein mobiles Gerät, um CDs abspielen zu können, das absolute Objekt der Begierde. Als mir dieser Wunsch erfüllt wurde, ging ein Traum für mich in Erfüllung. Das Austauschen von CDs unter Freunden gehörte ab sofort zum täglichen Lebensinhalt.

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Unsere PR-Agentur feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: ihren 25. Geburtstag. Als unser Chef PR-COM 1990 gründete, hatte ich mein Abitur bestanden und war froh, den schulischen Informatikunterricht hinter mir zu haben. Ich kann mich gut erinnern, wie schrecklich ich diesen fand. Nicht nur, weil ich mir unter der Programmiersprache BASIC anfangs recht wenig vorstellen konnte, sondern auch, weil es im Informatikkabinett meiner Schule Kleincomputer gab, deren technische Ausstattung recht bescheiden war. Damit Ihr auch versteht, von welcher bescheidenen Ausstattung ich hier spreche, nachfolgend ein paar Abmessungen und technische Daten des "C64 der DDR", des Kleincomputer KC 85/2-4 (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleincomputer_KC_85/2-4):

  • Abmessungen: 385 mm × 270 mm × 77 mm
  • Gewicht: 4,1 kg
  • CPU: UB 880 D
  • Taktfrequenz: 1,75 MHz (112 × PAL-Zeilenfrequenz)
  • RAM: 32 KByte
  • ROM: 4 KByte (der KC 85/4 hatte 20 KByte)
  • für Anwender freier RAM: 17 KByte (der KC 85/4 hatte 64 KByte)
  • Bildgröße: 320 × 256 Pixel

Als Monitor nutzten wir einen schwarz-weiß Fernseher und als Speicher einen Kassettenrekorder. Die Tasten der Computertastatur ließen sich schwer drücken und wenn ich Befehle eingab, hatte ich immer das Gefühl, ich benutze ein Hackbrett. Mir war auch nicht klar, welchen Sinn der Informatikunterricht überhaupt hatte. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kannte ich niemanden, der so einen Computer zu Hause stehen hatte. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung musste ich mir diese Frage auch nicht mehr stellen. Der KC 85/2-4 war Geschichte.

Und heute, 25 Jahre später? Heute wissen wir vor all den technologischen Entwicklungen in der IT, der technischen Ausstattung der Geräte und der Produktvielfalt bei Tablets, Smartphones, Laptops, PCs, Mac & Co. schon gar nicht mehr, welches Produkt wir kaufen sollen und welche Funktionen es wirklich haben muss. Viele Geräte haben sich zu Lifestyle-Produkten entwickelt, die schick aussehen, uns im Alltag unterstützen und uns Vieles erleichtern. Für meinen Geschmack haben sie aber häufig zu viel Schnickschnack und viele unnötige Funktionen.

Mit dem Internet der Dinge steht nun die nächste große Entwicklung an. Laut Wikipedia (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge) beschreibt der Begriff Internet der Dinge, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird. Das bedeutet, jedes „Ding“ soll einen Netzanschluss und eine IP-Adresse bekommen, egal ob Kühlschrank, Herd, Auto, Telefon oder T-Shirt, alle Dinge sollen miteinander vernetzt und übers Internet erreichbar sein. Mit den so genannten Wearables ist der Anfang gemacht…

Wie sich das Internet der Dinge weiterentwickelt, welche Produktideen und Geschäftsmodelle es geben und wie es sich auf unser Privatleben und den beruflichen Bereich auswirken wird? In spätestens 25 Jahren, zum 50. Geburtstag von PR-COM :o), werden wir es wissen.

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Ich weiß noch, welch große Augen ich gemacht habe, als ich im Juli 2007 zu PR-COM kam und mit der hauseigenen Datenbank „4D“ vertraut gemacht wurde. Hier wurden nicht nur Projekte jeglicher Art bis ins Detail erfasst – nein, auch Medien, Pressekontakte und -veröffentlichungen wurden so gepflegt und verwaltet. Als ich gezeigt bekam, dass Pressemitteilungen ebenfalls aus dem System heraus teilautomatisiert verschickt werden können und ich nicht mehr gezwungen war aus endlosen Excel-Tabellen E-Mail-Adressen zu kopieren und dann händisch ins BCC einer E-Mail zu kopieren, da wusste ich, dass ich nun in der richtigen Agentur gelandet war, die meinen Anspruch an professionelles Arbeiten auch durch eine entsprechende IT-Infrastruktur unterstützt.

Auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich einen Großteil der Funktionen erlernt habe (Aha-Erlebnisse bleiben bis heute nicht aus), so bin ich immer noch ein großer Fan unserer Datenbank und als kleiner Ordnungsfanatiker preise ich die Vorteile immer wieder gerne bei jedem potenziellen Skeptiker an. 

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich vor meiner Zeit bei PR-COM überhaupt anständige Reportings erstellen konnte, geschweige denn die monatlichen Clipping-Bundles oder den Überblick über 30-50 verschiedene Projekte behalten habe, die ich anhand zahlloser Endlos-Listen strukturiert und sortiert hatte. Wenn ich also gefragt werde, was ich an PR-COM besonders schätze, dann nenne ich – neben meinen lieben Kollegen – immer als eines der ersten „Pros“ unsere Datenbank, ohne die ich inzwischen keinen Arbeitstag mehr überstehen könnte. Wenn also laute Schimpftiraden aus der Nussbaumstraße 12 ertönen, kann man davon ausgehen, dass unsere Datenbank kurzfristig nicht verfügbar ist und sich alle 4D-Süchtigen fragen, wie sie nur den Tag überstehen sollen.

Man sollte über IT eben nicht nur reden und schreiben, sondern sie auch „leben“ – und das machen wir bei PR-COM seit nun schon 25 Jahren.

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Früher hatten wir zwei Zimmer unserer Wohnung untervermietet. Christian war Lehrer, nebenbei Maler und besaß ein eigenes Atelier – und einen Computer. So einen schicken Commodore oder wie wir früher sagten, C64. Diese Tatsache an sich war schon interessant, es kamen dann aber noch eine ganze Menge toller Computerspiele dazu. Diese hatten es meiner kleinen Schwester und mir angetan.

Jedes Mal, wenn Christian zu Hause in seinem Zimmer war und die Tür zu hatte, würfelten wir aus, wer klopfen und fragen musste: „Christian? Dürfen wir nochmal Pac-Man spielen?“ Irgendwann hatten wir bereits eine mehr oder weniger dicke Zettelsammlung mit irgendwelchen Codes, um zum gewünschten Spiel zu gelangen. Heute ist es mir völlig schleierhaft, wie wir mit den Buchstaben- und Zeichencodes in MS-DOS überhaupt je da gelandet sind, wo wir hin wollten – nachdem nach der Eingabe des Befehls erst einmal gefühlte 30 Sekunden irgendwelche Codes über den Bildschirm ratterten. Am Ende blinkte dann der weiße Eingabe-Strich, um uns zu signalisieren, dass nun der nächste Code eingetippt werden kann. Aber an den Spaß, den wir bei den Spielen hatten, erinnere ich mich heute noch.

Unvergessen die zwei Gorillas, die sich in einer urbanen Skyline gegenüberstanden und sich gegenseitig mit Bananen bewarfen... oder einem Bumerang, das war aufgrund der Auflösung nicht zu erkennen. Und wenn der eine den anderen getroffen hatte, schlenkerte dieser siegestaumelnd mit den Armen – was dann eher ähnlich elegant aussah wie ein Roboter auf einem Drahtseil. Oder Wurmi – ein kantiger Strich, der sich durch ein kantiges Bild „gewurmt“ hat, die Zahlen 1-9 fressen musste und dabei immer länger und schneller wurde... Je nach Level kamen dann kantige Labyrinth-Striche dazu, die man auch nicht berühren durfte. Später dann legendär die Lemminge. Ich sehe sie noch heute vor mir, wie sie mit wippendem Kopf und Haarmatte über den Bildschirm laufen: der eine hackt, der andere gräbt, der nächste schwimmt und der übernächste baut eine Treppe – und wenn die Zeit für den zugeteilten Befehl vorbei war, dann drehten sie sich einem zu, guckten einen an, zuckten mit den Schultern und liefen ganz normal weiter. Mit wippendem Kopf und Haarmatte.

Irgendwann zog Christian dann leider aus, weil wir die Zimmer brauchten. Den PC nahm er natürlich mit. War klar, was ich mir zum nächsten Geburtstag wünschte, oder? Und der neue konnte sogar in Farbe!

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