Technologie und Märkte

Unser Kunde Red Hat ist in vielen Dingen der Zeit voraus: Vor zwei Jahren schon veröffentlichte Jim Whitehurst, President und CEO von Red Hat, das Buch mit dem Titel „The Open Organization: Igniting Passion and Performance“. Darin wird das offene Organisationsmodell von Red Hat beschrieben und wie wichtig es für den Erfolg von Unternehmen ist, klassischen Top-Down-Management-Modellen in Zeiten dynamischer Veränderungen den Rücken zu kehren. Seitdem haben viele Unternehmen diesen Ansatz für sich übernommen.

Im Rahmen des zweijährigen Jubiläums von The Open Organization erschien gerade der vierte Teil einer begleitenden Buch-Serie, die verschiedenste Aspekte des Open Organizational Design unter die Lupe nimmt. Unter dem Titel „The Open Organization Guide to IT Culture Change“ berichten mehr als 25 Autoren über ihre Erfahrungen und geben Ratschläge, wie es gelingt, eine offenere IT-Abteilung zu schaffen, die schneller und bessere Ergebnisse liefert sowie einen echten Mehrwert für das Business schafft. Unter folgendem Link steht der Text zum Download bereit: https://opensource.com/open-organization/resources/culture-change

Hinter der Buchserie steckt die Open Organization Community. Die Teile eins bis drei der begleitenden Buch-Serie heißen:

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Kürzlich hat die Erpressersoftware WannaCry weltweit Schaden angerichtet. Unter anderem waren die Deutsche Bahn, zahlreiche Krankenhäuser in England und mehrere Renault-Werke betroffen. Laut Spiegel online war dies der größte Angriff mit einer Erpressersoftware.

Doch wie konnte es sein, dass so viele Unternehmens-Rechner betroffen waren? Viele scheinen die Bedrohung durch Cyber-Angriffe immer noch nicht ernst zu nehmen. Wer alte Windows-Versionen nutzt, unregelmäßig Updates installiert oder verdächtige E-Mail-Anhänge öffnet, geht immer ein Risiko ein.

WannaCry ist nur ein Beispiel von zahlreichen Cyber-Angriffen. Wie der aktuelle State of the Internet Security Report des ersten Quartals 2017 von Akamai zeigt, gibt es immer wieder neue Varianten von Angriffen. So sorgte seit letztem Herbst etwa das Mirai-Botnetz immer wieder für Schlagzeilen: Akamai selbst beobachtete im letzten Quartal verstärkt Mirai-Water-Torture-DNS-Angriffe. Dabei handelt es sich um in Mirai-Malware integrierte DNS Query Floods, die Akamai-Kunden – insbesondere im Finanzdienstleistungsbereich – ins Visier nahmen. Solche Attacken überlasten die Ressourcen der Zieldomäne, indem in großer Zahl zufällig generierte Domänennamen abgefragt werden, was letztendlich zu Denial-of-Service-Ausfällen führt.

Es hat sich also mal wieder gezeigt, dass nach wie vor eine große Gefahr von Cyber-Angriffen ausgeht. Die Zahl ist weiterhin steigend und die Angriffe werden raffinierter. Reines Reagieren reicht nicht mehr aus. Unternehmen benötigen daher Lösungen, die möglichst schnell auf aktuelle Gefahren und neue Angriffsvektoren reagieren können. Um einen optimalen Schutz zu erzielen, empfiehlt sich neben Hardware-basierten Security-Lösungen eine Cloud-basierte, skalierbare Lösung einzusetzen. Diese stellt eine umfassende mehrstufige Lösung bereit, um den Schutz der IT-Infrastrukturen sowie die Verfügbarkeit geschäftskritischer Applikationen und Daten sicherzustellen.

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CX hier und CX dort – viele Unternehmen scheinen das Thema dieses Jahr groß auf ihrer Agenda stehen zu haben. Gemeint ist die Customer Experience, also im weitesten Sinne die Erfahrung(en), die ein Kunde mit einem Unternehmen beziehungsweise einer Marke macht.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich nun auch einige Studien dem Thema widmen, das nicht für jeden gleich greifbar ist. So beispielweise IDG mit einer Studie zur „Digital Customer Experience 2017“ oder der "Global Customer Experience Benchmarking Report" von Dimension Data.

Ja, der Kunde hat heutzutage die Macht, sagt man. Und er muss hofiert werden, ergänzen andere. Daher wird das Customer Experience Management immer wichtiger und gerade das Marketing sieht sich hier in der Pflicht. Dass aber ohne Unterstützung seitens der IT gar nichts läuft, sollte auch klar sein. Denn man muss wissen, wo der Kunde sich auf- und wie er sich verhält oder informiert.

Genau da sind wir dann bei der nicht weniger heiß diskutierten Customer Journey, die jedes Unternehmen gerne en détail dokumentiert hätte, aber daran oft schon in den Anfängen scheitert, weil es keine einheitliche technische Grundlage gibt, die all die Kundendaten, die an den unterschiedlichen Touchpoints entstehen, zu einer Art „Golden Customer Record“ zusammenführt.

Entsprechende Tools und IT-Unterstützung sind daher im Marketing schon lange nicht mehr wegzudenken. Tendenz steigend. Nur an der Vernetzung hapert es noch.

Der Weg zur idealen Customer Experience ist somit ein steiniger, soweit sind wir uns sicher einig. Daher wird das Thema auch verstärkt diskutiert und steht sowohl auf der Agenda der Marketing-Abteilungen, aber auch von Sales und der IT-Abteilung.

Wenn Unternehmen es daher schaffen, abteilungsübergreifend an einem Strang zu ziehen und die Datensilos zu überwinden, sind sie schon einen großen Schritt weiter hin zu einer positiven CX.

Gut so, denn in der vielzitierten Service-Wüste Deutschland wollen wir alle etwas mehr hofiert werden, sowohl als B2C- als auch als B2B-Kunde. Und eine richtige Ansprache, mit den richtigen Themen, vielleicht sogar noch zum richtigen Zeitpunkt, wäre da schon mal ein guter Anfang.

Ich bin gespannt, welche weiteren Erkenntnisse in den nächsten Monaten zu dem Thema publiziert werden und ob sich Kunden über alle Branchen hinweg zukünftig unter anderem auf ein Mehr an Service freuen dürfen. Eines ist jedenfalls klar: es bleibt spannend.

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Kürzlich ist der Red Hat Summit 2017 zu Ende gegangen, eines der größten Open-Source-Events der Branche und veranstaltet von unserem Kunden Red Hat. Neben den üblichen Produktankündigungen standen auch Meinungs-Themen im Vordergrund.

Die Keynote von Jim Whitehurst, President and CEO von Red Hat, war dabei sicherlich eines der Highlights. Die Überschriften der anschließend dazu veröffentlichten Artikel beschäftigten sich dabei weniger mit Produkten oder Technologien, sondern zu lesen war die Headline „Planning is dead“.

Eine bemerkenswerte Aussagen in Zeiten, in denen immer noch Wochen-, Monats- oder Quartalspläne vorherrschen – meist verbunden mit fest vorgeschriebenen Aktivitäten und Zielvorgaben.

Das Zitat von Whitehurst dazu:

„In short, the world is moving too quickly; plans are outdated before they are even complete.“

Wohl nichts Neues für diejenigen, die in eben jenen festgeschriebenen Plänen festhängen, aber daran nichts ändern können.

Whitehurst betont weiter, dass Innovation nur selten durch langfristige Planung entsteht. Als Beispiel dafür nennt er unter anderem Hadoop und Big Data. Niemand hatte dafür einen langfristig angelegten Zehn-Jahres-Plan; stattdessen haben hunderte von Unternehmen Schritt für Schritt an diesem Community-Projekt gearbeitet und letztendlich die Nachfrage und einen großen Markt dafür geschaffen. Ähnliches gilt für das Thema Künstliche Intelligenz.

Whitehurst plädiert für einen agileren Ansatz, der dem DevOps-Modell ähnelt, welches bereits erfolgreich in der Software-Entwicklung eingesetzt wird. Wenn es nach ihm geht, lässt sich das neue Erfolgsmodell mit nur drei Worten beschreiben: „Try, Learn, & Modify.

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Videos sind aus unserem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Der Einsatz im Unternehmen ist daher nur die nächste Stufe der Evolution. Wie der B2B-Einsatz richtig funktioniert und auf was es für Unternehmen zu achten gilt, erläutert Oliver Jäger, Global VP Marketing bei movingimage, im Gespräch mit marconomy. Reinschauen lohnt sich, denn die Nutzung von Video als Kommunikationsmedium im Enterprise-Umfeld bietet ein riesiges Potential:
 

 

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Alle reden von Blockchain, deshalb ist es höchste Zeit, dass wir hier im Zukunfts-Blog auch mal darüber sprechen. Denn Blockchain wird alles umwälzen und auf den Kopf stellen: das Finanzwesen, die Wirtschaft, die Gesellschaft und alles Übrige auch.

Die Blockchain-Technologie hat das Potenzial, ganze Branchen umzukrempeln: Verträge ohne Notare oder Makler, Zahlungen ohne Banken, Wahlen ohne Kosten, Heiraten ohne Standesamt. Das alles ist keine Illusion mehr. Lesen Sie, warum Blockchain die Geschäftswelt auf den Kopf stellen kann. (Quelle: Computerwoche online)

… es sieht ganz danach aus, als änderte die Blockchain früher als später sehr viel: die Art und Weise, wie Verträge zustande kommen, wie Bankgeschäfte ablaufen, wie Rechte, zum Beispiel Urheberrechte, verwaltet werden oder wie Grundbücher gehandhabt werden. (Quelle: Süddeutsche Zeitung online)

Gut, es gibt auch die eine oder andere (insgesamt zum Glück seltene) nachdenkliche Einlassung:

Damit man an der Blockchain Revolution teilnehmen kann, muss man aber zunächst verstehen, was die Blockchain ist. (Quelle: NetMOBiz)

Also, um es klar zu sagen, da sind wir anderer Ansicht. Jeder kann mitmachen! "Verstehen" – ach Gottchen, so eine langweilige Bedenkenträgerei bringt die Blockchain sicher nicht vorwärts. Zumal die Blockchain, wie man hört, eine ziemlich schwierige Sache sein soll. Na und? Hat damals etwa jemand Subprime-Kredite und Verbriefungen verstanden? Und war das etwa nicht disruptiv? Eben. Und mit den Mythen rund um die Blockchain sollen sich gefälligst die herumschlagen, die sie sich ausgedacht haben. Wir sehen es lieber so:

Die Tage des Frankenstein-Finanzwesens sind gezählt, denn die Blockchain-Technologie verspricht für die nächsten zehn Jahre enorme Umwälzungen und Veränderungen, aber auch ungeheure Chancen für jeden, der sie ergreift. (Quelle: Gründerszene)

Begeisterte Stimmen dieser Art rund um den Blockchain-Hype könnte man noch wochenlang anführen. Aber die zentralen Elemente der Blockchain sind schon jetzt klar: Enthusiasmus, Konjunktiv und Futur.

Diese drei Erfolgsfaktoren können wir auch bieten! Warum sollten wir die Welle dann nicht ebenfalls reiten können? Natürlich können wir:

PR-COM startet disruptives Blockchain-Projekt 

Na also. Geht doch.

Blockchain könnte auch die PR auf den Kopf stellen. In einem Pilot-Projekt will PR-COM untersuchen, wie man Presseinformationen in einer Blockchain abbilden könnte. Es werden dafür weder Notare noch Banken benötigt. In einer nächsten Phase könnte es sogar möglich sein, dass über Smart Contracts (ein Kind von Blockchain) automatisch Presseinformationen für die Blockchain generiert werden.

Später mal. Vielleicht. Denn Konjunktiv heißt Chance und Futur heißt Zukunft. Und genau da erwarten wir uns von Blockchain so einiges:

Wer derzeit Geld von Investoren haben möchte, sollte irgendwo in seinem Vortrag das Wort „Blockchain“ einbauen. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung online)

Diese Hürde haben wir bereits glänzend gemeistert: Bisher kam "Blockchain" in diesem Blog-Beitrag immerhin 22 Mal vor.

Was brauchen wir außer einer innovativen Idee, einem soliden Konjunktiv und begeisterten Investoren noch? Natürlich ein Whitepaper. Und hier beschreiten wir ebenfalls neue Wege, die die bisherige Whitepaper-Produktion à la Frankenstein auf den Kopf stellen wird. Wir nutzen dafür den Blockchain-Whitepaper-Generator!

In der gesparten Zeit arbeiten wir schon am nächsten Blockchain-Zukunftsprojekt: eine Blockchain, in der alle zukünftigen Blockchain-Projekte enthalten sein könnten – die Meta-Blockchain! Die Welt wird Kopf stehen. Link zum Whitepaper demnächst hier in diesem Blog. 

Quelle: Watson.ch

 

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Zugegeben: Ich bin einer dieser ignoranten Zeitgenossen, dem beim Wort „Psychologie“ automatisch die Achseln zucken und der den einzigen Sinn einer Couch in einem gemütlichen Fernsehabend sieht. Aber nach dem, was mir gerade passiert ist, ist mir ein Interview mit einer Psychologin wieder eingefallen, das ich mal irgendwo gelesen habe. Wenn einen etwas furchtbar nervt, es aber niemand hören will, dann einfach aufschreiben, bevor einem der Kragen platzt, so ihr Rat. Also wie gut, dass es diesen Blog gibt und raus damit.

Hab ein neues Smartphone gekauft und brauche eine neue SIM-Karte, weil die alte zu groß ist. Deshalb gestern Abend bei meinem Provider angerufen. Dass da ein Sprachautomat hingeht, ist man ja schon gewohnt. Dass man ihm alles fünfmal sagen muss, bevor er einen versteht: geschenkt. Aber dann. Nachdem ich endlich alle Hürden übersprungen habe, geht eine Ansage los und flüstert mir freundlich aber bestimmt ins Ohr: „Sehr verehrter Kunde, Sie rufen außerhalb unserer Geschäftszeiten an ...“ Callus interruptus.

Tief durchatmen.

Nächster Versuch heute Vormittag. Erst mal Warteschleife. Gutes Zeichen, jetzt scheinen gerade Geschäftszeiten zu sein. Dann dasselbe Spiel wie gestern Abend: eine äußerst anregende und nicht enden wollende Unterhaltung mit dem Sprachautomaten. Dann, hurra!, ertönt ein Freizeichen. Und es meldet sich – eine Ansage: „Sehr geehrter Kunde, unsere Leitungen sind derzeit so ausgelastet, dass wir keine kurzen Wartezeiten garantieren können. Bitte rufen Sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder an.“ Zack, Verbindung gekappt.

Da hört und liest man den ganzen Tag, dass Unternehmen durch die Digitalisierung den Kunden jetzt aber wirklich in den Mittelpunkt stellen und ihn auf allen Kanälen optimal bedienen können. Irgendwie, denke ich mir, müsste es mit dieser Digitalisierung doch möglich sein, das einfach umzudrehen und mir gleich zu sagen, dass gerade keine Geschäftszeiten oder die Leitungen überlastet sind.

ODER ETWA NICHT!?

Hm. Irgendwie ist mein Hals noch genauso dick wie vorher. War wohl doch nicht so gut der Tipp mit dem Aufschreiben. Ich glaub, ich leg mich mal auf die schicke neue Couch in unserem schicken neuen Büro und erzähl es den Kollegen. Ob sie’s hören wollen oder nicht.

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Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona vom 27. Februar bis 2. März 2017 wirft seine Schatten voraus. Wer die Vorberichterstattung verfolgt und sich beispielsweise für die neuesten Smartphones interessiert, kommt zu dem Schluss: Es gibt nichts wirklich Neues oder Innovatives. Die Hersteller verbessern ihre Geräte im Detail, etwas tatsächlich Revolutionäres ist nicht zu erwarten. Das Urteil der Kollegen von heise.de lautet: „Die vergleichsweise junge Gerätekategorie der Smartphones scheint zehn Jahre nach der Vorstellung des iPhone fertig.“ Zumindest stagniert die Entwicklung weitgehend, dem stimme ich zu. Spannend finde ich allerdings, was sich unter dem Stichwort „erweiterte Intelligenz“ beziehungsweise digitale Assistenten tut. Möglich, dass dies den Smartphones zu einem neuen Aufschwung verhilft. Denn seien wir einmal ehrlich: Als Steve Jobs im Januar 2007 das erste iPhone vorstellte, konnten nur die wenigsten sich vorstellen, dass ein Touch-Interface in kurzer Zeit alle anderen Bedienkonzepte auf Smartphones verdrängen würde. In der Zwischenzeit sind selbst die letzten noch verbliebenen Tastaturfans konvertiert.

Der Fokus auf Smartphones verstellt zudem den Blick darauf, dass der MWC weit mehr ist als eine Handymesse. Er ist eine Veranstaltung, auf der sich die Mobilfunkbranche trifft, sprich die Netzbetreiber und -ausrüster. Zum ersten Mal fand die Veranstaltung als GSM World Congress 1987 in London statt – dem gleichen Jahr, in dem GSM (Global System for Mobile Communications oder Groupe Spécial Mobile) zum Standard erkoren wurde. Dass sich in den letzten Jahren die Mobilfunkbranche – inklusive aller Markteilnehmer – massiv gewandelt hat, wird niemand bestreiten. Von den 2G-Mobilfunknetzen, die erstmals 1991 in Finnland den Betrieb aufnahmen, bis zur heutigen vierten Mobilfunkgeneration (LTE) oder gar der 4,5. Generation (LTE Advanced) war es ein langer und oft durchaus revolutionär verlaufender Weg. Und mit 5G steht schon die nächste Generation bereit, die bis 2020 Marktreife erlangen soll. Die Mobilfunkbetreiber testen 5G und bereiten den Aufbau von 5G-Infrastrukturen vor. Statt der bisherigen proprietären Hardwarekomponenten setzen Netzwerkausrüster auf Open-Source-Lösungen. Dies fällt durchaus in die Kategorie „schleichende Revolution“.

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Nachdem zum Thema Digitale Transformation schon fast alles von fast allen gesagt wurde (siehe auch Hannas Blog dazu), reiht sich jetzt auch der Veranstalter der Hamburger IT-Strategietage mit einem gänzlich neuen Aspekt ein, der wohl zum Ziel hat, die mittlerweile gelangweilte Leserschaft wieder etwas wachzurütteln: „It’s all about speed – Strategien für die Digitale Transformation“, heißt tatsächlich das Motto des Events.

Als jemand, der sich intensiv mit der Digitalisierung beschäftigt, gehe ich davon aus, dass Geschwindigkeit die letzte aller Sorgen der IT-Abteilungen ist. Es geht zunächst einmal um gigantische Hürden, die genommen werden müssen – und die meisten Unternehmen haben sie eben noch nicht genommen. Da wären: erstens, das Bewusstsein entwickeln, um eine IT-Landschaft umzukrempeln und neue Businesswege zu gehen. Wir wissen alle, wie schwierig es ist, alte Denkpfade zu verlassen und jahrzehntelange Routinen in Frage zu stellen (in den Chefetagen sowieso!); zweitens, große Budgets in die Hand nehmen; drittens, Organisationsstrukturen verändern, und zwar völlig unabhängig von Positionen und Abteilungen. Virtuelle Teams spielen plötzlich eine Rolle, bei denen jeder einzelne gegebenenfalls Verantwortung abgeben muss: auch hier wird es Widerstände geben ... Dann viertens endlich, die Umsetzung. Hier lässt sich über Speed reden: IT der zwei Geschwindigkeiten, Time-to-Market und so weiter, genauso, wie es die Hamburger IT-Strategietage möchten.

Speed ist also OK, markante Sprüche sicher auch, aber bei der Digitalen Transformation gibt es noch ganz andere Baustellen, bevor man sich über Einzelheiten auseinandersetzen kann.

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Das neue Jahr hat gerade angefangen und was ist das, was man so in den Medien lesen kann? Genau! Trends! Trends für das vor uns liegende Jahr 2017. Trends in jeglichen Variationen: Ernährungs-Trends, Mode-Trends, Rohstoff-Trends, HR-Trends, Marketing-Trends, Tech-Trends, Mega-Trends, Top-Trends, coole Trends für den Finanzsektor, den Publicsektor, den Healthcare-Bereich, die Automobilbranche, die Welt der Biomasse oder der Tulpenlandschaft.

Nichts, was es nicht gibt.

Das alte Jahr hat noch nicht einmal aufgehört, da kommen alle Experten aus ihren Löchern gekrochen und verkünden uns, was heuer so alles angesagt ist. Man könnte fast meinen, wer etwas auf sich hält, der zeigt, was er orakeltechnisch so drauf hat.

Apropos technisch: Gerade auch im Bereich ITK überschlagen sich die Trends für dieses Jahr – dabei gibt es hier bei den Aussagen vieler Unternehmen oft keine Unterschiede. Rar sind die Trends – oft sind es sehr spezielle – wo man das Gefühl hat, da hat jemand wirklich Ahnung und weiß, wovon er spricht und springt nicht einfach auf den fahrenden Trend-Zug mit auf.

Und jetzt dürft ihr raten: Was ist einer der Ultra-Hyper-Mega-Top-Trends in der IT im Jahr 2017? Richtig: die Digitale Transformation! Niemand kommt an dem Thema vorbei. Schon gar nicht die Unternehmen selber. Wer sich nicht mit dem Thema beschäftigt, gilt als rückwärtsgerichtet, nicht auf der Höhe der Zeit, als untrendig. Deswegen macht jetzt jeder in „DT“. Studien zu dem Thema schießen wie Pilze aus dem Transformationsdschungel: über Digitalisierungsgefühle, Digitalisierungs-Scheinriesen, Digitalisierungsdruck, Digitaler-Transformations-Mut oder digitale Transformations-Bremsen.

Ein bisschen erinnert mich das Ganze an den Hype vor einigen Jahren: Cloud Computing. Das war auch so ein Ding. Jeder sprach davon, keiner wusste, was eigentlich gemeint ist, kaum ein Unternehmen, das es aktiv nutzte. Anwendungsbeispiele konnte man sowieso an einer Hand abzählen. Geschweige denn, dass es einheitliche Begriffsdefinitionen dazu gab. Jeder legte es halt nach seinen Bedürfnissen aus, um den Trend nicht zu verpassen. Mittlerweile benutzen viele Unternehmen, die sich damals als große Cloud-Computing-Experten dargestellt hatten, den Begriff gar nicht mehr, da man sich wieder auf seine eigentlichen Kernkompetenzen konzentriert hat.

Irgendwann später unterschied man dann zwischen Private, Public und Hybrid Cloud: klarere Definitionen setzten sich durch. Wenn wir nun von Cloud Computing sprechen, meinen wir das Gleiche.

Ich denke, dass wir im Moment hier mit der Digitalen Transformation an einem vergleichbaren Punkt angekommen sind. Ein Thema, was noch in den Kinderschuhen steckt. Ein Begriff, der noch nicht eindeutig definiert ist. Ein Thema, was erst noch seine wahren Experten finden muss. Und auch ein Trend, der uns die nächsten Jahre noch begleiten wird.

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