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Zum Stichwort Big Data heute ein aktuelles Beispiel aus der Automobilbranche:

Ab 2015 sollen sämtliche Neuwagen in Europa mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet werden, das im Falle eines Crashs per Mobilfunkverbindung automatisch Hilfe anfordert. Angesichts von jährlich 28.000 Toten auf europäischen Straßen eine einleuchtende Sache. Und zudem weitreichender als es auf den ersten Blick erscheinen mag: Denn der Einbau erfordert Technologie-Schnittstellen, beispielsweise zu LTE- und GPS-Systemen, die dann auch von anderen Connected-Car-Produkten, wie etwa vernetzten Sicherheitsfeatures und Fahrsicherheitskomponenten, genutzt werden können. Mit diesen eröffnet sich derzeit ein Milliardenmarkt - geschätztes jährliches Umsatzvolumen weltweit bis 2020 allein im Pkw-Segment rund 110 Milliarden Euro.

Datenschützer schlagen Alarm: Sie fürchten, dass mangelnde Datenschutzbestimmungen dem ungehemmten und unkontrollierten Datenverkehr auf europäischen Straßen sämtliche Bodenwellen ebnen. Autohersteller, Versicherungen und der ADAC streiten sich schon jetzt um die erhobenen Fahrerdaten. Es geht um lukrative Service- und Reparaturgeschäfte, Versicherungstarife, die sich am Fahrverhalten orientieren, Mahngelder für Raser, die aus Fernbeobachtungen resultieren und andere Anwendungsszenarien. Volker Lüdemann, Professor für Wirtschaftsrecht an der Hochschule Osnabrück, ist besorgt: „Hier wird unter dem Deckmantel der Lebensrettung die Grundlage für den gläsernen Autofahrer geschaffen – und zwar verpflichtend für alle Neuwagen.“ (ZEIT online, http://www.zeit.de/2014/29/datenschutz-unfallmelder-ueberwachung) Läuft es nun also Meter um Meter auf ein bereiftes Smart Device hinaus? „Natürlich hätte man das datenschutzrechtlich auch anders gestalten können“, so Lüdemann. „Dann wäre die korrekte Nutzung der Daten aber sehr kompliziert geworden – und wesentlich uninteressanter für die Wirtschaft.“

Wir sind gespannt, wie sich die Diskussion auf dem Informationsmarkt weiter entwickelt: Der gläserne Autofahrer – Sicherheit vs. Freiheit? Oder sollte es besser heißen: Milliardenmarkt contra Datenschutz?

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Cyber-Kriminelle entwickeln immer raffiniertere Angriffsmethoden, um die Sicherheitssysteme von Unternehmen auszutricksen: Nicht zuletzt durch Trends wie BYOD, Mobility und Cloud Computing sind IT-Infrastrukturen in Unternehmen heute verschiedensten Bedrohungen ausgesetzt und effiziente, umfassende Sicherheitskonzepte unabdingbar.

Aber sind sich Unternehmen dessen wirklich bewusst und handeln sie entsprechend? Unser Kunde Dell Software hat in einer weltweiten Umfrage 1.440 IT-Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, darunter 200 Unternehmen aus Deutschland, nach ihrer Einschätzung der IT-Sicherheit und künftiger Bedrohungen befragt.

Demnach verleihen lediglich 17 Prozent der befragten deutschen Unternehmen dem Thema IT-Sicherheit 2014 die höchste Priorität auf ihrer Agenda, doch Achtung: Zugleich betonen ganze 69 Prozent, IT-Sicherheit sei für sie Dauerbrenner und in jedem Jahr wichtig. Dies beschert deutschen Unternehmen die Pole-Position im internationalen Vergleich: Denn nur rund jedes zweite Unternehmen weltweit (48 Prozent) sieht die IT-Sicherheit als permanentes Top-Thema. In den USA wiederum zeichnet sich ein ganz anderes Bild – hier scheinen die Snowden-Affäre und ihre Folgen einen wahren Bewusstseinskick ausgelöst zu haben: Schreiben nur 22 Prozent der Unternehmen der IT-Sicherheit eine ständige Priorität zu, so sehen sie stolze 72 Prozent in diesem Jahr thematisch ganz vorne.

So weit, so gut. Aber bedeutet dies nun, dass deutsche Unternehmen in der Mehrheit bereits bestens gewappnet sind und sich entspannt zurücklehnen können?

Besser nicht! Sich hier auf sicherem Posten zu wähnen, könnte sich als trügerisch erweisen: Denn mit neuen Technologien und Nutzungsweisen gehen auch immer wieder neue Bedrohungen einher. Und neben verschiedenen Motiven wie Datenklau oder direkter Schädigung der IT-Systeme gibt es auch vielfältige andere Gefahrenquellen - Angriffe von außen, aber auch von innen, zum Beispiel durch unwissende oder schlampig handelnde Mitarbeiter.

So erlitten rund 66 Prozent der deutschen Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Sicherheitsverletzungen - weltweit lag die Quote bei 74 Prozent, in den USA sogar bei 87 Prozent. Laut der Studie schlugen diese Sicherheitsvorfälle in den befragten Unternehmen durchschnittlich jeweils mit rund einer Million Dollar zu Buche. Proaktive Maßnahmen, bevor das Kind im Brunnen liegt bzw. der Hacker oder Schadcode in der Leitung sitzt, können hier einiges abwehren. Und: Nur 55 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheidungsträger sehen sich gegen jegliche Art künftiger Bedrohungen gewappnet, weltweit sind es 60 Prozent.

Übrigens, ganze 64 Prozent der weltweit befragten Unternehmen meinen, die Frage laute nicht, ob sie Sicherheitsverletzungen zum Opfer fallen, sondern vielmehr wann

Die ausführliche Studie von Dell Software zum Herunterladen: http://software.dell.com/documents/protecting-the-organization-against-the-unknown-whitepaper-27396.pdf

Unser „Projekt Datenschutz“ zeigt die letzten Fälle von Datenpannen, -skandalen und
-missbrauch auf sowie alle Ereignisse rund um die Affäre Snowden: www.projekt-datenschutz.de

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Im Zeitalter von Social Media und Internet bieten Videos in der PR neben Blogs und Posts über die klassischen Formate wie Fachartikel, Kommentare und schriftliche Interviews hinaus eine erfrischende Kommunikationsform, um verschiedene Zielgruppen zu adressieren.

Als PR-Agentur mit ITK-Fokus begegnen uns häufig neue Produkte und Lösungen unserer Kunden, die technisch sehr komplex sind. Gerade hier eröffnen Videos neue Möglichkeiten, um Sachverhalte und Fakten anschaulich zu vermitteln sowie technischen Themen eine persönliche Note zu geben.

Videos zeigen Expertise, steigern Vertrauen und Glaubwürdigkeit und stärken das Image des Unternehmens. Im Fokus sollte hierbei stets die authentische, informative und unterhaltsame Darstellung von Personen, Produkten, Services und Stories rund um die Marke und das Unternehmen stehen.

Wir haben einmal die wichtigsten Videoformate in der PR zusammengestellt:

Interview
Das Experteninterview bietet einen der besten Wege, Informationen anschaulich und, falls gewünscht, auch unterlegt mit Beispielen zu vermitteln. Hierbei darf es gerne kurz und knackig sein, denn bereits bei einer Länge von wenigen Minuten kann einiges an den Mann/die Frau gebracht werden.

Diskussionsrunde
Natürlich kann der Austausch auch in einer Runde mit mehreren Experten, zum Beispiel bei einer Podiumsdiskussion, stattfinden. Je nach Position und Sichtweise können die Teilnehmer verschiedene Aspekte und Meinungen einbringen.

Event-/Messe-Rundgang
Impressionen, eingefangen vor Ort, gespickt mit Stimmen von Besuchern, Teilnehmern und Experten, bieten Interessierten und Kunden, die selbst nicht dabei sein konnten, einen lebhaften und informativen Eindruck des Geschehens.

Street Surveys           
Durch Umfragen auf der Straße, zum Beispiel zu IT-Trends und aktuellen Diskussionen der Branche, wird ein Meinungsbild oder auch Wissensstand abgefragt. Je nach Ausrichtung können Statements einer breit gestreuten Zufallsgruppe eingefangen oder es kann gezielt auf bestimmte Zielgruppen zugegangen werden, zum Beispiel auf IT-Experten von morgen an Universitäten oder auf Fachpublikum auf Messen/Kongressen.

Video Case Studies
Kundenreferenzen sind vor allem im B2B-Bereich eine glaubwürdige Informationsquelle für potenzielle Neukunden. Im Video lassen sich erfolgreich durchgeführte Projekte und Fallbeispiele besonders anschaulich skizzieren und die bebilderte Empfehlung von glücklichen Dritten unterstreicht die Glaubwürdigkeit.

Produktvorstellungen
Gibt ein Unternehmen ein neues Produkt oder eine neue Lösung heraus, so können diese Technologien und komplexe Zusammenhänge mittels Video in wenigen Minuten anschaulich erläutert werden. Hilfreich kann hier auch der Einsatz von Grafiken oder Animationen sein.

Live-Stream
Seien es Fachvorträge, Diskussionen oder Momentaufnahmen aus Messehallen – per Live-Stream können Interessierte rund um den Globus dabei sein und einen persönlichen Eindruck in Echtzeit gewinnen.

Egal, welches Format gewählt wird, immer gilt: Ausschlaggebend für den späteren Erfolg ist qualitativ hochwertiger Content und das entsprechende Know-how – vor und hinter der Kamera. Dazu gehört auch eine gute Beleuchtung und eine angemessene Tonqualität. Der eine oder andere Versprecher ist nur menschlich und kann den Sympathie-Faktor sogar erhöhen – wichtig ist aber, dass der Gefilmte sich grundsätzlich vor der Kamera wohlfühlt und keine Fluchttendenzen entwickelt.

Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, so findet die Botschaft auch ihre Zielgruppe – oder diese findet sie. Denn ähnlich vielfältig wie die Formate sind auch die Einsatzbereiche und Kanäle zur Verbreitung eines Videos: In den meisten Fällen bietet sich die Verbreitung über YouTube, Facebook, Twitter und Co. ebenso an wie die über die eigene Unternehmenswebsite und Micro-Sites. Zudem lassen sich Videos auf Messen und Events einsetzen oder in elektronische Newsletter wie auch in das Unternehmens-TV einbinden.

Neugierig geworden? Anschauliche und informative Beispiele finden Sie in unserer Rubrik „Videos“.

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