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Unser Beruf bringt es mit sich, dass wir viel telefonieren. Manchmal führen wir spontane Telefonate aber natürlich gehören auch fest vereinbarte Telefontermine zum Alltag. Gibt es hier eigentlich eine Art Karenzzeit, eine Art Zeitvakuum, das man für Verspätungen einplanen kann, darf, soll oder gar muss?

Wir wurden zu einem Telefontermin eingeladen, es nahmen drei Parteien mit insgesamt fünf Personen teil. Dank der modernen Kommunikationsmöglichkeiten wurde der Termin über den Kalender verschickt und alle Beteiligten bestätigten diesen. 15 Minuten vor dem eigentlichen Termin erfolgte eine Terminerinnerung.

Vier Teilnehmer wählten sich überpünktlich (kurz vor dem vereinbarten Termin) ein und warteten und warteten, denn der Hauptsprecher des Telefonats hatte sich noch nicht eingewählt. Die Zeit wurde von den bereits teilnehmenden Parteien zwar bestmöglich genutzt, aber dennoch harrten natürlich alle aus. Geschlagene 17 Minuten dauerte dieser Zustand, bis sich dann auch schließlich der Fünfte im Bund einwählte. Ohne ein Wort der Entschuldigung, lediglich mit der Erklärung: "Ich habe es nicht eher geschafft, ich hatte ein paar Probleme“, startete das Telefonat.

Keine Frage: Pannen passieren und es gibt immer Gründe für Unpünktlichkeit. Niemand kann sich davon freimachen. Aber in einem solchen Fall gibt es allgemeingültige Verhaltensweisen:

  1. Informieren Sie die wartenden Parteien. Dank moderner Kommunikationsmittel gibt es hier vielfältige Möglichkeiten.
     
  2. Entschuldigen Sie sich und erklären Sie den Sachverhalt, so beziehen Sie die Betroffenen ein und schmälern den entstandenen Schaden.

Sich in einem beruflichen Telefonat geschlagene 17 Minuten zu verspäten, mit dem Wissen, vier Parteien warten zu lassen, der inhaltliche Leiter des Gesprächs zu sein und es dabei nicht für nötig zu befinden, die anderen Gesprächsteilnehmer über die Verspätung zu informieren, das ist schon eine Leistung. Dann aber das Telefonat zu starten, als wäre nichts gewesen, das ist definitiv mein unangefochtener Sieger des schlechten Benehmens.

Weitere Informationen zum Thema (Un-)Pünktlichkeit finden sich hier: 

http://blog.jobrocker.com/wie-unpuenktlich-ist-noch-hoeflich

http://karrierebibel.de/puenktlichkeit-unpuenktlichkeit

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1. Inhalte

Gerade bei Pressegesprächen sollten Botschaften und Sachverhalte klar, eindeutig und verständlich vermittelt werden. Bringen Sie Beispiele und vor allem, folgen Sie einem roten Faden.

Kann Ihnen Ihr Gesprächspartner folgen? Ansonsten holen Sie ihn ab. Es geht nicht darum, alle Botschaften, die Sie vermitteln wollen, abzuarbeiten. Der Standpunkt eines Unternehmens, die eigene Sicht der Dinge – das ist es, was den Journalisten interessiert. Gerne angereichert durch persönliche Anekdoten und Erlebnisse. Versuchen Sie keine Marketing-Inhalte zu vermitteln oder Dinge zu „verkaufen“ – ansonsten wird es wahrscheinlich für längere Zeit das letzte Pressegespräch mit diesem Journalisten gewesen sein.

2. Körpersprache

Bringen Sie Ihre Körpersprache und die Inhalte in Einklang. Achten Sie auf eine aufrechte, offene Körperhaltung. Verschränkte Arme wirken abweisend und können ein Gespräch im Keim ersticken. Um das Gespräch lebendig zu gestalten, dürfen auch gerne die Hände eingesetzt werden. Maßvoll versteht sich. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit erhobenem Zeigefinger sprechen, das wirkt abschreckend.

3. Mimik

Ein positiver, freundlicher Gesichtsausdruck lädt zum Zuhören ein. Wirken Sie auf keinen Fall arrogant oder abweisend. Halten Sie während des Gesprächs Blickkontakt, so weiß Ihr Zuhörer, dass Sie voll und ganz bei der Sache sind.

4. Stimme

Versuchen Sie keine auswendig gelernten Inhalte wiederzugeben, das wirkt oft langweilig und einschläfernd. Leben Sie das, was Sie erzählen. Vermitteln Sie Ihre Energie mit Ihrer Stimme.

5. Kleidung

Hier gelten die Regeln wie bei einem Business-Meeting: Mit einem Anzug macht man alles richtig. Auch ein Blick auf das Schuhwerk verrät so einiges über den Träger. Hier müssen es nicht die teuren Designerschuhe sein, aber es sollte darauf geachtet werden, dass der Absatz nicht abgelaufen ist und die Schuhe geputzt sind.

Da ich es auch schon ganz anders erlebt habe, möchte ich noch ganz kurz auf das Begrüßungsritual (oder Verabschiedungsritual) eingehen: den Händedruck. Mit dem falschen Händedruck kann ein Gespräch vorbei sein, bevor es richtig angefangen hat; meine Lieblingsvarianten sind diese hier:

  • Toter-Fisch-Händedruck
  • Wackelpudding-Händedruck
  • Kneifzangen-Händedruck

Natürlich gibt es hier auch Zwischenstufen, die erspare ich uns aber. Ein fester, kurzer Händedruck ist der perfekte Start zu einem Gespräch (und auch ein perfekter Abschluss). Und bitte: Schauen Sie die Person, die Sie gerade begrüßen, an. Freundlich und offen.

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Das Smartphone erleichtert uns das Leben in fast jeder Lebenslage. Man kann mal eben von überall (fast) alles zu jeder Zeit recherchieren, kontaktieren oder organisieren. Doch spätestens wenn man sich in einem persönlichen Gespräch befindet, gibt es eine wichtige Benimmregel: Smartphone weg. Das erwartet der Gesprächspartner, das erwarten Sie und das erwarte ich. Diese Benimm-Regel sollte einfach Standard  sein.

Umso mehr ist es überraschend, wenn im Pressegespräch plötzlich das Smartphone gezückt wird und scheinbar unaufschiebbare Dinge erledigt werden müssen. Dies gilt insbesondere für Presseveranstaltungen, bei denen mehrere Personen anwesend sind...

Reicht ja auch aus, wenn nur einer ganz bei der Sache ist. Oder?

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Es hätte so schön sein können ... Für die Veröffentlichung eines Fachbeitrags fehlte nur noch ein Foto. Ein seriöses versteht sich. Aber seriös ist anscheinend ein interpretationsfreudiger Begriff, denn was (vom Autor persönlich) in meinem Mail-Eingang ankam, war alles andere als seriös: ein Urlaubsfoto, im Hintergrund eine Dame mit Strohhut.

Ich freue mich, wenn der Urlaub so schön war, dass man auch andere daran teilhaben lassen möchte, aber von einem druckwürdigen Foto sind wir noch weit entfernt. Denn mal ehrlich, wer will wirklich solch ein Foto (auch wenn wir es so niemals verwenden würden) abgedruckt in einer Zeitschrift wiederfinden?

Wenn wir nicht gerade Fotos, die in die Kategorie "private Schnappschüsse" fallen, erhalten, stellen wir auch immer wieder fest, dass Unternehmen die sogenannte Fotoproduktion gerne inhouse vergeben. Und was kommt dabei raus? Fotos, auf denen Personen mit offenen Hemdsknöpfen (nicht am Kragen, ich spreche von denen Richtung Bauch), Kaffeetassen, Thermoskannen oder Bilderrahmen mit Foto der Ehefrau auf dem Schreibtisch, Kabelgewirr im Vorder- oder Hintergrund oder Ähnliches zu sehen sind. Mal ganz zu schweigen von der Auflösung, der Schärfe und der Bildgröße. Nein, 5 KB reichen nicht aus für einen printfähigen Beitrag.

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Da hat sich aber jemand ein tolles Datum für die neue Verbraucherrechterichtlinie ausgedacht: Freitag der 13. Ein ungewollt passendes Datum. Insbesondere wenn man sich die Details dazu einmal genauer anschaut – vor allem, was die Übergangsfrist betrifft. Wobei: Übergangsfrist trifft es nicht so ganz...

Bei genauer Betrachtung zeigt sich das Dilemma: die alten Verbraucherrechte gelten bis zum 12. Juni, 23:59 Uhr (und 59 Sekunden) und müssen bis zu diesen Zeitpunkt so auch auf der Webseite des Online-Händlers zur Verfügung stehen. Ab dem 13. Juni, 0:00 Uhr gilt dann aber die neue Richtlinie, die natürlich so auch auf der Website zu finden sein muss.

Jetzt kommt die Krux an der Sache: Erst ab genau diesem Zeitpunkt dürfen die neuen Verbraucherrechte auf der Website des Online-Shops erscheinen. Man hat also gerade mal, wenn man wirklich ganz kulant ist, genau 1 Sekunde Zeit, seine Website dementsprechend anzupassen (und wenn man ganz genau ist, nicht einmal die).

Ist dies nicht der Fall, drohen teure Abmahnungen – und eines ist sicher: unsere Abmahn-Freunde werden das Web genau danach durchforsten.

Gerade kleine Händler dürften mit dieser nicht vorhandenen Übergangsfrist ein Problem haben, denn wenn man keine Agentur im Rücken hat, die man hiermit beauftragen kann und die für einen ein bisschen um Mitternacht herumzaubert, muss man selber ran.

Da stellt sich mir die Frage: Wer hat sich das denn ausgedacht?

PS: In meinem nächsten Blog beschreibe ich, wie Online-Shop-Muggles nach Hogwarts gelangen und wie man Harry Potter dazu bringt, seinen Zauberstab für einen guten Verbraucherrechterichtlinien-Zweck zu verleihen.

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Im Netz wird es immer enger und enger: bei der Suche nach einer freien Domain haben Unternehmen (und Privatleute) kaum mehr Aussicht auf Erfolg. Doch heute ab 17 Uhr ist Abhilfe in Sicht, denn die ersten neuen Top Level Domains (TLDs) mit den Endungen .bike, .clothing, .guru, .holdings, .plumbing, .singles (gibt's kein .couples?) und .ventures gehen an den Start.

Ob der deutsche Installateur sehnlichst auf die Domain .plumbing oder Joint-Venture-Firmen auf die Domain .ventures gewartet haben, ist nur schwer zu glauben. Aber vielleicht werde ich ja eines Besseren belehrt.

Viel spannender werden meines Erachtens aber die TLDs, die noch etwas auf sich warten lassen, wie zum Beispiel .shop, .web, .blog, .berlin, .bayern etc.

Doch auch bei den neuen Domainnamen gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Deshalb raten Webhoster dazu, dass Interessenten sich gleich bei mehreren Anbietern registrieren lassen, denn so erhöhen sich die Chancen, die Wunschdomain tatsächlich zu erhalten.

Wann kommen eigentlich .boring oder .grotty?  Ab 18 Uhr?

P.S.: Was halten Sie eigentlich von pr-com.guru?

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