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Kürzlich ist der Red Hat Summit 2017 zu Ende gegangen, eines der größten Open-Source-Events der Branche und veranstaltet von unserem Kunden Red Hat. Neben den üblichen Produktankündigungen standen auch Meinungs-Themen im Vordergrund.

Die Keynote von Jim Whitehurst, President and CEO von Red Hat, war dabei sicherlich eines der Highlights. Die Überschriften der anschließend dazu veröffentlichten Artikel beschäftigten sich dabei weniger mit Produkten oder Technologien, sondern zu lesen war die Headline „Planning is dead“.

Eine bemerkenswerte Aussagen in Zeiten, in denen immer noch Wochen-, Monats- oder Quartalspläne vorherrschen – meist verbunden mit fest vorgeschriebenen Aktivitäten und Zielvorgaben.

Das Zitat von Whitehurst dazu:

„In short, the world is moving too quickly; plans are outdated before they are even complete.“

Wohl nichts Neues für diejenigen, die in eben jenen festgeschriebenen Plänen festhängen, aber daran nichts ändern können.

Whitehurst betont weiter, dass Innovation nur selten durch langfristige Planung entsteht. Als Beispiel dafür nennt er unter anderem Hadoop und Big Data. Niemand hatte dafür einen langfristig angelegten Zehn-Jahres-Plan; stattdessen haben hunderte von Unternehmen Schritt für Schritt an diesem Community-Projekt gearbeitet und letztendlich die Nachfrage und einen großen Markt dafür geschaffen. Ähnliches gilt für das Thema Künstliche Intelligenz.

Whitehurst plädiert für einen agileren Ansatz, der dem DevOps-Modell ähnelt, welches bereits erfolgreich in der Software-Entwicklung eingesetzt wird. Wenn es nach ihm geht, lässt sich das neue Erfolgsmodell mit nur drei Worten beschreiben: „Try, Learn, & Modify.

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Referenzkunden sind das A und O für jedes Unternehmen, denn wie sonst sollte man beweisen, dass die eigene Lösung oder das Produkt auch tatsächlich das hält, was in Pressemitteilungen und Marketing-Kampagnen versprochen wird.

Ich habe kaum ein Interview in den letzten Jahren erlebt, in dem nicht nach einem Referenzkunden gefragt wurde. Besonders beliebt sind Referenzen natürlich für neue Produkte und Technologien. Leider halten sich Unternehmen dazu in Gesprächen oft bedeckt beziehungsweise sind vage, während sie in Pressemitteilungen hingegen sehr auskunftsfreudig scheinen.

Und genau hier kommen wir zu einem Paradox, das mir immer wieder begegnet: Während in Interviews Referenzkunden ein großes Thema für Journalisten sind, werden Pressemitteilungen über eben diese kaum beachtet. Deutsche Medien scheinen dann selbst von großen, weltweit bekannten Unternehmen wie British Airways noch nie etwas gehört zu haben, von kleineren Unternehmen ganz zu schweigen.

Woher also kommt die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot in diesem Fall? Natürlich werden individuelle Geschichten statt Pressemitteilungs-Massenware bevorzugt, aber immerhin sind Kundenmeldungen doch schon mal ein guter Anfang, oder nicht? Denn vielleicht verbergen sich ja gerade hinter den kleinen Referenzunternehmen die wirklich spannenden und innovativen Geschichten.

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Es ist Mitte Oktober – und genauso wie die ersten Lebkuchen zuverlässig bereits im August in den Läden stehen, trudeln nun die ersten Prognosen für das kommende Jahr ein. Was also bringt uns nun die IT Neues in 2016?

Auf dem Gartner Symposium/ITexpo, das vom 4. bis 8. Oktober 2015 in Orlando stattfand, machte der Marktforscher Gartner den Anfang und stellte seine zehn Top-IT-Trends für 2016 vor. Zu diesen IT-Trends zählt Gartner unter anderem den steigenden Mix an Endgeräten im Unternehmen („Device Mesh“) und eine sich daraus ergebende neue User Experience. Daneben ist 3D-Druck und seine Ausweitung auf neue Materialien wie Nickellegierungen, Carbon-Faser, Glas oder leitfähige Tinte sowie pharmazeutische und biologische Materialien auf der Liste. Außerdem werden folgende weitere Trends laut Gartner die IT im Jahr 2016 prägen: Information of Everything, Fortschritte im maschinellen Lernen, autonome Agenten und Dinge, adaptive Sicherheits-Architekturen, fortschrittliche System-Architekturen, App- und Service-Architekturen sowie eine Plattform für das Internet der Dinge.

Nicht alles ist aber so neu, denn das Internet der Dinge oder 3D-Druck waren auch schon auf der Liste für 2015, zusammen mit intelligenten Maschinen und dem Cloud Computing.

Wir sind jetzt schon gespannt, wohin sich das Jahr 2016 IT-technisch entwickelt.

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Container – wieder ein neuer IT-Trend, der seit Beginn des Jahres in der IT-Fachpresse herumschwirrt. Aber was sind Container und sind die Unternehmen überhaupt schon so weit, sie einzusetzen?

Laut Wikipedia bezeichnet das Wort Container in der IT eine Datei, die ihrerseits wiederum unterschiedliche Dateien und Dateitypen enthalten kann.

Wie bei so vielen neuen IT-Themen gibt es natürlich auch Studien, die sich mit der tatsächlichen Verwendung der neuen Technologie sowie Hindernissen beim Einsatz dieser befassen.

So hat Red Hat (in Zusammenarbeit mit TechValidate) vor Kurzem knapp 390 IT-Entscheider aus kleinen Unternehmen, Fortune-500-Firmen und aus Regierungsbehörden nach ihren Plänen rund um das Thema Applikations-Container befragt.

Die Unternehmen stehen dabei einem Einsatz der Container-Technologie positiv gegenüber: 67 Prozent der Befragten planen sogar eine Einführung von Container-Lösungen in den nächsten zwei Jahren. Außerdem wollen 50 Prozent der befragten IT-Entscheider Applikationen, die auf Containern basieren, in Cloud-Umgebungen einsetzen.

Natürlich gibt es auch Hemmnisse. Die Befragten nennen hier vor allem Sicherheitsfragen und den Mangel an Zertifizierungen. Aber auch das bisher unzureichende Know-how der eigenen Mitarbeiter über diese Technologie spielt eine Rolle.

Eine weitere Studie des Marktforschers Forrester Consulting, beauftragt von Red Hat, befasst sich ebenfalls mit der Container-Thematik – genauer gesagt, mit den Erwartungen der Anwender sowie dem bisherigen Einsatz.

Neugierig auf die Studie? Die Ergebnisse sind hier in einer netten Infografik zusammengefasst.

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Vor Kurzem haben die Analysten von Crisp Research in Zusammenarbeit mit HP eine Studie zum Thema „OpenStack-Einsatz im DACH-Markt“ vorgestellt.

OpenStack ist ein Open-Source-Cloud-Betriebssystem. Unterstützt wird das Projekt von verschiedenen großen IT-Firmen, wie zum Beispiel IBM, Red Hat, HP, Cisco und Dell – teils mit eigenen OpenStack-Distributionen, wie der Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform unseres Kunden Red Hat.

Für die Crisp-Studie wurden insgesamt knapp 700 IT-Entscheider in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Dabei kam heraus, dass OpenStack schon lange kein unbekanntes Open-Source-Projekt mehr ist, sondern bereits in den Köpfen der IT-Verantwortlichen angekommen, was die Ergebnisse von Crisp widerspiegeln:

  • 29 % aller Befragten, die Cloud-Technologien in ihrem Unternehmen bereits aktiv nutzen, beschäftigen sich schon mit OpenStack
     
  • 58 % der befragten IT-Entscheider antworteten außerdem, dass OpenStack für sie eine echte Alternative zu bereits etablierten Cloud-Management-Lösungen ist.

Dass OpenStack immer mehr an Fahrt gewinnt und nun auch für Investoren interessant wird, zeigte die kürzlich erschienene Meldung, dass Mirantis – ein reiner OpenStack-Anbieter – Wagniskapital in Höhe von 100 Millionen Dollar erhalten hat.

Open Source ist übrigens nicht nur im Cloud-Umfeld eine echte Alternative zu proprietären Angeboten, sondern mittlerweile in fast allen Bereichen der IT etabliert. Wer sich über die Vorteile von Open Source genauer informieren möchte, der sei auf den folgenden Blog-Eintrag verwiesen: Business-Katalysator Open Source.

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Das Internet der Dinge (Internet of Things) – ein weiteres Schlagwort, ein weiterer Hype, der einem momentan in der Medienlandschaft oft begegnet, neben der allgegenwärtigen Cloud natürlich. Dabei ist der Terminus an sich nicht mehr neu: Bereits 1999 wurde der Begriff erstmals verwendet, und zwar von Kevin Ashton, dem Mitbegründer und damaligen Leiter des Auto-ID Center am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Doch wie so viele neue Technologien steckt auch das „Internet der Dinge“ noch voller Sicherheitslücken, wie eine aktuelle Studie von HP zeigt. Im Rahmen der Studie wurden zehn der beliebtesten Geräte getestet, unter anderem Webcams, Thermostate, Sprinkleranlagen-Controller, Türschlösser, Garagentüröffner und Hausalarmanlagen.

Wer bisher dachte, Garagentüröffner wären harmlos, wird hier eines Besseren belehrt: Im Schnitt hatte jedes Gerät 25 Schwachstellen, so dass bei der Studie insgesamt 250 Sicherheitslücken in den getesteten Geräten zum Vorschein kamen. Die häufigsten Lücken betreffen den Datenschutz, eine unzureichende Berechtigung und Verschlüsselung, unsichere Web-Schnittstellen und einen mangelhaften Schutz durch Software.

Gartner prognostiziert, dass bis zum Jahr 2020 26 Milliarden Geräte mit Bluetooth, WLAN und Co. ausgestattet sein sollen. Bis dahin gibt es für die Anbieter vernetzter Geräte wohl noch viel zu tun.

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Knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte nutzen heutzutage Mobile PCs (Notebooks und Tablets), 31 Millionen Deutsche haben bereits ein Smartphone. Wirft man einen separaten Blick auf zukünftige Nachwuchskräfte ist der Anteil noch einmal höher, wie eine Umfrage des ERP-Anbieters IFS zeigt. Demnach nutzen knapp 92 Prozent der Befragten ein Smartphone, 76 Prozent ein Notebook und immerhin 33 Prozent ein Tablet.

Aber nicht nur die private Nutzung mobiler Endgeräte ist entscheidend. Für die nächste Generation von Arbeitskräften wird die Nutzung von Mobilgeräten im Beruf selbstverständlich werden. Bereits heute danach gefragt, antwortet die Mehrheit, Mobile Devices später auch beruflich nutzen zu wollen.

Diese Einstellung wird auch für die Unternehmen Folgen haben, denn sie müssen nicht nur ihre Ausstattung, sondern auch die Arbeitsweise und -prozesse anpassen, um den Ansprüchen ihrer zukünftigen Angestellten gerecht zu werden. Flexibles Arbeiten und neue Arbeitszeitmodelle sind nur zwei Aspekte. Ein anderer Punkt betrifft die Anbieter von Unternehmenssoftware, die Lösungen und Produkte für eben diese Generation und die verstärkte Arbeitsweise mit mobilen Endgeräten liefern müssen.

Mobile IT-Lösungen müssen entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch eine vereinfachte Bedienung und Ansicht, die den Bildschirmgrößen und Systemanforderungen der mobilen Geräte gerecht werden. Überladene Oberflächen werden daher wohl auch bald der Vergangenheit angehören, denn die „Generation Smartphone“ möchte ihr zukünftiges „Arbeitsgerät“ inklusive aller Anwendungen genauso so einfach und intuitiv bedienen können, wie private Geräte und Apps. Dabei sind aber nicht nur Standardanwendungen wie E-Mail, Kalender und Reiseplanung gemeint, die bereits heute den Bedürfnissen der Smartphone- und Tabletnutzer entsprechen. Auch Unternehmenssoftware (beispielsweise CRM-, ERP- oder BPM-Anwendungen) muss dem gerecht werden und entsprechend „vereinfacht“ dargestellt werden sowie für den Gebrauch von unterwegs ausgelegt sein.

Im Süden Deutschlands, genauer gesagt in der Region um Darmstadt, Karlsruhe, Kaiserslautern, Saarbrücken und Walldorf, forschen und arbeiten verschiedene Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten übrigens bereits an der Unternehmenssoftware der Zukunft – im Rahmen des so genannten Software-Cluster. Hier wird unter anderem zu den Themen Interoperabilität, Adaptivität, IT-Sicherheit und Prozessinnovation geforscht, mit dem Ziel Standards für die zukünftige Unternehmenssoftware zu schaffen. Natürlich spielt das Thema Mobile Computing hier ebenfalls eine Rolle. Aber nicht nur aus der Cluster-Region, sondern auch von den IT-Anbietern selbst, werden sicherlich bald einige neue Impulse zu diesem Thema kommen (müssen).

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Im Rahmen der Konferenz „Cloud for Europe“ des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und dem Start des gleichnamigen EU-Projektes hat die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes die Wichtigkeit eines europäischen Ansatzes in der aktuellen Cloud-Diskussion betont. Statt nationalen Lösungen befürwortet sie die Schaffung einer „europäischen Cloud“ – der „Cloud for Europe“.

„Cloud for Europe“ ist ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt mit dem Ziel eines digitalen Binnenmarktes für Cloud Computing in Europa. Insgesamt nehmen 23 Partner aus elf Ländern daran teil, unter anderen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das bereits genannte Fraunhofer-Institut FOKUS.

Nach dem freien Warenverkehr, der Personenfreizügigkeit, der Dienstleistungsfreiheit und dem freien Kapital- und Zahlungsverkehr nun also der freie Fluss von Daten in den Mitgliedsstaaten der EU - quasi eine fünfte Grundfreiheit für die Bürger der Europäischen Union.

Besser als nationale Lösungen, wie das zurzeit diskutierte „Deutschland-Net“, ist der Ansatz allemal. Doch ähnlich wie bei der Liberalisierung des Binnenmarktes in den genannten Bereichen wird wahrscheinlich auch hier bis zur Vollendung noch einige Zeit ins Land gehen. Denn Sicherheit und Datenschutz sind eine Sache. Die unterschiedliche digitale Infrastruktur in den einzelnen europäischen Ländern eine andere.

Für die europäische Wolke müsse laut Neelie Kroes daher auch erst „ein rechtlicher und technischer Rahmen für den freien Fluss von Daten über die Grenzen einzelner Länder hinweg geschaffen werden“.

Als Ziel zur Vollendung des digitalen Binnenmarktes hat die Europäische Kommission 2015 ausgegeben. Das Projekt „Cloud for Europe“ endet im November 2016 – vor allem im Hinblick auf die rechtlichen Aspekte, die aufgrund aktueller Diskussionen wieder in den Vordergrund gerückt sind, ein ambitionierter Zeitplan.

 

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