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Networking war noch nie so einfach: Ein Klick und die Xing-Freundschaft steht. Bei LinkedIn muss lediglich noch ausgewählt werden, aus welchem Job man sich kennt. Bei Twitter wird einfach gefolgt. Und so wächst und wächst die persönliche Kontaktdatenbank – je mehr, je internationaler, je einflussreicher, desto besser. Weltweite und lokale Social Networks von Facebook bis LinkedIn machen es möglich.

Doch ist das Profil bei den bekannten Big Playern angelegt, die Zahl der Kontakte nach oben getrieben und die Follower-Liste lang und breit gefächert, überrollt uns auch schon die Flut an News, Posts, Kommentaren, Trends, geteilten Inhalten. Und dann ‚muss’ man auch noch selbst aktiv werden oder zumindest teilen, liken, retweeten. So manch einer handelt und filtert das Ganze souverän. Andere sind ganz gut im Ignorieren, Wegklicken und Durchscrollen. Und dann sind da auch noch die, die ihren Abgang mit „Ich lösche mein Profil!“ verkünden. Doch ganz ohne Netzwerken geht es eben auch nicht. Gerade wir als PR-Experten müssen und wollen auf dem Laufenden bleiben und im großen Social-Media-Dschungel mitmischen. Da kommen sie gerade recht, die sogenannten Tribes, geschützte Austauschplattformen für engere Zusammenschlüsse kleinerer Gruppen, exklusive Kreise abseits des Mainstreams, wenn man so will. Dass es bis dato nur das eine große Social Web, die eine große Plattform gegeben hätte, auf denen sich alle User treffen und austauschen, ist ohnehin eine Illusion.

Und wir Menschen neigen nun einmal dazu, uns in geschützten Räumen und abgegrenzten Zirkeln mit gemeinsamen Identifikationsmerkmalen zusammenzufinden und wohler zu fühlen, als im großen, wilden, anonymen Getümmel. Nicht selten, weil das Gefühl der Exklusivität dem Ego schmeichelt.

Von Nett-werk bis Spiceworks Alternativen zu LinkedIn, Facebook & Co.

Taucht man so richtig in seine(n) Beruf(ung) ein, ist auch das passende Netzwerk fernab von Facebook und Co. oder zumindest eine passende Community schnell gefunden.

Ein Beispiel für ein erfolgreiches „Nischen-Netzwerk“ ist Spiceworks. Das „LinkedIn für IT-Professionals“ ist eine weltweite Online-Community für IT-Fachleute. Dort tauschen sie sich über ihre neuesten Ideen und Entwicklungen aus, diskutieren Fragen aus dem Joballtag oder holen sich eine Einschätzung zu einem neuen Produkt, was auch für Hersteller spannend sein kann – quasi eine Spielwiese für Innovationen, zum Aufspüren von Trends und Bedürfnissen. Aber auch hilfreiche Tools für IT-Verantwortliche sind hier zu finden. Ein rund-um-sorglos-Paket also?

So ähnlich funktionieren auch „Frauen-Netzwerke“: lokal wie nett-werk oder die Digital Media Women mit ihren Regionalgruppen oder auch international wie beim Dell Women Entrepreneur Network. Hier tauschen sich Frauen, Unternehmerinnen, Managerinnen und Gründerinnen über Karrierethemen aus, sammeln Ideen, initiieren neue Projekte und pushen sich gegenseitig. Und das nicht nur online, sondern auch bei Meet-ups, Themenabenden, Konferenzen etc. Also auch hier: Ein Rückzug in den geschützten Rahmen.

Bleibt noch zu beachten: Überall dort, wo Menschen sich besonders geschützt und exklusiv fühlen, verhalten sie sich anders als auf einer großen virtuellen Plattform: Sie geben mehr von sich preis, sie entwickeln Vertrauen und damit eine engere Bindung an die Gruppe und einzelne Gleichgesinnte als an die breite Masse. Das erhöht die Glaubwürdigkeit von Empfehlungen, macht es aber zugleich für Firmen schwieriger, solche gezielt zu erwirken.

Also: Augen auf und je nach Ziel der nächsten PR-Kampagne auch einen Blick in die kleinen, die speziellen „Nischen“-Netzwerke werfen. Dort findet sich auch sicher die ein oder andere Influencer-Perle. Denn ein spezielles Publikum organisiert sich auch über alternative Wege im Netz.

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Wer heute als Journalist publizistische Wirkung erzielen möchte, muss nicht nur verstehen, wie soziale Netzwerke funktionieren, sondern sie auch nutzen, füttern und auf sie reagieren – so viel ist klar.

Bis vor einigen Jahren galt als Maßstab des Erfolgs von Journalisten noch, ob und wie oft eine Geschichte von „Leitmedien“ wie der Süddeutschen, FAZ und Co. aufgegriffen und zitiert wird: Wer oft zitiert wird, kommt in die Köpfe, positioniert sein Blatt als Leitmedium und wird am Ende vom Leser gekauft – so die elitäre Theorie, die heute im Zeitalter von Facebook und Co. überholt ist, denn früher entschied der Journalist und die Leser blieben außen vor. Was heute zählt sind Zitate-Rankings von Rivva oder 10000Flies, die zeigen, welche Artikel in den sozialen Netzwerken wie oft geliked und geteilt werden. Und damit, welche Nachrichten die Leser interessieren ­– manchmal sogar andere als diejenigen, die Journalisten der Tagesschau, des Mannheimer Morgen oder des Buxtehuder Tagblatts als relevant ansehen. Wird ein Beitrag vielfach geliked, geteilt oder per Twitter weiterverbreitet, hat der Journalist seine Leser und damit sein Ziel erreicht. „Social is our Frontpage“ sollte nicht nur bei der Huffington Post gelten.

Schon heute publizieren laut einer BITKOM-Studie 79 Prozent der deutschen Journalisten in sozialen Medien und Blogs. Und um hier lesergerecht zu schreiben, liegt die Recherche auf eben diesen Plattformen nahe. Dieses Potenzial hat auch Facebook erkannt und schaltet sich ein: Nachdem Facebook Verlinkungen den Kampf angesagt hat und Zeitungsinhalte künftig direkt bei sich veröffentlichen will, führt das soziale Netzwerk das Recherche-Tool Signal speziell für Journalisten ein – ein vermeintliches „Wunderwerkzeug“, mit dem sie leichter und schneller Inhalte aus dem sozialen Netzwerk finden, aufbereiten und einbinden können. Journalisten bekommen aktuell viel diskutierte Themen oder eine Übersicht angezeigt, welche Berühmtheiten auf Facebook in Echtzeit am meisten diskutiert werden. Mit Signal können sie Instagram genauer nach Hashtags durchsuchen und erhobene Datenvergleiche einbinden. Verfügbar ist Signal aktuell auf individuelle Anfrage.

Was bedeutet das für die PR? Sind Pressemitteilungen überflüssig? Posten und teilen wir Presseinformationen oder gar nur Links zu neuen Produktseiten nun auf Facebook? Greifen Journalisten Userkommentare auf, anstatt sich an faktischen Unternehmensinformationen zu orientieren? Noch ist es nicht so weit, noch ist die Pressemeldung das mehrheitlich genutzte Informationsmittel und noch nutzt der ein oder andere Journalist auch das Telefon – und wenn auch nur, um sich rückzuversichern, ob die Informationen, die er im Netz aufgegriffen hat, auch tatsächlich stimmen.

Trotz aller Diskussionen, was man Facebook und Co. zu Gute halten muss, sind die Aktualität, die Unmittelbarkeit und das darin gespiegelte Meinungsbild.

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Das kennt wahrscheinlich jeder: Es ist Zeit für einen neuen, schnelleren, schöneren, besseren und hoffentlich Strom sparenden Computer, Laptop oder Monitor. Gewünscht, gekauft, geliefert – das gute Stück ist endlich da, aber dann steht noch die alte Kiste im Weg. Wohin nun mit dem alten Computer, sei es ein Desktop-PC oder ein Notebook? In den Hausmüll gehört alte Hardware auf jeden Fall nicht. Keller oder Dachboden sind meist ebenfalls keine geeigneten Entsorgungsstellen.

Funktioniert der alte Computer noch, dann ist die erste und naheliegendste Möglichkeit der Verkauf. Ist das Gerät allerdings zu alt, zu leistungsschwach oder einfach nicht mehr up to date, stellt sich die Frage nach der richtigen Entsorgung.

Auch wenn ein Computer komplett defekt ist, bedeutet das noch lange nicht, dass er auch wertlos ist. Im Gegenteil, denn er steckt voller kostbarer Rohstoffe – eine Rohstoffquelle sozusagen.

Hier fällt nun oft das Stichwort „Kreislaufwirtschaft“, wobei die eingesetzten Rohstoffe über den Lebenszyklus einer Ware hinaus wieder vollständig in den Produktionsprozess zurückgeführt werden.

Nahezu perfektioniert hat den Vorgang Dell und trumpft zeitgleich mit dem umfangreichsten Recycling-Programm der Welt auf. Das Projekt beinhaltet Programme zur Geräterücknahme in 78 Ländern und bisher über 635.000 Tonnen eingesammelter Elektronik: Der Nutzer ist sein altes Stück umsonst losgeworden und Dell seinem Ziel des geschlossenen Kreislaufs wieder einen Schritt näher. Außerdem werden wertvolle Rohstoffe und Energie gespart.

Bereits 2014 hat Dell den weltweit ersten PC auf den Markt gebracht, der dem geschlossenen Kreislauf entsprungen ist: Der Standfuß und die Bildschirm-Rückseite der OptiPlex-3030-All-in-Ones bestehen aus wiederverwerteten Kunststoffen. Und weitere Geräte aus recyceltem Kunststoff sollen folgen, denn fast 10.000 Tonnen recycelten Kunststoffs, darunter auch Plastikflaschen oder CD-Hüllen von Mülldeponien, hat Dell in seinen Produkten seit 2014 bereits verbaut.

Das Ziel einen geschlossenen Kreislauf für IT-Produkte zu schaffen, hat Dell in seinem „2020 Legacy of Good Plan“ manifestiert. Dieser enthält insgesamt 21 soziale, Umwelt- und Mitarbeiter-Ziele. Auf der Nachhaltigkeits-To-do-Liste steht unter anderem noch die komplett abfallfreie Verpackung.

Es bleiben 5 Jahre – Wir sind gespannt!

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„Cloud Computing wird Basistechnologie in vielen Unternehmen“, prophezeit der BITKOM. Es scheint die Ideallösung schlechthin zu sein, angefangen vom geringen Investitionsaufwand über schnelle, unkomplizierte Server-Wartung und Systemwiederherstellung bis hin zur besseren Zusammenarbeit und einer enormen Flexibilität in Sachen Kapazität und Standort. Doch genau da zeigt sich die Krux gleich doppelt der Standort! Die Cloud ist überall, die Cloud ist nirgends so viel steht fest. Doch wo sitzt der Anbieter und wo sind die Daten gehostet? Lieber ein günstiger Hoster im Ausland oder eine Cloud durch und durch „Made in Germany“, bei der sowohl Betreiber als auch Daten in heimischen Gefilden bleiben und die hohe Qualität, Präzision und auch Sicherheit verspricht? Doch auch eine Cloud im Inland heißt nicht, dass auch der Betreiber hierzulande sitzt, das wird uns nur manchmal verschwiegen. Viele deutsche Unternehmen überlegen, ihre Daten ins meist günstigere Ausland zu verlagern. Aber Achtung: Wie steht es um die Vertraulichkeit, die Integrität und die Verfügbarkeit der Daten, wenn der Hoster im Ausland sitzt? Ist wirklich alles kontrollierbar, transparent, mein Ansprechpartner immer erreichbar und vor allem – sind meine oder noch wichtiger die Daten meiner Kunden sicher? Zieht hier das Prinzip „aus den Augen, aus dem Sinn“ noch weitere Kreise? 

Diese Sicherheitsbedenken bremsen das ein oder andere Unternehmen aus, die ganze „himmlische“ Freiheit zu nutzen. Denn gerade bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen bestehen größtenteils Unsicherheiten, welches Recht denn nun gilt. Und damit auch, wer bestimmt, was mit den größtenteils vertraulichen Firmendaten passiert. Klärungsbedarf besteht vor allem auch hinsichtlich des Urheberrechts, der Lizenzbedingungen und vor allen Dingen des Datenschutzes. 

So fordern Datenschützer, dass Anwender Cloud-Services nur dann in Anspruch nehmen dürfen, wenn sie in der Lage sind, ihre Pflichten als verantwortliche Stelle in vollem Umfang wahrzunehmen, sprich Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Daten sowie Kontrollierbarkeit, Transparenz und Beeinflussbarkeit der Datenverarbeitung gewährleisten können (offizielle Entschließung der 82. Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder, 2011). Schwierig wird es bei ausländischen Cloud-Anbietern, denn wer durchschaut schon vollkommen die ausländischen Rechtsordnungen? Räumt mein Cloud-Provider den ausländischen Behörden Zugriffsrechte ein? Muss er vielleicht sogar meine Daten in unsichere Drittstaaten übermitteln (Übermittlungsobliegenheit)? 

Bleiben wir also doch lieber beim guten alten „Made in Germany“ oder zumindest Europa? Brüssel macht den ersten Schritt, ein „Made in Europe“-Siegel ist in Arbeit. 

Bis dahin: Drum prüfe, wer sich ewig bindet.

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Facebook während der Arbeitszeit? Sicher, wie sollten wir manchmal sonst die endlosen Bürostunden bis zum Feierabend überbrücken? Aber Facebook für die Arbeit?

Es gibt kaum jemanden, der es nicht schon mal getan hat: schnell die Neuigkeiten der Freunde checken oder einen Post absetzen, manchmal in der Mittagspause, manchmal heimlich in einem unbeobachteten Moment, denn Chefs sehen das nicht gerne. Oder schlimmer noch, sie sperren ihren Mitarbeitern den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. Denn für tausende deutsche Firmenchefs ist Facebook nicht nur der Zeitfresser schlechthin, sondern auch ein enormes Sicherheitsrisiko für Unternehmensdaten – und nun soll ausgerechnet Facebook die Bürokommunikation effizienter machen?

Tatsächlich: "Facebook at Work“, eine Social Collaboration Software für die unternehmensinterne Kommunikation, kommt. Seit Kurzem ist es offiziell, dass die Zuckerberg-Firma in die interne Office-Kommunikation einsteigt, und einigen auserkorenen Unternehmen wurde auch schon die Ehre zuteil, den jüngsten Facebook-Spross zu testen.

Dennoch – eine gewisse Skepsis ist angebracht, zumal vor allem die Deutschen ja ohnehin einen Hang zum Konservativen und Bedächtigen haben, wie Dell und Intel erst vor Kurzem in einer Studie aufgezeigt haben: E-Mail statt Instant Messaging, Telefonat oder Meeting statt Video-Konferenz oder Online-Meeting. Und jetzt das?

Wobei, wie passen hippe Start-ups und E-Mail, ein Kommunikationsmittel, das nun auch schon über 30 Jahre alt ist, zusammen? Genau hier wittert Facebook nämlich seine Chance, auch die Businesswelt zu entern. Und auch der kulturelle Aspekt spielt wieder mit: Privates und Arbeit verschmelzen – auch wenn die Arbeits- und Privat-Accounts strikt getrennt sind, die Plattform ist den meisten wohl bekannt: Timeline, Privatnachrichten, Gruppen, Events – keine großartige Einarbeitung ist nötig, der Umgang mit den Kontakten ist lockerer, … was will man mehr für das Betriebsklima?

Aber was ist mit denen, die Facebook abgeschworen haben?

Effektiv oder nicht, lukrativ ist Facebook at Work allemal, denn die Nachfrage gibt es und der Markt für ESN (Enterprise Social Networks) wächst auch hierzulande rasant: Die Marktforscher von Experton prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 36 Prozent. So sollen Unternehmen 2019 etwa 7,8 Milliarden Euro für Produkte und Services am Social-Business-Markt ausgeben.

Wird Facebook also in Zukunft nicht nur privat die erste Seite sein, die wir morgens öffnen, und die letzte, die wir abends schließen?

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In den vergangenen Tagen haben wir schon einige interessante Fakten über die Arbeitswelt in Deutschland erfahren: Während Desktop-PCs und klassische Bürostrukturen hierzulande nach wie vor am beliebtesten sind, stehen die Deutschen dem Home Office eher skeptisch gegenüber. Doch worin liegt der Schlüssel zu einem zufriedenstellenden Arbeitsplatz? Dell hat in der aktuellen Evolving-Workforce-Studie auch diese Frage gestellt und herausgefunden, dass neben der Unternehmens- und Führungskultur auch die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist.

Stehen Arbeitnehmern moderne Geräte für die Erledigung ihrer Aufgaben zur Verfügung, sind sie nicht nur zufriedener, sondern auch motivierter und arbeiten effizierter, was wiederum dem Unternehmenserfolg zugutekommt. So sehen es zumindest drei Viertel der in der Evolving-Workforce-Studie befragten deutschen Arbeitnehmer.

Insgesamt gesehen ist die IT-Zufriedenheit am Arbeitsplatz aber auch eine Generationenfrage und abhängig vom beruflichen Status. So messen acht von zehn Führungskräften der Technologie am Arbeitsplatz eine enorme Bedeutung bei. Für 86 Prozent von ihnen hat die Qualität der Technologie einen Einfluss auf die Entscheidung, eine neue Position anzunehmen. Und mehr als die Hälfte der Befragten würde aufgrund von veralteter Technologie sogar kündigen.

Noch entscheidender ist der Faktor Technologie für jüngere Arbeitnehmer. Sie erwarten nicht nur eine sehr gute technische Ausstattung, sondern zwei Drittel der Befragten erachten es sogar als wichtig, die beste Technologie zur Verfügung zu haben. Ein Drittel von ihnen würde einen Job aufgrund schlechter Technologie kündigen das ist das Dreifache der über 55-Jährigen. Und ähnlich wie bei den leitenden Angestellten gaben 80 Prozent der jüngeren Befragten an, dass die Qualität der verfügbaren Technologie ihre Entscheidung, eine neue Position anzunehmen, beeinflussen würde.

Diese Zahlen zeigen, dass sich die Investition in aktuelle, leistungsstarke Technologie auszahlt. Denn die Anziehungskraft auf neue Talente sowie die Bindung an das Unternehmen, die Motivation und damit die Leistung der Belegschaft hängen zu einem gewissen Teil auch davon ab. Das wiederum spiegelt sich im Unternehmenserfolg wider: Sind die Mitarbeiter zufrieden, profitiert das Unternehmen. Das wurde von Betriebswirtschaftsprofessor Alex Edmans von der Wharton Business School sogar wissenschaftlich belegt. Gemeinsam mit zwei Kollegen von der Warwick Business School untersuchte er den Börsenwert von Unternehmen in den USA mit besonders glücklichen Mitarbeitern. Und siehe da: Die Renditen der Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit lagen auch langfristig zwei bis drei Prozent über dem Durchschnitt.

Aber nicht allein im Hinblick auf den Unternehmenserfolg sollten sich Chefs und IT-Entscheider über die Wichtigkeit der IT-Ausstattung im Klaren sein. Aktuelles und modernes IT-Equipment ist in gewisser Weise nämlich auch ein Zeichen von Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Und hier schließt sich der Kreis: Wertschöpfung durch Wertschätzung.

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Immer mehr Aufgaben sind digital zu erledigen. Mittels Mail, Online-Kommunikationsmittel wie Videokonferenzen und Virtualisierung wird es immer einfacher, Mitarbeiter von extern in Arbeitsprozesse einzubeziehen. Arbeitsgeräte werden immer leichter, kleiner und mobiler. Wozu also noch ins Office gehen? Flexible Arbeitsmodelle stehen hoch im Kurs. Denn Geräte und IT-Infrastruktur, insbesondere für Wissensarbeiter, bieten große Freiheiten.

Mehr und mehr Unternehmen ermöglichen Home-Office-Tage oder gar ein komplettes Arbeiten von zuhause aus. Andere erlauben zumindest von Fall zu Fall das "Office from Home". Denn macht es wirklich Sinn, nach einem Arzttermin morgens um 10 und einer halbstündigen Fahrt gegen Mittag im Büro aufzuschlagen oder spart es nicht Zeit und Nerven, die sinnvoll für die Arbeit genutzt werden können, an diesem Tag von zuhause aus zu arbeiten? Und für ein „Morgen arbeite ich von zu Hause aus“ erntet man doch meist erst mal ein „Oh, echt, das geht bei dir? Klasse!“. Büro-Outsourcing steht also hoch im Kurs. Möchte man meinen.

In Deutschland heißt es nämlich nach wie vor "Office is King!", wie die Ergebnisse der Evolving Workforce-Studie 2014 von Dell zeigen. Fakt ist, das klassische Büro ist nach wie vor der bevorzugte Arbeitsplatz der Deutschen. Ganze 95 Prozent verbringen zumindest einige Zeit in den Büros ihres Unternehmens, 65 Prozent sogar mehr als drei Viertel ihrer Arbeitszeit und 53 Prozent arbeiten dabei sogar in einer traditionellen Büroumgebung: jeder an seinem Schreibtisch, Fikus und Familienfoto neben dem Desktop.

So beliebt es auch ist, das Arbeiten im Büro hat auch seine Kehrseiten: Unterbrechungen von Kollegen, die um Rat fragen, der Plausch in der Kaffeeküche, der sich gerne mal in die Länge zieht ..., das alles kostet wertvolle Arbeitszeit und stört die Konzentration in der eigentlich doch so hoch gelobten klassischen Arbeitsumgebung. Und was ist mit dem sozialen Aspekt, dem persönlichen Kontakt, der im Home Office angeblich fehlt? Sind wir doch mal ehrlich, wie oft nehmen wir das Telefon oder schreiben eine E-Mail statt zum Kollegen ins Büro nebenan zu gehen?

Da kommen die Befürworter des Home Office ins Spiel: Auch wenn 70 Prozent der Deutschen laut der Dell-Studie überzeugt sind, dass sie im klassischen Büro am effektivsten arbeiten, glaubt auch die Hälfte, dass man im Home Office produktiv tätig sein kann, trotz dem Kühlschrank, der Ablenkung Nummer 1, den Kindern und dem Postboten.

Und nun? Was ist besser, was schlechter? „Jedem das Seine“ scheint das Patentrezept zu sein. Denn wir wünschen uns doch alle einen „Ort des guten Arbeitens“ und der ist je nach Lebensphase anders: Berufseinsteiger kommen vorwiegend noch gerne ins Büro, Familienmütter oder -väter arbeiten teils im Büro, teils von zuhause und Freelancer sind ohnehin ständig unterwegs und arbeiten mobil.

Und die Frage nach der Produktivität? Hier gilt das Gleiche: Mitarbeiter arbeiten dort am besten, wo sie sich wohl fühlen. Und es liegt am Arbeitgeber, seine Arbeitnehmer als Individuen zu verstehen und ihnen zu ermöglichen, die beste Arbeit in ihrer bevorzugten Umgebung zu leisten.

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Alles ändert sich – oder doch nicht? Einerseits ist da der Trend zum Home Office, zu immer mehr mobilen Mitarbeitern und damit zu mobilen Geräten, zu neuen Bürostrukturen und Arbeitsweisen. Andererseits regiert die Gewohnheit: Auf dem Schreibtisch dominiert seit Jahren der Desktop-Rechner und er wird auch noch eine Weile dort bleiben, so das Ergebnis der Evolving-Workforce-Studie 2014 von Dell und Intel.

Ja, auch wenn es oft anders scheint und wir es nicht hören wollen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der deutsche Arbeitnehmer an sich ganz besonders – klassisch, bewährt und gut, der Desktop-Rechner ist und bleibt vorerst der Deutschen liebstes „Arbeits-Gut“.

Andererseits wollen wir uns aber auch nicht damit zufriedengeben – ein Gerät ist nicht genug, Vielfalt muss es sein! Ob Smartphone, Tablet, Notebook oder 2-in-1 und Convertible – wir wollen sie haben, all die wunderbaren neuen Devices, aber ob und wie wir sie nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Leben wir wirklich in einer multiplen Welt, in der der Second Screen nicht mehr wegzudenken ist?

Klar ist: Im Laufe des Tages wechseln wir zwischen all den schicken Geräten hin und her, schließlich müssen in der U-Bahn schnell die Mails auf dem Smartphone gecheckt werden, vielleicht noch ein Blick in die App der Tageszeitung und den Kalender, bevor es ins Büro geht, wo Dokumente und Datenmengen mit dem Desktop bewältigt werden. Für das Meeting beim Kunden wandert dann das Notebook in die Tasche. 

Aber das war es hierzulande auch schon mit dem angeblichen Trend zur Vielfalt – denn unsere Arbeit erledigen wir Deutschen eben nach wie vor am liebsten am klassischen Desktop. Wie die eingangs erwähnte Studie "Evolving Workforce" zeigt, ist der Desktop-Computer für sage und schreibe 66 Prozent der hierzulande Befragten nach wie vor das bevorzugte Arbeitsgerät, 44 Prozent arbeiten sogar ausschließlich mit dem Desktop. Auch wenn uns unterwegs Tablet, Smartphone und Notebook begleiten, scheint sich der Trend zum mobilen Arbeiten auf mehreren Geräten hierzulande aber nur schleppend durchzusetzen: Gerade einmal 24% der Deutschen bevorzugen den Laptop als Arbeitsgerät. Dennoch wollen wir alles und viel. Arbeitgeber kommen nicht darum herum, ihren Angestellten mehrere Geräte anzubieten – das gehört zum guten Ton, das motiviert und ist vor allem für Jüngere und Berufseinsteiger ein Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Ob das Tablet als Second Screen, das Business-Smartphone auf dem Weg zum Termin oder das Notebook auch genutzt werden, steht auf einem anderen Blatt. 

Aber keine Sorge, ganz so technikabgewandt sind wir Deutschen auch wieder nicht. Im Privatleben sieht es nämlich ganz anders aus, denn hier rangieren Laptop und Smartphone weit vor dem Schreibtischrechner. Sie dürfen als Second Screen abends auf der Couch nicht fehlen. Da werden parallel zum Film Hintergründe zum Thema oder den Hauptdarstellern gegoogelt, per Chat live beim Tatort mitermittelt und schon mal der Trailer zum nächsten Film geschaut. 

Der Trend ist also da, die Geräte ebenso, wir müssen nur zugreifen und sie nutzen. Wir haben die Wahl!

Wer noch mehr wissen will zur „Zukunft der Arbeitswelt“ bitte hier entlang:  http://techpageone.dell.com/business/evolvingworkforce

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