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Jedes Jahr ungefähr ab Mitte November geht es los: Viele Analysten-Häuser, aber auch zunehmend IT-Unternehmen, äußern sich zu den Technologie-Trends des kommenden Jahres. 

Dass Marktforschungsunternehmen wie Gartner oder Forrester das Jahresende nutzen, um einen Ausblick auf kommende Technologien zu geben, ist verständlich. Das ist schließlich Teil ihres Geschäftsmodells. Also aufzuzeigen, welche Technologien das Potenzial besitzen, einen signifikanten Einfluss auf Unternehmen zu haben. Dass sich dabei viele Hype-Themen aus 2013, wie beispielsweise Mobility, Cloud, Big Data oder das Internet der Dinge, in unterschiedlichen Ausprägungen in 2014 wiederfinden, verwundert auch nicht weiter.

Was meiner Ansicht nach zunimmt – aber womöglich bilde ich mir das auch ein – sind Prognosen von IT-Unternehmen. Generell spricht natürlich nichts dagegen, sich als Markt-Experte zu positionieren. Ganz im Gegenteil sogar, wir motivieren unsere Kunden von Fall zu Fall auch, dies zu tun. Was dabei allerdings wichtig ist, ist eine gewisse Neutralität zu wahren und eine echte Markteinschätzung abzugeben, die ­– und das ist der springende Punkt – über die Betonung des eigenen Geschäftsfeldes hinausgeht. So ist es meiner Ansicht nach wenig glaubhaft, wenn für einen Anbieter von Netzwerk-Lösungen einzig die WAN-Optimierung die Basis für Cloud Services im nächsten Jahr bildet oder, an anderer Stelle, ein Anbieter von Lösungen für Mobile Device Management den Top-Trend 2014 "Mobile Device Diversity and Management" von Gartner unterstreicht.

Somit bleibt im Grunde alles beim Alten: Die Marktforscher walten ihres Amtes mit wenig überraschend Neuem und die IT-Unternehmen reiten auf der Prognose-Welle mit. Letztere sollten dabei aber im Sinne der Glaubwürdigkeit auf echte Markteinschätzungen Wert legen.

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Immer wieder werden wir in Kunden-Meetings mit dem Thema Social Media konfrontiert und gefragt, welchen Nutzen diese Plattformen gerade für B2B-Unternehmen haben. Es gibt viele unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Während Facebook und Twitter umstritten sind, erfreut sich der Corporate Blog einer großen Beliebtheit. Es klingt auch ganz einfach – jeder bloggt nach seinem Gusto und alle sind glücklich. Doch wer mit seinem Blog Erfolg haben will, sollte einige wichtige Punkte beherzigen.

Zunächst einmal: Wen will ich adressieren? Gibt es überhaupt Themen für einen Blog? Wo bekomme ich sie her? Will ich tatsächlich die Faktenwelt verlassen und Einblicke (wenn auch gefilterte) in mein Unternehmen gewähren oder meine persönlichen Meinungen kundtun? Wenn dem so ist: Kann ich ausreichend Manpower bereitstellen, um den Blog kontinuierlich zu füllen? Wer darf, wer darf sich nicht beteiligen? Wie plane ich am besten den Inhalt? Wie soll sich der Inhalt von reinem PR-Inhalt unterscheiden? Wer sorgt für die interne Textfreigabe, und wie schnell? Ist das Top-Management damit einverstanden? Will oder soll es sich gar beteiligen?

Ein guter Anfang ist, herauszufinden, wer überhaupt Input für einen Blog liefern kann, und wie zuverlässig: Produktentwicklung, Berater, Vertrieb, Marketing, PR? Dann sollte am besten ein Inhaltskalender aufgestellt und gepflegt sowie ein Jour Fixe mit allen Beteiligten festgelegt werden, um die Inhalte und deren Umsetzung zu besprechen. Nach der Erstellung sollte der Blog nach dem Vier-Augen-Prinzip von einem kompetenten Kollegen gegengelesen und erst anschließend gepostet werden.

Wer schon einmal über ein spezielles Thema geschrieben hat, weiß, wie aufwendig das sein kann. Merke: Auch vermeintlich lockere Blog-Beiträge sollten gut recherchiert sein, um Kompetenz zu zeigen, aber auch, um sich von anderen Blogs abzuheben. Qualitative Beiträge werden bei der Leserschaft immer geschätzt. Mehr zum Thema: „Bitte keine Werbetexte“

Schließlich möchte ich noch die "integrierte Kommunikation" heranziehen: Ein Blog sollte nicht losgelöst von den anderen Kommunikationstools gepflegt werden, sondern wird idealerweise mit ihnen abgestimmt. Und wenn wir schon von B2B-Blogs reden: Der Impact ist vielleicht nicht immer so aufregend, wie man sich das vorstellt, denn Social Media lässt IT-Verantwortliche, die über die Anschaffungen von Systemen entscheiden, in der Regel eher kalt.

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Heute morgen hat mich bei Michael Krokers täglichem Blick in die IT-Welt ein Absatz irritiert:

… ist der Microsoft-Anteil aller ans Internet angeschlossenen Geräte zwischen 2009 und 2013 von gut 90 Prozent auf nunmehr unter 25 Prozent abgesackt – eine dramatisch gewachsene Irrelevanz von Microsoft, zumindest in der mobilen Welt der vernetzten Geräte.

In Bildern sieht es sogar noch dramatischer aus:

 

Eine "dramatische" Entwicklung, in der Tat. Aber das eigentliche Drama, das sich hier vor unser aller Augen vollzieht, ist doch, wie wenig Aufmerksamkeit dieser Absturz findet. Sicher, der eine oder andere IT-Blog nimmt es wahr, Fachmedien schon nur noch am Rande. Aber sonst? Hätte man so eine Entwicklung noch vor fünf Jahren halbwegs zuverlässig prognostizieren können, was hätte das für einen Bohey gegeben: Schlagzeilen, Titelstories, Wirtschaftspresse, FAZ, Spiegel, Schwarzwälder Bote, Autobild, Frau im Schatten. Und Anchorman Tom Buhrow hätte in einen ARD-Brennpunkt die Rückkehr von Bill Gates gefordert.

Mittlerweile reicht also ein Absatz in "Kroker's Look@ IT". Und der Hinweis des Kollegen, er hätte darüber auch "schon Mitte des Jahres" geschrieben, macht es nur noch schlimmer.

Sicher, wir alle haben Windows, Word und Excel in allen ihren Versionen so manches Mal verflucht, wir haben uns die Haare gerauft und in die Tischkante gebissen. Trotzdem: was da jetzt abläuft, diese vorsätzliche Missachtung, das geht denn doch zu weit. Es ist doch oft auch schön gewesen.

Zum Beispiel erst gestern wieder mal in der stationären Welt der vernetzten Geräte:

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Wikipedia verträgt sich mit PR-Arbeit wie Feuer mit Wasser. Können Unternehmen trotzdem hier aktiv werden? Ja, wenn sie sich auf die Spielregeln einlassen - die Spielregeln der Wikipedia.

Wir gehen in unserem neuen Video nicht nur auf die aktuelle Diskussion rund um PR in der Wikipedia ein, sondern geben auch erste Tipps für Wikipedia-Neulinge in Unternehmen.

Wer sich ausführlicher über das Thema informieren will, kann sich unser Whitepaper „Wikipedia in der Unternehmenskommunikation" ab sofort hier herunterladen. In diesem geben wir nicht nur eine Anleitung für einen erfolgreichen Einstieg in Wikipedia, sondern auch ausführliche Informationen zum Umgang mit Wikipedia in der Unternehmenskommunikation - über das, was man tun kann und besser lassen sollte.

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Fast jeder unserer Beratungskunden befasst sich aus unterschiedlichem Blickwinkel mit Big Data: den riesigen Datenmengen, der beeindruckenden Vielfalt strukturierter und semistrukturierter Daten, der oft rasanten Entstehung und Veränderung dieser Daten und schließlich – und da wird es spannend – mit der Analyse der Datenflut. Letztendlich geht es um handlungsrelevante Erkenntnisse, die noch immer von Menschen umgesetzt werden. Mehrmals pro Woche finden sich in meinem E-Mail-Eingang Tipps und Links zu Hintergrundinfos. Beim Stöbern bin ich dann auf Seiten gelandet wie „Why the big data systems of tomorrow will mirror the human brain of today“. Der BrightContext-CEO John Funge erläutert hier, warum Big Data noch am Anfang seiner Entwicklung steht, aber in Zukunft nach dem Vorbild des menschlichen Gehirns funktionieren würde. BrightContext aus Arlington im US-Bundesstaat Virginia ist auf Real-Time Big Data Stream Processing & Analytics spezialisiert. In den Worten von Funge: „Tomorrow, our smartest systems will instantly and masterfully oversee, optimize, manage and adapt processes that are as critical as they are complex, across a broad spectrum of industries, having taken their cues from the most ready example of a natural supercomputer we have: the human brain.“

Das erinnert mich dann sehr schnell an Ray Kurzweil, der vor einiger Zeit schon ähnlich argumentierte: IBMs Superrechner Watson steht für ihn am Anfang einer Entwicklung. Schon bald würden ähnliche Systeme so rasant rechnen können, dass sie die menschliche Intelligenz erreichen und sie schließlich übertreffen werden. Im Jahr 2045, so Kurzweil, werden die Computer klüger sein als die Menschen und bessere Entscheidungen treffen; nachzuhören etwa in diesem Video.

Alltagsbeobachtungen liefern Indizien dafür, dass das menschliche Gehirn keineswegs wie ein Supercomputer funktioniert. Zudem gibt es Grund zur Annahme, dass Computer nicht so wie Menschen denken können. Wir sollten aufhören, uns darauf zu konzentrieren, Computer – und damit auch Big Data – als Ersatz für das menschliche Gehirn anzusehen, sondern als nützliche Ergänzung. Es geht nicht um Artificial Intelligence sondern um Augmented Intelligence.

Im Übrigen: Je umfangreicher und komplexer der Regelsatz, den ein Big-Data-System nahezu mechanistisch anwenden und daraus Entscheidungen ableiten kann, als desto erfolgreicher gilt es. Für Menschen gilt manchmal genau das Umgekehrte: Sie sind am besten, wenn sie zumindest einige Regeln missachten. Das Ganze nennt sich dann Innovation.

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Neues aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Wie die Süddeutsche berichtet, hat die amerikanische Firma Backyard Brains ein Implantat entwickelt, mit dem sich Kakerlaken per iPhone fernsteuern lassen. Wischt man auf dem Smartphone mit dem Finger, wird der Schabe ein Stromstoß in ihren Fühler versetzt. Das Nervensystem der Kakerlake hält dies für ein Hindernis und das Tier macht eine Ausweichbewegung. Dieser „erste kommerziell erhältliche Cyborg“, so der Hersteller, ist für rund 100 Euro zu haben. Eine Schabe ist allerdings nicht dabei. Die muss man sich schon selber fangen – oder im Zwölferpack dazu bestellen.

Die Tiere dürften über das Produkt aber weniger erfreut sein als der Hersteller, denn für das Funktionieren des Implantats ist ein mittelschwerer Eingriff nötig. Man muss die Kakerlaken zunächst mit Eiswasser betäuben und ihren Rückenpanzer dann mit Schleifpapier bearbeiten, damit die Steuereinheit auch schön kleben bleibt. Ach ja, und um die Elektroden hineinzustecken, sind dann noch die Fühler entzwei zu schneiden.

Entsprechend dick ist der Hals der Tierschützer, die von „Folter und Verstümmelung“ reden. Backyard Brains versteht die ganze Aufregung aber nicht. Man habe das Implantat entwickelt, um Kinder möglichst früh für Neurowissenschaften zu begeistern. Doch die Kleinen wollen diesen Enthusiasmus nicht so recht teilen. Als der Firmengründer auf einer Konferenz einer Kakerlake live ein Bein amputierte, war bei den Kindern im Publikum jedenfalls keine Begeisterung festzustellen – sondern blankes Entsetzen. So Internet-Computerspiel-und-Gewaltvideo-abgehärtet wie immer gemutmaßt scheinen sie also doch nicht zu sein.

 

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Im Zeitalter von Social Media und Internet bieten Videos in der PR neben Blogs und Posts über die klassischen Formate wie Fachartikel, Kommentare und schriftliche Interviews hinaus eine erfrischende Kommunikationsform, um verschiedene Zielgruppen zu adressieren.

Als PR-Agentur mit ITK-Fokus begegnen uns häufig neue Produkte und Lösungen unserer Kunden, die technisch sehr komplex sind. Gerade hier eröffnen Videos neue Möglichkeiten, um Sachverhalte und Fakten anschaulich zu vermitteln sowie technischen Themen eine persönliche Note zu geben.

Videos zeigen Expertise, steigern Vertrauen und Glaubwürdigkeit und stärken das Image des Unternehmens. Im Fokus sollte hierbei stets die authentische, informative und unterhaltsame Darstellung von Personen, Produkten, Services und Stories rund um die Marke und das Unternehmen stehen.

Wir haben einmal die wichtigsten Videoformate in der PR zusammengestellt:

Interview
Das Experteninterview bietet einen der besten Wege, Informationen anschaulich und, falls gewünscht, auch unterlegt mit Beispielen zu vermitteln. Hierbei darf es gerne kurz und knackig sein, denn bereits bei einer Länge von wenigen Minuten kann einiges an den Mann/die Frau gebracht werden.

Diskussionsrunde
Natürlich kann der Austausch auch in einer Runde mit mehreren Experten, zum Beispiel bei einer Podiumsdiskussion, stattfinden. Je nach Position und Sichtweise können die Teilnehmer verschiedene Aspekte und Meinungen einbringen.

Event-/Messe-Rundgang
Impressionen, eingefangen vor Ort, gespickt mit Stimmen von Besuchern, Teilnehmern und Experten, bieten Interessierten und Kunden, die selbst nicht dabei sein konnten, einen lebhaften und informativen Eindruck des Geschehens.

Street Surveys           
Durch Umfragen auf der Straße, zum Beispiel zu IT-Trends und aktuellen Diskussionen der Branche, wird ein Meinungsbild oder auch Wissensstand abgefragt. Je nach Ausrichtung können Statements einer breit gestreuten Zufallsgruppe eingefangen oder es kann gezielt auf bestimmte Zielgruppen zugegangen werden, zum Beispiel auf IT-Experten von morgen an Universitäten oder auf Fachpublikum auf Messen/Kongressen.

Video Case Studies
Kundenreferenzen sind vor allem im B2B-Bereich eine glaubwürdige Informationsquelle für potenzielle Neukunden. Im Video lassen sich erfolgreich durchgeführte Projekte und Fallbeispiele besonders anschaulich skizzieren und die bebilderte Empfehlung von glücklichen Dritten unterstreicht die Glaubwürdigkeit.

Produktvorstellungen
Gibt ein Unternehmen ein neues Produkt oder eine neue Lösung heraus, so können diese Technologien und komplexe Zusammenhänge mittels Video in wenigen Minuten anschaulich erläutert werden. Hilfreich kann hier auch der Einsatz von Grafiken oder Animationen sein.

Live-Stream
Seien es Fachvorträge, Diskussionen oder Momentaufnahmen aus Messehallen – per Live-Stream können Interessierte rund um den Globus dabei sein und einen persönlichen Eindruck in Echtzeit gewinnen.

Egal, welches Format gewählt wird, immer gilt: Ausschlaggebend für den späteren Erfolg ist qualitativ hochwertiger Content und das entsprechende Know-how – vor und hinter der Kamera. Dazu gehört auch eine gute Beleuchtung und eine angemessene Tonqualität. Der eine oder andere Versprecher ist nur menschlich und kann den Sympathie-Faktor sogar erhöhen – wichtig ist aber, dass der Gefilmte sich grundsätzlich vor der Kamera wohlfühlt und keine Fluchttendenzen entwickelt.

Sind die genannten Voraussetzungen erfüllt, so findet die Botschaft auch ihre Zielgruppe – oder diese findet sie. Denn ähnlich vielfältig wie die Formate sind auch die Einsatzbereiche und Kanäle zur Verbreitung eines Videos: In den meisten Fällen bietet sich die Verbreitung über YouTube, Facebook, Twitter und Co. ebenso an wie die über die eigene Unternehmenswebsite und Micro-Sites. Zudem lassen sich Videos auf Messen und Events einsetzen oder in elektronische Newsletter wie auch in das Unternehmens-TV einbinden.

Neugierig geworden? Anschauliche und informative Beispiele finden Sie in unserer Rubrik „Videos“.

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Im Rahmen der Konferenz „Cloud for Europe“ des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) und dem Start des gleichnamigen EU-Projektes hat die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes die Wichtigkeit eines europäischen Ansatzes in der aktuellen Cloud-Diskussion betont. Statt nationalen Lösungen befürwortet sie die Schaffung einer „europäischen Cloud“ – der „Cloud for Europe“.

„Cloud for Europe“ ist ein von der Europäischen Union gefördertes Projekt mit dem Ziel eines digitalen Binnenmarktes für Cloud Computing in Europa. Insgesamt nehmen 23 Partner aus elf Ländern daran teil, unter anderen das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und das bereits genannte Fraunhofer-Institut FOKUS.

Nach dem freien Warenverkehr, der Personenfreizügigkeit, der Dienstleistungsfreiheit und dem freien Kapital- und Zahlungsverkehr nun also der freie Fluss von Daten in den Mitgliedsstaaten der EU - quasi eine fünfte Grundfreiheit für die Bürger der Europäischen Union.

Besser als nationale Lösungen, wie das zurzeit diskutierte „Deutschland-Net“, ist der Ansatz allemal. Doch ähnlich wie bei der Liberalisierung des Binnenmarktes in den genannten Bereichen wird wahrscheinlich auch hier bis zur Vollendung noch einige Zeit ins Land gehen. Denn Sicherheit und Datenschutz sind eine Sache. Die unterschiedliche digitale Infrastruktur in den einzelnen europäischen Ländern eine andere.

Für die europäische Wolke müsse laut Neelie Kroes daher auch erst „ein rechtlicher und technischer Rahmen für den freien Fluss von Daten über die Grenzen einzelner Länder hinweg geschaffen werden“.

Als Ziel zur Vollendung des digitalen Binnenmarktes hat die Europäische Kommission 2015 ausgegeben. Das Projekt „Cloud for Europe“ endet im November 2016 – vor allem im Hinblick auf die rechtlichen Aspekte, die aufgrund aktueller Diskussionen wieder in den Vordergrund gerückt sind, ein ambitionierter Zeitplan.

 

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Vor ein paar Tagen bin ich auf die deutsche Website eines amerikanischen Global Player gestoßen. Die deutschen Übersichtstexte verlinken auf englische Beiträge. Das kennt man ja schon und fragt sich auch diesmal, warum ein Unternehmen mit hundert Millionen Euro Umsatz in Deutschland kein Übersetzungsbudget für ein paar Dutzend Textseiten vorsieht.

Gleiches auf der Presseseite. Die meisten News-Headlines sind auf Englisch und verweisen auf englische Texte. Glücklicherweise gibt es auch ein paar deutsche Headlines, sie verweisen auf – die englischen Texte. Eine neue Variante, die ich noch nicht kannte: man hat sich tatsächlich die Mühe gemacht, eine ganze Zeile zu übersetzen. "Act local" im Schrumpfformat.

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Die Deutsche Bank muss einen ausgewachsenen PR-Gau verkraften. Martin Sonneborn, ausgerechnet der legendäre Martin Sonneborn, hat die Deutsche Bank interviewt. Wie das ausgegangen ist, das kann man nicht erzählen, das muss man gesehen haben, zum Beispiel bei:

Jetzt ist die Deutsche Bank natürlich stinksauer. Sie wäre von Sonneborn hereingelegt worden. Wie unsportlich. Von Sonneborn darf man sich halt nicht reinlegen lassen. Warum hat am Empfangstresen der Deutschen Bank niemand den Martin-Sonneborn-Alarmknopf gedrückt? 

Die PR kann daraus eines lernen: Dieses Gesicht muss man kennen. Ein Sonneborn-Bild muss an jedem PR-Arbeitsplatz bereitliegen und an jedem Schwarzen Brett aushängen. Ja, schon im Einstellungsgespräch muss spätestens die dritte Frage lauten: "Erkennen Sie den Herrn auf diesem Bild?" Wer hier passen muss, hat in der PR nichts verloren. Falls jemand noch keinen Sonneborn-Steckbrief hat, hier ein Bild zum Ausschneiden:

Quelle: ZDF

Demnächst hier zum Herunterladen: der Martin-Sonneborn-Bildschirmschoner für PR-Experten.

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Anscheinend sind auch die Verhandlungspartner bei den Koalitionsgesprächen in der Gegenwart angekommen. Immerhin wird dort der Breitbandausbau thematisiert. Erstaunlich in einer Zeit, in der laut der Kanzlerin „das Internet für uns alle Neuland ist“. Der Ausbau solle in den nächsten Jahren mit jährlich einer Milliarde Euro zusätzlich unterstützt werden. Ziel ist es, bis 2018 eine flächendeckende Versorgung mit Internetanschlüssen von 50 Mbit/s zu erreichen.

Mit dieser Investition ist das aber natürlich nicht machbar. Und das wissen die Verhandlungspartner auch ganz genau. Schließlich hat eine Studie des TÜV Rheinland, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie erstellt wurde, ergeben, dass ein solcher flächendeckender Ausbau rund 20 Milliarden Euro kosten würde. Wer steuert also das fehlende Geld bei. Die Netzbetreiber? Wohl kaum! Aber man ist ja kreativ. So hat die Koalitionsarbeitsgruppe Wirtschaft „Breitband-Bürgerfonds“ ins Spiel gebracht. Der Steuerzahler soll also den Ausbau mit Geldanlagen, die eine „entsprechende“ Rendite bieten, unterstützen. Dass das der große Renner wird, darf doch mehr als bezweifelt werden – angesichts der Minizinsen und -renditen von Bundeswertpapieren.

Zudem bleibt die Frage erlaubt, ob man mit diesen Leistungswerten überhaupt für die Zukunft gerüstet ist. Viele Experten vertreten die Meinung, dass 50 Mbit/s nicht ausreichend sind. In einer Umfrage von TNS Infratest unter IT-Fachleuten sahen 75 Prozent der befragten Experten Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s für die nächsten fünf bis zehn Jahre als notwendig an, und 48 Prozent halten sogar Bandbreiten von mindestens 300 Mbit/s für erforderlich.

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Vor etwa 20 Jahren hatte ich ein Interview mit einem der ersten Mitarbeiter des Arpanet. Er sprach überschwänglich von den Möglichkeiten des damals keimenden Internets und skizzierte die gesellschaftspolitische Tragweite: das Internet würde den Menschen Demokratie bringen. Ich war begeistert.

20 Jahre später sind die Google-Ergebnisse von "Internet und Demokratie" desillusionierend. Die Utopie hat nicht stattgefunden, im Gegenteil.

Die Affäre Snowden wäre keine Affäre ohne das Internet, denn erst dessen Technologie hat Bespitzelungen in einem Umfang möglich gemacht, der noch vor zwei Jahrzehnten undenkbar gewesen wäre. Heute greifen Geheimdienste im globalen Netz persönliche Dokumente, E-Mails, Telefonate, Kurznachrichten oder Metadaten nicht millionen-, sondern milliardenfach ab – computergesteuert und automatisiert.

Das ist, angesichts der Gier von Staaten nach privaten Informationen ihrer Bürger, eine verstörende Entwicklung. Die Machtbegrenzung ist in demokratischen Verfassungen festgeschrieben. Aber Staaten werden schwach, wenn Daten so einfach gesammelt, Datenbestände so einfach verknüpft werden können – und daraus so viel Macht erwächst. Und die vermeintliche Legitimation existiert ja spätestens seit Nine-eleven: die Verbrechensbekämpfung, sagen alle, mache die schwindelerregende Datensammlung nötig.

So kommt es, dass Staaten ihre eigenen Gesetze brechen.

Die Affäre Snowden ist ein Spiegelbild dieser Entwicklung. Zehntausende, öffentlich gewordene Geheimdokumente belegen sie. Ironischerweise ist auch die Politik selbst Opfer ihrer Geheimdienste geworden: NSA und Konsorten hören ja nicht nur beliebige Bürger und Unternehmen ab, sondern auch UNO, EU, feindliche und sogar befreundete Regierungschefs, darunter unsere Bundeskanzlerin.

Die Affäre Snowden hat unser Vertrauen in die Politik erschüttert wie kaum eine andere Begebenheit in der jüngeren Geschichte. Dinge kommen ans Licht, die wir unseren Regierenden in diesem Umfang nie zugetraut hätten. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, die Entwicklung rund um Snowden möglichst genau zu dokumentieren, alle Ereignisse chronologisch aufzulisten und mit zahlreichen Quellen zu versehen. www.affaere-snowden.de wird tagesaktuell recherchiert und gepflegt, ist öffentlich zugänglich und trägt hoffentlich zur einer intensiven politischen Auseinandersetzung bei – ganz im Sinne der Väter des Internet.

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Ah, Herbst ist es wieder geworden und da das Laub nun mal unweigerlich fällt, sind auch die Laubbläser wieder in aller Munde und vor allem Ohren. Wie so oft scheiden sich die Geister am Nutzen oder Unnutzen des lärmenden Laubverblasens, das nachbarliche Hemmschwellen schon mal zum Sinken bringt.

Unmutsbekundungen ganz anderer Art vernimmt man derzeit aus dem Silicon Valley, wo so allmählich die Effekte der NSA-Enthüllungen auf die US-Technologie-Unternehmen sichtbar und spürbar werden.

Die Prognosen über den möglichen Schaden variieren, bewegen sich aber in Dimensionen, in denen 2- oder 3-stellige Milliardensummen nur noch wenig Unterschied in der Wahrnehmung machen. Laut einem Bericht der Branchenseite Siliconvalley.com beziffert die Information Technology & Innovation Foundation die Kosten des Vertrauensverlusts amerikanischer Unternehmen bis 2016 mit rund 35 Milliarden US-Dollar, Forrester Research spricht sogar von bis zu 180 Milliarden US-Dollar weltweit. Und nach einer Umfrage unter Mitgliedern der Cloud Security Alliance wurden bereits Cloud-Projekte abgebrochen. Das Vertrauen in die US-Anbieter hat also gewaltig gelitten.

Und das alles in Zeiten, in denen die Auguren von IDC verkünden, dass sich zwei von drei deutschen Unternehmen (und sicher nicht nur die) aufgemacht haben, ihre Geschäftsprozesse mit Hilfe von Cloud-Services zu optimieren. Sicher, es bleiben deutsche Anbieter, aber Datenströme halten sich ja bekanntlich nicht an Ländergrenzen.

Wenn also politische Appelle und öffentlicher Unmut nichts bewirken, hilft ja vielleicht der Druck durch wirtschaftliche Interessen – bis dahin fallen die Blätter weiter und wir sind gespannt, wie viel Laub noch verwirbelt wird, bis wieder klare Überlegungen die Oberhand gewinnen und politische wie rechtliche Klärung dem weiteren Ausbau von Cloud-Infrastrukturen nicht mehr im Wege stehen.

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So jemand gilt schon eher als Paradiesvogel, der sich in der heutigen Zeit den Möglichkeiten der sozialen Medien verschließt. Gerade durch den Boom der Smartphones werden die sozialen Plattformen um ein Vielfaches intensiver genutzt. Zahlreiche Statistiken untersuchen Wachstum und Frequenz der Nutzung dieser Kanäle, unzählige Male wird der Facebook-Account von jungen Leuten gecheckt, um über alles up-to-date zu bleiben, was sich im Bekanntenkreis und in der Umwelt so abspielt. Welcher Umsatz dem Unternehmen mit der Plattform gelungen ist, braucht gar nicht erst erwähnt zu werden. Nachgeeifert wird diesem Erfolgskurs vom sozialen Medium Twitter, das in diesem Monat den Einstieg in den Aktienmarkt meistert und zukünftig als börsennotiertes Unternehmen von sich reden machen wird.

In den USA hat YouTube bei der Generation U-30 das Fernsehen bereits komplett abgelöst: auch nicht sonderlich überraschend: wer sieht sich schon freiwillig von TV-Sendern selektiertes „Bildungsfernsehen“ für die breite Masse an, wenn er genauso gut individuell wählen kann – und das aus Milliarden von Videos.

Kurz und gut – die sozialen Medien sind auf dem Vormarsch, nicht nur auf privater Ebene: auch kommerziell werden die Kommunikationsplattformen ausgeschlachtet. Wenn man nicht gerade einen ausgefuchsten Ad-Blocker besitzt, wird man mittlerweile auf Facebook und YouTube bombardiert mit mehr oder manchmal auch weniger personalisierten Angeboten.

Da ist es nur konsequent, dass auch Unternehmen in Deutschland auf sozialen Medien agieren und hier versuchen mit den Usern über die sozialen Accounts zu kommunizieren. Ob es ihnen gelingt, die Social-Media-Prinzipien auch umzusetzen, ist eine ganz andere Frage. Wie gekonnt die deutschen Smartphone-Hersteller sich in den sozialen Medien bewegen, zeigt eine Untersuchung von PR-COM. Erstaunlich, was hier so alles als Social Media getarnt daherkommt. Als privater Nutzer der Plattformen wünscht man sich doch einen guten Mix an Information und Entertainment, denn wenn man bei den Posts der Unternehmen das Gefühl hat, dass nur noch die Werbetrommel gerührt und man regelrecht zugespamt wird, kann es ganz schnell passieren, dass der „Not-Like-Button“ gedrückt wird. Wenn Unternehmen sich schon auf unseren privaten zum Vergnügen und zur Informationsbeschaffung genutzten sozial-medialen Plattformen tummeln wollen, so sollten sie auch so sozial sein, sich unseren Bedürfnissen und Interessen anzupassen. Denn darin genau liegt ja der Sinn von Social Media – nicht der Werbemonolog, sondern der Dialog und die Interaktion zwischen den Usern steht im Vordergrund. Um die Motivation der Fans anzukurbeln und genau diese Interaktivität zu erreichen, wird dann doch nicht selten auf Marketingaktionen wie Gewinnspiele zurückgegriffen. Da fällt mir ein – ich muss mich kurz in Facebook einloggen und noch schnell einen wertvollen Kommentar zu einem YouTube-Video publizieren. Wer weiß, vielleicht ist man ja doch mal der glückliche Gewinner eines nagelneuen Smartphones.

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Nachdem ich diesen Artikel über abhörsichere, aber unpraktische Mobiltelefone gelesen habe, wundert es mich nicht mehr, dass unsere Bundeskanzlerin keine Lust auf ihr Krypto-Handy hat und damit bei weitem nicht die einzige in Politikerkreisen ist. Verschlüsselung funktioniert zum Beispiel nur, wenn der Gesprächspartner ebenfalls ein abhörsicheres Modell hat. Wenn man Stimmen aus Regierungskreisen glaubt, liegen aber von den 5500 im Jahr 2011 an die Bundesverwaltung gelieferten Krypto-Handys viele noch originalverpackt in den Schubladen der Mitarbeiter. Weiterhin benötigen die Abgeordneten bisher zwei Handys, um mit dem einem der Krypto-Telefone verschlüsselt SMS  schreiben und telefonieren zu können, während das andere ihnen den Versand von E-Mails erlaubt. Wenn sie dann noch während langwieriger Plenarsitzungen im Internet surfen oder eine Runde „Angry Birds“ spielen wollen, brauchen sie bis dato noch ein zusätzliches Handy, da bei den verschlüsselten Geräten Funktionen wie Kamera, WLAN oder Bluetooth stillgelegt werden.

Dabei kann nicht einmal mit Verschlüsselung eine hundertprozentige Abhörsicherheit gewährleistet werden. Codeknacker gibt es seit zur Zeit Herodots die Verschlüsselung erfunden wurde. Im zweiten Weltkrieg waren die „Codebreaker“ in Bletchley Park dafür zuständig, den geheimen Nachrichtenverkehr der deutschen Wehrmacht zu entziffern. Und bis heute verschlüsseln und dechiffrieren Kryptographen und Kryptoanalytiker um die Wette.

Bei meiner Kurzrecherche bin ich auf eine Verschlüsselungsmethode gestoßen, die zur Zeit ihrer Anwendung nicht dechiffriert werden konnte: den Navajo-Code, mit dem sich die US-Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg erfolgreich gegen die Abhörversuche der feindlichen japanischen Code-Spezialisten wehrten. Dazu stellten sie Angehörige des nordamerikanischen Indianerstammes der Navajo als Code-Sprecher an, und da deren Sprache mit keiner europäischen oder asiatischen verwandt ist, verstand jeder, der zuhörte, nur Bahnhof.

Der Vorschlag von Albert A. Stahel, Professor für Strategische Studien an der ETH Zürich, erscheint mir deshalb doch nicht mehr ganz so abwegig wie im ersten Moment: Er rät dem Schweizer Bundesrat dazu, „wichtige Belange im Walliser Dialekt zu besprechen“. Die Entschlüsselung von Mundart sei den Amerikanern seiner Meinung nach schlicht zu aufwändig. Und wenn ich weiter an die Fragezeichen in meinem Kopf denke, wenn meine Nachbarin mit ihrer Oma sächsisch spricht, erscheint mir dies als durchaus beachtenswerter Ansatz, ein Plädoyer für die Pflege fast vergessener Dialekte und um Längen besser als drei Handys in der Tasche.

Na gut, bleiben wir realistisch: Wer Milliardenbeträge in die Entwicklung von Echolon und Prism steckt, der wird nicht daran scheitern, alemannisch oder moselfränkisch zu verstehen.

 

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Die Debatte geht in die nächste Runde: Trotz aller agilen Methoden und immer neuer Softwareentwicklungs-Tools, Technologien und Cloud Services sind nur rund 40 Prozent der Business-Entscheider in den Fachabteilungen der Meinung, dass die IT ihre Projekte zeit- und budgetgerecht abschließt. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von Forrester Research unter dem Titel „Integrated Thinking: The Answer To Enterprise IT’s Perpetual Struggle“. Ein erschreckendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass passend dazu nur 43 Prozent der Business-Entscheider der Meinung sind, dass sich die IT aktiv an der Umsetzung der Geschäftsstrategie und von Innovationen beteiligt. Der schwarze Peter liegt bei der IT.

Oder doch nicht? Denn immerhin 56 Prozent der von Forrester befragten IT-Entscheider waren der Meinung, dass für sie die größte Herausforderung darin besteht, dass die Fachabteilungen immer neue Anforderungen stellen. Da fragt man sich doch: Reden die nicht miteinander? Kommen die von unterschiedlichen Planeten? Beide Seiten können und müssen sich auf den anderen einlassen, sonst verschärft sich die Spaltung zu Lasten der Anwender. Die Business-as-usual-Schaukämpfe führen nicht weiter. Die IT sollte nicht dasitzen und abwarten, ob den Business-Entscheidern endlich die Einsicht kommt. Vielmehr sollte sie ihre Lösungen so auslegen, dass sie ohne langwierige Änderungen jederzeit angepasst und erweitert werden können. Und die Fachabteilungen müssen lernen, dass nicht alles, was wünschenswert ist, auch zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen realisiert werden kann.

 

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Das Kölner Landgericht hat heute Medienberichten zufolge den Plänen der Telekom, ihre DSL-Flatrates nach dem Erreichen einer bestimmten Datenmenge zu drosseln, einen Dämpfer verpasst. Das Gericht erklärte eine entsprechende Klausel in den Festnetz-Verträgen der Telekom für unzulässig.

Gut so. Dass die Telekom Power-User stärker zur Kasse bitten will als Durchschnitts-Surfer, ist ja durchaus verständlich. Dann darf sie dies aber bitte nicht unter der Mogelpackung „Flatrate“ verkaufen.

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Etwas mehr als zwei Wochen ist die deutsche Huffington Post nun im Netz. Und mit ihr ein schon im Vorfeld vieldiskutiertes Geschäftsmodell: Die Huffpo hat zwar eine 15-köpfige Redaktion, die ein paar News beispielsweise von dpa oder Spiegel Online übernimmt, darüber hinaus (sollen) die Beiträge vor allem von Bloggern kommen, die dafür aber nicht bezahlt werden. Das ist ungewöhnlich, aber nicht ganz neu, denn gerade der Generation Praktikum dürfte dieses Modell vertraut sein. Neu ist es allenfalls für den hinter der deutschen Huffpo stehenden Burda-Verlag, der bisher eher nicht zu den Protagonisten der Gratis-Kultur im Netz gehört hatte. Wobei die Huffpo das Modell kreativ weiterentwickelt: Die Autoren bekommen nämlich nicht nichts, sondern weniger, denn sie treten sämtliche Rechte an ihren Texten ab (also auch für eine zukünftige Verwertung), dürfen aber im Gegenzug die Haftung ganz behalten. Und sie kriegen natürlich jede Menge Ruhm und Ehre ab, "Reichweite" für ihre eigenen Blogs. Wofür sie vorerst nicht einmal was bezahlen müssen.

Dass dieses Modell bei den Bloggern, die mit an Bord sind, auf begeisterte Zustimmung stößt, versteht sich:

Nachrichten und Informationsgewinn durch „Schreiben darf fast jeder", denn hier liegt doch der echte Mehrwert für die Leserschaft, das Geniale an dem System Huffington Post. Ist das nicht auch ein Stück gelebte Demokratie? Die Vorteile liegen ganz klar auf der Hand - dem Smartphone, Tablet oder iPad. Zeitung wo man möchte, wann man möchte....haben wir nicht alle seit Jahren darauf gewartet?
Volker Müller, Social Media PR Manager - Quelle

Jetzt fragt man sich natürlich, warum dieser Social Media PR Manager darauf seit Jahren wartet und nicht einfach mal die Online-Ausgaben von Spiegel, Zeit, Bild oder SZ aufgerufen hat – ich habe gerüchteweise gehört, es soll hunderte solcher Seiten geben. Antwort: Weil hier das Wesentliche gefehlt hat, der Mehrwert für den Leser, der aber seltsamerweise nicht in einem besonderen Inhalt bestehen soll ("Deutschlands beste Augenärzte"), sondern offenbar darin, wer ihn schreibt: "Fast jeder". Es ist dieses behagliche Gefühl beim Lesen: "So hätt' ich's auch gekonnt." Leider genial. Da kann einem schon der Gaul der Begeisterung durchgehen:

Kinder und Erwachsene, Menschen wie Du und Ich, können jetzt aktiv eine Zeitung mitgestalten … muss man Möglichkeiten, die man vor Jahren nicht hatte, denn wirklich in Geld umrechnen? … Wir leben real, bewegen und kommunizieren online, haben virtuelle Freunde, die wir nie gesehen haben, bestellen Sachen, die wir nicht kennen und nun haben wir auch eine große Online Zeitung! 

So ist sie die Generation H: Sie ist nicht tot, bestellt unbekannte Sachen (wie wäre es mal mit einem Kilo Biberwachs?), lebt von Möglichkeiten, kann nicht rechnen und spart sich dafür das eine oder andere Satzzeichen.  

Damit hat die Huffpo schon angedeutet, wie wir uns die weitere Umsetzung des Modells H vorzustellen haben. Und gleich in der ersten Woche hat sie für einen Moment Einblick in ihre Erfolgsgeheimnisse gewährt. In dem Huffpo-Beitrag "Regeln für Blogs mit Perspektive" hat Andreas Herzog –  "Online Entdecker. Offline Aufklärer. Socialmediaherzog." – uns Normalbloggern erklärt, wie Bloggen auf Level H geht: "Eine saubere Rechtschreibung und ein guter Schreibstil sorgen dafür, dass Leser sich im Blog wohl fühlen (sic!) und mehr als nur die ersten Worte lesen."

Nicht neu, aber trotzdem wahr. Daher passen auch etwas schräge Satzgebilde: "Gerade als Unternehmen dient ein Blog mit seinen Artikeln der Imagebildung." (Ein Blog jetzt auch als GmbH?) Auch Stilblüten muss man nicht scheuen: "Ein Trend, der wiedergibt, was sich viele innerlich schon die ganze Zeit wünschen." Schließlich gehört zu einem H-Blogerlebnis auch ein kreativer Umgang mit Grammatik: mit einem Blog habe man, so Herzog, "langfristigen Einfluss über seine Beiträge".  

So also ist es gemeint: "Kinder und Erwachsene, Menschen wie Du und Ich, können jetzt aktiv eine Zeitung mitgestalten" – Generation H at work. Aber dass Burda dafür kein Geld rausrückt, ist auch klar. 

Meine Lieblingsgrafik aus der ersten Woche der Huffpo passt perfekt zu diesem Konzept; sie gehört in die Rubrik H-Physik und hat bei mir den Titel  "Gas ist auch nur Strom":

Quelle

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Die Tage war ich mit dem CEO des weltweit führenden Anbieters für Open-Source-Unternehmenslösungen auf Pressetour, diesmal in der Schweiz. Die Redaktionen interessierten sich dabei immer wieder für den Nutzen von Open Source für Enterprises und welche Argumente wie zu gewichten beziehungsweise einzuschätzen seien. Grund genug auch für uns, die wir seit Jahren Kunden in diesem Bereich betreuen, die wichtigsten Punkte festzuhalten:

Kosten reduzieren: Wenn sich Unternehmen zum ersten Mal mit Open Source intensiver beschäftigen, steht dieses Argument zumeist an oberster Stelle. Neben den Hardware- und Lizenzkosten – letztere entfallen bei Open Source Software – sollten aber auch die Verwaltungs- und Wartungskosten mitbedacht werden. 

Sind Unternehmen bereits mit dem Thema enger vertraut, so zeigt die Erfahrung, dass andere Argumente prominenter in den Vordergrund rücken:

Offene Standards und Community: Offene Standards, offene Schnittstellen und die Tatsache, dass viele Entwickler über Communities an einer Software mitarbeiten, führen dazu, dass sie am Ende sehr leistungsfähig, im Sinne von ausfallsicher und skalierbar, aber auch sicher im klassischen Sinne wird: denn viele Augen sehen viel! Kriterien, die für den Unternehmenseinsatz oder auch für einen Anbieter-Wechsel – von proprietärer zu offener Software – wichtig sind.

Vendor-Lock-In: Open Source hilft durch die erwähnten offenen Standards und offenen Schnittstellen, dem berüchtigten Vendor-Lock-In vorzubeugen. Unternehmen machen sich damit unabhängig von einzelnen IT-Anbietern.

Kurze Innovationszyklen: Die in den Communities vorherrschenden Innovationszyklen sind für gewöhnlich kurz. Aktuelle Trendthemen wie Big Data, Virtualisierung, Cloud oder Mobility werden damit auch maßgeblich von Open Source vorangetrieben.

Somit profitieren Unternehmen: Von vergleichsweise niedrigen TCO (Total Cost of Ownership), offenen Standards/Schnittstellen, hoher Leistungsfähigkeit, Sicherheit und einer Anbieter-Unabhängigkeit.

Zu diesem Thema haben wir auch ein Video gemacht. Wer lieber Bewegtbild mag:

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NSA, Tempora, Prism – die Empörungswelle über massenhafte geheimdienstliche Datenschnüffelei ist sehr schnell wieder abgeebbt, frei nach Sascha Lobo: „Es ist nicht so schlimm, wenn der Staat online mitliest - solange die Nachbarn nichts erfahren.“ Dabei wächst das Datenaufkommen stetig und mit großer Geschwindigkeit; gleichzeitig werden die Möglichkeiten für NSA und Co. immer umfangreicher. 

Wie die ZEIT kürzlich eindrucksvoll deutlich machte, geht es dabei jedoch längst nicht nur um E-Mails, Facebook und Co. Unternehmen entwickeln zunehmend Produkte, welche die informationelle Selbstbestimmung in zunehmendem Maße einschränken könnten. Diese basieren im Wesentlichen auf drei Faktoren: der flächendeckenden Internetanbindung, dem neuen Internetprotokoll IPv6 (das es ermöglicht, unzählige Geräte im Netz zu unterscheiden) sowie dem leichtsinnigen Auslagern von Daten in die Cloud. Ein paar Beispiele: 

  • Smarte Stromzähler („Smart Meter“) registrieren nicht nur den Energiebedarf von Haushalten im Sekundentakt. Wissenschaftler der FH Münster konnten sogar herauslesen, welche Geräte in einem Haushalt genutzt wurden oder welches Video im Wohnzimmer lief.
     
  • Sender können heute bei vielen Smart TVs die Programmwahl des Konsumenten nachvollziehen und so unser TV-Verhalten für eigene Zwecke analysieren.
     
  • Die Spielekonsole Xbox One kann mit ihrer Kamera nicht nur Gesichtsausdrücke unterscheiden, sondern auch feststellen, wie viele Personen sich auf Ihrem Sofa befinden – nicht nur dann, wenn Sie gerade aktiv spielen. Die Konsole erkennt also nicht nur, wie Sie drauf sind, sondern auch, ob Sie Besuch haben.
     
  • Hochauflösende Digitalkameras in Smartphones schießen nicht nur Fotos. Kommerzielle Fotoprogramme erkennen Gesichter heute sehr treffsicher und die Menge verschlagworteter Bilder im Netz wächst. Wenn hierbei noch Koordinaten und Zeitstempel mit dem Foto verknüpft sind, wissen mehr Leute, als Ihnen lieb ist, wo Sie sich wann mit wem aufgehalten haben.
     

Klingt wie Science Fiction? Ist es aber nicht. Niemand wird sich der massenhaften Datensammlung und -verarbeitung auf Dauer entziehen können. Wird diese als notwendiges Übel in einer modernen, innovativen Gesellschaft angesehen? Oder machen Konsumenten deutlich, dass die Privatsphäre ein zu hohes Gut ist, um basierend auf kommerziellen Interessen immer weiter ins Hintertreffen zu geraten?

Der Fall Google Street View hat gezeigt, dass sich Bürger wirksam wehren können, wenn sie ihre Rechte auf Privatheit zu sehr eingeschränkt sehen – auch gegenüber Großkonzernen. Diese selbstbewusste Haltung und die Sensibilität in Bezug auf die negativen Folgen technologischer Neuheiten sollte Bestand haben. Denn schon Konfuzius wusste: „Wer nicht an die Zukunft denkt, wird bald Sorgen haben.“

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