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Online-PR https://de.wikipedia.org/wiki/Online-PR wird oftmals nur als die Erweiterung der klassischen Pressearbeit im Internet betrachtet. Kein Zweifel, die direkte Kommunikation mit Journalisten ist nach wie vor sehr wichtig in der PR, um ein positives Medienecho zu erzielen und somit die Bekanntheit eines Unternehmens, einer Marke oder eines Produkts zu erhöhen. Online-PR jedoch bietet viele weitere Möglichkeiten, die Zielgruppen vor allem schnell zu erreichen – also nicht nur Journalisten, sondern auch andere Multiplikatoren – dank der vielen Facetten von Social Media. Egal ob Twitter, Foren, Blogs, Communities oder andere Plattformen zum Teilen von News, Bildern, Dokumenten und Meinungen, diese Dienste ziehen viele Nutzer an. Der Mehrwert für die PR ist damit klar. Hier besteht die Möglichkeit, laufende Diskussionen mitzugestalten, Blogkommentare und Forenbeiträge zu verfassen oder Facebook-Fans zu gewinnen. Wichtig ist jedoch auch hier die Spielregeln zu kennen und zu achten. Es ist nicht damit getan, ein Profil zu erstellen und einmal zu twittern. Kontinuität ist das Zauberwort. Wie bei allen Social-Media-Aktivitäten muss man ständig "am Ball bleiben" und Beziehungsarbeit leisten, das erfordert viel Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit.

Also alles anders bei Online-PR? Nein, Online- und Offline-PR können, besser sollten, sich gegenseitig ergänzen. Und wenn alle Kanäle gut und effektiv genutzt werden, erreicht das Unternehmen damit eine umfassende Aufmerksamkeit. Auch in der Online-PR sind die Regeln der klassischen, analogen PR gültig: Journalisten wünschen sich zielgruppenrelevante, leicht verständliche, vollständige und doch kompakte Informationen. Unwichtiges und Unpassendes wird schnell aussortiert und landet im digitalen Mülleimer. Für beides gilt also: Wenn eine "News" keine ist oder ein Produkt nicht überzeugt, kann auch die professionellste PR kaum helfen.

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Derzeit schießen sie wieder aus allen Rohren, die Peter Piskiis und Stephan Zubarevs, die einem herrenlose Festgeldkonten, unschlagbare Kredite oder die Zusammenarbeit mit großen Firmen andienen möchten. 

Nun bestechen die Angebote, die niemand braucht oder will, ja allerdings eher durch ihren Unterhaltungswert als ihre Ernsthaftigkeit – darauf reinfallen dürfte auf die in gebrochener, teils völlig unverständlicher Sprache verfassten Anschreiben hingegen kaum jemand mehr. 

Perfider sind da die E-Mails und Websites, die den echten Anschreiben und Seiten von Amazon, Paypal & Co. täuschend ähnlich sehen und mittels derer versucht wird, an sensible Daten wie Passwörter oder PINs zu gelangen. 

Da falle ich doch nicht drauf rein, werden sich die meisten jetzt denken. Wirklich nicht? 

Einen kleinen Selbsttest bietet der Phishing-Test von SonicWall. Und wie hoch ist Ihr Phishing-IQ so?

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Heute ist wieder lustiger Freitag, und damit Zeit für eine dieser abgefahrenen, verrückten Geschichten aus der Welt zwischen Web, IT und Sonstiges. Die eingeschworenen Fans unseres Blogs wissen, was nun kommt: Genau! Es geht endlich wieder mal um Wissenschaft.

Heute im Zentrum unserer Aufmerksamkeit: das Thema Fintechs. Wir erinnern uns, das sind diese coolen Start-ups, die wahnsinnig coole Sachen mit Internet und Finanzen machen. Die haben ja vor ein paar Jahren versprochen, dass sie jetzt die Banken aus dem Markt hinausfegen, und wenn man davon in der echten Welt nicht viel merkt, dann liegt das natürlich an den schlappen Kunden – Motto: Tolles Geschäftsmodell, aber die Kunden begreifen es einfach nicht. Aber darum geht's eigentlich gar nicht, was wollten wir? Ach ja: Wissenschaft.

Die Wissenschaft hat nämlich jetzt eine Studie zu Fintechs gemacht.

Mit Smartphone-Apps, Webdiensten, Crowd-Plattformen und Programmierschnittstellen soll die staubige Finanzwelt "disruptiert" werden. Die Bundesregierung sieht offenbar großes Potenzial für den Wirtschaftsstandort Deutschland in diesen Firmen: Einer aktuellen Studie im Auftrag des Finanzministeriums zufolge könnten sie bis 2035 ein Marktvolumen von 148 Milliarden Euro erreichen. Aktuell beliefe sich das noch auf 2 Milliarden Euro.

Quelle: Heise Online

Na, zu viel versprochen? Also wenn das nicht zum Schmunzeln herausfordert, weiß ich's auch nicht. Mutig blickt die Wissenschaft (zwei echte Professoren) in die Zukunft, 20 Jahre voraus bis 2035, sie rechnet und multipliziert, bringt einen echten Faktor in Anschlag ("Hierbei wird der potenziell adressierbare Markt zunächst mit der potenziellen Marktdurchdringung und anschließend zusätzlich mit einem Faktor multipliziert" – ja, ich hab mir die Studie tatsächlich vollumfänglich reingezogen!) und kommt schließlich auf einen exakten Wert: nicht etwas wie "ungefähr 150 Milliarden Euro", wie das vielleicht der Laie meinen würde, sondern richtig genaue, exakte Milliarden.

Da könnte man nun dahinphilosophieren über die Unwägbarkeiten des Konzepts Zukunft; man könnte 20 Jahre zurückdenken und sich ausdenken, auf welche Werte damals wohl so eine Marktprognose für … ja was nehmen wir? …vielleicht für Netscape, den Telefax-Markt oder den der Analogfotografie gekommen wäre; man könnte sogar sagen, kein Mensch wisse, ob's in 20 Jahren überhaupt noch einen Euro gibt; was die Chinesen dazu sagen oder man könnte einfach anführen, dass exakte Prognosen ausgerechnet für eine Branche, die doch selber behauptet, dass alles hyperschnelllebig und total "disruptiv" sei und sie selber sowieso, irgendwie … ach was, geschenkt. Denn nun – Achtung! – nun wird's richtig vollspaßig:

Zum Gutachten aus dem Ministerium ist noch anzumerken, dass die eingangs erwähnten 148 Milliarden Euro Marktvolumen im Jahr 2035 nur das Basisszenario der Prognose bilden. Das optimistische Szenario geht sogar von 847 Milliarden Euro aus, das pessimistische hingegen nur von 5 Milliarden.

Echt wahr. Steht so da, und Heise Online hat nicht geflunkert, es steht so (aufgedröselt nach Fintech-Segmenten) auch in der Studie. Mir haben wieder diese 847 Milliarden gefallen, weil sie so schön konsequent sind: nein, nicht ungefähr 850 sondern genau 847. Wobei, die eine oder andre Kommastelle wäre schon nett gewesen, vor allem bei den doch recht schlichten 5 Milliarden.

Aber der Brummer ist natürlich die Spannweite dieser Prognose: kann 5 sein, kann aber auch 847 sein (ich biete 873!, höre ich 900 …?). Laut Taschenrechner das 169-Fache! Im Klartext: die Damen und Herren aus der Wissenschaft haben keinen blassen Dunst! Aber das, das können sie genau ausmultiplizieren, nennen es Prognose und schreiben eine Studie. Und über das WM-Orakel von Goldfisch Zaki hat man gespottet, aber der hatte natürlich kein vierseitiges Literaturverzeichnis, war also wissenschaftlich voll danebengelegen.

Na, hab ich zu viel versprochen? War das eine abgefahrene Geschichte oder doch? 

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Die Digitalisierung verändert unsere Welt in rasendem Tempo, manchmal innerhalb von nur acht (8!) Tagen:

Quellen:

heise online vom 14.11.16
heise online vom 22.11.16

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Gerade als Studienabgänger ist die Arbeitswelt im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Welt. Es scheint, als würde man die nicht allzu entfernte Welt der Wissenschaft hinter sich lassen, um voller Tatendrang zu einer neuen zu reisen. Die Landung ist jedoch härter als vermutet – nahezu alles ist neu und anders. Man fühlt sich zurückversetzt in die ersten Vorlesungen an der Universität. Die Gebäude erscheinen wie Irrgärten und die Inhalte bestehen aus Wörtern, die man nicht kennt. Plötzlich steht man wieder am Anfang und ist umgeben von fremden Begrifflichkeiten und Themenbereichen. Ein Pluspunkt: In den neuen, schönen Büroräumen von PR-COM kann man sich nicht verlaufen. Schnell zeigt sich, dass eine neue Lebensphase beginnt.

In der Arbeitswelt entfällt die Selbstorganisation des Lebens weitestgehend. Die Struktur ist vorgegeben. Den stark variierenden studentischen Feierabend, der von mittags bis nachts reichte, gibt es nicht mehr. Als Student sind Arbeitstage immer und nie. Jetzt jedoch wird das Wochenende heilig gesprochen. Die Art des Arbeitens ändert sich ebenfalls. Neben einer Flutwelle von E-Mails ist man mit vielen und vielfältigsten Aufgaben gleichzeitig konfrontiert. Man verliert leicht und häufig den Überblick. Als ehrgeizigen und engagierten Berufseinsteiger kann einen zeitweise Panik überkommen. Durch tiefes Ein- und Ausatmen klärt sich die Sicht aber schnell wieder. Für Wichtigkeit und Dringlichkeit muss man erst ein Gespür entwickeln. Ebenso für die neuen Kolleginnen und Kollegen. Die enge Zusammenarbeit ist noch ungewohnt. Der studentische Einzelkämpfer muss an der Garderobe abgegeben werden. Das schöne daran ist, dass man jederzeit um Rat fragen kann und überall auf ein offenes Ohr trifft. Neu ist auch, dass drei Sprachen gleichzeitig gesprochen werden – Deutsch, Englisch und die eigene Sprache der PR-Welt. Diese werden vermischt und im Wechsel benutzt. Die Grenzen sind fließend. Die neuen Vokabeln der eigenen PR-Sprache klingen zunächst fremd – Pitch, Pipeline, Page Impressions –, werden aber schnell vertraut. Es wird nicht lange dauern, bis sie in den eigenen Sprachgebrauch übergehen.

Der Culture Clash verstärkt sich, wenn man in der PR-Welt das großflächige, vielfältige und schnelllebige Land der ITK bereist. Wie bei jeder Reise ist eine Portion Neugierde und ein offener Blick wichtig. Unter dieser Voraussetzung lernt man neue Denk- und Sichtweisen kennen. Schnell staunt man über alle Erkenntnisse, die man sammelt. Sogar unheimliche Akronyme wie IoT, DDoS oder SDE gehören mit der Zeit zum Alltag und jagen einem keinen Schrecken mehr ein. Der anfängliche Hürdenlauf entpuppt sich als eine spannende Reise zu den Grenzen des eigenen Horizonts – und darüber hinaus. Und ja, Hürdenläufe sind anstrengend. Doch wie heißt es so schön: Ohne Fleiß kein Preis.

Die ersten Reisewochen in die Arbeitswelt bestätigen, dass das Reiseziel richtig gewählt ist. Die mannigfaltige Welt der Public Relations vermittelt erstaunlich schnell, wie Erfolg durch professionelle Kommunikation beeinflusst werden kann. Ich freue mich auf tiefere Einblicke und ein besseres Verständnis mit fortschreitender Reisezeit.

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Da sag noch einmal einer, dass durch den zunehmenden IT-Einsatz in allen Bereichen nur Arbeitsplätze wegrationalisiert werden – dass IT auch aktiv Arbeitsplätze – was sag ich, ganz neue Arbeitsfelder – schaffen kann, zeigt sich gerade mal wieder:

Kaum hat sich das Grundverständnis darüber, was die Aufgaben eines CISO (also eines Chief Information Security Officers) im Unternehmen alles umfasst einem ziemlich allgemeinen Konsens genähert, zeichnet sich ein neues Berufsfeld ab: der ISO hat nun Saison, wie eben auf dem IT-Gipfel der Bundesregierung ausgerufen. Was das ist, fragen Sie sich? Klingt nach dem allseits bekannten Industrie-Standard der Internationalen Organisation für Normung, was wohl nicht so ganz zufällig ist. Doch in diesem Fall geht es um den Industrial Security Officer, ein neuer Aufgabebereich im Unternehmen, der angesichts der wachsenden Bedeutung von IoT und Industrie 4.0 quasi unumgänglich ist. Neue Technologien erfordern nun mal mehr als die rein technische Umsetzung, dazu gehört ebenso eine angepasste Gesetzgebung und umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen innerhalb einer Organisation. Durch den ISO – also jetzt nicht den Industrie-Standard, sondern den „Sicherheitsbeauftragten“, was aber längst nicht so dynamisch und IT-affin klingt – soll schlicht vermieden werden, dass diese Position mit zentraler Bedeutung von mehreren Mitarbeitern mal eben so nebenbei mit erledigt wird – viele Köche verderben ja bekanntlich den Brei. Angesichts breiter Gesetzeslücken und zahlreicher Sicherheitsmängel bei IoT-Anwendungen ist schließlich noch viel zu tun. Ob mit dem neuen Namen dann auch gleich deren Lösung in Aussicht steht, bleibt abzuwarten. Für Gesprächsstoff sorgt das neue Berufsfeld allemal, und das sicher nicht nur bei der Begriffsklärung.

Dass Industrie 4.0 kein Gedankenspiel mehr ist, zeigt übrigens ganz eindrucksvoll eine Landkarte mit Praxisbeispielen, die Smart-Factory-Anwendungen ebenso umfasst wie Service- und Logistik-Lösungen, Predictive Maintenance bei Industrie-Anlagen oder den Einsatz bei der Vernetzung von Maschinen, Feldern und Fahrern in der Landwirtschaft.

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Es bleibt dabei. Die alte Redaktions-Weisheit, dass die Wirklichkeit die besten Geschichten schreibt, gilt auch im digitalen Zeitalter.

Was ist passiert? Neulich haben wir für einen Artikel zum Thema "Internet der Dinge" (also IoT) ein paar "Gefahren" gebraucht: Was kann alles passieren im IoT, wenn man die Sicherheit nicht gebührend berücksichtigt. Allerlei: Maschinen können ausfallen, Aufzüge steckenbleiben, Autos verunfallen, Turbinen falsche Leistungsdaten übermitteln. Klar, überall wo Sensoren und Aktoren drin stecken, stecken auch Risiken drin. Aber ganz ehrlich, so richtig abgefahren waren diese Szenarien alle nicht. Kein Wow-Effekt. Und der IoT-Kühlschrank, der statt Bier Milch nachbestellt … nein, so richtig abgefahren ist anders. Wie so oft kam die eingangs angesprochene Wirklichkeit zu Hilfe, diesmal in Gestalt einer interkontinentalen Forschergruppe, über die auf heise.de berichtet wurde:

Das Internet der Dinge (IoT) sorgt mal wieder für eine skurrile Sicherheitslücke: Diesmal haben Forscher einen Wurm programmiert, der von einer Philips-Hue-Birne zur anderen springt und diese mit bösartiger Firmware bespielt.

Eine Forschergruppe aus Israel und Kanada hat einen Angriff auf smarte Philips-Glühbirnen vorgestellt […] Eine infizierte Glühlampe hackt drahtlos benachbarte Birnen und verbreitet auf diesem Weg einen Firmware-Wurm der die Lampen wild flackern lässt oder sie zerstört – potenziell könnte sich der Schadcode so über eine ganze Stadt ausbreiten und alle smarten Glühbirnen übernehmen. Je mehr Birnen sich dicht beieinander befinden, desto schneller verbreitet sich der Wurm. In ihren Versuchen gelang es den Forschern smarte Lampen sowohl im Vorbeifahren mit dem Auto als auch im Vorbeiflug mit einer Drohne zu infizieren.

Eine Drohne, die am Fenster vorbeifliegt und das Licht ausmacht. Wie abgefahren ist das denn? Und was passiert eigentlich, wenn die Drohne vorbeifliegt und man schnell das Licht ausmacht? Das Internet der Dinge hat schon auch einen gewissen Unterhaltungsfaktor.

Also, was heißt da Sicherheitslücke? Das "Starter-Kit Philips Hue" inklusive Bridge im 3-er-Set mit 16 Millionen Farben, App-gesteuert – gibt es diese Woche im Sonderangebot für schlappe 139 Euro, mit anderen Worten: Geschenkt! Gleich bestellen! Sie sparen 56,96 Euro – Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch den Philips-Hue-Bewegungssensor und außerdem – und nun wird's richtig abgefahren, weil wir nun auch voll in die Lücken von Big Data hineinschliddern: "Pampers Baby Dry Windeln, Monatspackung, Größe 4 (Maxi), 8-16 kg, (1 x 174 Windeln)". Echt, steht da so. Wer denkt sich denn so was aus? Das kann wieder mal nur die Digitalisierung gewesen sein.

Und man mag sich nicht ausdenken, was die Drohnen mit den Windeln machen … wo bleibt die Forschung?

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Wer in den letzten Wochen die Mediennachrichten ein wenig verfolgt hat, wird sich vielleicht auch gefragt haben: Hatten wir das nicht schon mal? Doch! Und nun ist es wieder in aller Munde, dieses zähe Wort „L-e-i-s-t-u-n-g-s-s-c-h-u-t-z-r-e-c-h-t“, oder einfach nur LSR.

Vor drei Jahren schwirrte der Begriff schon einmal durch die deutsche Medienlandschaft. Um was es dabei ging, ist schnell zusammengefasst: Der deutsche Gesetzgeber wollte die Online-Erzeugnisse von Verlagen schützen, indem er Suchmaschinen dazu verdonnert, für Textvorschauen auf Verlagsinhalte – sogenannte „Snippets“ – zu bezahlen. Die Sinnhaftigkeit des Vorhabens wurde schon zum Zeitpunkt der Verabschiedung des Gesetzes angezweifelt, mein Kollege Rainer Doh hat dazu auch einen sehr erhellenden Beitrag auf unserem Blog geschrieben.

Mittlerweile ist klar, dass das LSR in Deutschland kolossal gescheitert ist. Google, denn um den Internet-Giganten ging es in erster Linie, hatte schon vor Inkrafttreten des Gesetzes mit den meisten Verlagen eine Übereinkunft getroffen, dass Kurzvorschauen auf Artikel und Nachrichten auch weiterhin kostenlos auf Google News gelistet werden dürfen. Bis heute hat das Unternehmen nicht einen Cent an die Verlage abgeführt. Auch Gerichtsprozesse zur Durchsetzung des LSR, angestrebt von Verlegerseite, blieben bisher eher erfolglos.

Wie sinnvoll ist es also, ein Gesetz, das schon auf Länderebene an die Wand gefahren ist, auch EU-weit durchzuboxen (sogar noch in verschärfter Form)? In den Augen des baldigen Ex-EU-Digital-Kommissars Günther Oettinger ist das mehr als sinnvoll, ja es ist sogar eine unabdingbare Notwendigkeit. In einem kürzlichen Vorstoß plädierte er im Schulterschluss mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und mit einer selten gesehenen Vehemenz für ein EU-LSR. Berechtigte Einwände wischt er konsequent weg. Selbst die Kritik vieler Online-Redaktionen (darunter Zeit Online, Spiegel Online und weitere große Namen), die argumentieren, dass ein Großteil der Leser über Google zu ihren Inhalten findet, ficht ihn nicht an. Für Oettinger ist die Sache klar:

Die Zahlen von Zeitungen, die kennen Verleger. Und Chefredakteure eingeschränkt. Also ich wüsste jetzt nicht einen Chefredakteur, der Einnahmen/Ausgaben jeden Tag misst. Das ist nicht sein Job. Sein Job ist der Content.“ (Quelle: Deutschlandfunk vom 22.10.2016)

Dass gerade die Chefs von Online-Plattformen ihre Zahlen ganz genau kennen sollten, um die Inhalte entsprechend darauf abzustimmen, das scheint dem Kommissar zu entgehen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht, zumal der Posten des EU-Kommissars für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft demnächst neu vergeben wird. Oettinger übernimmt dann das Ressort Finanzplanung und Haushalt – ein Bereich, für den dem Schwaben ausnahmsweise niemand die Kompetenz abspricht.

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PR-COM zieht demnächst um. Die Vorarbeiten sind schon in vollem Gange. Ein Umzug ist eine gute Gelegenheit, sich von alten Sachen zu trennen und verstaubte On-Premise-Archive aufzulösen. Dabei kommt dann auch der eine oder andere Gruß aus der Vergangenheit zu Tage – ehedem Eckpfeiler der IT- beziehungsweise Wirtschaftsmedien, heute so gut wie vergessen.

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Ein Leben ohne Social Media? Kaum mehr vorstellbar. Auch Unternehmen haben die Bedeutung von Social-Media-Kanälen für die interne und externe Kommunikation längst erkannt und in Ihre Unternehmenskommunikation integriert – viele leider ohne konkrete Strategie. Deswegen holen sich einige Unternehmen einen erfahrenen Partner ins Boot, um in die Social-Media-See zu stechen, während andere einen überstürzten Kopfsprung in unbekannte Gewässer wagen.

Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, die Unternehmen bei der Umsetzung einer erfolgreichen Social-Media-Strategie beachten sollten.

1. Where’s the beef?

Wie überall gilt auch im Web 2.0: Wenn du nichts zu sagen hast, dann sag lieber nichts. Gerade in Sozialen Netzwerken kann das weitreichende Folgen haben: Wer nichts Spannendes zu erzählen hat, wird schnell abgestraft. Das „Entfolgen“-Knöpfchen ist halt doch noch ein wenig schneller und anonymer gedrückt als eine „Unsubscribe“-Mail.

2. Was wollen wir heute twittern?

In der internen und externen Kommunikation sind lange Freigabe- und Abstimmungsprozesse häufig an der Tagesordnung. Doch um an tagesaktuellen Branchendiskussionen in Sozialen Netzwerken teilzunehmen, bleibt dafür nicht viel Zeit. Umso wichtiger ist es, die Aktivitäten im Vorfeld so detailliert wie möglich abzustimmen. Dürfen Artikel von Wettbewerbern geteilt werden? In welchem Bereich will sich das Unternehmen positionieren? Nach dieser Planung sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern bzw. der beauftragten Agentur soweit vertrauen, dass keine weitere Abstimmung mehr nötig ist. Denn Hand aufs Herz: wie aktuell kann ein Tweet sein, der einen Monat im Voraus abgestimmt wurde?

3. Vertrauen ist gut – Kontrolle aber auch

Eine aussagekräftige Erfolgsmessung in Sozialen Netzwerken allein über die Anzahl der Follower ist nicht ausreichend. Viel wichtiger sind Retweets, Likes und Kommentare, denn den Algorithmen von Google und Facebook ist unsere Follower-Zahl herzlich egal. Im Netz stehen zahlreiche (auch kostenfreie) Tools zur Verfügung, um den Erfolg in Social-Media-Kanälen zu messen. Ein Klick lohnt sich.

4. Aktion – Reaktion

Die Aktivität auf Social-Media-Plattformen darf sich nicht allein auf das Posten von interessanten Meldungen beschränken, vielmehr müssen Unternehmen sich aktiv vernetzen und Kontakte pflegen. Darüber hinaus ist eine schnelle Reaktionszeit entscheidend: Kommentare oder Kritik sollten nicht zu lange unbearbeitet bleiben – egal ob Lob oder Shitstorm-Flut.   

5. Drama, Baby!

Eine Sache bereitet vielen Unternehmen großes Kopfzerbrechen: Soziale Netzwerke brauchen Emotionen. Kommentare, über die wir unsere Köpfe schütteln; Videos, die uns zum Lachen bringen; Artikel, die uns nachdenklich machen. Natürlich eignen sich auch weniger emotionale Inhalte, dennoch gilt: Im Web 2.0 darf man sich ruhig auch einmal etwas trauen!

Abschließend lässt sich festhalten: Ein erfolgreicher Social-Media-Kanal erfordert ebenso viel Planung, Aufwand und Zeit wie die Umsetzung klassischer PR-Instrumente. Deswegen: Machen Sie #socialmedia. Aber nehmen Sie sich Zeit dafür!

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Eines gilt auch in der digitalen Welt: Die Wirklichkeit schreibt die besten Geschichten. Und die besten Stellenanzeigen.

Lass dich nicht von der Idee abschrecken, dass sich bei BUX alles um die Finanzmärkte dreht: In unserem Team können nur die wenigsten Erfahrungen im Banken- oder Investitionswesen vorweisen. Ehrlich gesagt hatten die meisten von uns keinen blassen Schimmer von Finanzmärkten, bevor sie anfingen für BUX zu arbeiten. Die Mehrheit des Teams kombiniert Kenntnisse über kreatives Marketing, Journalismus, Design, Tech, Social Media und Gaming. Wir bei BUX haben einen starken Unternehmensgeist und sind fest entschlossen die Finanzwelt auf den Kopf zu stellen. Und für dieses ambitionierte Vorhaben suchen wir einen: …

Quelle:  "Arbeite für BUX!"

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Überzeugendes aus der Welt des Marketings.

Und so kommt es, dass wohl manch ein überlegenes Geschäftsmodell an der puren Ignoranz der Nachfrage gescheitert ist. (Quelle: http://stryber.com/fintech-chance-und-bedrohung-fuer-bank)

 

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Wir leben heute in der modernen sogenannten Informationsgesellschaft. Jeder ist vernetzt, up-to-date, ständig und topaktuell informiert. Immer und überall wird das Handy gezückt, sei es um die Wartezeit in der U-Bahn oder im Bus zu überbrücken oder aus bloßer Neugier zwischendurch, was es Neues in der Welt gibt. Auf die Spitze gebracht wurde der Konsum von Informationen unter anderem in der Nacht des Amoklaufs in München. Leute saßen fieberhaft vor Radio und Fernseher, riefen im 5-Minuten-Takt News auf Handy und Laptop auf, um in Echtzeit Informationen aus den Medien aufzusaugen. Dass die Gesellschaft dabei umso mehr in Panik verfiel aufgrund von Spekulationen, Gerüchten, Falschinformationen und sogar neuen Drohungen von Trittbrettfahrern in Sozialen Netzwerken wie Facebook, während sie nach der beruhigenden Entwarnungsnachricht gierte, ist dabei einer der negativen Effekte.

Es kommen Fragen auf, ob die digitalen Medien – sei es Fernsehen, Tageszeitungen oder eben die Sozialen Netzwerke – erst die Plattform schaffen, um Terroristen und Amokläufern ihr erwünschtes Sprachrohr zu bieten und ihnen die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die sie durch ihre Taten ja im Grunde erzielen möchten. Fragen werden laut, ob es in der heutigen Zeit nicht mehr Richtlinien oder Schranken für die digitalen Medien geben müsste. Klar gibt es theoretisch Grenzen für Meinungsäußerungen über Soziale Plattformen und es gibt Maßnahmen im Falle der Übertretung solcher Grenzen, wie zum Beispiel die Löschung und Ahndung menschenverachtender Posts auf Facebook etc., doch können verborgene oder unterschwellige Propaganda und Hetzreden oft nicht wirklich juristisch verfolgt werden. Die Gesellschaft muss also versuchen, selbst die Grenzen zu ziehen und nicht zuzulassen, dass dem „Hate Speech“ und irrationalen und herabwürdigenden Äußerungen im Internet Beachtung geschenkt oder Raum gegeben wird.

Zeitungen wie Le Monde haben sich in der Konsequenz dazu entschlossen, keine Fotos von Terroristen mehr zu publizieren, um einer Strategie des Hasses zu widerstehen und die Terroristen posthum nicht auch noch zu glorifizieren. Doch gibt es auch eine Schattenseite dieser – angesichts der Umstände durchaus verständlichen – Reaktion. Im Endeffekt negieren wir unsere freiheitlichen Wertvorstellungen mit einer Selbstzensur: wir beschneiden uns selbst in einem unserer modernen Menschengrundrechte, nämlich dem auf freie Meinungsäußerung. Wenn die großen, seriösen Medien nicht mehr allumfassend berichten und Details weglassen, um die Gesellschaft zu schützen, heißt das nicht, dass die Themen weniger brisant werden: Menschen werden sich über andere Quellen – derer es im 21. Jahrhundert zur Genüge gibt – genau die Informationen beschaffen, die sie gerne hätten. Die Gesellschaft braucht auch in Zukunft eine fundierte journalistische Berichterstattung ohne Wenn und Aber, um einen vernünftigen Gegenpol zu anderen digitalen Plattformen zu bilden und damit jedem Einzelnen die Möglichkeit zu geben, sich seine eigene freie Meinung zu bilden.

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Beim Lesen der diversen IT- und E-Commerce-Newsletter wurde mir in den letzten Tagen klar: das Sommerloch, es naht – scheinbar unerbittlich.

Im Juni war schon zu befürchten, dass das Sommerloch nach vorne verlegt wurde, als der gebrochene Arm von Herrn Zuckerberg mancher Publikation sogar einen Newsletter-Aufmacher wert war. Aber das war dann doch nur ein Ausreißer.

Während also bei uns schon die Vorbereitungen für die dmexco, die weltweite Leitmesse und Konferenz für die digitale Wirtschaft, im September in Köln laufen und die Planungen für die nächsten Herbst-Veranstaltungen ins Rollen kommen, scheinen andere schon der Langeweile verfallen zu sein. Oder wie lässt sich sonst der Artikel bei t3n zum Boreout-Syndrom erklären?

Mir ist dieses Syndrom gänzlich unbekannt. Hab ich was verpasst? Oder einfach nur Glück gehabt?

Bei uns kommt sicher keine Langeweile auf, erst recht nicht, wenn es mit der beginnenden Ferienzeit (hier in Bayern fangen die Ferien erst nächste Woche an) weiter derartige Beiträge zu lesen gibt.

Wer sich also fragt „Content, wo bist du?“, kann sich gerne bei uns melden, denn wir graben jederzeit spannende Themen aus, die erst gar nicht die Sommerloch-Frage aufkommen lassen.

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Es tut sich was in der Arbeitswelt. Die Digitale Transformation ist auch hier gewaltig im Anmarsch, das unterstreichen auch neue Studien:

Dell und Intel haben in der Ende 2015 durchgeführten Studie "The Global Evolving Workforce Study" mit weltweiten Befragungen von Unternehmen untersucht, welche Entwicklungen den Arbeitsplatz der Zukunft prägen werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Mitarbeiter in modernen Unternehmen und wie sie ihrer Arbeit nachgehen werden. Quelle: Computerwoche online

Diese Entwicklung führt auch zu neuen Berufsbildern wie dem des "Meeting-Spezialisten":

Die Studie beschreibt Meeting-Spezialisten als jene Mitarbeiter, die mehr als 50 Prozent ihrer Arbeitszeit von Meeting zu Meeting innerhalb des Unternehmens pendeln.

Jeder, der mit der modernen Arbeitswelt auch nur halbwegs vertraut ist, weiß: diese(r) neue Kollege/Kollegin ist Gold wert! Wie viele Stunden und übers Jahr gerechnet Tage und Wochen hat man nicht in Meetings herumgesessen, während sich draußen die Arbeit höher und höher auftürmte? Diese Stunden und Tage einfach komplett in die Hände von versierten Fachleuten übergeben – ein Traum!

Und ich meine, man darf auch hier keine halben Sachen machen: Warum also nur 50 Prozent der Arbeitszeit? Ein echter Spezialist begreift seine Aufgabe doch als 100 Prozent. Also: wir brauchen den Kollegen, der rund um die Uhr im Meeting sitzt und gar nicht mehr herauskommt – den klassischen Nur-Meeter. Nur so ist Spezialistentum wirklich effizient, auch und gerade in der Ära der Digitalisierung. Ein neues Berufsbild mit Zukunft.

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Ich möchte hier gerne in Anlehnung an Richard Gutjahrs lesenswerten Kommentar über die Vorgehensweise von sogenannten PR-Dienstleistern, die die Adressdaten von Journalisten, Bloggern und anderen Influencern an Unternehmen weiterverkaufen, auch noch gerne zwei oder drei Worte loswerden. Und zwar nicht aus Sicht des Betroffenen, sondern aus Sicht des seriösen PR-Beraters.

Wir diskutieren häufig mit Kunden über den Sinn oder Unsinn eines Presseinformationsversandes über Anbieter wie Cision, Meltwater, news aktuell und Co. Und warum diskutieren wir? Alleine schon deshalb, weil sich für uns der Mehrwert nicht erschließt, da wir:

  1. selbst eine gut gepflegte Datenbank der wichtigsten Influencer im DACH-Markt haben.
     
  2. wir für jeden Kunden zig individuelle Verteiler erstellen, die genau die Journalisten mit den Informationen versorgen, die für diejenigen auch interessant sind. Und wenn die Information nun mal so speziell ist, dass sie nur für zehn Journalisten von Interesse ist, dann ist das eben so.
     
  3. den Nutzen in keinerlei Verhältnis zu den Kosten sehen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Presseversand über die Drittanbieter teilweise das Zigfache von dem kostet, was wir für die Content-Generierung, die Kundenbriefings, die Texterstellung inklusive Freigabeprozesse, die Verteilererstellung, das Lektorat und schlussendlich den Versand nehmen. Das ist doch irre!

Ich habe meinem Chef neulich vorgeschlagen, ob wir nicht mal die Preise für unsere Presseinformationen und deren Versand überdenken sollten – angesichts dessen, was andere Anbieter nur für den ungefilterten Versand verlangen (nur mal so am Rande).

Und warum diskutieren wir häufig mit Kunden über einen „breiten“ Versand über news aktuell und Co? Weil oft die Qualität der Veröffentlichungen bei ihnen irgendwie in den Hintergrund gerutscht ist: auf einmal zählt plötzlich stattdessen ausschließlich wieder die Quantität. Und wenn die UK-Agentur mit dreistelligen Veröffentlichungszahlen zur aktuellen weltweiten Studie aufwarten kann, wir aber deutlich weniger haben, dann muss das ganze eben noch einmal breiter „rausgehauen“ werden. Macht das Sinn?

Zumal die Veröffentlichungen, die aus einem solchen „Drittversand“ resultieren, durchaus fragwürdig sind. Viele sogenannte Web-Magazine kennt man gar nicht und auf den ersten Blick ist sowieso klar, dass niemand sie jemals lesen wird – außer dem Unternehmen selbst, das sich die sogenannte „Veröffentlichung“ einmal anschauen muss. Oft hat man den Eindruck, dass Cision, Meltwater & Co irgendwelche Kooperationen mit Online-Magazinen pflegen, die Pressemitteilungen ohne Sinn und Verstand automatisch übernehmen. Der Kunde freut sich, dass er seinem Geschäftsführer ein Wirtschaftsmedium-Clipp zeigen kann; auf die Veröffentlichung kommt man aber nur über den vom Versand-Anbieter geschickten Link und NIEMALS über die normale Homepage des Magazins. Aber immerhin ein Clip in der Wirtschaftspresse. Macht das Sinn?

Immer wieder reden (neue) Kunden auch darüber, wo wir denn die Pressemitteilung veröffentlichen wollen. Wie bitte? Irgendwie hat man das Gefühl, häufig erst einmal die Unternehmen darüber aufklären zu müssen, was PR-Arbeit ist und was nicht. Und was sinnvolle Influencer-Ansprache und Kontaktpflege ist und was nicht.

Und da möchte ich mich gerne auch den letzten Worten von Thomas Knüwer in seinem Beitrag über das Thema anschließen, wenn es um separates, individuelles und persönliches Influencer-networking geht:

1. Ja, es dauert länger und kostet Zeit.

2. Ja, es ist anstrengend.

3. Ja, es ist teurer für unsere Kunden.

4. Aber es ist der einzig richtige Weg.

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Gesellschaftliche Entwicklungen wie Digitalisierung, Individualisierung und demografischer Wandel stellen Unternehmen vor ganz neue Herausforderungen und verschärfen den Wettbewerb der Unternehmen um die besten Köpfe. Der Arbeitsmarkt wird zu einem Arbeitnehmermarkt, zugleich entsteht eine gänzlich neue Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern.

Aber wie sieht diese konkret aus, wie sind geeignete Mitarbeiter zu finden und im Unternehmen zu halten, und wie beeinflussen diese Veränderungen die Unternehmenskultur, Kommunikation und Arbeitswelt? Und was macht den "neuen" Mitarbeiter überhaupt aus, worauf legt er Wert?

Über diese und andere Fragen diskutierten am 10. Mai im Rahmen der Dell-Veranstaltungsreihe Meet-the-Experts der Journalist und Autor Markus Albers, der Unternehmer und Wirtschaftsredner Edgar Geffroy, die Karriereexpertin Svenja Hofert sowie der Dell-Experte Heiner Bruns:

Gefragt sind also neue Führungsstile, die die Ideen der Mitarbeiter berücksichtigen und integrieren, denn nur zufriedene Mitarbeiter lassen sich langfristig an das Unternehmen binden.

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Bemerkenswertes wird aus Südostasien gemeldet:

Aufgrund von zahlreichen Cyberattacken will die singapurische Regierung fast alle Behördenrechner vom Internet trennen – rund 100.000 Computer. […] Laut Premierminister Lee Hsien Loong sei es 'absolut notwendig' die Behördenrechner auf diese Weise zu schützen […]. Dass es durch die Trennung vom Internet zu Verzögerungen in den Behördenabläufen kommen könne, sei der Regierung bewusst. Dies nehme man aber für den Zugewinn an Sicherheit in Kauf. […] Weil Cyberangriffe aber immer ausgeklügelter ausgeführt würden, müsse man reagieren. Heise online vom 14. Juni 2016

Nun kann man davon ausgehen, dass sich die Behörden von Singapur einigermaßen mit IT auskennen, dass sie mit dem Internet nicht erst seit gestern rummachen und dass dort auch diverse Sicherheitsexperten arbeiten. Und dass man sich diesen (möglichen) Schritt, der nicht so recht ins digitale Zeitalter passt, gut überlegt hat, kann man auch annehmen.

Als jemand, der zwar ans Internet angeschlossen ist, aber über deutlich weniger IT- und Security-Ressourcen verfügt als die Behörden von Singapur, kann man da schon nachdenklich werden. Wenn die es nicht mal schaffen, ihre Systeme zu sichern …

Und noch etwas: Vor diesem Hintergrund erscheinen die ständigen Appelle an die Verantwortung der User (Hast du dein Passwort gewechselt? Hast du einen Virenscanner installiert? Hast du auch und tust du auch …? Wenn nicht: SELBER SCHULD!) erst recht … sagen wir mal: sachfremd.

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Cyber-Angriffe – laut Wikipedia Attacken von außen, die auf größere, für eine spezifische Infrastruktur wichtige Computernetzwerke gerichtet sind – sind mittlerweile im Alltag angekommen. Egal, ob die Finanzbranche, wie beispielsweise das internationale Zahlungssystem Swift, öffentliche Einrichtungen und Organisationen wie der Deutsche Bundestag oder diverse Global Player wie Adobe Systems, das Sony Playstation Network oder Ebay, um nur einige prominente Fälle zu nennen: Sie alle waren bereits von Angriffen betroffen (die Dunkelziffer liegt sicherlich viel höher). Die Gründe dafür können vielfältig sein: Meistens geht es um Wirtschaftsspionage, Erpressung, Image- oder Geschäftsschädigung.

Aktuell hat Akamai seinen vierteljährlichen State of the Internet Security Report für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse sind wenig überraschend: DDoS-Attacken und Angriffe auf Webanwendungen haben weiter zugenommen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 gab es bei den DDoS-Angriffen einen Anstieg um 125%, bei den Attacken auf Webanwendungen war es ein Anstieg um etwas mehr als 25% im Vergleich zum vierten Quartal 2015. Die DDoS-Angriffe werden dabei immer komplexer: Fast 60% der in Q1 2016 abgewehrten Angriffe verwendeten mindestens zwei Angriffsvektoren gleichzeitig. Eine Abwehr wird damit schwerer. Diese Art der Angriffe scheinen damit zum Standard zu werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie entweder rasch das nötige Know-how aufbauen müssen oder externe Partner an Bord nehmen, die die entsprechende Infrastruktur und Expertise mitbringen. Den vollständigen Bericht gibt es hier: https://www.akamai.com/de/de/our-thinking/state-of-the-internet-report/global-state-of-the-internet-security-ddos-attack-reports.jsp

Der State of the Internet Security Report ist ein Quartalsbericht, der Analysen und Einblicke in cyberkriminelle Aktivitäten bietet, die auf der Akamai Intelligent Platform beobachtet wurden.

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Als PR-Mensch bin ich, quasi von Berufswegen, gezwungen, mich mit vielen Themen auseinanderzusetzen. Mein „Lieblingsthema“ in diesen Tagen? Na was wohl? Die Digitale Transformation.

Über diese haben viele Menschen in den vergangenen Monaten wiederholt folgenden Satz gesagt: „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden.“ Es kommt aber noch schlimmer: Es wird nicht nur alles digitalisiert, sondern auch vernetzt!

Allerdings frage ich mich immer öfter, was ist denn nun eigentlich die Digitale Transformation? Wo fängt sie an? Wo hört sie auf? Was macht die Digitale Transformation mit dem Menschen? Müssen Unternehmen digitalisieren und wenn ja, wie geht das? Gibt es für die Digitale Transformation eine offiziell anerkannte Definition, die auch gleich einen Vorschlag macht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Unternehmen losdigitalisieren können und welchen Nutzen Unternehmen aus der Digitalisierung ziehen?

Die Experton Group hat vor kurzem mit dem Status Quo der Digitalisierung in deutschen Unternehmen geschockt. Die Mehrzahl der Unternehmen befände sich noch im Anfangsstadium der Digitalen Transformation – also, wen wundert’s, in der Informations- oder Orientierungsphase – und agiere in vielen separaten Teilprojekten, häufig ohne klar definierte und übergeordnete Gesamtstrategie ... Ach was! Soll ich Euch was sagen? So was Ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, schieben die Experten noch eine Info hinterher: Selbst bei der Auffassung des Begriffs Digitalisierung gibt es große Unterschiede und Unsicherheiten ... Es scheint, als wäre ich nicht die Einzige, die sich unter der Digitalen Transformation nicht wirklich etwas Konkretes vorstellen kann. Tja, und was machen wir jetzt?

Unser Kunde adesso, ein cleverer IT-Dienstleister aus Dortmund, gab vor kurzem recht nützliche Tipps, wie Unternehmen die entscheidenden Bausteine für ihre Digitale Transformation finden können.

Unternehmen müssen dafür ganz unterschiedliche Digitalisierungstreiber analysieren und bewerten. Um diesen Prozess zu systematisieren und damit zu vereinfachen, empfiehlt adesso, die Digitale Transformation aus dem Blickwinkel der „Objects of Interest“ zu betrachten. Auf dieser Basis lassen sich in einem dreistufigen Verfahren die entscheidenden Bausteine für eine erfolgreiche Digitale Transformation identifizieren.

Das ist nicht ganz einfach, aber Unternehmen die das hinkriegen, „haben einen großen Vorteil bei der Umsetzung der Digitalen Transformation. Sie können exakt und schnell bestimmen, welche Schnittstellen zwischen Unternehmen und Partnern existieren und an welchen Stellen es sich lohnt, weiter in Zeit und Ressourcen zu investieren“, sagt zumindest Prof. Gruhn, Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen.

Das ist doch schon mal was. Zumindest wird das Thema Digitalisierung im Unternehmen damit etwas greifbarer und ich kriege eine Vorstellung davon, was möglich ist, wenn irgendwann alles digitalisiert und vernetzt ist.

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