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Cyber-Angriffe – laut Wikipedia Attacken von außen, die auf größere, für eine spezifische Infrastruktur wichtige Computernetzwerke gerichtet sind – sind mittlerweile im Alltag angekommen. Egal, ob die Finanzbranche, wie beispielsweise das internationale Zahlungssystem Swift, öffentliche Einrichtungen und Organisationen wie der Deutsche Bundestag oder diverse Global Player wie Adobe Systems, das Sony Playstation Network oder Ebay, um nur einige prominente Fälle zu nennen: Sie alle waren bereits von Angriffen betroffen (die Dunkelziffer liegt sicherlich viel höher). Die Gründe dafür können vielfältig sein: Meistens geht es um Wirtschaftsspionage, Erpressung, Image- oder Geschäftsschädigung.

Aktuell hat Akamai seinen vierteljährlichen State of the Internet Security Report für das erste Quartal 2016 veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse sind wenig überraschend: DDoS-Attacken und Angriffe auf Webanwendungen haben weiter zugenommen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 gab es bei den DDoS-Angriffen einen Anstieg um 125%, bei den Attacken auf Webanwendungen war es ein Anstieg um etwas mehr als 25% im Vergleich zum vierten Quartal 2015. Die DDoS-Angriffe werden dabei immer komplexer: Fast 60% der in Q1 2016 abgewehrten Angriffe verwendeten mindestens zwei Angriffsvektoren gleichzeitig. Eine Abwehr wird damit schwerer. Diese Art der Angriffe scheinen damit zum Standard zu werden. Für Unternehmen bedeutet das, dass sie entweder rasch das nötige Know-how aufbauen müssen oder externe Partner an Bord nehmen, die die entsprechende Infrastruktur und Expertise mitbringen. Den vollständigen Bericht gibt es hier: https://www.akamai.com/de/de/our-thinking/state-of-the-internet-report/global-state-of-the-internet-security-ddos-attack-reports.jsp

Der State of the Internet Security Report ist ein Quartalsbericht, der Analysen und Einblicke in cyberkriminelle Aktivitäten bietet, die auf der Akamai Intelligent Platform beobachtet wurden.

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Als PR-Mensch bin ich, quasi von Berufswegen, gezwungen, mich mit vielen Themen auseinanderzusetzen. Mein „Lieblingsthema“ in diesen Tagen? Na was wohl? Die Digitale Transformation.

Über diese haben viele Menschen in den vergangenen Monaten wiederholt folgenden Satz gesagt: „Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden.“ Es kommt aber noch schlimmer: Es wird nicht nur alles digitalisiert, sondern auch vernetzt!

Allerdings frage ich mich immer öfter, was ist denn nun eigentlich die Digitale Transformation? Wo fängt sie an? Wo hört sie auf? Was macht die Digitale Transformation mit dem Menschen? Müssen Unternehmen digitalisieren und wenn ja, wie geht das? Gibt es für die Digitale Transformation eine offiziell anerkannte Definition, die auch gleich einen Vorschlag macht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Unternehmen losdigitalisieren können und welchen Nutzen Unternehmen aus der Digitalisierung ziehen?

Die Experton Group hat vor kurzem mit dem Status Quo der Digitalisierung in deutschen Unternehmen geschockt. Die Mehrzahl der Unternehmen befände sich noch im Anfangsstadium der Digitalen Transformation – also, wen wundert’s, in der Informations- oder Orientierungsphase – und agiere in vielen separaten Teilprojekten, häufig ohne klar definierte und übergeordnete Gesamtstrategie ... Ach was! Soll ich Euch was sagen? So was Ähnliches hatte ich mir schon gedacht. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, schieben die Experten noch eine Info hinterher: Selbst bei der Auffassung des Begriffs Digitalisierung gibt es große Unterschiede und Unsicherheiten ... Es scheint, als wäre ich nicht die Einzige, die sich unter der Digitalen Transformation nicht wirklich etwas Konkretes vorstellen kann. Tja, und was machen wir jetzt?

Unser Kunde adesso, ein cleverer IT-Dienstleister aus Dortmund, gab vor kurzem recht nützliche Tipps, wie Unternehmen die entscheidenden Bausteine für ihre Digitale Transformation finden können.

Unternehmen müssen dafür ganz unterschiedliche Digitalisierungstreiber analysieren und bewerten. Um diesen Prozess zu systematisieren und damit zu vereinfachen, empfiehlt adesso, die Digitale Transformation aus dem Blickwinkel der „Objects of Interest“ zu betrachten. Auf dieser Basis lassen sich in einem dreistufigen Verfahren die entscheidenden Bausteine für eine erfolgreiche Digitale Transformation identifizieren.

Das ist nicht ganz einfach, aber Unternehmen die das hinkriegen, „haben einen großen Vorteil bei der Umsetzung der Digitalen Transformation. Sie können exakt und schnell bestimmen, welche Schnittstellen zwischen Unternehmen und Partnern existieren und an welchen Stellen es sich lohnt, weiter in Zeit und Ressourcen zu investieren“, sagt zumindest Prof. Gruhn, Inhaber des Lehrstuhls für Software Engineering an der Universität Duisburg-Essen.

Das ist doch schon mal was. Zumindest wird das Thema Digitalisierung im Unternehmen damit etwas greifbarer und ich kriege eine Vorstellung davon, was möglich ist, wenn irgendwann alles digitalisiert und vernetzt ist.

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Wenn wir PR-Berater unseren Familien und Freunden von unserer Arbeit erzählen, ernten wir ab und zu verwunderte Blicke. Dann fragen wir uns, was an der Erzählung nicht verständlich war? Die Aussage, ich habe eine Medienliste mit Tier-1-Publikationen für eine Pitch-Präsentation recherchiert, ist doch eindeutig. Oder etwa nicht?

Wenn ich genau darüber nachdenke, gibt es doch einige Ausdrücke, die für uns PR-Berater selbstverständlich geworden sind, und wir setzen diese auch gerne in privaten Unterhaltungen ein. Nachdem mir das mal wieder bewusst geworden ist, habe ich angefangen, eine Liste mit Begriffen zu erstellen. Und herausgekommen ist das PR-ABC. Würde ich noch länger an der Liste arbeiten, würden mir bestimmt noch weitere Begriffe einfallen. Überrascht hat mich, dass ich tatsächlich jedem Buchstaben mindestens einen Ausdruck zuordnen konnte. Selbst für die eher „unpopulären“ Buchstaben wie C, U,V oder W gibt es gleich mehrere Begriffe – bei dem Spiel Stadt, Land, Fluss dagegen bedeuten diese Buchstaben nahezu eine Null-Runde.

A = Agentur, Advertorial, Anzeigenpreise, Auflagen, Agenturrabatt, Activity Report, Analysten, Akquise

B = B2B/B2C/B2One, Budget, Blog, Briefing, Belegexemplar, Buzzwords, Briefing Book, Best Practice, Blogger Relations, Boilerplate, Bildmaterial, Broschüren, Brand Campaign, Branche

C = Case Study, Corporate, Call, Clippings, Customer Journey, Content is King!, Company Profile, Content Roadmap, Coverage, Clipping-Dienst, Channel, CVs, Checkliste

D = De-brief, DACH-Region, Dos und Don’ts, Digital Content

E = E-Mail, Excel, Embargo, Editorial Calendar, Experte, EMEA, Externe PR, Enterprise, ePaper

F = Fachartikel, Facebook, Flickr, Fremdkosten, Fact Sheet, Facts & Figures, Fragebogen, Freelancer

G = Google+, Gerätetest, Guidelines, Gewinnspiele, Grafiken

H = Handling Fee, Headline, Hub

I = Interview, Instagram, Infografik, Info-Mail, Interne PR, Input

J = Journalisten

K = Konzept, Kunden-Event, Kommentar, Krisen-PR, KVAs, Kommunikation, Key Performance Indicator (KPI), Kampagnen, Kick-off

L = LinkedIn, Launch, Lead Agency, Logos, Leitfaden, Locations

M = Messen, Maßnahmen, Meeting, Medien, Media-Mix, Media Alert, Medientraining, Mailing, Mediadaten, Messaging, Mediendienstleister, Materndienst, Multichannel-Commerce, Marketingplanung, Marktübersicht, Media Mapping, Media Audits, Media-Kooperationen

N = Neue Kanäle, Newsletter, News Room, Networking

O = Online-Medien, OOO (= Out of Office), Opportunity

P = Presseinformation, Pitch, Powerpoint, Pinterest, Presse-Tour, PDF, Print-Medien, Projektplanung, Presse-Lunch, Pressemappe, Press Office, PR-Planung, Positionierung, Presseanfragen, Portale, PR-Ergebnisse, Produktinfos

Q = Quellennachweis, Quartalsplanung, Q&As

R = Retainer, Reichweite, Redaktionsschluss, Roundtable, Road Show, Reporting, Redaktionsbesuche, Recherche/Research, Redaktion, Return on Investment (ROI)

S = Strategie, Social Media, Speaking Opportunities, Studien, Sonderthemen, SWOT-Analyse, Sprecherliste, Stakeholder, SEO, Statement

T = Twitter, Tier 1 und Tier 2, Testimonial, Trendthemen, Templates, Themenplan

U = Umfragen, Unique Selling Proposition (USP), Übersetzungen

V = Veröffentlichungen, Videos, Verteiler, Vertikal-Medien, Vorlagen, Verträge, Veranstaltungskalender

W = Word, Workshops, Website, Whitepaper, Wording, Wirtschaftspresse, Wettbewerb

X = XING

Y = YouTube

Z = Zielgruppen, Zeiterfassung, Zitate

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Smart Home, Smart City, Smart Cars – das Internet der Dinge (IoT) ist ein Begriff, an dem man nicht mehr vorbeikommt. Ob miteinander vernetzte Haushaltsgeräte, mitdenkende Autos oder sogenannte Wearables, wie zum Beispiel Google Glass, sie alle sind längst schon Realität. Und auch der neueste Trend, der jüngst auf der CeBIT vorgestellt wurde, scheint keine Zukunftsmusik mehr zu sein. Ganz im Gegenteil. Besonders Mutige durften sich in diesem Jahr live vor Ort davon überzeugen und sich einen sogenannten RFID-Chip implantieren lassen. Es dauert nur ein paar Minuten, dann befindet sich der Chip unter der Haut, genauer gesagt zwischen Daumen und Zeigefinger. Ein Chip, der unser gesamtes Leben erleichtern soll, Auto- und Büro-Türen öffnet, Passwörter überflüssig macht und früher oder später auch Zahlungsmittel ersetzt. Keine Schlüssel mehr, die man verliert und keine Passwörter, die man vergisst. Eine Technologie, die zukünftig durchaus auch bei Unternehmen auf Interesse stoßen wird.

Zugegeben, um eine brandneue Erfindung handelt es sich dabei nicht mehr. Bei der Tier-Identifikation ist sie schon längst Standard und auch in der Industrie, der Logistik und im Einzelhandel wird die Radio-Frequency Identification schon länger eingesetzt. Sie ist quasi der Nachfolger des uns bekannten Barcodes. Bereits vor mehr als zehn Jahren prognostizierte der Marktforscher IDC, dass die RFID-Technologie zukünftig maßgebend im Supply Chain Management werden wird. Diese Prognose ist inzwischen längst Realität. Doch die Entwicklung macht immer größere Sprünge. Hier kommt wieder das Stichwort IoT zum Tragen oder in diesem Zusammenhang auch die „Fabrik der Zukunft“. Mit der zunehmenden Automatisierung in der Industrie sind es inzwischen nicht nur die Produkte, sondern auch die einzelnen für die Fertigung notwendigen Maschinen und Geräte, die laufend Daten und Informationen über ihren Zustand liefern. So können defekte Elemente noch vor Eintritt einer Störung ausgetauscht und repariert werden. Die sogenannte vorausschauende Wartung („predictive maintenance“) sorgt damit für eine effizientere Produktion, reduziert Ausfallzeiten und spart sowohl Kosten als auch Ressourcen. Die übergreifende Vernetzung miteinander kommunizierender Komponenten nimmt zu, „intelligente Maschinen“ optimieren die gesamte Liefer- und Produktionskette.

Ein kleiner Chip, nicht größer als ein Reiskorn, der so viel in Bewegung bringen kann. Die Industrie hat es uns bereits vorgemacht. Und es wird sicherlich noch einen Schritt weiter gehen. Zeit- und Materialersparnisse liegen auf der Hand und auch bei der Erforschung moderner Arbeitswelten spielt der kleine Chip eine Rolle: Ob wir schon bald Büro- und Konferenzräume mit einem implantierten Chip öffnen, uns darüber mit den bürointernen IT-Systemen vernetzen und auf diese Weise Visitenkarten austauschen? Ein spannendes Thema, das offensichtlich bis unter die Haut geht!

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Unternehmen stehen in der heutigen Zeit vor enormen Herausforderungen: die fortschreitende Digitalisierung und Phänomene wie die Cloud, Virtualisierung oder Big Data fordern eine innovative IT-Infrastruktur, die bereits auf die ständig wachsenden Anforderungen ausgerichtet ist und über traditionelle Systeme hinausgeht. 

Höchste Performance, Flexibilität und offene Systeme sind nötig, um ein modernes IT-System bereitzustellen, das Unternehmen auch in Zukunft dabei unterstützt, ihre Geschäftsziele zu realisieren.

Unser Dell-Experte Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell, erklärt im Video, welche Ansätze heute für ein Unternehmen essentiell sind, um für die Zukunft optimal gerüstet zu sein.

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Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, was bei Ihnen daheim los ist, wenn Sie nicht da sind? Dabei denke ich nicht an Ihre Katze oder den Kanarienvogel. Vielmehr sollte man wohl für die Zukunft vielleicht besser ein Auge darauf haben, was die Hausgeräte so alles anstellen, wenn wir mal nicht hinsehen.

Neben ihrer Bestimmung als Kühlgerät, Waschmaschine, Heizung, Fernseher & Co. hat so manches technische Gerät das Potenzial ein Eigenleben zu entwickeln, das uns schnell die Sorgenfalten auf die Stirn treiben könnte. Vernetzung ist das Stichwort, als Buzzword gerne auch Internet of Things (IoT) genannt, das viele Geräte schon heute miteinander verbindet und ganze neue Einsatzfelder eröffnet. So zum Beispiel wenn der Kühlschrank mit dem Smartphone oder die Heizung mit dem WLAN-Router kommuniziert. Dabei ist der Haushalt nur das Versuchsterrain im Kleinen. Ganze Industrien sind schon oder noch dabei, auf den Zug aufzuspringen, der mit uns ab in die vernetzte Zukunft rauscht.

Gerade komplexe Industrieanwendungen oder Logistik-Prozesse profitieren schon vielfach von IoT-Anwendungen. Smart Cities, Smart Homes oder Smart Cars – alles scheint möglich. Und wo IoT noch nicht im Einsatz ist, wird eilends überlegt, wie sich der neue Hype am besten nutzen lässt.

Ganz klar, das Konzept ist so einfach wie verlockend: Mit Hilfe von Sensoren sammeln die Geräte Daten, die vernetzte Prozesse über das Internet steuern und somit unser aller Leben wahlweise bequemer, einfacher, sicherer oder kostengünstiger gestalten sollen. Beispiele sind etwa die Steuerung von Licht und Heizung in Gebäuden, die Analyse von Wetter und Verkehrslage für die nächste Autofahrt oder die Aufzeichnung von Fitness- und Gesundheitsdaten in Wearables, mit denen wir aufbrechen ins neue Fitness-Glück.

Der Markt ist riesig und wächst beständig. Laut Gartner werden Unternehmen im Jahr 2020 mit dem Internet of Things über 300 Milliarden Euro erwirtschaften. Die Analysten rechnen bis dahin mit 25 Milliarden vernetzter Dinge, von Maschinen über Geräte bis zu Fahrzeugen. Smartphones, Tablets und Computer sind dabei noch nicht mit eingerechnet.

Gleichzeitig steigt aber die Gefahr für Cyber-Angriffe und Hacker-Attacken in gleichem Maße. Unternehmen sind daher gut beraten, bei der Entwicklung von IoT-Anwendungen Datenschutz und Datensicherheit fest im Auge zu behalten, im eigenen Interesse, aber auch in dem ihrer Kunden, die mit dem Thema zunächst überfordert sein dürften. Beispiele für arglosen Umgang finden sich zahlreich und reichen bis hin zum spionierenden Plüschbären. Mit solchen Vorfällen ist das Vertrauen schnell dahin. Die Gefahr des Ausspähens droht übrigens nicht nur aus der kriminellen Ecke, wie man meinen könnte. Auch Geheimdiensten passen die über das Internet verbundenen Geräte perfekt in den Plan.

Erste Schritte hin zu einem durchgängigen Authentifizierungs- und Autorisierungskonzept und damit mehr Sicherheit und Standardisierung sind erkennbar, doch wird die Regelung und Vereinheitlichung so vieler komplexer Verbindungen noch eine Weile brauchen. Bis dahin heißt es, Augen auf und immer ein prüfender Blick auf den Kühlschrank.

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Im Urlaub oder vor dem Besuch eines etwas besseren Restaurants ist es längst üblich, dass sich der geneigte Gast/Kunde vorab ein wenig über die wichtigsten Gepflogenheiten des Ortes, den er besuchen möchte, informiert. Was ist höflich? Was sollte man tunlichst unterlassen? Und was ist eventuell sogar strafbar? Regelwerke für den richtigen Benimm in den unterschiedlichsten Situationen sind zahlreich.

Auch in der PR und in der Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Unternehmen gibt es ein paar Regeln und Gebote. Man wird zwar nicht gleich verhaftet, wenn man sich nicht daran hält, aber PR-Mitarbeiter – sowohl auf Unternehmens- als auch auf der Agenturseite – sind gut beraten, ein paar Dos und Don’ts zu beherzigen, wenn sie eine gute und erfolgreiche Pressearbeit machen wollen.

Was selbstverständlich klingt, ist es leider nicht immer (das können Sie mir glauben), deshalb folgen hier nun zehn gut gemeinte Ratschläge, die einem, wenn man sie denn beherzigt, das PR-Arbeitsleben deutlich erleichtern können.

  1. Kommunizieren Sie Ihre News – aber nur, wenn Sie welche haben
    Natürlich haben Unternehmen manchmal die rosarote Brille auf, wenn es um ihre eigenen Produkte geht: etwas Besseres, Effizienteres, Zeit- und Umweltschonenderes gibt es nicht. Trotzdem sollte nicht jeder zündende Gedanke gleich in eine Pressemitteilung gegossen werden. Vergewissern Sie sich, gegebenenfalls auch in Rücksprache mit Ihrer Agentur, ob der Newswert Ihrer Ankündigung stimmt. Die Journalisten werden es Ihnen danken.
     
  2. Verwechseln Sie nicht Pressearbeit mit Werbung
    Ein Fachtext oder Kommentar ist in mancher Augen das ideale Vehikel für Werbebotschaften. Möööp, Fehlanzeige! Gute Fachtexte zeichnen sich durch Herstellerneutralität aus und beleuchten am besten Trends, Themen oder Probleme, die für eine breite Zielgruppe von Interesse sind.
     
  3. Geizen Sie nicht mit Informationsmaterial
    Sie haben eine interessante Neuigkeit, die Sie einer breiten Öffentlichkeit vorstellen wollen? Glückwünsch, das ist schon mal gut! Die Information, dass bald ein tolles neues Produkt oder eine Lösung (Achtung Buzzword!) auf den Markt kommt, reicht allein aber nicht unbedingt aus. Stellen Sie sicher, dass Sie auch relevantes Informationsmaterial zur Verfügung stellen, angefangen bei Bildern über Preis- und Verfügbarkeitsangaben bis hin zu weiterführenden Unterlagen wie Datenblättern oder Broschüren.
     
  4. Deadlines brauchen Vorlauf
    Informieren Sie Ihre PR-Mannschaft rechtzeitig über neue Produkte und geplante Ankündigungen. Leider können wir die Zeit weder verlangsamen noch anhalten und die Aufforderung „Es wäre schön, wenn wir das heute noch rausschicken könnten“ ist für viele PRler so etwas wie ein rotes Tuch. Auch wenn es manchmal nicht so aussehen mag, aber in einem überzeugenden Pressetext steckt viel Arbeit und eben ein gewisser Zeitaufwand.
     
  5. Klare Ansagen wirken oft Wunder
    Redakteure und PR-Mitarbeiter brauchen Briefings. Je konkreter Sie vor einem Projektstart Ihre Vorstellungen und Ziele formulieren und mitteilen, welche Informationen Sie kommunizieren möchten, umso wahrscheinlicher werden Sie das gewünschte Ergebnis bekommen.
     
  6. Feedback ist keine Stadt in Oklahoma
    Gerade in der Zusammenarbeit mit Agenturen ist dieser Punkt wichtig. Falls Sie mit einem Textvorschlag mal nicht zufrieden sind (und das ist absolut in Ordnung), dann sagen Sie klipp und klar, was sie stört. Mit einem simplen „Gefällt mir nicht“ ist niemandem geholfen.
     
  7. Erscheinen Sie zu Terminen
    Nein, dieser Punkt ist nicht überflüssig und gilt gleichermaßen für PRler, Journalisten sowie Unternehmen. Vor allem bei persönlichen Treffen wie Interviews kann ein Nichterscheinen einer der genannten Parteien zu großem Unbehagen und Frust über die vertane Zeit führen. Übrigens sind Absagen, die erst am Tag des eigentlichen Termins eingehen, ebenso wenig wünschenswert und sollten im Fall der Fälle zumindest begründet werden.
     
  8. Schlafen Sie bei Interviews nicht ein
    Sie halten das für einen Scherz? Haben wir leider schon erlebt. Und glauben Sie mir: Auch wenn die Vorteile von Powernapping wissenschaftlich erwiesen sind, so was ist für niemanden wirklich angenehm.
     
  9. Lassen Sie sich beraten
    Agenturen sind Experten auf ihrem Gebiet und dazu da, Sie zu beraten. Also nehmen Sie das ruhig auch an. Es ist absolut unstrittig, dass Unternehmen ihre eigenen Produkte und Kunden am besten kennen. Aber gerade der Blick von außen ist bei der Pressearbeit Gold wert und sorgt mit dafür, dass Ihre Kommunikationsziele erfolgreich umgesetzt werden können.
     
  10. It’s all about people
    Rufen Sie sich ab und zu ins Gedächtnis, dass wir es in der PR und Kommunikationsarbeit immer mit Menschen zu tun haben. Und die haben ihre Macken, Vorzüge und Launen. Eine Prise Verständnis hie und da, gepaart mit den klassischen Regeln der Vernunft – und schon geht die Arbeit leichter von der Hand.
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Das liest man derzeit rauf und runter: In jedem Marketing-Trend-Ausblick 2016 ist davon die Rede. Alle sind auf der Suche nach relevantem Content. Das Schöne ist: Wir haben ihn! Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes „Content-Generatoren“. Kleines Beispiel gefällig: Unsere Redaktion setzt in einem durchschnittlichen Monat locker über 100 Redaktionsprojekte um. Für den laufenden Februar sind übrigens laut unserer allwissenden Datenbank, Stand 2. Februar, exakt 103 in der Planung. Und es kommen täglich Weitere dazu. Der entscheidende Punkt ist, dass dies eine ideale Ausgangsbasis darstellt, um den Content – beispielweise einen Fachartikel, einen Kommentar, eine Pressemitteilung oder einen Media Alert – auch für andere Kommunikationskanäle und -disziplinen zu nutzen: „Recycling“ heißt das Zauberwort. Ein Fachartikel wird beispielsweise nicht nur für die Medienplatzierung genutzt, sondern idealerweise auch gleich in andere passende Zielformate gebracht: etwa in ein Video, schriftliches Interview, Experten-Statement, einen Blog-, Newsletter- oder Website-Beitrag. Für unsere Kunden ist das zu unserem Erstaunen immer wieder eine Überraschung, für uns gelebter Alltag.

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… stehen sie auf der Agenda – die Weihnachtsgrüße an Kunden und Geschäftspartner. Ist man kein konsequenter Kartenschreibverweigerer, ist die Frage dabei weniger, ob Karte ja oder nein, sondern in welcher Form: per Post oder elektronisch. 

Wir wollen an dieser Stelle eindeutig für die traditionelle Weihnachtskarte plädieren. Zugegeben, die physische Weihnachtskarte erscheint in der digitalen Welt inzwischen fast wie ein Anachronismus. Möchte man aber einen bleibenden und persönlichen Eindruck hinterlassen, sollte man sich auf jeden Fall für eine „richtige“ Weihnachtskarte entscheiden. Natürlich können auch elektronische Wünsche bei guter und persönlicher Formulierung einen bleibenden Eindruck beim Adressaten hinterlassen. Die „echte“ Weihnachtskarte zeigt dem Empfänger aber: hier hat sich jemand Zeit genommen und Mühe gemacht. Die handgeschriebenen Wünsche bringen dem Empfänger eine besondere Wertschätzung entgegen – mit einem Wisch oder Klick ist eben nicht alles weg. Daher sollten gute Kunden und enge Geschäftspartner auf jeden Fall mit einer persönlich formulierten, handschriftlichen Karte bedacht werden. 

Kleiner Selbsttest zum Schluss: Was erhalten Sie selbst lieber – eine standardisierte E-Mail oder eine handgeschriebene Karte? Eben.

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Ob die selbstbetriebene Private Cloud, eine flexible und kostengünstige Public Cloud oder eine Mischform wie die Hybrid oder Multi-Cloud – die Möglichkeiten für Unternehmen Cloud-Architekturen aufzubauen, sind vielfältig. Doch für wen bietet sich welches Modell an und in welcher Planungs- und Umsetzungsphase befinden sich Unternehmen in Deutschland überhaupt?

Dieser Frage widmete sich Nexinto gemeinsam mit dem unabhängigen IT-Research- und Beratungsunternehmen Crisp Research in der aktuellen Studie „Multi-Cloud-Management im Mittelstand“.

Dabei hat sich gezeigt, dass gerade für mittelständische Unternehmen Single-Cloud-Architekturen in Zukunft die Ausnahme darstellen werden. Sie setzen mehrheitlich auf hybride und Multi-Cloud-Architekturen (68,8 Prozent). Die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann einerseits unternehmenskritische Daten bei sich behalten, und dennoch auf die Flexibilität und Kostenvorteile einer Public Cloud zurückgreifen.

Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail: Viele mittelständische Unternehmen verstehen die Public Cloud nicht und schätzen die Aufgabenverteilung falsch ein. So sehen mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen (57,3 Prozent) bei der Public-Cloud-Nutzung die Verantwortung für den Betrieb und die Sicherheit der eigenen Applikationen, Services und Systeme beim Anbieter.

Mittelständische Cloud-Sourcer verstehen das Shared-Responsibility-Modell nicht: Bei allen Fragen rund um den Betrieb und die Sicherheit nehmen die IT-Entscheider den Public-Cloud-Anbieter in die Pflicht. (Quelle: Crisp Research AG, 2015)

Die besondere Eigenschaft einer Public Cloud besteht jedoch genau in dem Self-Service-Modell. Das bedeutet, dass der Anbieter zwar die Verantwortung für den Betrieb und die Sicherheit auf der physikalischen Ebene übernimmt, der Kunde aber für die logische Ebene – also den zuverlässigen Betrieb der Anwendungen auf Software-Ebene – zu 100 Prozent selbst zuständig ist.

Für mittelständische Unternehmen eine große Herausforderung, denn oft fehlen die Ressourcen und das entsprechende Know-how, um diese Aufgaben selbst zu übernehmen.

Ein Managed Public Cloud Provider kann hier Abhilfe schaffen. Er bietet einerseits die flexiblen und kostengünstigen Strukturen einer Public Cloud, und gleicht andererseits die fehlenden Ressourcen aus und steht beratend bei der Umsetzung einer hybriden oder Multi-Cloud-Architektur zur Seite.

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Die digitale Transformation ist eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen, und man kann ohne Übertreibung sagen, dass die digitale Transformation schon heute ein echtes Zukunftsthema ist. Das heißt in der Praxis aber auch: Morgen wird niemand mehr daran vorbei kommen. Die digitale Transformation verändert Unternehmen und wirkt sich dabei massiv auf Geschäftsprozesse, Kundenbeziehungen und IT-Strategien aus. Tatsächlich bedeutet die digitale Transformation nicht weniger als einen Quantensprung. Doch den Weg in die digitale Zukunft bewirkt das gesamte Unternehmen, und kein Chief Digital Officer (CDO) alleine, denn digitale Transformation schließt immer auch einen Kulturwandel ein: Unternehmen müssen die eigene digitale Transformation auch wollen. Doch auch wenn die Digitalisierung alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst und mit immer höherer Geschwindigkeit prägt – im Mittelpunkt steht der Mensch, als Entscheider und Gestalter der digitalen Transformation.

Allerdings verfügen viele Unternehmen noch nicht einmal über eine digitale Strategie, geschweige denn über eine digitale Agenda, die diesen Namen auch verdient: Vor allem der deutsche Mittelstand droht, die digitale Transformation und damit seine eigene Zukunft zu verschlafen, wenn er die Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen verpasst. Gleichzeitig ist der digitale Wandel keine Modeerscheinung, sondern längst Realität. Obwohl es, ebenfalls gleichzeitig, überall an digitaler Reife fehlt.

...

Es ist schon so: Wenn die digitale Transformation nicht bereits erfunden wäre, man müsste sie zeitnah neu erfinden. Marketing-Abtei­lungen und Redaktionen aller Medien – Bereiche, die im Zuge der digitalen Transformation sowieso immer enger zusammenwachsen – haben damit einen echten Volltreffer gelandet. Die obigen Absätze belegen es überdeutlich: Man kann mit der digitalen Transformation und drum herum jede Menge echten Content produzieren, ohne dass dabei irgendwelche inhaltlichen Aussagen im Wege stehen würden.

Nebenbei kann man dabei sehr gut beobachten, dass der digitale Schwurbel korrespondierend zum inhärenten Substanzverlust (loss of substance – LOS) zu verstärkter Metaphernbildung anregt – mein Favorit der Woche (nein, der unvermeidliche Mensch im Mittelpunkt hat es diesmal knapp nicht geschafft): "… mit immer höherer Geschwindigkeit prägt." Stellen wir uns das für einen kurzen Augenblick mal bildlich vor … jeder muss zugeben, so ein High-Speed-Präging ist doch nur digital möglich.

Zum Abschluss soll noch etwas anderes durch ein paar konkrete Zahlen aus der Zukunft unterfüttert werden, die die Experten von Roland Berger aufsummiert haben:

Falls Europa die Chance verpasst, die digitale Transformation zum eigenen Vorteil zu gestalten, summieren sich die möglichen Einbußen bis 2025 auf 605 Milliarden Euro.

Falls man ein Freund runder Schätzungen ist, fragt man sich natürlich: Wo mögen nur diese möglichen 5 Milliarden Euro herkommen? Aber das wäre schon wieder ein anderes digitales Thema. Vielleicht liegt es ja auch am 2025 möglicherweise geltenden Euro-Kurs (nebenbei bemerkt: bei einer echten Herausforderung, die alles transformiert, hätte ich, im Fall dass es komplett schiefgeht, schon mit deutlich höheren möglichen Einbußen gerechnet). 

Ganz zum Schluss (einer geht noch) soll deshalb (=warum nicht?) noch ein echter Experte zu Wort kommen; Professor Walter Brenner von der Universität St. Gallen, den ich hierfür ganz bewusst ausgewählt habe, weil sich St. Gallen in Schlussworten immer gut macht, jedenfalls viel besser als beispielsweise Passau oder Bremerhaven (schon mal ein Schlusswort eines Experten von da gehört? Na also!):

Die individuellen Potenziale oder auch Bedrohungen entscheiden darüber, wie sich die Unternehmen der Digitalisierung nähern.

Das kann man nur vollinhaltlich unterstreichen – Beton ist ja auch, was man individuell draus macht.

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Vor nicht allzu langer Zeit gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung – der Überwachungsskandal, den Edward Snowden damals aufdeckte, rief in der Bevölkerung breite Empörung hervor. Die Angst, ein gläserner Mensch zu werden, der auf Schritt und Tritt überwachbar sein soll, lässt regelrecht Gänsehaut entstehen. Der Kampf zum Schutz der persönlichen Daten hatte eingesetzt und in den vergangenen Jahren auch die Politik bestimmt: Das Recht auf mehr Privatsphäre war das Schlagwort für so manche politische Kampagne.

Doch wieder einmal ändert die Politik ihre Kursrichtung. Die letzten Ereignisse in Paris und Brüssel wie auch in Hannover haben die EU-Politik hin zu einer geplanten Totalüberwachung aller Flugreisenden vorangetrieben. Die Daten aller Passagiere sollen minutiös überwacht und registriert werden, so dass alle verdächtigen Reisewege sofort erkannt und potentielle Terroristen unmittelbar aus dem Verkehr gezogen werden können. Natürlich reicht die Überwachung des Flugverkehrs hier noch nicht aus. Das Schengen-Abkommen wird mehr und mehr in Frage gestellt, denn innerhalb der zugehörigen Staaten fanden höchstens stichprobenartige Grenzkontrollen statt, Reisende konnten sich mehr oder weniger unbehelligt über Grenzen hinweg bewegen – zumindest war dies der Status Quo vor der Flüchtlingskrise.

Die aktuelle politische Situation macht vielleicht eine vermehrte Kontrolle notwendig, allein schon aus bürokratischer Sicht, aber es bleibt dennoch fraglich, wie man die Überwachung und anschließende Speicherung dieser ganzen Massen an Daten rechtfertigen will. Es lag nicht an der fehlenden Registrierung von Reisedaten, dass die Anschläge in Paris nicht verhindert werden konnten, den Behörden lagen sämtliche Namen wie Akten der Terroristen vor. Vielleicht sollte man nicht anstreben, noch größere Massen an Daten zu speichern, sondern versuchen, die Informationen, die man besitzt, besser auszuwerten und zu verstehen. Bei dem angestrebten Gesetzesvorschlag zum Austausch der Daten von Fluggästen werden unter anderem Essenswünsche der Passagiere gespeichert.

Inwiefern meine persönlichen Daten über meine Vorliebe für Süßes oder Herzhaftes bei der Terrorbekämpfung helfen sollen, ist mir schleierhaft. Was wohl weniger verdächtig wirkt: Käsebrötchen oder Schokocroissant?

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Hach die IT, so viele Hypes wie Flops und doch muss ich heute mal ein Hoch ausbringen. Was hat sie uns doch – speziell in den letzten 25 Jahren – an Neuerungen gebracht, die einer Revolution gleich aus unser aller Leben nicht mehr wegzudenken sind. Kaum zu glauben, was ein Vierteljahrhundert später für uns alle ganz selbstverständlich geworden ist.

Während wir heute schnell mal die aktuellen Mails und Newsletter auf dem Smartphone oder Tablet checken, Daten und Bilder auf externen Festplatten oder in der Cloud speichern, Filme streamen, Buchungen und Bankgeschäfte online erledigen und unsere Freunde auf Social-Media-Plattformen treffen, war die Welt 1990 noch analog – aber wie ...

Zu Lesen gab es Zeitungen und Bücher ­– natürlich ausschließlich in gedruckter Form – für das Sammeln von Fotos Alben, zur Bank oder ins Reisebüro ging man persönlich und seine Freunde traf man abends in geselliger Runde, was ja auch heute noch seinen unbestrittenen Wert hat.

Nehmen wir als Beispiel nur mal die unbestritten segensreiche Entwicklung des Mobiltelefons. Ich weiß ja nicht, wie Ihr erstes Mobiltelefon aussah, aber vielleicht waren Sie einer der Early Adopter und dementsprechend mit einem der Hörknochen der ersten Stunde bewehrt?

Die nicht mehr ganz Jungen unter uns werden sich erinnern, dass man in unserer Jugend eine Telefonzelle suchen musste, wenn man von unterwegs kommunizieren wollte. Die war dann wahlweise besetzt oder außer Funktion, weil demoliert. Ansonsten blieb nur warten. Darum war es auch immer wichtig, Verabredungen verbindlich zu treffen, und ein Gebot der Höflichkeit, dass man pünktlich ist. Eben darum, um das Warten einzugrenzen. Die übliche Frage bei einem Anruf war damals auch noch „Wie geht’s dir?“ und nicht „Wo bist du gerade?“. Lustig, oder? Wie, Sie können sich das nicht vorstellen? Dann sind Sie vermutlich so um die 25 und sollten mal ihre Eltern fragen.

Wenn ich es mir recht überlege, war manches gar nicht so schlecht. Darum sehen Sie es mir nach, wenn mir – trotz aller Begeisterung für die IT – hin und wieder ein wenig analog zumute ist.

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1990 war schon ein ganz schön aufregendes Jahr – auch in meiner Heimat Österreich. Unter anderem stirbt Altbundeskanzler Kreisky 79-jährig, die Fußball-Nationalmannschaft verliert legendär mit 0:1 gegen die Fußball-Großmacht Färöer-Inseln und Rainhard Fendrich veröffentlicht die inzwischen (zu Recht) als inoffizielle Bundeshymne gehandelte Single „I am from Austria“.

Und: Heimlich, still und leise wurde anno 1990 das Internet in Österreich eingeführt, nachdem man bereits fünf Jahre E-Mail (an einigen Hochschulen) nutzen konnte. Am 10. August wurde die Universität Wien als erster Knoten im Land an das World Wide Web angeschlossen. Und obwohl es noch ein paar Jahre dauern sollte, bis sich das Internet flächendeckend durchsetzte, waren sich die österreichischen „Geburtshelfer“ bereits in einem Bericht zum Projekt, der gerade mal einen Monat nach Inbetriebnahme des WWW-Knotens in Wien erschienen ist, der Tragweite dieser Innovation – zumindest ansatzweise – bewusst:

"Die enorme Bedeutung dieser neugeschaffenen Kommunikationsmöglichkeiten, die gegenüber den bisherigen, im wesentlichen auf Electronic Mail und Filetransfer beschränkten Netzdiensten ganz entscheidend erweitert wurden, für die österreichische Wissenschaft kann nicht hoch genug eingeschätzt werden."

Ob Wissenschaft oder gleich die ganze Gesellschaft: Fakt ist, dass das Internet auch aus Österreich nicht mehr wegzudenken ist. Wer sich für die Geschichte der ersten zehn Jahre des WWW in rot-weiß-rot interessiert, dem sei folgender Aufsatz auf der Website der Uni Wien ans Herz gelegt: „10 Jahre Internet in Österreich“ von Peter Rastl.

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Wir schreiben in diesem Jahr ein ganz besonderes: Nicht nur unsere Agentur kann sich ihres Vierteljahrhunderts rühmen, nein, wir feiern auch die Geburtstage etlicher Persönlichkeiten und geschichtlicher Ereignisse, die wohl unvergesslich bleiben.

Auf politischer Ebene ist dieses Jahr denkwürdig: Die Wiedervereinigung Deutschlands feiern wir zum 25. Mal und unser eiserner Kanzler - der Deutschland ehemals zu einem Nationalstaat machte - wurde vor mittlerweile sage und schreibe 200 Jahren geboren. Auch genau hundert Jahre nach dem Tag, an dem Ingrid Bergmann das Licht der Welt erblickt hat, sind Phrasen aus ihren filmischen Glanzleistungen wie Schau mir in die Augen, Kleines oder Uns bleibt immer Paris jetzt noch präsent.

Achja, apropos Paris - der Spatz von Paris feiert ebenso seinen 100. Geburtstag: Edith Piaf erblickte am 19. Dezember 1915 das Licht der Welt und wurde zu einem der leuchtendsten und wohl gleichzeitig tragischsten Sterne am französischen Chanson-Himmel, dennoch sang sie am Ende ihres Lebens: Non, je ne regrette rien! Auch der Agenturvater wird wohl nichts bereuen, wenn er auf die Geburtsstunde von PR-COM vor 25 Jahren zurückblickt und mit dem Status quo vergleicht - ganz im Gegenteil! 

2015 ist ein Jahr der Jubiläen und der Freude. Feierlich begangen wurde unser Firmenjubiläum schon in unvergesslichem Alpenpanorama, und nun können wir uns auf weitere spannende Jahre in einer außergewöhnlichen Agentur freuen, denn sicherlich - und ich könnte es am 100. Geburtstag von Frank Sinatra nicht besser sagen als er selbst - The best is yet to come!

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Das Internet hat in den letzten zwanzig Jahren zu einem massiven Produktivitätsschub bei der Büroarbeit beigetragen – heißt es. Ursächlich dafür seien unter anderem die höhere Rechenleistung der Endgeräte, mit denen gearbeitet wird, oder auch die Möglichkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Um diese Behauptung zu überprüfen, hilft ein einfacher Faktencheck.

Früher saß ein Angestellter am Schreibtisch und schrieb mit der Textverarbeitung (Wordstar, Wordperfect oder Word) einen Geschäftsbrief an den Lieferanten A mit einer Reklamation und anschließend eine neue Bestellung an den Lieferanten B. In der gleichen Zeit beginnt er heute seinen Arbeitstag damit, dass er seine E-Mails – die geschäftlichen und die privaten – checkt, einige Kommentare in Facebook schreibt und schnell noch zwei, drei Twitter-Tweets postet. Nach der ersten Korrespondenz führte der Angestellte früher mehrere Gespräche mit Kollegen, holte sich einen Kaffee und erfuhr in der Kaffeeküche den neuesten Stand zu einigen Ausschreibungen. Im Internetzeitalter guckt der Mitarbeiter in dieser Zeit die neuesten von Freunden empfohlenen YouTube-Videos. In der alten Welt ist es Montagmorgen und jetzt ist Zeit, um mit Kollegen die neuesten Ergebnisse der Fußball-Bundesliga zu diskutieren. Das Internet bietet dazu heute eine unendliche Fülle an Analysen und Heatmaps. Ein wunderbarer Use Case übrigens für Big Data.

Für Ablenkung am Arbeitsplatz, mit der Folge einer sinkenden Produktivität, war also immer schon gesorgt. Das Wort dafür heißt Prokrastination. Der Begriff stammt angeblich aus dem 16. Jahrhundert als das lateinische Verb „procrastinare“ Eingang ins Englische fand. Woher ich das weiß? Ich habe es während meiner Arbeitszeit gegoogelt und etwas dazugelernt. Siehe beispielsweise: http://campus.nzz.ch/studium/morgen-ist-ein-tag-zu-spaet oder http://hauptstadt.tumblr.com/post/242870141/prokrastination-substantiv-f-singularetantum. Anders gefragt: Kann das Internet die Produktivität fördern? Ja, wenn es als Werkzeug richtig eingesetzt wird.

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Das Jahr 1990 war die Geburtsstunde von PR-COM. Was? Solange ist das schon her? Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Dabei fühlt es sich so an, als ob das neue Jahrtausend erst kürzlich begonnen hat. Denken wir zurück, fällt es uns schwer, uns zu erinnern, was 1990 alles geschehen ist. Spontan erinnern wir uns natürlich an die wichtigsten Ereignisse: Ganz Deutschland feierte die Wiedervereinigung und Deutschland wurde Weltmeister. Und was geschah noch? Um Eurer Erinnerung auf die Sprünge zu helfen, testet Euer Wissen mit dem 1990-Quiz!

 

1. Welches der aufgeführten Ereignisse geschah 1990?

  1. Windows 3.1 kam heraus
  2. Der Grüne Punkt als Kennzeichen für recycelbare Verpackungen wurde in Deutschland eingeführt
  3. Ende der Sowjetunion
  4. Die UNESCO verkündete ihre Deklaration zur Pressefreiheit

2. Was kostete der Liter Normal-Benzin durchschnittlich?

  1. 1,14 DM
  2. 1,21 DM
  3. 1,11 DM
  4. 1,02 DM

3. Wer wurde Deutscher Meister?

  1. Borussia Dortmund
  2. 1. FC Köln
  3. FC Bayern
  4. Werder Bremen

4. Was war das Unwort des Jahres?

  1. ausländerfrei
  2. Gab es 1990 noch nicht
  3. Peanuts
  4. Rentnerschwemme

5. Welcher Film war der erfolgreichste?

  1. Arielle – Die Meerjungfrau
  2. Kuck mal, wer da spricht
  3. Pretty Woman
  4. Werner – Beinhart!

6. Welches Lied war am längsten Nr. 1 in den deutschen Single Charts?

  1. Matthias Reim – Verdammt, ich lieb’ dich
  2. Werner Wichtig – Pump ab das Bier
  3. Phil Collins – Another Day in Paradise
  4. Sinéad O’Connor – Nothing Compares 2 U

7. Welches Produkt zog die Blicke aller Besucher auf der fünften CeBIT auf sich?

  1. UNIX für den neuesten Atari-TT-Rechner
  2. Highscreen Kompakt AT 286 Serie II
  3. Die NeXTstation
  4. Commodore 125

8. Welche Namen waren am beliebtesten?

  1. Jan und Laura
  2. Kevin und Lisa
  3. Jan und Lisa
  4. Jan und Julia

9. Welche Ausdrücke wurden ab 1990 von Jugendlichen verwendet?

  1. fett, endgeil, verludert
  2. bombastisch, toff, hip
  3. ultrakrass, verschärft, granatenmäßig
  4. famos, delikat, splendid

Zur Auflösung

  • 8-9 richtige Antworten: Der 1990-Nerd – Mir macht keiner was vor!
     
  • 6-7 richtige Antworten: Ich kenne mich gut aus!
     
  • 4-5 richtige Antworten: Da ist noch Luft nach oben!
     
  • 0-3 richtige Antworten: 1990? Das war wohl vor meiner Zeit!
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In den ersten Jahren von PR-COM gehörte das Thema Client-Server zu den Top-Themen. Der Begriff kam in jedem zweiten Artikel vor und man war als Redakteur gut beraten, sich ein entsprechendes Tastaturkürzel zuzulegen: "CS". Um die Frage der korrekten Schreibweise Client/Server oder Client-Server wurden Glaubenskriege geführt – als ob die Sache nicht eindeutig wäre.

Heute schaffen es Client-Server und Client/Server nur noch selten auf den Bildschirm. Ich habe eigenhändig nachgezählt: Bei Google unter aktuellen deutschen Meldungen im ganzen Juli nur magere 20 Mal. Wann habe ich eigentlich das Tastaturkürzel "CS" abgeschafft? Ein ganzes Thema wurde ohne offizielle Abkündigung und Abschiedsfeier, ohne Blasmusik und Würstchen, also weitgehend sang- und klanglos, aus dem Verkehr gezogen.

Mit SOA, einem Top-Begriff der Nullerjahre, lief es zuletzt ähnlich. Ich habe auch hier gegoogelt und werde mit der ersten News auf den australischen Kampfsportler Soa Palelei (Kampfname "The Hulk") verwiesen. Im Ernst! Und ein gewisser Timothy V. Murphy, bekannt aus "Sons of Anarchy" (SOA) hat seit 22. Juli 2015 selber einen Sohn. Unter den ersten 20 SOA-Meldungen nichts aus der IT. Und was verschwindet als nächstes? Cloud Computing? Big Data? Das Problem ist offenbar: wenn es soweit ist, merkt es keiner mehr. Also wieder nichts mit Blasmusik und Würstchen.

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Ein absoluter Dauerbrenner in der PR ist das Thema: Prognosen, Ausblicke, Trends. Es ist ja auch sehr spannend, sich vorzustellen, was künftig alles möglich sein könnte. Blicken wir heute einmal 25 Jahre zurück und schauen, welche Technik die 1990er-Jahre prägte.

Unter anderem gab es die Textnachrichten oder SMS, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Schon damals war das Telefonieren mit dem Handy eine Nebensache. Heutzutage wird das Handy auch eher für andere Dinge als das Telefonieren verwendet, wobei die SMS jedoch an Bedeutung verliert. In dieser Zeit brachte auch ein Student namens Linus Torvalds ein neues Betriebssystem namens „Linux“ in den Umlauf, welches einen starken Einfluss auf Computer haben würde.

Natürlich gab es noch viele andere technische Neuheiten, die für die damalige Zeit revolutionär waren. Für mich persönlich war der Discman, also ein mobiles Gerät, um CDs abspielen zu können, das absolute Objekt der Begierde. Als mir dieser Wunsch erfüllt wurde, ging ein Traum für mich in Erfüllung. Das Austauschen von CDs unter Freunden gehörte ab sofort zum täglichen Lebensinhalt.

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Unsere PR-Agentur feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Jubiläum: ihren 25. Geburtstag. Als unser Chef PR-COM 1990 gründete, hatte ich mein Abitur bestanden und war froh, den schulischen Informatikunterricht hinter mir zu haben. Ich kann mich gut erinnern, wie schrecklich ich diesen fand. Nicht nur, weil ich mir unter der Programmiersprache BASIC anfangs recht wenig vorstellen konnte, sondern auch, weil es im Informatikkabinett meiner Schule Kleincomputer gab, deren technische Ausstattung recht bescheiden war. Damit Ihr auch versteht, von welcher bescheidenen Ausstattung ich hier spreche, nachfolgend ein paar Abmessungen und technische Daten des "C64 der DDR", des Kleincomputer KC 85/2-4 (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleincomputer_KC_85/2-4):

  • Abmessungen: 385 mm × 270 mm × 77 mm
  • Gewicht: 4,1 kg
  • CPU: UB 880 D
  • Taktfrequenz: 1,75 MHz (112 × PAL-Zeilenfrequenz)
  • RAM: 32 KByte
  • ROM: 4 KByte (der KC 85/4 hatte 20 KByte)
  • für Anwender freier RAM: 17 KByte (der KC 85/4 hatte 64 KByte)
  • Bildgröße: 320 × 256 Pixel

Als Monitor nutzten wir einen schwarz-weiß Fernseher und als Speicher einen Kassettenrekorder. Die Tasten der Computertastatur ließen sich schwer drücken und wenn ich Befehle eingab, hatte ich immer das Gefühl, ich benutze ein Hackbrett. Mir war auch nicht klar, welchen Sinn der Informatikunterricht überhaupt hatte. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis kannte ich niemanden, der so einen Computer zu Hause stehen hatte. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung musste ich mir diese Frage auch nicht mehr stellen. Der KC 85/2-4 war Geschichte.

Und heute, 25 Jahre später? Heute wissen wir vor all den technologischen Entwicklungen in der IT, der technischen Ausstattung der Geräte und der Produktvielfalt bei Tablets, Smartphones, Laptops, PCs, Mac & Co. schon gar nicht mehr, welches Produkt wir kaufen sollen und welche Funktionen es wirklich haben muss. Viele Geräte haben sich zu Lifestyle-Produkten entwickelt, die schick aussehen, uns im Alltag unterstützen und uns Vieles erleichtern. Für meinen Geschmack haben sie aber häufig zu viel Schnickschnack und viele unnötige Funktionen.

Mit dem Internet der Dinge steht nun die nächste große Entwicklung an. Laut Wikipedia (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge) beschreibt der Begriff Internet der Dinge, dass der (Personal) Computer zunehmend als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird. Das bedeutet, jedes „Ding“ soll einen Netzanschluss und eine IP-Adresse bekommen, egal ob Kühlschrank, Herd, Auto, Telefon oder T-Shirt, alle Dinge sollen miteinander vernetzt und übers Internet erreichbar sein. Mit den so genannten Wearables ist der Anfang gemacht…

Wie sich das Internet der Dinge weiterentwickelt, welche Produktideen und Geschäftsmodelle es geben und wie es sich auf unser Privatleben und den beruflichen Bereich auswirken wird? In spätestens 25 Jahren, zum 50. Geburtstag von PR-COM :o), werden wir es wissen.

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