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Wer kennt das nicht: Sobald man Freunden oder Verwandten davon erzählt, was man eigentlich den ganzen Tag so in der Arbeit treibt, verstehen die nur Bahnhof:

„Wir trafen uns asap im Meetingroom, um den Confcall per Webcast abzuhalten.“

„Wir hatten eine Telco, in der wir ein kurzes Briefing bekamen, welche Key Targets es gibt und welche Competitors wir monitoren sollen.“

Und das Schlimme daran: einem selbst fällt dieses Denglisch, die Möchtegern-Abkürzungen und der Wortakrobatik-Schmarrn im Arbeitsalltag eigentlich schon gar nicht mehr auf.

Ein Experiment: Versuchen Sie doch mal im PR-Alltag ohne englische Wörter auszukommen. Und? Wie lange halten Sie durch? Und vor allem: Wie lange halten Ihre Geschäftspartner durch? Teilweise sucht man sogar vergebens nach einer deutschen Variante – oder fällt Ihnen spontan ein Wort für Pitch ein?

Noch mehr Phrasen gibt’s bei Spiegel online: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/bullshit-phrasen-im-buero-manager-sprech-ueben-mit-bullshit-o-mat-a-1004202.html

Und wem das nicht reicht, der kann sich auch gleich noch seinen neuen interessanten Jobtitel selber basteln: http://www.spiegel.de/karriere/games/jobtitel-generator-neue-berufsbezeichungen-fuer-angeber-und-aufschneider-a-771682.html

Wie wäre es mit einem

oder

oder damit

Och, einer geht noch:

Das klingt doch nicht schlecht und es kommt mal ein bisschen Bewegung in die ganzen langweiligen, unkreativen PR-Job-Bezeichnungen (deren Bedeutung von Agentur zu Agentur sowieso uneinheitlich und schleierhaft ist) wie Account Manager, Senior Account Manager, Account Director, Assistant Account Executive, Referent – schnarch!

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Nachdem Facebook vor kurzem „Facebook at Work“ vorgestellt hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis der große Konkurrent aus Mountain View mit einem neuen Angebot für Firmen nachziehen würde. Nach Google Drive, Docs, Calendar und Co. gibt es also nun "Android for Work" – um das Potenzial, das Smartphones und Tablets für Unternehmen bieten, noch besser nutzen zu können, so Rajen Sheth, der zuständige Director of Product Management.

Zum einen sollen mit Android for Work bereits bestehende berufliche und private Apps und Daten auf mobilen Endgeräten, die mindestens mit Android 5.0 („Lollipop“) ausgestattet sind, bereits auf der Betriebssystem-Ebene getrennt verwaltet und geschützt werden können. Für Mitarbeiter, deren Telefone über Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) verfügen, bietet eine Android-for-Work-App Funktionen wie sichere E-Mail, Kalender, Adressbuch, Dokumente, und so weiter. Google Play for Work, die nach Verwaltung und App dritte von Google definierte Schlüsselfunktion, soll für eine sichere zentrale Implementierung und Verwaltung von Apps sorgen, und last but not least gibt’s dann noch die eingebauten sogenannten „Productivity Tools“: Zusätzliche Business-Apps für Mail, Adressen und Kalender, die Microsoft Exchange oder IBM Notes unterstützen und Dokumente daraus editieren können. All diesen Funktionen respektive Apps sei laut Google gemein, dass die unternehmenseigenen IT-Abteilungen immer nur auf die beruflich benötigten Profile und Apps zugreifen und installieren können. Ziel sei eine Vereinfachung der Administration in Sachen „Bring Your Own Device“ (BYOD). Zu diesem Zweck hat man sich auch Partner auf Soft- und Hardwareseite ins Boot geholt, wie SAP oder Dell.

Google unterstreicht mit Android for Work also seinen Anspruch, auch bei Unternehmens-IT-Lösungen mitmischen zu wollen. Stellt sich nur die Frage, wie man mobile Devices mit Betriebssystemen anderer Anbieter in das System integrieren möchte. Diese Antwort bleiben die Entwickler aus Mountain View bisher noch schuldig.

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In diesen Tagen findet in Hamburg die Social Media Week statt – Grund genug, die Sozialen Medien mal wieder in den Fokus zu nehmen. Als B2B-Agentur interessiert uns dabei natürlich in erster Linie die Unternehmens-Perspektive. Und hier lohnt es sich, ein Einsatzszenario genauer zu betrachten, das noch immer eher ein Schattendasein fristet: Der Einsatz von Social Media für die Interne Unternehmenskommunikation.

Denn gerade dieses Instrument wird von vielen Unternehmen immer noch mit viel Argwohn betrachtet. Sie sehen dahinter oftmals einen unproduktiven Zeitfresser – vor allem wenn es nicht nur um einen unternehmensinternen Blog oder andere kleinere Kommunikations-Tools geht, sondern darum, die gesamte Interne Kommunikation auf Social-Media-Strukturen umzustellen. Dabei kann sich insbesondere die Vernetzung durch Plattformen wie Yammer, Chatter und Co. als wirklicher Wettbewerbsfaktor erweisen – gerade für größere Unternehmen mit vielen (internationalen) Standorten. Worin liegen die Vorteile und Potenziale?

Unternehmen können durch Social-Media-Strukturen einen besseren Zugang zu Informationen und dem Know-how ihrer Mitarbeiter schaffen. Mit den richtigen Tools lassen sich nicht nur die Mitarbeiter optimal miteinander vernetzen, auch die gemeinsame Arbeit an Dokumenten wird ermöglicht bzw. optimiert. Wo früher der immer gleiche Kollege aus dem Nachbarbüro um Rat gefragt wurde, können in einer „Enterprise 2.0“ Experten identifiziert werden, mit denen man sonst nie in Kontakt gekommen wäre. Die Vernetzung ermöglicht, dass sich die Angestellten in Diskussionen einbringen und ihre Fähigkeiten bei Projekten aufzeigen können, bei denen sie sonst außen vor wären – Stichwort Innovationsfähigkeit. Ein weiterer Faktor wird zudem in den kommenden Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen: Die Unternehmen erhöhen ihre Attraktivität – nicht nur für bestehende, sondern auch für zukünftige Mitarbeiter. Die vielbeschworene „Generation Y“ erwartet zunehmend, Kommunikations- und Informationsstrukturen aus ihrem Alltag auch im Büro zur Anwendung bringen zu können. Social Media gehören da zweifellos dazu.

Diese hier grob skizzierten Vorteile lassen sich um weitere ergänzen. Doch die Interne Kommunikation mit Social Media ist kein Selbstläufer. Neben der Wahl der richtigen Tools und der Einbindung und Schulung der Mitarbeiter ist der Faktor Unternehmenskultur der Entscheidende – und gerade daran scheitern Social-Media-Projekte oftmals. Dieser bedingt Prinzipien wie Transparenz, Real Time, Dialogorientierung und Partizipation. Starre Strukturen in der Unternehmenshierarchie stehen dem entgegen, da sie den übergreifenden Informationsfluss im Unternehmen hemmen. Unternehmen müssen sich von einem Silo-Denken in den Organisationseinheiten lösen und eine Kultur etablieren, bei dem das Teilen von Wissen zum Prinzip erhoben wird und eine Philosophie, in der Wissen gleich Macht bedeutet, aus dem Arbeitsalltag verschwindet.

Viele Manager haben vor einer solchen Entwicklung Sorge und verteidigen die alten Pfründe und bestehende Machtstrukturen. Dabei ist es beim Einsatz von Social Media nicht anders als bei anderen Change-Projekten: Es kann nur funktionieren, wenn die führenden Management-Ebenen mitziehen und mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei ist deren Sorge vor Bedeutungsverlust meist völlig unbegründet, schließlich brauchen Unternehmen weiterhin Führung. Am Ende muss schließlich immer noch jemand die Entscheidungen treffen und seinen Kopf hinhalten. Notwendig ist jedoch ein anderer Führungsstil, der die Prinzipien eines „digitalen Mindsets“ verkörpert.

Die Skepsis der Unternehmen gegenüber dem erweiterten Einsatz von Social Media wird, ja muss fallen. Die veränderten Kommunikationsstrukturen werden sich auch innerhalb der Unternehmen immer mehr durchsetzen. Und war es bei der Einführung der E-Mail nicht ähnlich? Für viele war sie Neuland und damit per se ein unnützes und überschätztes Medien-Phänomen.

Und fragen Sie heute mal einen Unter-50-Jährigen nach seiner Faxnummer? Eben!

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Gleich zwei unserer neueren Kunden klagen über die übermäßige Proaktivität von PR-COM und fühlen sich „überfordert": Neue Themen, Anregungen, Anfragen oder Reminder in diesem dichten Takt, das kannten sie so vorher nicht.

Wie soll man sich jetzt dabei fühlen: Schlecht, weil wir die Kunden tatsächlich überfordern? Oder gut, weil wir die Dinge offensichtlich besser machen als die reaktiven Vorgänger-Agenturen?

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Bei den meisten Kunden endet zu Beginn eines neuen Kalenderjahres der PR-Lifecycle und es wird Bilanz gezogen: Wurden die gesteckten Kommunikations-Ziele erreicht? Welche Kampagnen haben funktioniert? Wo gibt es Verbesserungspotentiale? Eine detaillierte und schonungslose Analyse ist meiner Meinung nach die Basis für alle weiteren Kommunikationsplanungen. Sie liefert für gewöhnlich wichtige Erkenntnisse, die es ermöglichen, Kunden auch strategisch an die Hand zu nehmen. Es lohnt sich daher, etwas mehr Zeit zu investieren und sich mit dem Kunden auszutauschen. Und dann geht es auch schon wieder gut gerüstet in eine neue Runde: Communicate your Business!

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Wir hatten immer irgendwie das Gefühl, dass die Branche, die wir beraten (also die ITK-Branche), bei Marketing und PR dem Rest der Welt hinterherhinkt. Vor allem die Websites der ITK-Unternehmen erschienen uns mehr schlecht als recht gepflegt. Das wollten wir genauer wissen und haben zum Vergleich die Presseseiten der hundert größten deutschen Unternehmen im Internet unter die Lupe genommen. Dort sind so gut wie alle Branchen vertreten.

Alles in allem sehen die Auftritte professionell aus, aber es gab auch überraschend oft heftige Lücken: die Schwarz-Gruppe etwa hat offensichtlich überhaupt keinen Webauftritt; die Airbus-Group nur einen englischsprachigen; Aldi-Süd einen reduzierten „Discounter“-Auftritt mit lediglich einer einzigen E-Mail-Kontaktadresse und sonst gar nichts. Auch andere haben keinen deutschsprachigen Pressebereich. Man fragt sich: wie ticken diese Unternehmen? In welchem Universum leben sie, um im Zeitalter von Internet und Social Media mit den Medien NICHT proaktiv über das Internet zu kommunizieren?

Andere Unternehmen wie Ford oder Porsche verlangen nach einem Journalisten-Login. Warum? Wir finden das unzeitgemäß und lästig.

Bei Südzucker und Lekkerland gibt es monatelang keine neuen Presseinformationen. Wie kann das sein: hat ein Milliarden-schweres Unternehmen den Medien nicht öfter etwas mitzuteilen? Oder gibt es irgendwo einen Geheimzugang für Geheiminfos? 

Auch scheint das Bewusstsein für multimediale Inhalte bei vielen Pressestellen nicht sonderlich stark ausgeprägt zu sein: nur 78% der untersuchten Unternehmen verfügen über eine Mediathek, gerade mal die Hälfte offeriert Videomaterial. Innerhalb einzelner Presseinformationen bieten nur 44% Bildmaterial an, nur 10% verlinken darin auf korrespondierende Social-Media-Inhalte.

Wirklich geschockt hat uns aber die Tatsache, dass nicht einmal die Hälfte der hundert größten deutschen Unternehmen den mobilen Aufruf ihrer Presseseiten unterstützt. Journalisten (die ja nicht gerade selten unterwegs sind) und andere User müssen sich also mit winzigen Schriften und völlig unübersichtlichen Websiten auf ihren Smartphones und Tablets herumärgern. Wie zeitgemäß ist das denn?

Natürlich gibt es auch viel Positives zu berichten. Im Detail ist das alles nachzulesen in unserem Whitepaper, das jeder hier abrufen kann.

Unsere Erkenntnis nach der Studie: Nicht nur ITK-Unternehmen müssen noch viel dazulernen; auch andere Branchen machen nicht alles richtig und haben Nachholbedarf.

Hier also einige Empfehlungen an die Kommunikationsprofis da draußen:

1. Wir leben im Zeitalter intensivster Web- und Social-Media-Kommunikation. Wer nicht mitmacht, verliert – zumindest bei Wahrnehmung und Image

2. Mobilität ist Trumpf, und bei Journalisten Alltag. Die Unterstützung von mobilen Devices ist Pflicht

3. Multimedia ist nicht mehr wegzudenken. Liebe Kommunikationsprofis, bietet mehr Bilder und (gutgemachte!) Videos an

4. News ändern sich im Minutentakt. Schnelligkeit und Aktualität sind gefragt

5. KISS: Keep it short and simple. Niemand will mehr ellenlange Texte lesen – die sind in Background-Informationen besser aufgehoben als in Presseinformationen. Überladene und unübersichtliche  Inhalte, bei denen sich die Designabteilung ausgetobt hat, sind auch nicht mehr zeitgemäß (hallo Adidas!). Kommunikations-Zen ist angesagt.

6. Ein freundlicher Ansprechpartner ist doch schon die halbe Miete. Schnelle Kontaktdaten im Pressebereich sind hilfreich. Foto kann auch nicht schaden

7. Und wie immer: Strategie, Strategie, Strategie. 
 

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Deutschlands Arbeitsmarkt boomt. Ende 2014 waren über 43 Millionen Menschen erwerbstätig, zugleich sank die Arbeitslosigkeit mit rund 2,8 Millionen in einem Dezember auf ein Rekordtief seit der Wiedervereinigung.

Ungebrochen ist nach wie vor der Bedarf an Fachkräften, insbesondere in der ITK-Branche. Laut einer aktuellen BITKOM-Studie werden in Deutschland derzeit rund 41.000 IT-Spezialisten gesucht. Gefragt sind mit großem Abstand vor allem Software-Entwickler mit Fachwissen im Bereich Cloud Computing und Big Data. Vermehrt gesucht werden auch IT-Sicherheitsexperten, die fast jedem siebten Unternehmen fehlen.

Was können Unternehmen dagegen tun? Die einfachste und wichtigste Maßnahme ist die Bindung der bestehenden Belegschaft an das Unternehmen. Dazu gehören zum einen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter, sowie das Unternehmen für Mitarbeiter attraktiv zu machen. Nicht unbedingt entscheidend ist, wie oft angenommen, die Größe des Unternehmens – gerade kleine und mittelständische Unternehmen können mit flachen Hierarchien und einer engen Beziehung zu ihren Mitarbeitern punkten. Wichtig ist daher vor allem, die eigenen Stärken sichtbar zu machen und sich so beim Recruiting einen Vorteil zu verschaffen. Auch hier kann PR ansetzen.

Dabei geht es zunächst um die Auswahl geeigneter Kommunikationskanäle. Neben den traditionellen Stellenanzeigen in Print und Online gewinnen Social-Media-Kanäle wie XING, Facebook oder LinkedIn immer mehr an Bedeutung bei der Personalsuche. Mit einem professionellen Aufritt nach außen präsentiert sich das Unternehmen sowohl bei der aktiven als auch bei der passiven Ansprache potenzieller Bewerber als attraktiver Arbeitgeber.

Einen innovativen Schritt geht übrigens das Unternehmen Trigema – dort wird sogar dem Nachwuchs der Mitarbeiter ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz garantiert.

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Facebook während der Arbeitszeit? Sicher, wie sollten wir manchmal sonst die endlosen Bürostunden bis zum Feierabend überbrücken? Aber Facebook für die Arbeit?

Es gibt kaum jemanden, der es nicht schon mal getan hat: schnell die Neuigkeiten der Freunde checken oder einen Post absetzen, manchmal in der Mittagspause, manchmal heimlich in einem unbeobachteten Moment, denn Chefs sehen das nicht gerne. Oder schlimmer noch, sie sperren ihren Mitarbeitern den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. Denn für tausende deutsche Firmenchefs ist Facebook nicht nur der Zeitfresser schlechthin, sondern auch ein enormes Sicherheitsrisiko für Unternehmensdaten – und nun soll ausgerechnet Facebook die Bürokommunikation effizienter machen?

Tatsächlich: "Facebook at Work“, eine Social Collaboration Software für die unternehmensinterne Kommunikation, kommt. Seit Kurzem ist es offiziell, dass die Zuckerberg-Firma in die interne Office-Kommunikation einsteigt, und einigen auserkorenen Unternehmen wurde auch schon die Ehre zuteil, den jüngsten Facebook-Spross zu testen.

Dennoch – eine gewisse Skepsis ist angebracht, zumal vor allem die Deutschen ja ohnehin einen Hang zum Konservativen und Bedächtigen haben, wie Dell und Intel erst vor Kurzem in einer Studie aufgezeigt haben: E-Mail statt Instant Messaging, Telefonat oder Meeting statt Video-Konferenz oder Online-Meeting. Und jetzt das?

Wobei, wie passen hippe Start-ups und E-Mail, ein Kommunikationsmittel, das nun auch schon über 30 Jahre alt ist, zusammen? Genau hier wittert Facebook nämlich seine Chance, auch die Businesswelt zu entern. Und auch der kulturelle Aspekt spielt wieder mit: Privates und Arbeit verschmelzen – auch wenn die Arbeits- und Privat-Accounts strikt getrennt sind, die Plattform ist den meisten wohl bekannt: Timeline, Privatnachrichten, Gruppen, Events – keine großartige Einarbeitung ist nötig, der Umgang mit den Kontakten ist lockerer, … was will man mehr für das Betriebsklima?

Aber was ist mit denen, die Facebook abgeschworen haben?

Effektiv oder nicht, lukrativ ist Facebook at Work allemal, denn die Nachfrage gibt es und der Markt für ESN (Enterprise Social Networks) wächst auch hierzulande rasant: Die Marktforscher von Experton prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 36 Prozent. So sollen Unternehmen 2019 etwa 7,8 Milliarden Euro für Produkte und Services am Social-Business-Markt ausgeben.

Wird Facebook also in Zukunft nicht nur privat die erste Seite sein, die wir morgens öffnen, und die letzte, die wir abends schließen?

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Über Segen und Fluch von Bewertungen im Web habe ich in diesem Blog schon ein paar Mal geschrieben (zuletzt im August). Dass bei solchen Bewertungen nicht immer nur um vermeintlichen Kleinkram wie Toner, Tablets oder Urlaubsreisen gehen muss, zeigt ein Fall über den kürzlich Die Welt berichtete. Obwohl … um Urlaubsreisen ging es auch da.

Der Hintergrund: Zwei Bieter, der eine aus China, der andere aus Italien, wollten Mitte 2014 den Tourismuskonzern Club Med übernehmen. Im Rahmen der "Bieterschlacht" soll es, laut Welt, nicht mit rechten Dingen zugegangen sein:

Angebliche Experten hätten unter falschen Namen als Gastautoren Artikel auf diversen Internetportalen veröffentlicht, um Marktteilnehmer zu beeinflussen, berichtet die Seite "JDN".

Der italienische Bieter sollte offenbar von diesen Experten gezielt schlechtgemacht werden. So ganz richtig ist es aber nicht, was Die Welt berichtet, denn bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass die "angeblichen Experten" durchaus richtige Experten waren, vielleicht nicht für Unternehmensübernahmen, aber bestimmt für Unternehmenskommunikation: 

"JDN" ist selber einem vermeintlichen Experten aufgesessen, wie das Internetportal zugibt. Ein sich Marc Fortin nennender Mann, der sich als Finanzanalyst von MFR Business ausgegeben habe, habe bei "JDN" im Dezember einen Artikel veröffentlicht und darin Punkt für Punkt die Offerte Bonomis kritisiert, berichtet das Portal.

Um Fortins Identität Glaubwürdigkeit zu verleihen, seien sogar extra Konten bei Twitter, LinkedIn und Google+ eingerichtet worden, inklusive eines falschen Lebenslaufs. Bei der Rückverfolgung der IP-Adresse, über den Fortins Artikel eingereicht wurde, stellte "JDN" dann fest, dass diese von Mitarbeitern der Unternehmen Allo-Media und iStrat genutzt werde. […] IStrat bezeichnet sich als Spezialist für "Beeinflussungskommunikation".

Profis eben. Allerdings gehört die Verbreitung falscher Finanzinformationen nach geltender Rechtslage mehr auf die Seite "Fluch". Daher ermittelt jetzt die französische Justiz. Bonomi hat sich mittlerweile aus der Bieterschlacht zurückgezogen.

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Liest man sich US-amerikanische Pressemitteilungen im Original durch, wünscht man sich manchmal einen Downer zur Hand – so sehr putscht einen die Woge der Begeisterung auf, die einem hier entgegenschlägt. Alles ist „cutting-edge“, „industry-leading“ und natürlich „amazing“. Und selbst die neue Druckerpatrone ist so geil, dass sie die Produktivität steigert, die Effizienz erhöht, die Kosten dramatisch senkt und glücklichen Unternehmen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit verhilft.

Schon klar, das liegt an den kulturellen Unterschieden. Wir Deutsche sind notorische Bedenkenträger, nüchterne Langweiler und alles. Wir wägen Für und Wider x-mal ab, prüfen alle Details und zicken am Ende dann immer noch rum. Entsprechend sachlich sind auch unsere Journalisten. Sie wollen Fakten, Fakten, Fakten – und sonst nix. Ganz anders dagegen in den Staaten. Hier langweilen sich die Journalisten nur, wenn sie mit technischen Details belästigt werden. Sie wollen Emotionen! Optimismus! Begeisterung!

Das sagen zumindest die Urheber der Pressemitteilungen immer. Nur komisch, dass sich davon in den amerikanischen Fachzeitschriften so rein gar nichts findet. Sie sind mindestens genauso kritisch, distanziert und faktenorientiert wie hierzulande – und teilweise sogar noch bissiger. Ganz in der großen langen Tradition der freien US-Presse. Sind die Unterschiede also vielleicht doch gar nicht so groß? Und erfindet sich hier einfach eine Branche eine ihr genehme Realität?

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Wie wir schon aus den vorangegangenen Beiträgen zur Zukunft der Arbeitswelt erfahren haben, ist das Berufsleben heute vielschichtig – für Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer. Die moderne Technik bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, angefangen bei der Auswahl der bevorzugten Geräte bis hin zum flexiblen Remote-Arbeitsplatz von zuhause oder anderswo. Es liegt an jedem Einzelnen, ob und welche Variante er bevorzugt und wie weit das Unternehmen seines Vertrauens ihn dabei unterstützt.

Doch was bringt die Zukunft? Was erwarten Arbeitnehmer von den technologischen Entwicklungen, und welchen Einfluss sehen sie auf ihren Arbeitsplatz oder ihre Arbeitsweise?

Auch mit diesen Fragen hat sich die Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel befasst und liefert uns einige interessante Ausblicke.

Mal vorweg, insgesamt sind die Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz optimistisch. Sie glauben, dass die technische Weiterentwicklung Vorteile und neue Möglichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen wird, aber nicht, dass sich die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern wird.

Eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer ist der Überzeugung, dass in Zukunft die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92% weltweit; 91% in Deutschland) und dass Tablets die Notebooks vollständig ersetzen werden (87% bzw. 84%). Ebenso eindeutig ist es für die meisten, dass wir alle künftig unsere Computer mit Gesten steuern werden (87% bzw. 91%) und wir dafür keine Tastaturen und Mäuse mehr benötigen. Stehen wir also künftig alle im Büro und wedeln wild mit den Armen, um unsere Computer zu bedienen? Minority Report lässt grüßen.

84% glauben sogar an das selbstfahrende Auto, das sie künftig zur Arbeit chauffiert, und 52% lassen sich im besten Fall gleich durch ein Hologramm am Arbeitsplatz ersetzen – wenn da der Wunsch mal nicht Vater des Gedanken war ...

Auch ein wenig Technologie-Pessimismus wird deutlich: 29% der deutschen Arbeitnehmer meinen, dass die zunehmende Technisierung den Menschen unwichtig macht (23% weltweit). Auch hegen 19% (15% weltweit) Sorgen, dass die zunehmende Verbreitung von Big-Data-Lösungen ihre persönliche Freiheit einschränkt. Und gar 32% der deutschen Befragten sind der Ansicht, dass Technologieunternehmen verantwortungslos mit ihren Daten umgehen. Damit ist der Pessimismus bei den deutschen Studienteilnehmern deutlich ausgeprägter als bei den weltweit befragten – dort sind es nur 20%.

Dennoch sind zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer der Ansicht, dass es Dinge gibt, die nach wie vor besser von Menschen erledigt werden. Und drei von vier Befragten sind sich sicher, dass die Automatisierung an einem bestimmten Punkt ihre Grenzen erreicht und der Mensch auf absehbare Zeit unersetzlich bleiben wird.

Was sich auch immer an den technologischen Rahmenbedingungen mittelfristig verändern wird, die wichtigsten Parameter von heute gelten unverändert: Dazu gehört eine auf die jeweiligen Aufgaben zugeschnittene Infrastruktur, die passende Technologien und Geräte bietet, ein einfacher aber sicherer Zugriff auf Unternehmensdaten und -Anwendungen von überall und zu jeder Zeit, sowie die Flexibilität, dass Mitarbeiter die für sie geeignete Arbeitsumgebung gestalten können.

Unter diesen Voraussetzungen erfüllen sich die Erwartungen aller an eine Work-Life-Balance ganz wie von selbst.

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In den vergangenen Tagen haben wir schon einige interessante Fakten über die Arbeitswelt in Deutschland erfahren: Während Desktop-PCs und klassische Bürostrukturen hierzulande nach wie vor am beliebtesten sind, stehen die Deutschen dem Home Office eher skeptisch gegenüber. Doch worin liegt der Schlüssel zu einem zufriedenstellenden Arbeitsplatz? Dell hat in der aktuellen Evolving-Workforce-Studie auch diese Frage gestellt und herausgefunden, dass neben der Unternehmens- und Führungskultur auch die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist.

Stehen Arbeitnehmern moderne Geräte für die Erledigung ihrer Aufgaben zur Verfügung, sind sie nicht nur zufriedener, sondern auch motivierter und arbeiten effizierter, was wiederum dem Unternehmenserfolg zugutekommt. So sehen es zumindest drei Viertel der in der Evolving-Workforce-Studie befragten deutschen Arbeitnehmer.

Insgesamt gesehen ist die IT-Zufriedenheit am Arbeitsplatz aber auch eine Generationenfrage und abhängig vom beruflichen Status. So messen acht von zehn Führungskräften der Technologie am Arbeitsplatz eine enorme Bedeutung bei. Für 86 Prozent von ihnen hat die Qualität der Technologie einen Einfluss auf die Entscheidung, eine neue Position anzunehmen. Und mehr als die Hälfte der Befragten würde aufgrund von veralteter Technologie sogar kündigen.

Noch entscheidender ist der Faktor Technologie für jüngere Arbeitnehmer. Sie erwarten nicht nur eine sehr gute technische Ausstattung, sondern zwei Drittel der Befragten erachten es sogar als wichtig, die beste Technologie zur Verfügung zu haben. Ein Drittel von ihnen würde einen Job aufgrund schlechter Technologie kündigen das ist das Dreifache der über 55-Jährigen. Und ähnlich wie bei den leitenden Angestellten gaben 80 Prozent der jüngeren Befragten an, dass die Qualität der verfügbaren Technologie ihre Entscheidung, eine neue Position anzunehmen, beeinflussen würde.

Diese Zahlen zeigen, dass sich die Investition in aktuelle, leistungsstarke Technologie auszahlt. Denn die Anziehungskraft auf neue Talente sowie die Bindung an das Unternehmen, die Motivation und damit die Leistung der Belegschaft hängen zu einem gewissen Teil auch davon ab. Das wiederum spiegelt sich im Unternehmenserfolg wider: Sind die Mitarbeiter zufrieden, profitiert das Unternehmen. Das wurde von Betriebswirtschaftsprofessor Alex Edmans von der Wharton Business School sogar wissenschaftlich belegt. Gemeinsam mit zwei Kollegen von der Warwick Business School untersuchte er den Börsenwert von Unternehmen in den USA mit besonders glücklichen Mitarbeitern. Und siehe da: Die Renditen der Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit lagen auch langfristig zwei bis drei Prozent über dem Durchschnitt.

Aber nicht allein im Hinblick auf den Unternehmenserfolg sollten sich Chefs und IT-Entscheider über die Wichtigkeit der IT-Ausstattung im Klaren sein. Aktuelles und modernes IT-Equipment ist in gewisser Weise nämlich auch ein Zeichen von Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Und hier schließt sich der Kreis: Wertschöpfung durch Wertschätzung.

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„Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird“ – so lautet der erste Grundsatz im Deutschen Arbeitsschutzgesetz.

Soweit die Theorie.

Es gibt einige Berufsgruppen – Bauarbeiter, Ärzte, Laboranten und andere – da sind Schutzmaßnahmen für die Gesundheit relativ leicht umsetzbar: Helme bewahren vor schlimmen Verletzungen, Ansteckungen kann durch das Tragen von Handschuhen und Mundschutz vorgebeugt werden. Wenn man sich aber die Realität von Büroangestellten anschaut, so wird man einsehen, dass es für die Erhaltung vor allem der psychischen Gesundheit etwas mehr braucht als einen Schutzhelm oder ein paar Handschuhe. Man wird vielmehr feststellen, dass dieser Grundsatz in der Arbeitswelt von heute gar nicht so leicht einzuhalten ist.

Denn auch wenn das Gros der Deutschen nach wie vor am liebsten im Büro vorm PC sitzt, um dort sein Tagwerk zu verrichten, so sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es heute neben dem klassischen 9-to-5-Job eine Reihe anderer Arbeits(zeit)modelle gibt. Und bei diesen ist der Angestellte oftmals auch selbst in der Pflicht, seine Arbeit so wenig gesundheitsgefährdend wie möglich zu gestalten.

Nehmen wir mal das Beispiel Home Office. Die Vorzüge wurden an dieser Stelle erst kürzlich dargestellt. Doch birgt das Arbeiten von zu Hause nicht auch die Gefahr, dass Bürostunden in Tageszeiten verlegt werden, die früher ganz klar als Freizeit definiert wurden? Zumindest bei einigen Berufsgruppen könnte man das annehmen, vor allem im Bildungs- und im kreativen Bereich. Die Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel zeigt, dass dies die Gruppen sind, die am wahrscheinlichsten ihren Arbeitsplatz zu Hause einrichten. Die Studie hat aber auch ergeben, dass es eben jene Berufstätigen sind, die am häufigsten geschäftliche E-Mails außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten lesen und bearbeiten.

Wir müssen aber auch gar nicht so weit gehen, es reicht auch schon, wenn wir uns nur das E-Mail-Verhalten von Angestellten vor Augen führen. Die technischen Grundlagen, um geschäftliche E-Mails quasi von überall zu lesen und zu bearbeiten, sind für kaum jemanden mehr Neuland. Und es ist ja auch praktisch, wenn man von unterwegs eine Anfrage beantworten oder einen neuen Auftrag an die Produktion weitergeben kann. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verwischen oder sogar ganz aufgehoben werden. Sogar Experten wie der Internet-Publizist und Autor Tim Cole attestieren den Deutschen eine gewisse Neigung zur Vermischung von Arbeits- und Privatleben:

„The Germans talk a lot about work‑life balance, about compartmentalizing between your professional life and your private life. That is mostly theory. In practice, of course, a digital worker is never off. You’re at least theoretically accessible 24/7.“ (Quelle: Evolving-Workforce-Studie 2014, Expert Insights)

Auch in unserem Agentur-Alltag sehen wir ab und zu E-Mails, die am Wochenende, mitten in der Nacht oder sogar aus dem Urlaub geschrieben werden. „Nur mal schnell nachgucken, ob was Dringendes reinkam.“ „Ich will nur schauen, ob etwas vorgefallen ist, das ich wissen muss.“

In Deutschland ist dieser Trend derzeit noch weniger stark ausgeprägt als in manch anderen Regionen. Hierzulande lesen 38 Prozent der Angestellten außerhalb der Arbeitszeiten ihre geschäftlichen E-Mails. Bei den Arbeitnehmern in Schwellenländern sieht das ganz anders aus, dort ist der Anteil mit 83 Prozent mehr als doppelt so hoch. Ganz nach dem Credo „always on“.

Bedeutet das gleich eine Gefahr für Leib und Leben? Sicher nicht. Aber eine übermäßige Erreichbarkeit für den Job oder das allzu häufige Checken der E-Mails kann Stress verursachen und der wiederum kann gefährlich werden. In der (Büro-)Arbeitswelt von heute kann es also nicht alleine dem Arbeitgeber obliegen, für den Schutz der Gesundheit seiner Mitarbeiter zu sorgen. Für eine ausgeglichene Work-Life-Balance sind vielmehr beide Seiten zu einem gewissen Grad verantwortlich.

Übrigens – für etwas Entspannung zwischendurch, sei es während oder außerhalb der Arbeitszeiten, haben wir eine Empfehlung: www.donothingfor2minutes.com

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Mit dem Entschluss, sich mit seinem Unternehmen vom Börsenparkett zu verabschieden, verband Gründer und CEO Michael Dell insbesondere die Intention, einen unternehmerischen Strategie-Wechsel ohne Quartals-Druck vollziehen zu können. Es galt dabei, einer Entwicklung Rechnung zu tragen, nach der mit Hardware immer weniger Geld zu verdienen ist und vor allem Software und Services in den Fokus der Kunden rücken. Dell bietet heute immer noch Clients und Server an, ergänzt diese jedoch um Software-Lösungen sowie IT-Dienstleistungen. Wussten Sie beispielsweise, dass Dell heute sogar Apps entwickelt, beispielsweise für die BayWa? Alles aus einer Hand – mit dieser Strategie hat Dell nach Ansicht vieler Experten wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Die erwähnte Re-Privatisierung ist für Michael Dell dabei ein entscheidender Schlüssel. Das Unternehmen muss sich nicht mehr quartalsweise gegenüber den Investoren rechtfertigen, sondern bekommt Zeit und Raum, um eine langfristige Unternehmensstrategie zu verfolgen und sich mit Innovation beschäftigen zu können, anstatt mit Dividenden, Aufspaltungen oder anderen börsenrelevanten Themen.

In einem Interview mit Bloomberg TV hat Michael Dell nun die Prognose gewagt, dass künftig mehr Firmen aus den genannten Gründen den Schritt der Privatisierung gehen werden. Mehr als zehn CEOs hätten ihn dazu bereits kontaktiert.

Bedeutet der Abschied von der Börse also langfristigen Unternehmenserfolg durch flexiblere Anpassungsmöglichkeiten an die Bedürfnisse des Marktes? Pauschal kann man dies sicher nicht bejahen. Insbesondere wenn es um Produktinnovationen geht, reicht es, die börsennotierten Unternehmen Apple und Google als Beispiele zu nennen, um die Diskussion schnell zu ersticken. Doch wenn Unternehmen feststellen, dass sie grundsätzliche und einschneidende strategische Umwälzungen voranbringen müssen, die Langfristigkeit erfordern und kurzfristigen Profitinteressen an den Börsen zuwiderlaufen, kann dies ein entscheidender Erfolgsfaktor sein. Kann. Denn sind es auf der anderen Seite nicht gerade die Investoren und Analysten, welche Unternehmen zu den entsprechenden Anpassungen zwingen?

Börsen-Guru André Kostolany sagte einst: „Man soll die Ereignisse nicht mit den Augen verfolgen, sondern mit dem Kopf. Oft ist es sogar an der Börse besser, die Augen zu schließen.“ Michael Dell kann sich den Luxus leisten, gar nicht mehr hinsehen zu müssen. Es bleibt spannend zu beobachten, ob es ihm andere nachtun.

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Die „Digitale Transformation“ wird derzeit hoch und runter diskutiert. An allen Ecken werden den Unternehmen Tipps und Tricks an die Hand gegeben, wie sie diesem Trend begegnen können. Doch wie sieht es auf der Anwenderseite aus?

Eine interessante Gegenüberstellung liefert jetzt der aktuelle „Digitalisierungsbarometer 2014“ von PricewaterhouseCoopers (PwC). Auf Basis eines Reifegradmodells wurde untersucht, wie weit der technologische Wandel in der deutschen Gesellschaft und in den Unternehmen bereits vorangeschritten ist. Dazu wurden den einzelnen Antworten Punktwerte zugeordnet und ein Grad der Digitalisierung bestimmt.

Und das Ergebnis ist klar: Die Anwender hinken den Unternehmen hinterher. So liegt der Digitalisierungsgrad in der deutschen Bevölkerung lediglich bei 40 Prozent, während die Unternehmen bereits 66 Prozent aufweisen können.

Ein interessanter Aspekt, vor allem wenn man bedenkt, dass eigentlich die sich ändernden Gewohnheiten der Bevölkerung als angeblicher Treiber der Digitalen Transformation gesehen werden.

Befragt wurden 1.000 Bürger und 220 Unternehmen. Die Studie von PwC zum kostenlosen Download findet sich hier: http://www.pwc.de/de_DE/de/digitale-transformation/assets/pwc_digitalisierungsbarometer_2014.pdf

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Alles wird immer virtueller. Server schon lange, bald auch ganze Rechenzentren und die Realität ja sowieso. Da besteht durchaus die Gefahr, den Bezug zur gegenständlichen Welt zu verlieren.

So haben wir heute bei der Abstimmung eines Textes mal wieder eine beliebte Diskussion gehabt. Will man einen Server, also ich meine einen echten, ein Ding, von seinem virtuellen Pendant abgrenzen, muss man dann von einem „physikalischen“ oder einem „physischen“ Server sprechen? Oder ist das schlichtweg wurscht?

Ein kurzer Blick in den Duden klärt auf. „Physikalisch“, steht da geschrieben, bedeutet die Physik ­– also die Naturwissenschaft – betreffend. „Physisch“ dagegen meint „körperlich, natürlich“. Also eigentlich ein ganz einfacher und sonnenklarer Fall.

Warum hat sich die falsche Bezeichnung dann so weit verbreitet und kann sich bis heute so hartnäckig halten? Stecken da mal wieder die PR- und Marketingabteilungen dahinter, die ja einen einschlägig bekannten Hang zur Sprachpantscherei haben und der Meinung sind, dass „physikalisch“ irgendwie besser, Entschuldigung „hochwertiger“ klingt? So wie „Fragestellung“ statt „Frage“?

Auch wenn sie diese Schelte natürlich grundsätzlich immer verdienen, sind sie in diesem Fall wohl ausnahmsweise unschuldig. Viel wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen „False Friend“ handelt. Das englische Wort „physical“ klingt zwar sehr ähnlich wie das deutsche „physikalisch“, bedeutet aber sowohl „physikalisch“ als auch „physisch“:


Quelle: http://www.merriam-webster.com/dictionary

In diesem Sinne: Again what learned.

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Immer mehr Aufgaben sind digital zu erledigen. Mittels Mail, Online-Kommunikationsmittel wie Videokonferenzen und Virtualisierung wird es immer einfacher, Mitarbeiter von extern in Arbeitsprozesse einzubeziehen. Arbeitsgeräte werden immer leichter, kleiner und mobiler. Wozu also noch ins Office gehen? Flexible Arbeitsmodelle stehen hoch im Kurs. Denn Geräte und IT-Infrastruktur, insbesondere für Wissensarbeiter, bieten große Freiheiten.

Mehr und mehr Unternehmen ermöglichen Home-Office-Tage oder gar ein komplettes Arbeiten von zuhause aus. Andere erlauben zumindest von Fall zu Fall das "Office from Home". Denn macht es wirklich Sinn, nach einem Arzttermin morgens um 10 und einer halbstündigen Fahrt gegen Mittag im Büro aufzuschlagen oder spart es nicht Zeit und Nerven, die sinnvoll für die Arbeit genutzt werden können, an diesem Tag von zuhause aus zu arbeiten? Und für ein „Morgen arbeite ich von zu Hause aus“ erntet man doch meist erst mal ein „Oh, echt, das geht bei dir? Klasse!“. Büro-Outsourcing steht also hoch im Kurs. Möchte man meinen.

In Deutschland heißt es nämlich nach wie vor "Office is King!", wie die Ergebnisse der Evolving Workforce-Studie 2014 von Dell zeigen. Fakt ist, das klassische Büro ist nach wie vor der bevorzugte Arbeitsplatz der Deutschen. Ganze 95 Prozent verbringen zumindest einige Zeit in den Büros ihres Unternehmens, 65 Prozent sogar mehr als drei Viertel ihrer Arbeitszeit und 53 Prozent arbeiten dabei sogar in einer traditionellen Büroumgebung: jeder an seinem Schreibtisch, Fikus und Familienfoto neben dem Desktop.

So beliebt es auch ist, das Arbeiten im Büro hat auch seine Kehrseiten: Unterbrechungen von Kollegen, die um Rat fragen, der Plausch in der Kaffeeküche, der sich gerne mal in die Länge zieht ..., das alles kostet wertvolle Arbeitszeit und stört die Konzentration in der eigentlich doch so hoch gelobten klassischen Arbeitsumgebung. Und was ist mit dem sozialen Aspekt, dem persönlichen Kontakt, der im Home Office angeblich fehlt? Sind wir doch mal ehrlich, wie oft nehmen wir das Telefon oder schreiben eine E-Mail statt zum Kollegen ins Büro nebenan zu gehen?

Da kommen die Befürworter des Home Office ins Spiel: Auch wenn 70 Prozent der Deutschen laut der Dell-Studie überzeugt sind, dass sie im klassischen Büro am effektivsten arbeiten, glaubt auch die Hälfte, dass man im Home Office produktiv tätig sein kann, trotz dem Kühlschrank, der Ablenkung Nummer 1, den Kindern und dem Postboten.

Und nun? Was ist besser, was schlechter? „Jedem das Seine“ scheint das Patentrezept zu sein. Denn wir wünschen uns doch alle einen „Ort des guten Arbeitens“ und der ist je nach Lebensphase anders: Berufseinsteiger kommen vorwiegend noch gerne ins Büro, Familienmütter oder -väter arbeiten teils im Büro, teils von zuhause und Freelancer sind ohnehin ständig unterwegs und arbeiten mobil.

Und die Frage nach der Produktivität? Hier gilt das Gleiche: Mitarbeiter arbeiten dort am besten, wo sie sich wohl fühlen. Und es liegt am Arbeitgeber, seine Arbeitnehmer als Individuen zu verstehen und ihnen zu ermöglichen, die beste Arbeit in ihrer bevorzugten Umgebung zu leisten.

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Der deutsche Angestellte ist ein Gewohnheitstier. Das wurde schon im vorangegangenen Blog-Beitrag festgestellt und das spiegelt sich auch in einem weiteren Kernresultat der aktuellen Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel wider. Denn wenn es um den Arbeitsort Nr. 1 geht, dann mögen es die Deutschen am liebsten traditionell. Deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Firmenbüros hierzulande folgen einem klassischen Konzept, sprich sind auf ein bis drei Mitarbeiter ausgelegt. Zum Vergleich: In allen befragten Industrienationen (*) zusammen beträgt dieser Anteil lediglich 40 Prozent und in den Schwellenländern (**) sind es sogar nur 37 Prozent.

Okay, zugegeben – wir Deutschen sind vielleicht nicht die experimentierfreudigsten Erdenbewohner und oftmals ziehen wir Altbekanntes aus dem einfachen Grund vor, dass es bisher ja auch bestens funktioniert hat. Aber es ist keineswegs so, dass man in Deutschland der sich wandelnden Arbeitswelt und damit auch neuen Arbeitsplatzkonzepten verschlossen gegenüber steht. Neue Bürokonzepte werden viel und kontrovers diskutiert: Innovativ müssen sie natürlich sein, das ist klar, und dazu am besten noch offen, mobil, teambildend, stylisch und mit einer Prise Wohlfühl-Atmosphäre. Die Ansätze sind zahlreich und einige Unternehmen avancieren sogar zu Vorreitern für den idealen Arbeitsplatz. Dennoch sind deutsche Firmen insgesamt noch sehr zaghaft, wenn es um die tatsächliche Umsetzung dieser Konzepte geht.

Eines hat die Dell-Studie aber auch gezeigt. So sehr wir auch am klassischen (Einzel-)Büroschema festhalten – wir sind keine distanzierten Eigenbrötler. Ganz im Gegenteil, denn in Deutschland wird mehr als anderswo Wert auf die direkte und persönliche Kommunikation gelegt. In Zahlen ausgedrückt liest sich das so:

  • 65% der befragten Deutschen bevorzugen persönliche Besprechungen gegenüber Online-Meetings – vs. 54% weltweit
     
  • 60% der deutschen Arbeitnehmer greifen lieber zum Telefonhörer als sich über Instant Messaging auszutauschen – vs. 50% weltweit
     
  • Und nur 26% schreiben lieber E-Mails anstatt sich telefonisch zu besprechen – vs. 37% weltweit

Darüber hinaus darf man eines auch nicht vergessen: Offene, helle, moderne Büros haben sicherlich ihre Vorteile, wenn es um die Zusammenarbeit in Teams und Abteilungen geht. Aber sie können auch ein Konzentrationskiller sein. Ablenkung durch klingelnde Telefone, plaudernde Kollegen oder klappernde Tastaturen in Großraum- oder Mehrpersonenbüros sind ein Problem und machen im schlimmsten Fall die vermeintlich hinzugewonnene Produktivität gleich wieder zunichte. Zwischenlösungen wie das Tragen von Kopfhören können hier sicherlich nicht das Maß der Dinge sein. Wirkliche Abhilfe schaffen Firmen nur dann, wenn sie ihren Mitarbeitern ganz genau zuhören und verstehen, wo deren Schmerzpunkte liegen. An Konzepten zur Behebung des Problems mangelt es sicherlich nicht. Sie müssen lediglich erkannt und ernst genommen werden.

(*)  Die Industrienationen umfassen: USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan
(**) Die Schwellenländer umfassen: Brasilien, China, Indien, Russland, Südafrika, Türkei,
      Vereinigte Arabische Emirate

In das „ideale“ Bürokonzept fließt eine Vielzahl von Faktoren ein.
(Bild: graphic-recorder.eu/Matthias Schwert)

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Alles ändert sich – oder doch nicht? Einerseits ist da der Trend zum Home Office, zu immer mehr mobilen Mitarbeitern und damit zu mobilen Geräten, zu neuen Bürostrukturen und Arbeitsweisen. Andererseits regiert die Gewohnheit: Auf dem Schreibtisch dominiert seit Jahren der Desktop-Rechner und er wird auch noch eine Weile dort bleiben, so das Ergebnis der Evolving-Workforce-Studie 2014 von Dell und Intel.

Ja, auch wenn es oft anders scheint und wir es nicht hören wollen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der deutsche Arbeitnehmer an sich ganz besonders – klassisch, bewährt und gut, der Desktop-Rechner ist und bleibt vorerst der Deutschen liebstes „Arbeits-Gut“.

Andererseits wollen wir uns aber auch nicht damit zufriedengeben – ein Gerät ist nicht genug, Vielfalt muss es sein! Ob Smartphone, Tablet, Notebook oder 2-in-1 und Convertible – wir wollen sie haben, all die wunderbaren neuen Devices, aber ob und wie wir sie nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Leben wir wirklich in einer multiplen Welt, in der der Second Screen nicht mehr wegzudenken ist?

Klar ist: Im Laufe des Tages wechseln wir zwischen all den schicken Geräten hin und her, schließlich müssen in der U-Bahn schnell die Mails auf dem Smartphone gecheckt werden, vielleicht noch ein Blick in die App der Tageszeitung und den Kalender, bevor es ins Büro geht, wo Dokumente und Datenmengen mit dem Desktop bewältigt werden. Für das Meeting beim Kunden wandert dann das Notebook in die Tasche. 

Aber das war es hierzulande auch schon mit dem angeblichen Trend zur Vielfalt – denn unsere Arbeit erledigen wir Deutschen eben nach wie vor am liebsten am klassischen Desktop. Wie die eingangs erwähnte Studie "Evolving Workforce" zeigt, ist der Desktop-Computer für sage und schreibe 66 Prozent der hierzulande Befragten nach wie vor das bevorzugte Arbeitsgerät, 44 Prozent arbeiten sogar ausschließlich mit dem Desktop. Auch wenn uns unterwegs Tablet, Smartphone und Notebook begleiten, scheint sich der Trend zum mobilen Arbeiten auf mehreren Geräten hierzulande aber nur schleppend durchzusetzen: Gerade einmal 24% der Deutschen bevorzugen den Laptop als Arbeitsgerät. Dennoch wollen wir alles und viel. Arbeitgeber kommen nicht darum herum, ihren Angestellten mehrere Geräte anzubieten – das gehört zum guten Ton, das motiviert und ist vor allem für Jüngere und Berufseinsteiger ein Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Ob das Tablet als Second Screen, das Business-Smartphone auf dem Weg zum Termin oder das Notebook auch genutzt werden, steht auf einem anderen Blatt. 

Aber keine Sorge, ganz so technikabgewandt sind wir Deutschen auch wieder nicht. Im Privatleben sieht es nämlich ganz anders aus, denn hier rangieren Laptop und Smartphone weit vor dem Schreibtischrechner. Sie dürfen als Second Screen abends auf der Couch nicht fehlen. Da werden parallel zum Film Hintergründe zum Thema oder den Hauptdarstellern gegoogelt, per Chat live beim Tatort mitermittelt und schon mal der Trailer zum nächsten Film geschaut. 

Der Trend ist also da, die Geräte ebenso, wir müssen nur zugreifen und sie nutzen. Wir haben die Wahl!

Wer noch mehr wissen will zur „Zukunft der Arbeitswelt“ bitte hier entlang:  http://techpageone.dell.com/business/evolvingworkforce

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Alles ändert sich. Ständig. Das war schon immer so und ist an sich auch keine Überraschung. Über viele dieser Prozesse machen wir uns im Alltag kaum Gedanken – sei es weil die Veränderung so schleichend voranschreitet, dass wir sie kaum bemerken, oder dass sie einen Lebensbereich betrifft, der für den Einzelnen keine vorrangige Bedeutung hat. Es gibt allerdings auch Bereiche, die fast jeden erwachsenen Menschen betreffen und deren Wandel daher auch stets besonders aufmerksam beobachtet wird.

Ein Beispiel hierfür ist die Arbeitswelt. In Europa sind die Menschen knapp 35 Jahre lang beruflich aktiv. Für viele ist das fast die Hälfte ihres Lebens. Es ist also nicht wirklich verwunderlich, wenn Veränderungen in der Arbeitswelt – sowohl retrospektiv als auch prospektiv – akribisch und unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht und beleuchtet werden. Eine solche Untersuchung hat in diesem Jahr Dell in Kooperation mit Intel zum wiederholten Mal beim Marktforscher TNS in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Evolving-Workforce-Studie 2014 liegen seit wenigen Tagen vor.

Den thematischen Schwerpunkt bildete, und das ist naheliegend, die Rolle von Technologie in der heutigen und künftigen Arbeitswelt. Dabei wollten die Auftraggeber vor allem wissen, welche Technik im Berufsalltag genutzt wird, welche Auswirkungen sie auf die Beschäftigten und auf die Arbeit hat und welche Entwicklungen künftig noch zu erwarten sind. Die Umfrage wurde in zwölf Ländern – verteilt über den Globus – unter insgesamt 4.764 Vollzeitkräften von mittleren bis großen Firmen über sechs Branchen hinweg durchgeführt. Auch Deutschland war dabei. Hier gaben 500 Angestellte Auskunft über ihre aktuelle Arbeitssituation und zu ihren Einschätzungen für die Zukunft.

In den kommenden Wochen stellen wir hier im Blog einige interessante Erkenntnisse aus der Dell-Evolving-Workforce-Studie 2014 vor. Hätten Sie zum Beispiel gedacht, dass deutsche Angestellte eine deutlich geringere Bereitschaft zu Überstunden zeigen als im globalen Schnitt üblich? Oder wussten Sie, dass man in Deutschland viel mehr Wert auf die persönliche und direkte Kommunikation legt, als das in anderen Ländern der Fall ist? Wie diese Fakten mit der Arbeitstechnik von heute zusammenhängen, können Sie in Kürze hier nachlesen. Wer es nicht erwarten kann und sich lieber selbst umfassend informieren möchte, kann dies hier tun: www.dell.com/evolvingworkforce

Alle anderen dürfen gespannt sein.

 

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