Blog

Seit es Blogs gibt, sind sie auch ein Thema für die Unternehmenskommunikation. Klar, sie bringen dafür schließlich ideale Voraussetzungen mit: Hier kann ein Unternehmen sich und seine Sicht der Dinge ohne jegliche Restriktionen darstellen, während man sich bei Facebook, Twitter oder YouTube an die Gegebenheiten der jeweiligen Plattform halten muss und am Ende nicht weiß, ob einem ein eingestelltes Foto überhaupt noch gehört.

Im Blog ist man dagegen Herr im Haus. Hier hat ein Unternehmen die Möglichkeit, sich so zu präsentieren, wie es gesehen werden will. Hier besteht die Möglichkeit, seine Ansichten über eine beliebige Auswahl von Themen, seien es Technologien, Märkte, Hintergründe, Zusammenhänge, Mitbewerber, eigene oder fremde Aktivitäten, darzulegen.

Ohne Restriktionen heißt dabei, dass man weder auf die Themenplanung oder Interessen von Medien Rücksicht nehmen muss, dass man aber auch nicht mehr unter dem unmittelbaren Diktat des Vertriebs steht, der mit jeder Aktivität ein direkt messbares Umsatzplus erreichen oder zumindest Leads generieren muss. Im Blog kann ein Unternehmen umsetzen, was Social Media verspricht: Dialog mit Kunden und Interessenten, Kommunikation in beide Richtungen.

Das war die Theorie, die bekanntlich grau ist. Wie dagegen die Praxis aussieht, zeigt eine Studie, die wir im Auftrag von uns selbst durchgeführt haben. Untersucht wurden dabei die Unternehmens-Blogs der 100 wichtigsten IT-Unternehmen in Deutschland. Die Ergebnisse waren – gelinde gesagt – ernüchternd, Näheres kann man hier nachlesen.

Lediglich 24 von 100 Unternehmen haben überhaupt Unternehmens-Blogs in deutscher Sprache, von denen – bei genauerem Hinsehen – nur sieben gehobenen Ansprüchen genügen konnten. Lob verdienten sich schließlich nur die Blogs von Datev und SAS.

Die Mängelliste der Übrigen ist lang: Bei den einen erscheinen Beiträge nur alle paar Wochen oder Monate, andere sind so gut auf den Websites versteckt, dass man meinen könnte, die betreffenden Unternehmen würden sich ihrer schämen. Wieder andere fallen durch Textwüsten oder konfuses Layout auf. Das verbreitetste Übel aber ist, dass viele Unternehmen ihren Blog für die Zweitverwertung von anderweitig erstellten Texten missbrauchen. Da werden dann Pressemitteilungen 1:1 wiedergegeben oder man stellt der Einfachheit halber gleich Marketing-Unterlagen ein.

Die Frage stellt sich: Wer will das lesen? Sollte ein Blog nicht etwas Anderes sein? Sollte er nicht inhaltliche Vielfalt bieten und persönlichen Stil? Angenehm und wenn möglich schnell zu lesen? Und war da nicht was mit Hintergründen und Zusammenhängen?

Wir haben uns, solcherart enttäuscht, natürlich gefragt, ob wir nicht falsche Erwartungen hatten. Aber wir sind nicht die Einzigen, die beim Lesen von Unternehmens-Blogs ein ungutes Gefühl haben. Wir zitieren hier ausnahmsweise etwas ausführlicher den Kollegen Nico Lumma, der Anfang des Jahres in seinem Blog "Lummaland" unter dem Titel "Die Sache mit den Unternehmensblogs" ein hartes Urteil fällte:

Die Realität sieht so aus, dass Unternehmensblogs strunzend langweilig sind. Sie sind genauso rundgeschliffen wie die Pressemitteilungen, was daran liegt, dass sie meistens aus derselben Abteilung kommen. […] Herauskommen Blogs, die vor lauter Langeweile nur so strotzen, die Jubelmeldungen schreiben, die langweiligste Blicke hinter die Kulissen bieten, ohne etwas zu verraten […]

Was ist aus der Idee geworden, den Blickwinkel des Nutzers einzunehmen? Will der Kunde wirklich noch mehr Infos haben, will der wirklich wissen, wie die zuständige Produktmanagerin aussieht und welche Hobbies sie hat? […] Deutsche Unternehmensblogs sind hingegen stiefkindlich betreute Resterampen für mäßig interessante Pressemeldungen. […]

Unternehmensblogs haben ein irres Potential, da Unternehmen mit Unternehmensblogs selber die Geschichten erzählen können, die sie erzählen wollen, ohne dafür Journalisten und andere Intermediäre zu benötigen. Unternehmensblogs können faszinieren, Unternehmensblogs können inspirieren, aber insbesondere deutsche Unternehmensblogs strotzen vor Langeweile.

Lumma kommt zu dem Schluss, Unternehmensblogs seien "eines der größten Irrtümer der Kommunikationsbranche der letzten 10 Jahre". Soweit würden wir nicht gehen – immerhin haben wir ja noch fünf brauchbare und zwei gute Blogs gefunden. Aber nachdem wir ein paar Dutzend Unternehmens-Blogs angeschaut haben, wissen wir schon, was Lumma meint – und was ihn zur einer etwas inflationären Verwendung des Worts "langweilig" veranlasst hat.

Dabei sind wir auf die Sache mit dem Dialog, dem eigentlich heiklen Punkt der Unternehmens-Blogs, noch gar nicht eingegangen. Auch dazu mehr in unserem Whitepaper.


Langeweile im Blog? Katzen-Content hilft immer. 

Interview mit unserem Geschäftsführer Alain Blaes zur PR-COM-Studie über B2B-Blogs deutscher ITK-Unternehmen:

 

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Auf diesem Blog haben wir schon öfter eines der aktuellen IT-Trendthemen aufgegriffen: Big Data. Der Begriff steht – sehr vereinfacht gesagt –­ für die Sammlung, Strukturierung und Auswertung riesiger und hochkomplexer Datenmengen. Am Ende des Prozesses soll – wieder simplifiziert gesprochen – ein Erkenntnisgewinn stehen, aus dem sich Handlungen ableiten oder Strategien entwickeln lassen. Oftmals wird diese Datenanalyse eingesetzt, um genau ein Ziel zu erreichen: den Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Egal, ob dies letztlich zur Absatzsteigerung von buntem Toilettenpapier oder zur Ausspähung ganzer Staatengebilde führt. Es geht um den Vorsprung vor den anderen, der nicht selten sogar entscheidend für den ganzen Unternehmenserfolg sein kann. Welches Potential strukturiert aufbereitete Daten haben, erkennen auch immer mehr deutsche Unternehmen. Fast die Hälfte der hierzulande ansässigen Firmen setzen bereits Big-Data-Lösungen ein oder haben dies zumindest ganz weit oben auf ihrer To-Do-Liste stehen.

Es gibt darüber hinaus aber auch andere, für die Allgemeinheit bedeutende Einsatzszenarien. Meine Kollegin Eva Kia-Wernard hat kürzlich ein paar Beispiele vorgestellt, wie Big-Data-Technologie zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden kann.

Aus gegebenem Anlass wollen wir heute auf noch ein weiteres Anwendungsgebiet aufmerksam machen. Manch einer würde sogar sagen es handelt sich hierbei um das wichtigste Thema überhaupt: der Sport und hier vor allem König Fußball. Neben Training und körperlicher Kraftanstrengung spielt auch Big Data eine immer wichtigere Rolle im Leistungssport. Gesammelte Daten über Spielabläufe, Einzelspieler, Mannschaftsverhalten und vieles weitere mehr dienen als Grundlage für komplexe Analysen und können zur Darstellung von Zusammenhängen führen, über deren Existenz sich Trainer und Spieler bisher vielleicht noch nicht einmal bewusst waren. Auf diese Weise kann nicht nur die Konkurrenz noch besser unter die Lupe genommen werden, sondern auch die eigenen Stärken und Schwächen treten deutlicher hervor und können gewinnbringend für das Training eingesetzt werden.

Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bedient sich vermehrt der Möglichkeiten, die Big Data heutzutage bietet. Das erklärte der Manager der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, auf der diesjährigen CeBIT. Mit Hilfe von speziellen Sensoren sollen die unterschiedlichsten Daten über die Spieler und deren Zusammenarbeit gesammelt und in Datenbanken einander gegenübergestellt werden, um so noch bessere Strategien und Taktiken erarbeiten zu können. Vorbei also die Zeit der Spickzettel vorm Elfmeterschießen? Wir werden es vielleicht schon in den kommenden Wochen sehen, wenn Jogis Jungs in Brasilien um die Weltmeisterschaft kämpfen. Doch wie auch immer dieses Turnier ausgeht, Big Data steht als ein Sieger schon heute fest.

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Das Sammeln von Daten per se hat ja in jüngerer Zeit einen eher schlechten Ruf, auch wenn deren Analyse und Strukturierung heute zu den geschäftskritischen Aufgaben eines jeden Unternehmens zählen. Datenschutzpannen und die Affäre Snowden demonstrieren eindrucksvoll, welches Schindluder sich mit unrechtmäßig erschlichenen Daten treiben lässt.

Dennoch sei heute mal die Seite herausgestellt, die Forschung und Wissen voranbringt und – im besten Fall – sogar Leben retten kann.

Die Anwendungsfelder für komplexe Datenanalysen und -berechnungen sind so vielfältig wie die wissenschaftlichen Disziplinen, allen voran die Naturwissenschaften. Sei es die Auswertung meteorologischer Daten zur Wettervorhersage und Sturmwarnung, die Berechnung astronomischer Daten für die Satelliten-Steuerung oder Mars-Rover-Mission oder die Computersimulation molekularer Vorgänge in der Physik. Die Liste wissenschaftlicher Einsatzfelder lässt sich fast beliebig erweitern. Ein Beispiel für den Einsatz von High Performance Computing in der Medizin ist die Genom-Analyse, wie sie in Forschungszentren, an Universitäten oder in der Industrie betrieben wird.

So läuft zum Beispiel am Translational Genomics Research Institute (TGen) in Phoenix, Arizona, ein Genom-Analyse-Projekt mit Hilfe der Dell Genomic Data Analysis Platform. Das TGen befasst sich mit biomedizinischen Forschungen und klinischen Studien zu Neuroblastomen, einer besonders aggressiven Krebserkrankung bei Kindern, bei der Zeit ein entscheidendes Kriterium ist. Dank der hochperformanten HPC-Lösung, die Terabyte an Daten verarbeiten kann, lassen sich die Erbgutsequenzen schneller analysieren, was die Chancen für eine wirksame Therapie deutlich erhöht.

Was mit Datenauswertung beginnt, macht eben manchmal auch den Fortschritt erst möglich – egal ob im Weltraum oder vor unserer Haustür.

Wer sich für weitere spannende Anwendungsbeispiele des High-Performance-Computing interessiert, hat demnächst dazu Gelegenheit, denn ab dem 23. Juni 2014 ist es wieder soweit: Die ISC 2014 (International Supercomputing Conference) startet in Leipzig. 

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So sieht die Länder-Auswahl auf der Home-Page von Oracle aus:

Suomi – France – Deutschland …  South Afrika – España – Sri Lanka …

Ja klar, ich weiß schon, wie dieses lustige Durcheinander zu Stande kommt: Erst wurde sortiert, dann übersetzt. Aber strange sieht es trotzdem aus. Und sollte nicht ein IT-Weltkonzern eine Software bauen können, die das Sortieren und Übersetzen in der richtigen Reihenfolge beherrscht? Irgendwie schon. Oder ist das der Grund, warum ich neulich von meiner Versicherung …?

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Ich habe noch nie so viel über das Wetter und die kommenden Aussichten gelesen wie in den letzten Jahren. Und was es alles für schöne Wortspiele gibt ... Cloud sei Dank!

Zunächst waren die weiteren Aussichten heiter bis wolkig, dann doch eher nebulös, später dauerhaft bedeckt, mit strichweisem oder örtlichem Regen und nun der Wetterwechsel: langsam verschwinden die Wolken, die Sonne kommt. Kaum ein Wetterszenario, das die Cloud nicht inspiriert hätte. Und vergessen wir nicht die Cloud selbst: Schäfchen- oder Gewitterwolke? Schönwetterwolke oder dunkle Wolke mit warmen Regen? Sonnenschein oder Sturmfront?

So wechselhaft wie das Wetter gestalten sich auch nach wie vor die Stimmen rund um das Thema Cloud Computing – selbst nach mehreren Jahren. Handelt es sich um die heitere Zukunft des Unternehmens oder doch eher um eine Gewitterwolke aus Sicherheitslücken, kommt man beim Notfallmanagement vom Regen in die Traufe, regnet es mittlerweile womöglich schon Daten, ist ein Teil der Datenwolke auf ewig vom Winde verweht oder hebt die Wolke gar ab? Können wir mit Sicherheit sagen, dass wir nicht im Regen stehen werden, während die Konkurrenz schon die Gummistiefel an hat?

Man sollte meinen, dass mittlerweile jegliche Wortspiele und Assoziationen ausgeschöpft wären, aber man findet immer wieder welche: die Cloud tönt etwas nebulös nach Luft und Wasserdampf. Alter Wein in neuen Wolken. Es liegt was in der Wolke. Deutsche Unternehmen halten sich beim Thema Cloud Computing noch weitgehend bedeckt. Liebe Wolke, dich schickt der Himmel! Und diese Woche erst gesehen: Mehr als ein Wolkenkuckucksheim. Erlaubt sei bitte auch die Frage: Heute schon ge-cloud?

Dazu kann man mittlerweile sogar Motto-Shirts bestellen und sich offiziell als Cloud-Junkie bekennen. Der Wolke sind anscheinend keine Wettergrenzen gesetzt; keine Nebelwortschwaden, die zu dicht wären – um beim Bild zu bleiben.

Dabei finde ich die wenigsten Wortspiele witzig. Mir fällt gerade nur ein Einziger ein, den ich wirklich mal geistreich fand – nicht aus dem Cloud-Umfeld (da sucht man vergebens), aber dafür passend im Rahmen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft: Nach dem 4:0 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Argentinier im WM-Viertelfinale 2010 hatte sich ein auf den Straßen feiernder deutscher Fan auf sein T-Shirt mit frontaler Klett-Option folgendes Motto selbst kreiert: „Ein echter Tango muss weh tun“! Wie wir wissen, waren die Aussichten für die nächsten Tage dann ja doch nicht so freundlich, eher sehr stark bewölkt: wir sind im Halbfinale gegen Spanien rausgeflogen. Keine Sonne pur, sondern wolkenverhangener Himmel.

Und die Cloud? Wie werden die Aussichten nun sein? Sonnig, freundlich, heiter, bewölkt, zunehmend bewölkt, wolkig mit Aufheiterungen ...

Vielleicht muss man sich diesbezüglich einfach an die Reinhard-Mey-Strategie halten: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!

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Über die Gefahren von „Bring Your Own Device (BYOD)“ und was beim Mobile Device Management (MDM) alles beachtet werden muss, scheinen IT-Mitarbeiter in Unternehmen inzwischen hinreichend informiert zu sein, es gibt auch genug einschlägige Lektüre zu diesem Thema. Was viele aber noch nicht wissen: Zahlreiche MDM-Lösungen beziehen die auf Privatgeräten genutzten Apps gar nicht ein und lassen daher potenziellen Bedrohungen, die sich in den mobilen Applikationen verbergen können, Tür und Tor geöffnet.

Dazu passt auch gut das Ergebnis einer aktuellen IDC-Studie: Laut dieser ist durch die Nutzung von Smartphones, Tablet-PCs und mobilen Apps die Anzahl an Service Desk Incidents in Unternehmen im letzten Jahr um durchschnittlich 17 Prozent gestiegen. Man kann daran gut sehen, dass BYOD eben auch Schwierigkeiten mit sich bringt – bis hin zur Cyber-Bedrohung.

Um das Bewusstsein hierfür zu vergrößern, haben die Redaktionen der IDG-Fachmedien den 23. Juni zum „Tag der sicheren App“ erklärt. An diesem Stichtag können Interessierte ihre Lieblings-Apps auf die Probe stellen und herausfinden, ob die Nutzung denn wirklich sicher ist, oder eine kritische App besser ausgetauscht werden sollte.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Computerwoche.

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Jetzt, am Jahrestag der Snowden-Affäre, überhäufen sich die Berichte in den Medien. Die Bilanz, die sie ziehen, sieht nicht gut aus: Geheimdienste ignorieren Gesetze, und Gesetzgeber lassen sie, im Prinzip, gewähren. Ein paar kosmetische Korrekturen, ein paar Beschwichtigungen, voilà. Damit betrügen sie bewusst ihre Bürger, weil sie deren Grundrechte mit Füßen treten.

Laut einer aktuellen Bitkom-Umfrage misstrauen denn auch 71 Prozent der Internetnutzer Staat und Behörden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten, und 53 Prozent fühlen sich sogar „durch staatliche Stellen bedroht“. Wen wundert’s.

Dennoch bleibt der Aufschrei der Bevölkerung, bis auf ein hintergründiges Raunen, gedämpft – sei es, weil sich ein Gefühl der Hilflosigkeit eingestellt hat und lautes Protestieren ohnehin unnötig erscheint; sei es, weil die ständige Social-Media-Erreichbarkeit oder die Bequemlichkeit des Internets für viele mehr bedeuten als ein abstrakter und nicht greifbarer Grundrechte-Verlust. Und vielen ist es schlichtweg egal, dass ihre privaten Daten gesammelt werden.

Seit einem Jahr dokumentieren wir chronologisch die Bespitzelungen durch die Geheimdienste und Verfehlungen der Politik in unserer „Affäre Snowden“ und wollen damit zur Meinungsbildung in der Öffentlichkeit beitragen. Das führt hoffentlich dazu, dass der Gier von Staaten nach den privaten Informationen ihrer Bürger über kurz oder lang Einhalt geboten wird.

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Cloud Computing wird vom Hype zur Realität. Mit OpenStack, einem Softwareprojekt, das eine freie Architektur für Cloud Computing zur Verfügung stellt, hat sich in den letzten Jahren quasi der Standard für hybride, herstellerunabhängige Cloud-Umgebungen entwickelt, die auch zunehmend „Enterprise-IT-ready“ sind. Interessant dabei ist, dass sich an dem Projekt viele führende IT-Technologieanbieter wie Red Hat, Dell, HP, IBM oder Cisco beteiligen, die viel Geld investieren und substanzielle Beiträge zur Community leisten.

Vor diesem Hintergrund ist spannend, wie sich das Rennen der führenden Technologieanbieter entwickelt, aber auch, warum sich Anwender mit dem Thema ernsthaft beschäftigen sollten.

Carlo Velten, Managing Director von Crisp Research, gibt in seinem Beitrag auf Computerwoche online „HP, IBM, Red Hat – wer gewinnt das OpenStack-Rennen?“ eine lesenswerte Einschätzung dazu ab: Hier weiterlesen...

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Da hat sich aber jemand ein tolles Datum für die neue Verbraucherrechterichtlinie ausgedacht: Freitag der 13. Ein ungewollt passendes Datum. Insbesondere wenn man sich die Details dazu einmal genauer anschaut – vor allem, was die Übergangsfrist betrifft. Wobei: Übergangsfrist trifft es nicht so ganz...

Bei genauer Betrachtung zeigt sich das Dilemma: die alten Verbraucherrechte gelten bis zum 12. Juni, 23:59 Uhr (und 59 Sekunden) und müssen bis zu diesen Zeitpunkt so auch auf der Webseite des Online-Händlers zur Verfügung stehen. Ab dem 13. Juni, 0:00 Uhr gilt dann aber die neue Richtlinie, die natürlich so auch auf der Website zu finden sein muss.

Jetzt kommt die Krux an der Sache: Erst ab genau diesem Zeitpunkt dürfen die neuen Verbraucherrechte auf der Website des Online-Shops erscheinen. Man hat also gerade mal, wenn man wirklich ganz kulant ist, genau 1 Sekunde Zeit, seine Website dementsprechend anzupassen (und wenn man ganz genau ist, nicht einmal die).

Ist dies nicht der Fall, drohen teure Abmahnungen – und eines ist sicher: unsere Abmahn-Freunde werden das Web genau danach durchforsten.

Gerade kleine Händler dürften mit dieser nicht vorhandenen Übergangsfrist ein Problem haben, denn wenn man keine Agentur im Rücken hat, die man hiermit beauftragen kann und die für einen ein bisschen um Mitternacht herumzaubert, muss man selber ran.

Da stellt sich mir die Frage: Wer hat sich das denn ausgedacht?

PS: In meinem nächsten Blog beschreibe ich, wie Online-Shop-Muggles nach Hogwarts gelangen und wie man Harry Potter dazu bringt, seinen Zauberstab für einen guten Verbraucherrechterichtlinien-Zweck zu verleihen.

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Nachdem wir uns vor einiger Zeit den deutschsprachigen Social-Media-Aktivitäten von – Endverbraucher-orientierten – Smartphone-Herstellern gewidmet haben, haben wir diesmal B2B-Anbieter unter die Lupe genommen, und zwar die führenden Softwarehersteller. Schon im Vorfeld hatten wir gemutmaßt, was das Ergebnis sein würde, und haben recht behalten: freundlich ausgedrückt verschenken auch diese Unternehmen ihr Social-Media-Potenzial.

Irgendwie betreiben alle untersuchten Hersteller Social Media, aber eben auch nur irgendwie. Wenigstens verlinken die meisten die Kanäle auf ihrer Homepage, das kann man schon fast als Fortschritt betrachten. Ansonsten sieht es eher mager aus: Inhalte werden oft 1:1 direkt aus Presseinformationen übernommen; anspruchsvolle, weil arbeitsintensive, Kanäle wie YouTube werden eher nachlässig behandelt, und ansonsten sieht alles eher lieblos denn professionell aus. Der Eindruck, der entsteht: Man gibt sich nicht viel Mühe. Der Geist von Social Media glänzt bei den meisten Anbietern mit Abwesenheit (rühmliche Ausnahme ist die DATEV, die einen hervorragenden Job macht).

Das alles ist keine neue Erkenntnis. Wir wundern uns seit vielen Jahren, warum große Unternehmen mit ausreichend Manpower und Budgets nicht in der Lage sind, ihre Kommunikation professionell zu gestalten – schlimmer noch: nicht mal das ABC der Kommunikation beherzigen. Gewiss, Social Media ist aufwändig, aber es gibt viele kleine Unternehmen, die es ganz gut auf die Reihe bekommen. Warum also nicht die Großen? Ich glaube und habe es schon oft wiederholt: Viele Unternehmen haben offenbar keinerlei Interesse an einem vollwertigen und mit weiten Befugnissen ausgestattenen Kommunikationsvorstand, aus welchen unerfindlichen Gründen auch immer. Der oft katastrophale Auftritt, von dilettantischen Inhalten bis zu widersprüchlichen Botschaften, ließe sich damit auf jeden Fall vermeiden. Der mäßige Social-Media-Auftritt ist nämlich nur die Spitze des Eisbergs.

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In den letzten Wochen haben wir uns mit einigen ITK-Journalisten unterhalten und sie gebeten, uns ihre Einschätzung bezüglich der Performance von Pressestellen und PR-Agenturen mitzuteilen. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, weil nur auf 29 Meinungen beruhend, aber sie entsprechen ziemlich genau unserer eigenen Erfahrung.

Es gibt Luft nach oben. Die Durchschnittsnoten, die unsere Medienkontakte vergeben haben, waren nämlich eher mager. Ihre allgemeine Zufriedenheit mit PR-Agenturen und Pressestellen von ITK-Unternehmen bewerteten sie mit 2,7 (Schulnotensystem), die Reaktionsgeschwindigkeit ihrer Ansprechpartner mit 2,8 und deren Zuverlässigkeit mit 2,1, immerhin.

Die Qualität von Texten, in der Regel Presseinformationen, war ihnen aber lediglich 2,9 wert, das ist schon fast beschämend für die Leistung sogenannter PR-Profis. Jetzt könnte man darauf erwidern, die Headquarters in den USA und die EMEA-Zentralen auf der Insel bestünden darauf, ihre Texte möglichst nah am Original übersetzt zu sehen. Das stimmt zwar meistens, ist allerdings auch nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte wird durch die schlechteste Note unserer Umfrage reflektiert: 3,3. So kümmerlich bewerteten die Journalisten die ITK-Expertise ihrer Kontakte in den Agenturen.

Seit meiner Zeit als Redakteur und Chefredakteur von IT-Zeitschriften hat sich hier offensichtlich nicht viel geändert (und das ist wirklich lange her). Schon damals hatten wir in den Redaktionen, auf der anderen Seite des Schreibtischs sozusagen, viel zu oft mit schlechten Texten, fragwürdigen Inhalten und kläglicher Grammatik zu tun. Die Kompetenz vieler PR-Agenturen sahen wir im Grunde reduziert auf ihre Rolle als Durchlauferhitzer: Original-Texte irgendwie übersetzen und halbherzig an die Medien verteilen. Aber, das muss gesagt werden, es gab natürlich auch eine ganze Reihe guter Agenturen und hervorragender Pressestellen in den Unternehmen.

Die gibt es immer noch. Angesichts der mäßigen Noten der heutigen Journalisten repräsentieren sie aber wohl leider nicht die Mehrheit.

Manche Journalisten waren in den Gesprächen recht aufgebracht über ihre Kontakte in den Agenturen und Pressestellen, auch wenn sie hier und dort "gute und sehr gute Pressestellen und Agenturen" ausmachten. Sie bemängelten vor allem die schlechte Aufbereitung von Informationen, zu wenig Tiefgang, unzureichendes Bildmaterial, mäßig ausgebildete Kontaktpersonen und immer wieder die "kaum vorhandene ITK-Expertise" in manchen Agenturen. Vor allem diese mangelnde Expertise führt dazu, dass Original-Informationen von PR-Agenturen oft unreflektiert und unkritisch übernommen werden – mit all den unötigen Quotes, den ärgerlichen Superlativen und dem überflüssigen Marketing-Gebrabbel.

"Gehirn einschalten", brachte es ein Journalist zackig auf den Punkt, "Buzzword-Bingo und Spin-Doctoring meiden. Fliegt sowieso auf und schreckt ab". Hätte auch von mir sein können – damals.

 

29 Journalisten haben die Leistung von ITK-Agenturen und -Pressestellen bewertet. Das sind die Ergebnisse – nicht immer brillant (Quelle: PR-COM, Mai 2014)


In einem kurzen Video erläutert PR-COM-Geschäftsführer Alain Blaes die zentralen Ergebnisse:

 

 

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Cyber-Kriminelle entwickeln immer raffiniertere Angriffsmethoden, um die Sicherheitssysteme von Unternehmen auszutricksen: Nicht zuletzt durch Trends wie BYOD, Mobility und Cloud Computing sind IT-Infrastrukturen in Unternehmen heute verschiedensten Bedrohungen ausgesetzt und effiziente, umfassende Sicherheitskonzepte unabdingbar.

Aber sind sich Unternehmen dessen wirklich bewusst und handeln sie entsprechend? Unser Kunde Dell Software hat in einer weltweiten Umfrage 1.440 IT-Entscheidungsträger in Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, darunter 200 Unternehmen aus Deutschland, nach ihrer Einschätzung der IT-Sicherheit und künftiger Bedrohungen befragt.

Demnach verleihen lediglich 17 Prozent der befragten deutschen Unternehmen dem Thema IT-Sicherheit 2014 die höchste Priorität auf ihrer Agenda, doch Achtung: Zugleich betonen ganze 69 Prozent, IT-Sicherheit sei für sie Dauerbrenner und in jedem Jahr wichtig. Dies beschert deutschen Unternehmen die Pole-Position im internationalen Vergleich: Denn nur rund jedes zweite Unternehmen weltweit (48 Prozent) sieht die IT-Sicherheit als permanentes Top-Thema. In den USA wiederum zeichnet sich ein ganz anderes Bild – hier scheinen die Snowden-Affäre und ihre Folgen einen wahren Bewusstseinskick ausgelöst zu haben: Schreiben nur 22 Prozent der Unternehmen der IT-Sicherheit eine ständige Priorität zu, so sehen sie stolze 72 Prozent in diesem Jahr thematisch ganz vorne.

So weit, so gut. Aber bedeutet dies nun, dass deutsche Unternehmen in der Mehrheit bereits bestens gewappnet sind und sich entspannt zurücklehnen können?

Besser nicht! Sich hier auf sicherem Posten zu wähnen, könnte sich als trügerisch erweisen: Denn mit neuen Technologien und Nutzungsweisen gehen auch immer wieder neue Bedrohungen einher. Und neben verschiedenen Motiven wie Datenklau oder direkter Schädigung der IT-Systeme gibt es auch vielfältige andere Gefahrenquellen - Angriffe von außen, aber auch von innen, zum Beispiel durch unwissende oder schlampig handelnde Mitarbeiter.

So erlitten rund 66 Prozent der deutschen Unternehmen in den letzten zwölf Monaten Sicherheitsverletzungen - weltweit lag die Quote bei 74 Prozent, in den USA sogar bei 87 Prozent. Laut der Studie schlugen diese Sicherheitsvorfälle in den befragten Unternehmen durchschnittlich jeweils mit rund einer Million Dollar zu Buche. Proaktive Maßnahmen, bevor das Kind im Brunnen liegt bzw. der Hacker oder Schadcode in der Leitung sitzt, können hier einiges abwehren. Und: Nur 55 Prozent der befragten deutschen IT-Entscheidungsträger sehen sich gegen jegliche Art künftiger Bedrohungen gewappnet, weltweit sind es 60 Prozent.

Übrigens, ganze 64 Prozent der weltweit befragten Unternehmen meinen, die Frage laute nicht, ob sie Sicherheitsverletzungen zum Opfer fallen, sondern vielmehr wann

Die ausführliche Studie von Dell Software zum Herunterladen: http://software.dell.com/documents/protecting-the-organization-against-the-unknown-whitepaper-27396.pdf

Unser „Projekt Datenschutz“ zeigt die letzten Fälle von Datenpannen, -skandalen und
-missbrauch auf sowie alle Ereignisse rund um die Affäre Snowden: www.projekt-datenschutz.de

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Heute haben wir für unseren Kunden Red Hat ein Marketing-Video umgesetzt. Daraus gewonnene Einzelstatements lassen sich auch für die Pressearbeit hervorragend nutzen: Zum Beispiel über eine Verlinkung in Form von Mailings für Interview-Pitches, Veranstaltungseinladungen oder auch als weiterführende Informationen in Pressemitteilungen. Der entscheidende Vorteil von Videos gegenüber geschriebenem Text: Sie transportieren Emotionalität durch die Visualisierung von Inhalten und Personen.

Impressionen vom Dreh:

  Kamera ab! (Bild: PR-COM, April 2014)  Studioaufbau (Bild: PR-COM, April 2014)

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Jedes zehnte deutsche Unternehmen hat mittlerweile Big-Data-Lösungen im Einsatz. Auch Microsoft-CEO Nadella hat letzte Woche auf der „Accelerate your insights“ in San Francisco eine verstärkte Fokussierung des IT-Riesen auf diesen Bereich angekündigt.

Für IT-Entscheider, die noch ratlos vor ihren Datenbergen stehen, hat der Branchenverband Bitkom gerade den neuen Leitfaden „Big Data Technologien – Wissen für Entscheider“ (PDF) herausgebracht. Dieser soll Orientierung geben, wie Unternehmen durch die intelligente Auswertung von Daten wichtige Informationen, zum Beispiel Erkenntnisse über Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse, gewinnen können. Der Leitfaden gibt unter anderem einen Überblick über die Möglichkeiten zur Speicherung großer Datenmengen und beschreibt Komponenten zur Verarbeitung (Analytik) und Aufbereitung (Visualisierung) von Ergebnissen. Ebenso werden konkrete Big-Data-Einsatzszenarien und Lösungsarchitekturen vorgestellt. Auch dem Thema Datenschutz ist ein Kapitel gewidmet.

Bei der Umsetzung ihrer Big-Data-Strategie lohnt es sich für Unternehmen auch, über Nadellas Begriff der „Datenkultur“ nachzudenken, die er in einem Blogpost beschreibt. Seiner Ansicht nach reicht der Einsatz von Technologie alleine nicht aus, um eine nachhaltige Datenkultur zu schaffen. Es gehe vielmehr darum, die Kultur zu verändern: alle Mitarbeiter von den vorhandenen Daten profitieren zu lassen, „damit jede Organisation, jedes Team und jeder Einzelne zu großen Dingen befähigt wird durch die Daten, die ihnen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen“.

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Diese Nachricht können wir natürlich nicht unkommentiert passieren lassen:

Die Nachrichtenmaschine:
 Schwäbische Software schreibt aus Daten News

… und vermutlich ist diese etwas schiefe Headline schon ein erstes Anwendungsbeispiel. Gemeint ist Folgendes: 

Die Aexea GmbH aus Stuttgart […] hat nun erstmals eine Software vorgestellt, die mit Hilfe eines semantischen Modells Daten aus verschiedenen Quellen verknüpft und anschließend automatisiert nicht nur Headlines, sondern komplette hochwertige Nachrichtentexte formuliert.

Aexea fährt einiges auf: Semantische Modelle, generative Grammatik und ein narratives Gerüst; herauskommen sollen "leserorientierte, verständliche und lesenswerte Texte". Bei Twitter läuft sich schon der Panikgenerator warm:

  • "Software schreibt News: Willkommen in der gruseligen SEO-Zukunft"
  • "UNHEIMLICH: Aexea hat eine Software vorgestellt, die automatisiert komplette hochwertige Nachrichtentexte formuliert"           
  • "Horrorszenario oder Wunschtraum? In jedem Fall Realität"

Keine Panik! Ruhig Brauner! Man muss sich nämlich die Leistungen dieser Software mal etwas genauer anschauen:

"Es ist die intelligente semantische Logik, die es der Software ermöglicht, Texte zu schreiben, die nur das Sagenswerte und Sprechbare enthalten", erklärt Frank Feulner, Leiter Software Development/ Semantic Technologies bei der Aexea GmbH.

Im Ernst, wer will solche Texte haben? Texte, die nur das "Sagenswerte" enthalten? (Seltsam: mein Bloggenerator schlägt hier das "Lesenswerte" vor, das "Sprechbare" bleibt ohne Vorschlag.) Und sonst nichts? Am Ende ist die Logik womöglich so intelligent, dass sie genau das aussortiert, was der Phrasengenerator zuvor mühsam hineingepackt hat. Das ist doch nicht praxistauglich.

Außerdem eine halbe Sache. Was wir brauchen, ist eine innovative Software, die mit Hilfe einer evidenzbasierten semantischen Content-Logikfunktionalität in der Lage ist, Texte nicht nur zu verfassen, sondern auch zu lesen. Die Engine muss über ein intelligentes 7x24-Interface die Aexea-Texte nahtlos importieren, hochperformant rezipieren und anschließend rückstandslos archivieren. Auch auf mobilen Endgeräten. Machine-2-Machine Communication – so geht Effizienz. Engines unter sich – das zeitgemäße Texterlebnis. 

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In diesem Jahr soll es so weit sein. 2014 werden mindestens 25 Prozent der neuen Geschäftsapplikationen von sogenannten Citizen Developers stammen. So zumindest prophezeite es Gartner auf seinem Symposium/ITxpo im Oktober 2009. Noch bleiben fast neun Monate Zeit bis zum 31. Dezember, aber ich wage schon einmal die Prognose: Gartner wird danebenliegen. Statt von einer Prognose hätte Gartner – wie so oft – besser von einer Handlungsanleitung gesprochen: „Unternehmen sollten ...“ oder besser noch „Unternehmen müssen …“. Denn Gartner trifft einen wunden Punkt. Aus Sicht der Fachabteilungen dauert die Anpassung oder gar die Entwicklung selbst einer einfachen Applikation schlicht zu lange. Hier werden schnelle Lösungen benötigt, die manchmal – auch das muss man dazu sagen – schon nach wenigen Monaten wieder ausgemustert werden.

Wenn es um Citizen Developers geht, kommen die berühmten Power User der 1990er-Jahre wieder zum Zuge. Gemeint sind damit beispielsweise Excel- oder SAP-Anwender aus den Fachabteilungen, die sich hervorragend mit ihren täglich genutzten Applikationen auskennen und schnell neue Lösungen für aktuelle Anwendungsprobleme finden.

Vor allem das Marketing und der Vertrieb im Einzelhandel, angefangen von Bekleidung über Elektronik bis zu Kosmetik, Lebensmitteln, Möbeln, Spielzeug und Sportartikeln, sind auf immer neue Applikationen angewiesen, mit denen sie die Effizienz ihrer Aktivitäten besser planen, überwachen und steuern können. Genau dies ist das Betätigungsfeld der Citizen Developers. Sie erstellen schnell und unkompliziert die benötigten neuen Applikationen. Einen guten Überblick über die aktuell dazu verfügbaren Tools liefert Gartner in dem Report „Magic Quadrant for Enterprise Application Platform as a Service“

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Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs jährt sich bald zum hundertsten Mal, und mich als gelernten Historiker elektrisiert dieses Ereignis natürlich ganz besonders. Als ich deshalb neulich meine alten Bücher zum Thema herausgekramt habe, stieß ich auf eine spannende Quelle. Die „Vossische Zeitung“ berichtete in ihrer Ausgabe vom 28. Juni 1914 über den Vorfall, der schließlich den Ersten Weltkrieg auslösen sollte. Interessant ist dabei der Aufbau der Nachricht:

Sarajewo, 28. Juni (Telegramm unseres Korrespondenten) Als Erzherzog-Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gattin, die Herzogin von Hohenberg, sich heute Vormittag zum Empfange in das hiesige Rathaus begaben, wurde gegen das erzherzogliche Automobil eine Bombe geschleudert, die jedoch explodierte, als das Automobil des Thronfolgers die Stelle bereits passiert hatte. Im darauffolgenden Wagen wurden der Major Graf Boos-Waldeck von der Militärkanzlei des Thronfolgers und Oberstleutnant von Bosnien erheblich verwundet. Die Bombe war von einem Typographen namens Cabrinowitsch geschleudert worden. Der Täter wurde sofort verhaftet. Nach dem festlichen Empfang im Rathaus setzte das Thronfolgerpaar die Rundfahrt durch die Straßen der Stadt fort. Unweit des Regierungsgebäudes schoss ein Gymnasiast der achten Klasse (Primaner) namens Princip aus Grabow aus einem Browning mehrere Schüsse gegen das Thronfolgerpaar ab. Der Erzherzog wurde im Gesicht, die Herzogin im Unterleib getroffen. Beide verschieden, kurz nachdem sie in den Regierungskonak gebracht worden waren, an den erlittenen Wunden. Auch der zweite Attentäter wurde verhaftet. Die erbitterte Menge hat die beiden Attentäter nahezu gelyncht.

Quelle: Vossische Zeitung vom 28.6.1914

Die Art, Nachrichten zu strukturieren, hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Die entscheidende News gleich am Anfang nennen – so wird es längst gehandhabt. Bei so einigen Pressemitteilungen hat man allerdings den Eindruck, dass die Zeit stehen geblieben ist. Da wird mit Hintergrundbetrachtungen, Prosa-Einleitungen oder einer ausführlichen Beschreibung des aussendenden Unternehmens angefangen. Und was die eigentliche Nachricht ist, das muss sich der Leser oft selbst zusammenreimen.

Dabei muss ich immer daran denken, was einer der ausbildenden Redakteure während meines Zeitschriften-Volontariats gesagt hat: Wenn eine Pressemitteilung hereinschneit und man nicht spätestens beim dritten Satz weiß, was die Nachricht ist – ab in die Tonne damit. Dieses Bedrohungsszenario habe ich heute noch jedes Mal vor Augen, wenn ich selbst eine Presseinfo schreibe.

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Wäre ich Kulturphilosoph, würde ich an dieser Stelle vielleicht über Gesprächskultur philosophieren. Ich würde mich zum Beispiel darüber auslassen, ob sie in der Ära von Web und Facebook gelitten haben könnte. Und wie viel. Dabei wäre natürlich an Sokrates zu erinnern, den Urvater der Gesprächskultur. Und an Habermas, herrschaftsfreier Diskurs und so Sachen.

Alles viel zu kompliziert. Ich versuche es lieber mit einem Beispiel aus dem wirklichen Leben. Ich greife mitten hinein in ein Kundengespräch:

A: "Wir sind der Ansicht, dass es wichtig ist, die Wiese grün darzustellen, das kommt der Realität am nächsten. Also weitgehend."
B: "Sehr richtig, ich bin genau Ihrer Meinung. Das ist für uns zentral. Auch unsere Kunden erwarten, dass die Wiesen blau sind."
A: "Nun, wir dachten, eher an etwas Grünliches …"
B. "Da sind wir ganz auf einer Linie, ein schönes, sattes Blau. Sonst wirkt eine Wiese ja nicht. Wiesenblau eben." 
A: "Aber … wäre Grün vielleicht nicht doch … mehr optimal?"
B: "Absolut, ich sehe das genauso."

Also, das ist echt nicht die Schuld von Facebook und Konsorten. Oder doch? Wir sollten mal darüber sprechen. 

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Knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte nutzen heutzutage Mobile PCs (Notebooks und Tablets), 31 Millionen Deutsche haben bereits ein Smartphone. Wirft man einen separaten Blick auf zukünftige Nachwuchskräfte ist der Anteil noch einmal höher, wie eine Umfrage des ERP-Anbieters IFS zeigt. Demnach nutzen knapp 92 Prozent der Befragten ein Smartphone, 76 Prozent ein Notebook und immerhin 33 Prozent ein Tablet.

Aber nicht nur die private Nutzung mobiler Endgeräte ist entscheidend. Für die nächste Generation von Arbeitskräften wird die Nutzung von Mobilgeräten im Beruf selbstverständlich werden. Bereits heute danach gefragt, antwortet die Mehrheit, Mobile Devices später auch beruflich nutzen zu wollen.

Diese Einstellung wird auch für die Unternehmen Folgen haben, denn sie müssen nicht nur ihre Ausstattung, sondern auch die Arbeitsweise und -prozesse anpassen, um den Ansprüchen ihrer zukünftigen Angestellten gerecht zu werden. Flexibles Arbeiten und neue Arbeitszeitmodelle sind nur zwei Aspekte. Ein anderer Punkt betrifft die Anbieter von Unternehmenssoftware, die Lösungen und Produkte für eben diese Generation und die verstärkte Arbeitsweise mit mobilen Endgeräten liefern müssen.

Mobile IT-Lösungen müssen entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch eine vereinfachte Bedienung und Ansicht, die den Bildschirmgrößen und Systemanforderungen der mobilen Geräte gerecht werden. Überladene Oberflächen werden daher wohl auch bald der Vergangenheit angehören, denn die „Generation Smartphone“ möchte ihr zukünftiges „Arbeitsgerät“ inklusive aller Anwendungen genauso so einfach und intuitiv bedienen können, wie private Geräte und Apps. Dabei sind aber nicht nur Standardanwendungen wie E-Mail, Kalender und Reiseplanung gemeint, die bereits heute den Bedürfnissen der Smartphone- und Tabletnutzer entsprechen. Auch Unternehmenssoftware (beispielsweise CRM-, ERP- oder BPM-Anwendungen) muss dem gerecht werden und entsprechend „vereinfacht“ dargestellt werden sowie für den Gebrauch von unterwegs ausgelegt sein.

Im Süden Deutschlands, genauer gesagt in der Region um Darmstadt, Karlsruhe, Kaiserslautern, Saarbrücken und Walldorf, forschen und arbeiten verschiedene Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten übrigens bereits an der Unternehmenssoftware der Zukunft – im Rahmen des so genannten Software-Cluster. Hier wird unter anderem zu den Themen Interoperabilität, Adaptivität, IT-Sicherheit und Prozessinnovation geforscht, mit dem Ziel Standards für die zukünftige Unternehmenssoftware zu schaffen. Natürlich spielt das Thema Mobile Computing hier ebenfalls eine Rolle. Aber nicht nur aus der Cluster-Region, sondern auch von den IT-Anbietern selbst, werden sicherlich bald einige neue Impulse zu diesem Thema kommen (müssen).

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In ihren Nachberichten haben zahlreiche Medien die Jubelnachricht der Deutschen Messe AG übernommen und den "voll gelungenen" Neustart der CeBIT ziemlich einheitlich skizziert, nachzulesen hier, hier, hier oder auch hier. Ist das so?

Wenn man die reinen Fakten betrachtet: Zu ihrer besten Zeit kamen auf die CeBIT über 830.000 Besucher – jetzt war es gerade mal ein Viertel. Die neue Ausrichtung in diesem Jahr: 100 Prozent Business. Mehr Klasse, weniger Masse. Der „Familiensamstag“ wird vom „Businessmontag“ abgelöst. Die Eintrittspreise liegen mit 60 Euro für die Tageskarte extrem hoch, so sollen Privatanwender abgeschreckt und Geschäftskunden angesprochen werden. Und, hat sich das gelohnt? Offenbar ja – laut Messegesellschaft: „Das Business-Konzept greift. Die optimale Struktur für die weitere Entwicklung der Messe sei gefunden.“

Nun ja. Der Businessmontag glänzte eher mit der Abwesenheit der Besucher. Sowohl Aussteller als auch Journalisten, mit denen ich gesprochen habe, waren entsetzt: „enttäuschend leer“, „kaum was los“, „erschreckend“. Wenn man über die Messe schlenderte, fielen einem sofort die abgehängten Scheiben der Halle 11 auf – das war ziemlich deprimierend. Wieder waren große Firmen wie Rittal abwesend, die ansonsten seit Jahren mit großem Stand vertreten waren. Viele Journalisten kamen dieses Jahr gar nicht auf die Messe, da der reine B2B-Fokus für sie nicht mehr interessant war. Vorbei sind auch die Zeiten, an denen Journalisten alle Tage auf der Messe vertreten waren, nun sind zwei oder drei Tage das höchste der Gefühle. Auch kann man sich des  Eindrucks nicht erwehren, dass die CeBIT immer mehr zu einer europäischen Veranstaltung mit deutschem Fokus mutiert – sowohl was die Besucher als auch die Aussteller angeht. Viele amerikanische Unternehmen (darunter auch viele Marktgrößen) sind, wenn überhaupt, nur noch mit Partnerstand vertreten. „Gemischtwarenmesse“ war der Ausdruck eines Ausstellers, der seit Jahren auf der CeBIT ist und ernsthaft überlegt, ob er auch nächstes Jahr wieder dabei ist. Zu unterschiedliche Themen, zu unterschiedliche Mottos – interessanter sind da mittlerweile Messen mit spezialisiertem Fokus, da ist der Kosten-Nutzen-Faktor einfach höher.

Ob die Neupositionierung der CeBIT letzten Endes geglückt ist, werden wohl erst die nächsten Jahre zeigen. Ein Neuanfang war auf jeden Fall nicht das Schlechteste, was man angesichts der Entwicklung der letzten Jahre machen konnte. Vielleicht muss man sich einfach nicht nur auf dem Papier, sondern auch gedanklich von der alten CeBIT verabschieden und sie einfach als das sehen, was sie momentan ist: eine ehemalige Weltmesse, die sich gerade neu (er)findet. Kreative, frische Impulse sind da: das haben die vielen Start-Ups in der Code_n-Halle 16 gezeigt. Davon braucht es mehr! Hoffen wir, dass sich diese finden und der Neustart wirklich gelingt – denn ich fahre gerne zur CeBIT.

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