Gerüchte

Trump tut es (klar, wer sonst), auf der Plattform Facebook treiben es die Nutzer ganz wild und jawohl, auch klassische Medien, wie etwa die Bild-Zeitung, tun es: Fake News verbreiten! Dabei geht es im Kern um die Verbreitung von Gerüchten, die Überspitzung von Nachrichten (mit einem wahren Kern), bis hin zu Lügen und falschen Fakten über Personen, Gruppen und Sachverhalte. Der Grat zwischen freier Meinungsäußerung und Fall für den Anwalt ist mitunter schmal.

Aber warum ist die Aufregung jetzt so groß? Das Phänomen der Fake News, um im Fachjargon zu bleiben, ist nicht neu. Seit jeher verfolgen Menschen in ihren unterschiedlichsten Rollen ihre Interessen. Die Streuung von Gerüchten, die Interpretation von Fakten oder gar der gezielte Einsatz von Lügen waren schon immer Teil des Spiels. Und die Adressaten solcher Nachrichten haben sie auch bereitwillig gestreut, ob bewusst oder unbewusst sei mal dahingestellt. Das passierte lange in der realen Welt, seit ein paar Jahren eben auch in der virtuellen Welt.

Neu ist jetzt sicherlich die Geschwindigkeit und das Ausmaß, mit der sich Fake News über das Internet verbreiten (können). Auch aufgrund sogenannter Social Bots, die kleinen Software-Programme, die auf bestimmte Schlagwörter in Beiträgen anderer Nutzer reagieren und diese automatisiert kommentieren und teilen.

Letztlich gilt aber auch in der virtuellen Welt: jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich. Einen entscheidenden Unterschied (zur realen Welt) gibt es dann doch: das Internet vergisst nie. Von daher ist durchaus Vorsicht geboten, was veröffentlicht, geliked und geshared wird.

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