IT

Auf diesen Blog meiner Kollegin Sandra möchte ich gern antworten.

Innovation ist natürlich eine conditio sine qua non für den Unternehmenserfolg. Tragisch genug, dass eine wahrhaftige Innovationskultur in deutschen Unternehmen eher selten anzutreffen ist. Ein paar zusätzliche und gut gemeinte Brainstormings reichen eben nicht aus, um Innovation tiefer zu verankern. Vielleicht brauchen wir in Zukunft tatsächlich so etwas wie einen Chief Innovation Officer. Der Zeit-Kolumnist Marcel Fratzscher ist übrigens der Ansicht, die Regierung solle mehr Geld in Innovation investieren. Ich glaube, das macht wenig Sinn, solange die Unternehmen selbst Innovation nicht als inhärenten Teil ihrer DNA begreifen.

So oder so, Innovation ist nicht alles. Sie braucht immer zwei wichtige Begleiter, um erfolgreich zu sein: den Zeitpunkt und die Kommunikation. Sandra hat recht: wenn der Markt nicht reif ist, hilft das beste Produkt nichts, Usability hin oder her. „Markt“, das sind aber nicht nur die Verbraucher, die ein Produkt zum „Kultstatus“ erheben können, sondern auch die Technologien: zu langsame Prozessoren, die zu schwachbrüstigen Geräten führen; eine zu lahme Internetverbindung, die jeden User zur Verzweiflung treibt; oder die fehlende Software, ohne die es keine zufriedenstellenden Response-Zeiten gibt – all das sind Killer für das bestgemeinte Produkt. 1993 war eben technologisch noch nicht reif für den Newton, das hat mit der Innovationskraft des Herstellers wenig zu tun. 14 Jahre später hat es dann mit dem iPhone ja geklappt.

Der zweite Begleiter im Bunde, die Kommunikation, ist ebenso essenziell. Das beste Produkt und der kaufgierigste Zielmarkt sind nichts wert, wenn das Produkt nicht oder nicht richtig kommuniziert wird; das kann jeder nachvollziehen (und das war beim Newton vielleicht auch der Fall). Erst im Zusammenspiel dieser drei Faktoren kann sich Erfolg etablieren. Fehlt ein einziger der Faktoren, klappt es nicht.

Dann noch Vereinigung von Germanisten und Informatiker. Germanisten, wirklich? Aber letztlich spielt es ja auch keine vorrangige Rolle. Wichtig ist tatsächlich die Verbindung beider Gehirnhälften und die Aufwertung der Kreativität in Unternehmen – von gesetzten Managern bislang naserümpfend verschmäht. Das schreit nach einer kulturellen Revolution in den Betrieben, und, damit einhergehend, wohl auch nach der Umwälzung bestehender Organisationen.

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Das Thema Digitalisierung scheint beim derzeitigen Bundeswahlkampf gerade besonders en vogue zu sein (Bemerkenswert: Jahre, nachdem die Piraten hip waren). Als vorbildlicher Wähler schleppte auch ich mich auf eine dieser Veranstaltungen, in denen mir 60jährige Männer im Ruhestand erzählen, was Arbeiten 4.0 sein wird. Dabei fiel ein Satz der mich von meinem Instagram-Newsfeed hochschauen lies: „Die Digitalisierung wird nur von Informatikern und Mathematikern gemacht! Das sind die Studiengänge, die wir fördern müssen.“ Vor meinem inneren Auge entzündete sich mein Abschluss in Philosophie und Germanistik spontan selbst, als ich mein iPhone wegsteckte.

Man möchte bei solchen Aussagen dringend zu einem Besuch im Museum of Failures in Helsingborg (Schweden) raten, um einmal über die Erfolgsfaktoren von Produkten beziehungsweise Technologien zu sprechen. Das Museum beinhaltet eine interessante Sammlung gescheiterter Produkte, darunter auch beispielsweise der Vorläufer des iPhones: der Apple Newton. Ein Versuch, auf dem damals aufkommenden Trend der PALM-Handhelden aufzuspringen. Zwar erreichte das Produkt Kultstatus, aber für eine digitale Wende wie das iPhone hat es nicht gereicht. Und so was aus der Innovationsschmiede Apple! Wie kommt’s?

Der entscheidende Faktor bei technischen Innovationen ist nicht allein der Hersteller, sondern vor allem der Verbraucher. Man spricht hier gerne von der sogenannten Usability. Der Newton beispielsweise war aus vielen Gründen kein massentaugliches Produkt. Die Lehren wurden gezogen und Jahre später folgte das iPhone. Ein Knüller!

Diese Aussage lässt sich auf neue Apps, Produkte und technische Innovationen übertragen. Wenn man ein Produkt nicht mehr aus der Hand geben mag, weil es den Alltag angenehmer gestaltet, eine Lücke schließt oder schlichtweg unterhält, dann haben wir einen Kandidaten für einen „Wandel“.

Was brauche ich also für eine gute digitale Idee? Eine Marktlücke, eine kreative Idee, diese zu schließen und eine schlüssige Umsetzung. Natürlich auch die stetige Bereitschaft meine Idee und die Usability auf das gleiche Level zu heben. Muss ich selbst dafür Informatiker oder Mathematiker sein? Nein. Was wirklich nötig ist, sind kreative Denker und logische Umsetzer in einem Team. Also liebe Germanisten und Informatiker – vereint euch!

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Das mit der Kommunikation ist so eine Sache.

Wer sich nicht klar und deutlich ausdrückt, wird schnell missverstanden. Zu direktes Feedback führt zu Verstimmungen, und was es mit dem Subtext auf sich hat, wissen wir seit dem Beitrag meiner Kollegin „Sehr geehrter Ansprechpartner“. Und dann kommt noch erschwerend das Problem mit der Fachsprache dazu. So passiert es, dass fest definierte Begriffe für völlig andere Bedeutungen verwendet werden.

Anknüpfungspunkte für Missverständnisse gibt es genügend:  Zwischen Kollegen, Redakteuren oder dem Kunden. Umso wichtiger ist es, fachspezifisch präzise zu antworten und die richtigen Termini zu verwenden. Das ist leider nicht immer der Fall.

Beispiel Nummer eins: Der tägliche Wahnsinn – Fachspezifische Abkürzungen

In Unternehmen werden für die schnelle und einfache Kommunikation gern interne Abkürzungen verwendet. Das hat Vorteile, birgt aber auch Risiken: Es entsteht ein Wirrwarr aus Kürzeln, durch das keiner mehr durchblickt. Gerade als Externer ist dies schwer nachzuvollziehen. Kommunikationsprobleme sind vorprogrammiert: Oder wissen Sie auf Anhieb was diese Buchstaben bedeuten? BTA, GTIR, CM, GDPR, RVR, ...

Beispiel Nummer zwei: Briefing und Interview ist nicht das Gleiche

Wenn ein Kunde sich meldet und erzählt, dass er von einem Medium nach einem Interview gefragt wurde, ist das grundsätzlich etwas Schönes. Einige Zeit und Verwirrung später stellte sich die Situation dann aber ganz anders dar: Ich sollte einen Briefingtermin mit einem Kunden des Kunden organisieren, um eine gemeinsame Case Study zu schreiben, die dann später veröffentlicht werden soll. Genau! Ein gemeinsames Briefing ist etwas anderes als ein Interview mit einem Medium.

Beispiel Nummer drei: Freigaben

Freigabe-Prozesse mit unseren Kunden sind dafür da, um jegliche Form von Texten wie Artikel, Kommentare oder Pressemitteilungen abzustimmen und zu finalisieren, bevor diese an die Presse herausgegeben werden. So wird sichergestellt, dass nichts das Haus verlässt, dass der Kunde nicht auch zuvor gesehen und bestätigt hat. Andersrum funktioniert es leider nicht. Es ist nicht möglich, mit einem Artikel an eine Zeitschrift heranzutreten, ihn anzubieten und zu platzieren, um den Redakteur dann zu vertrösten, dass wir den Text so in der Form ja nicht veröffentlichen können, weil er nicht freigegeben ist. Auch wenn ich verstehe, dass Kunden die Meinung von Redakteuren schätzen, manche Abläufe, insbesondere bei Freigaben, können und dürfen nicht abgeändert werden.

Beispiel Nummer vier: Input ist nicht zwingend ein Artikel

Aber auch zwischen Redakteuren und uns verläuft die Kommunikation nicht immer reibungslos. Wir haben einen Schwerpunkt bei einem Magazin erfolgreich gepitcht und der zuständige Redakteur wollte zu einem spezifischen Thema gern einen Beitrag machen. (Die Betonung liegt darauf, dass er einen Beitrag erstellen wollte.) Hierzu forderte er Input von uns zum Kunden an. Wir haben ihm hierfür bereits erstellte Artikel und veröffentlichte Pressemitteilungen zur Verfügung gestellt und ebenfalls angeboten, seine möglichen Fragen schriftlich oder telefonisch zusätzlich zu beantworten. Darauf antwortete er in einer Mail, dass er jetzt irritiert sei, da er davon ausging, dass wir zusammen mit dem Kunden den Artikel erstellen.

Fazit: Ein Artikel kann zwar Input für einen anderen Artikel sein, Input ist aber nicht zwingend ein Artikel.

An diesen Beispielen wird ersichtlich, wie schnell Kommunikation einen in die Irre führen kann, wenn die Kommunikationspartner über unterschiedliches Fachwissen verfügen. Das führt ab und an zu einem schönen Lacher, aber manchmal erschwert es die Arbeit und sorgt für unnötige Mails und Telefonate.

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CX hier und CX dort – viele Unternehmen scheinen das Thema dieses Jahr groß auf ihrer Agenda stehen zu haben. Gemeint ist die Customer Experience, also im weitesten Sinne die Erfahrung(en), die ein Kunde mit einem Unternehmen beziehungsweise einer Marke macht.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich nun auch einige Studien dem Thema widmen, das nicht für jeden gleich greifbar ist. So beispielweise IDG mit einer Studie zur „Digital Customer Experience 2017“ oder der "Global Customer Experience Benchmarking Report" von Dimension Data.

Ja, der Kunde hat heutzutage die Macht, sagt man. Und er muss hofiert werden, ergänzen andere. Daher wird das Customer Experience Management immer wichtiger und gerade das Marketing sieht sich hier in der Pflicht. Dass aber ohne Unterstützung seitens der IT gar nichts läuft, sollte auch klar sein. Denn man muss wissen, wo der Kunde sich auf- und wie er sich verhält oder informiert.

Genau da sind wir dann bei der nicht weniger heiß diskutierten Customer Journey, die jedes Unternehmen gerne en détail dokumentiert hätte, aber daran oft schon in den Anfängen scheitert, weil es keine einheitliche technische Grundlage gibt, die all die Kundendaten, die an den unterschiedlichen Touchpoints entstehen, zu einer Art „Golden Customer Record“ zusammenführt.

Entsprechende Tools und IT-Unterstützung sind daher im Marketing schon lange nicht mehr wegzudenken. Tendenz steigend. Nur an der Vernetzung hapert es noch.

Der Weg zur idealen Customer Experience ist somit ein steiniger, soweit sind wir uns sicher einig. Daher wird das Thema auch verstärkt diskutiert und steht sowohl auf der Agenda der Marketing-Abteilungen, aber auch von Sales und der IT-Abteilung.

Wenn Unternehmen es daher schaffen, abteilungsübergreifend an einem Strang zu ziehen und die Datensilos zu überwinden, sind sie schon einen großen Schritt weiter hin zu einer positiven CX.

Gut so, denn in der vielzitierten Service-Wüste Deutschland wollen wir alle etwas mehr hofiert werden, sowohl als B2C- als auch als B2B-Kunde. Und eine richtige Ansprache, mit den richtigen Themen, vielleicht sogar noch zum richtigen Zeitpunkt, wäre da schon mal ein guter Anfang.

Ich bin gespannt, welche weiteren Erkenntnisse in den nächsten Monaten zu dem Thema publiziert werden und ob sich Kunden über alle Branchen hinweg zukünftig unter anderem auf ein Mehr an Service freuen dürfen. Eines ist jedenfalls klar: es bleibt spannend.

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Referenzkunden sind das A und O für jedes Unternehmen, denn wie sonst sollte man beweisen, dass die eigene Lösung oder das Produkt auch tatsächlich das hält, was in Pressemitteilungen und Marketing-Kampagnen versprochen wird.

Ich habe kaum ein Interview in den letzten Jahren erlebt, in dem nicht nach einem Referenzkunden gefragt wurde. Besonders beliebt sind Referenzen natürlich für neue Produkte und Technologien. Leider halten sich Unternehmen dazu in Gesprächen oft bedeckt beziehungsweise sind vage, während sie in Pressemitteilungen hingegen sehr auskunftsfreudig scheinen.

Und genau hier kommen wir zu einem Paradox, das mir immer wieder begegnet: Während in Interviews Referenzkunden ein großes Thema für Journalisten sind, werden Pressemitteilungen über eben diese kaum beachtet. Deutsche Medien scheinen dann selbst von großen, weltweit bekannten Unternehmen wie British Airways noch nie etwas gehört zu haben, von kleineren Unternehmen ganz zu schweigen.

Woher also kommt die Diskrepanz zwischen Nachfrage und Angebot in diesem Fall? Natürlich werden individuelle Geschichten statt Pressemitteilungs-Massenware bevorzugt, aber immerhin sind Kundenmeldungen doch schon mal ein guter Anfang, oder nicht? Denn vielleicht verbergen sich ja gerade hinter den kleinen Referenzunternehmen die wirklich spannenden und innovativen Geschichten.

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Nachdem zum Thema Digitale Transformation schon fast alles von fast allen gesagt wurde (siehe auch Hannas Blog dazu), reiht sich jetzt auch der Veranstalter der Hamburger IT-Strategietage mit einem gänzlich neuen Aspekt ein, der wohl zum Ziel hat, die mittlerweile gelangweilte Leserschaft wieder etwas wachzurütteln: „It’s all about speed – Strategien für die Digitale Transformation“, heißt tatsächlich das Motto des Events.

Als jemand, der sich intensiv mit der Digitalisierung beschäftigt, gehe ich davon aus, dass Geschwindigkeit die letzte aller Sorgen der IT-Abteilungen ist. Es geht zunächst einmal um gigantische Hürden, die genommen werden müssen – und die meisten Unternehmen haben sie eben noch nicht genommen. Da wären: erstens, das Bewusstsein entwickeln, um eine IT-Landschaft umzukrempeln und neue Businesswege zu gehen. Wir wissen alle, wie schwierig es ist, alte Denkpfade zu verlassen und jahrzehntelange Routinen in Frage zu stellen (in den Chefetagen sowieso!); zweitens, große Budgets in die Hand nehmen; drittens, Organisationsstrukturen verändern, und zwar völlig unabhängig von Positionen und Abteilungen. Virtuelle Teams spielen plötzlich eine Rolle, bei denen jeder einzelne gegebenenfalls Verantwortung abgeben muss: auch hier wird es Widerstände geben ... Dann viertens endlich, die Umsetzung. Hier lässt sich über Speed reden: IT der zwei Geschwindigkeiten, Time-to-Market und so weiter, genauso, wie es die Hamburger IT-Strategietage möchten.

Speed ist also OK, markante Sprüche sicher auch, aber bei der Digitalen Transformation gibt es noch ganz andere Baustellen, bevor man sich über Einzelheiten auseinandersetzen kann.

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Ausblicke und Trends sind ein äußerst beliebtes Thema zum Jahreswechsel. Für uns besonders interessant sind natürlich die Aussichten für die IT-Branche: Was bringt das Jahr 2017 für die IT?, Welche Technologien muss man 2017 auf jeden Fall auf der Agenda haben? Nicht weniger spannend sind für uns aber auch die Medientrends der Zukunft. Mit der Digitalisierung und der starken Verlagerung auf Online hat sich für unsere tägliche Arbeit und den Blick auf das große Ganze vieles verändert. Davon abgesehen, dass IT und Medien inzwischen eine ziemlich große Schnittmenge aufweisen.

Mit den Medientrends 2017 hat sich auch das internationale Marktforschungsunternehmen Kantar Millward Brown auseinandergesetzt und kürzlich veröffentlicht, worauf wir uns im neuen Jahr und darüber hinaus einstellen dürften.

Demnach werden die Trends der Zukunft von der „Generation Z“ geprägt – geboren zwischen 1997 und 2011 und auch als „Post-Millenials“ oder „Centennials“ bezeichnet. Sie gilt als genügsam, achtsam, fleißig und legt großen Wert auf Gemeinschaftlichkeit. Und was bedeutet das laut Studie für ihre Erwartungen an die Medien? Die wichtigsten Prognosen sehen zum Beispiel so aus:

  • Transparenz und Authentizität: Marken und Unternehmen werden künftig noch tiefere Einblicke und mehr Details über sich, ihre Geschichte und ihre Produkte preisgeben müssen, um den Erwartungen gerecht zu werden.
     
  • Vernetzung und Synergien: Die heutige Fülle an Informationsquellen erfordert eine immer intensivere und persönlichere Begleitung der (Medien-)Konsumenten über die einzelnen Medien hinweg – sowohl online als auch offline. Das bedeutet crossmediale, aufeinander abgestimmte Botschaften, ohne dabei die Bedeutung und Funktion jedes einzelnen Kanals aus dem Blick zu verlieren.
     
  • Visualisierung: Mobile Endgeräte bieten immer wieder neue Möglichkeiten für die Verarbeitung und Darstellung von Content. Virtual Reality, Augmented Reality, 360°-Videos – die Zukunft liegt in der Visualisierung.

Allen Kennern der aktuellen IT-Trends fällt dabei eines auf: Es lässt sich mehr als nur eine Parallele zwischen Medien und IT erkennen. Sicherheit und Vertrauen spielen in beiden Bereichen eine ganz zentrale Rolle. Anforderungen und Wünsche – sowohl von IT-Kunden als auch Medien-Konsumenten – werden auf immer individuellere und persönlichere Art und Weise bedient. Und zu guter Letzt, wie auch dieses Beispiel zeigt und vorerst weiterhin ganz großer Trend: Die immer stärkere „Vernetzung of everybody and everything“.

Spannend ist aber nicht nur der Blick in die Zukunft, sondern auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr. Mir fällt dabei als erstes das „Internet der Dinge“ ein. Und was war für Sie der Trend 2016?

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Wie jede Branche stößt leider auch die PR immer wieder auf Vorurteile oder absolute Unwissenheit. Die Ressentiments reichen von oberflächlich und faul bis zu geldgierig und manipulativ. Wer als PR-Berater im Alltag unterwegs ist, erlebt daher ständig Überraschungen. Eine sehr witzige Geschichte blieb mir dabei besonders im Gedächtnis:

Ich wollte mir ein Angebot zu einer Versicherung zuschicken lassen und habe mit einem Makler telefoniert.

Er: Okay, gut, gleich sind wir durch. Nur noch wenige Fragen und ich schicke Ihnen Ihr individuelles Angebot zu. Was arbeiten Sie denn?

Ich: Ich bin PR-Beraterin.

Es folgt Schweigen am Telefon und ich fühle mich wie ein ausgesetzter Hund.

Er: Aha. Das ist doch einer dieser neuen Berufe, oder?

Ich: Also eigentlich gibt es den Beruf schon seit einigen Jahrzehnten.

Er: Ach, Sie machen irgendwas mit Medien oder Marketing?

Ich bin etwas genervt, aber antworte höflich: Wenn Sie möchten, erkläre ich es Ihnen gern.

Er: Nein danke, ich muss nur wissen, ob es gefährlich ist.

Ich: Also ich arbeite nicht undercover als Investigativ-Journalist, wenn Sie das meinen. Ich reise oft und bin für Kunden unterwegs. Körperlich ist die Arbeit nicht anstrengend, denn Schwerpunkte trage ich ins System ein und nicht auf dem Rücken.  

Wieder Ruhe am anderen Ende der Leitung.

Er: Sie wollen mich auf den Arm nehmen. Gut, also was trage ich jetzt ein?

Ich: Ich bin PR-Beraterin.

Er: Diesen Beruf gibt es nicht in unserem System, suchen Sie sich was Vernünftiges aus, das man auch nachvollziehen kann.

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Gerade als Studienabgänger ist die Arbeitswelt im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Welt. Es scheint, als würde man die nicht allzu entfernte Welt der Wissenschaft hinter sich lassen, um voller Tatendrang zu einer neuen zu reisen. Die Landung ist jedoch härter als vermutet – nahezu alles ist neu und anders. Man fühlt sich zurückversetzt in die ersten Vorlesungen an der Universität. Die Gebäude erscheinen wie Irrgärten und die Inhalte bestehen aus Wörtern, die man nicht kennt. Plötzlich steht man wieder am Anfang und ist umgeben von fremden Begrifflichkeiten und Themenbereichen. Ein Pluspunkt: In den neuen, schönen Büroräumen von PR-COM kann man sich nicht verlaufen. Schnell zeigt sich, dass eine neue Lebensphase beginnt.

In der Arbeitswelt entfällt die Selbstorganisation des Lebens weitestgehend. Die Struktur ist vorgegeben. Den stark variierenden studentischen Feierabend, der von mittags bis nachts reichte, gibt es nicht mehr. Als Student sind Arbeitstage immer und nie. Jetzt jedoch wird das Wochenende heilig gesprochen. Die Art des Arbeitens ändert sich ebenfalls. Neben einer Flutwelle von E-Mails ist man mit vielen und vielfältigsten Aufgaben gleichzeitig konfrontiert. Man verliert leicht und häufig den Überblick. Als ehrgeizigen und engagierten Berufseinsteiger kann einen zeitweise Panik überkommen. Durch tiefes Ein- und Ausatmen klärt sich die Sicht aber schnell wieder. Für Wichtigkeit und Dringlichkeit muss man erst ein Gespür entwickeln. Ebenso für die neuen Kolleginnen und Kollegen. Die enge Zusammenarbeit ist noch ungewohnt. Der studentische Einzelkämpfer muss an der Garderobe abgegeben werden. Das schöne daran ist, dass man jederzeit um Rat fragen kann und überall auf ein offenes Ohr trifft. Neu ist auch, dass drei Sprachen gleichzeitig gesprochen werden – Deutsch, Englisch und die eigene Sprache der PR-Welt. Diese werden vermischt und im Wechsel benutzt. Die Grenzen sind fließend. Die neuen Vokabeln der eigenen PR-Sprache klingen zunächst fremd – Pitch, Pipeline, Page Impressions –, werden aber schnell vertraut. Es wird nicht lange dauern, bis sie in den eigenen Sprachgebrauch übergehen.

Der Culture Clash verstärkt sich, wenn man in der PR-Welt das großflächige, vielfältige und schnelllebige Land der ITK bereist. Wie bei jeder Reise ist eine Portion Neugierde und ein offener Blick wichtig. Unter dieser Voraussetzung lernt man neue Denk- und Sichtweisen kennen. Schnell staunt man über alle Erkenntnisse, die man sammelt. Sogar unheimliche Akronyme wie IoT, DDoS oder SDE gehören mit der Zeit zum Alltag und jagen einem keinen Schrecken mehr ein. Der anfängliche Hürdenlauf entpuppt sich als eine spannende Reise zu den Grenzen des eigenen Horizonts – und darüber hinaus. Und ja, Hürdenläufe sind anstrengend. Doch wie heißt es so schön: Ohne Fleiß kein Preis.

Die ersten Reisewochen in die Arbeitswelt bestätigen, dass das Reiseziel richtig gewählt ist. Die mannigfaltige Welt der Public Relations vermittelt erstaunlich schnell, wie Erfolg durch professionelle Kommunikation beeinflusst werden kann. Ich freue mich auf tiefere Einblicke und ein besseres Verständnis mit fortschreitender Reisezeit.

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Unternehmen stehen in der heutigen Zeit vor enormen Herausforderungen: die fortschreitende Digitalisierung und Phänomene wie die Cloud, Virtualisierung oder Big Data fordern eine innovative IT-Infrastruktur, die bereits auf die ständig wachsenden Anforderungen ausgerichtet ist und über traditionelle Systeme hinausgeht. 

Höchste Performance, Flexibilität und offene Systeme sind nötig, um ein modernes IT-System bereitzustellen, das Unternehmen auch in Zukunft dabei unterstützt, ihre Geschäftsziele zu realisieren.

Unser Dell-Experte Peter Dümig, Senior Server Product Manager bei Dell, erklärt im Video, welche Ansätze heute für ein Unternehmen essentiell sind, um für die Zukunft optimal gerüstet zu sein.

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