Unternehmenskommunikation

Ein bisschen gleicht der Beruf des PR-Beraters ja auch dem des Detektivs: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Themen und spannenden Trends im Bereich IT. Denn auf gar keinen Fall sollen unsere Kunden das erzählen, was alle anderen auch schon erzählt haben. 

Durch die stetig wachsende Informationsflut sind wir ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und innovativen Trends in den Bereichen Kommunikation und Public Relations, um die immer anspruchsvoller werdenden Zielgruppen zu erreichen. Aktuell hat es uns besonders der Bereich Virtual Reality angetan.

Bislang ist VR noch eher im Gaming-Bereich angesiedelt und hat den Ruf eines Geek-Gadgets. Und, zugegeben, ein bisschen befremdlich sehen die Brillen auch immer noch aus (wie unsere Kollegen Alain und Hanna erst kürzlich aus erster Hand erfahren durften). Hinter der Technologie verbirgt sich ein bisher noch wenig ausgeschöpftes Potenzial – insbesondere für die Unternehmenskommunikation.

Die Vorteile von Virtual Reality in der Unternehmenskommunikation:

1. Uneingeschränkte Aufmerksamkeit
Der Einsatz von VR-Brillen ermöglicht es dem Nutzer, in eine ganz eigene, dreidimensionale virtuelle Welt einzutauchen. Egal, was kommuniziert werden soll: Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Rezipienten ist hier sicher. Unnötig zu erklären, dass das ein ganzes Eck mehr Spaß macht als das Lesen einer Pressemitteilung – ganz egal, wie locker-flockig sie geschrieben oder wie abgefahren das Schmuckbild ist.

2. Emotionale Wirkung
Außerdem lassen sich durch Filme deutlich schneller Emotionen transportieren als durch das geschriebene Wort. Natürlich darf man die eigentliche Botschaft nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn der Kunde die Verfolgung durch einen Horror-Clown vielleicht nicht so schnell vergisst, hat sie mit der Performance der neuen Festplatte nicht allzu viel zu tun.

3. Erlebbare Consumer Experience
Virtual Reality ermöglicht Storytelling in einer ganz neuen Dimension. Inhalte und Botschaften werden durch das Eintauchen in eine virtuelle Welt zu einem echten Erlebnis: ob nun den Besuch eines Rechenzentrums oder den Spaziergang durch die Räumlichkeiten des zukünftigen Arbeitgebers.

Aktuell steckt der Einsatz von Virtual Reality in der Kommunikation noch in den Kinderschuhen, aber wir können kaum erwarten, mit unseren Kunden die ersten emotionalen Projekte umzusetzen.

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Unternehmen wollen in der Öffentlichkeit möglichst gut dastehen, weshalb sie überhaupt erst mal in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden müssen, wozu sie die Dienste der PR in Anspruch nehmen. So denken wir uns das. Vielleicht ist das aber nur aus dem voreingenommenen Blickwinkel der PR so, vielleicht befinden wir uns auch mitten in einer Filterblase und merken es nicht mal. Es gibt nämlich auch Unternehmen, die das Thema Öffentlichkeit ganz anders anpacken.

Da hatte ich doch kürzlich mit einem durchaus renommierten mittelständischen Technologie-Unternehmen (den Namen lasse ich jetzt bewusst weg, dazu später mehr) zu tun; es ging um eine recht simple Sache: Bildmaterial. Auf der Website war nichts zu finden; leider auch kein Ansprechpartner oder Pressekontakt. Also schnell Telefon über die dortige "Zentrale" mit Bitte um Durchstellen zur zuständigen Stelle.

Denkste! Eine Weitervermittlung käme grundsätzlich nicht in Frage, das Anlegen müsse schriftlich per E-Mail (immerhin!) an "info@" vorgebracht werden. Auch die Hinweise, die Sache sei (a) etwas eilig, (b) schnell zu erledigen (und sei es nur durch die Auskunft "Hamwanich") und (c) "info@" berge die große Gefahr der Fehlleitung, halfen nicht. Schriftlich. Punkt.

Ok, also schriftlich. Möchte jemand raten, wie es ausging? Ja? Es gibt allerdings nichts zu gewinnen, weil es so wenig schwierig ist. Natürlich habe ich von diesem Unternehmen bis heute keine Antwort erhalten; auch nicht schriftlich. Man sieht: es geht auch in unserem digitalen Medienzeitalter ohne öffentliche Wahrnehmung. Deshalb wurde das Unternehmen hier auch nicht namentlich genannt, es wäre ihm bestimmt nicht recht. Einer von uns beiden steckt wohl in einer Filterblase.

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Wie wichtig PR für Unternehmen ist, ist den meisten Firmenchefs inzwischen bewusst. Kaum ein großes Unternehmen, das sich nicht planmäßig um seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, und auch kleinere Firmen erkennen immer mehr die Wirkung professioneller PR. Die strategische Kommunikation konzentriert sich insbesondere bei kleineren Unternehmen allerdings häufig auf die externe Kommunikation, also den Austausch mit Presse, Kunden und Partnern.

Stiefmütterlich behandelt wird häufig die interne Kommunikation, also der Dialog mit den eigenen Mitarbeitern. Dass diese und ihre Motivation die Basis für den Unternehmenserfolg sind, würde wohl jeder Firmenchef unterschreiben – die Praxis sieht jedoch oft anders aus. Häufig erfahren Mitarbeiter von wesentlichen Entwicklungen im Unternehmen erst im Nachhinein, ob über den Flurfunk, die Firmen-Website oder aus den Medien. 

Dabei handelt der Großteil der Chefs bestimmt nicht in böser Absicht – vermutlich sind ihnen Bedeutung und Folgen mangelnder interner Kommunikation einfach nicht bewusst. Der direkte Dialog mit den eigenen Mitarbeitern, er dient ja nicht nur der Information und dem Wissenstransfer, sondern bringt den Mitarbeitern immer auch eine gewisse Wertschätzung und Respekt entgegen. Eine gute interne Kommunikation sorgt für Transparenz, unterstützt die Identifikation und Bindung der Belegschaft an das Unternehmen, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und wirkt nicht zuletzt auch einer brodelnden Gerüchteküche entgegen.

Interne und externe Kommunikation müssen daher Hand in Hand gehen und als oberste Managementaufgabe gesehen werden – dessen sollte sich die Führungsetage stets aufs Neue bewusst werden.

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