Weihnachten

Im Berufsleben eines PR-Beraters gibt es viele schöne und spannende Aspekte. Die Themenvielfalt bei den Kunden zum Beispiel oder auch die abwechslungsreichen Aufgaben. Es gibt aber auch Momente (gaaaaanz wenige freilich, aber es gibt sie), in denen der PR-Berater sich all seiner inneren Ruhe und Gelassenheit bedienen muss, um nicht durchzudrehen.

Das Paradebeispiel hierfür ist der Freigabeprozess. Zugegeben, in den meisten Fällen läuft das rund: Text geht zum Kunden – Kunde gibt Feedback – Text wird angepasst – fertig.

Aber ab und an gewinnt der Freigabeprozess eine Eigendynamik, über die man nur noch staunen kann. Vor allem dann, wenn sich der Kreis derer, die einen Text oder eine Kampagnenidee prüfen und freigeben sollen, fast wie von Zauberhand vergrößert. Und plötzlich steht man da und von drei, vier Seiten prasseln Korrekturvorschläge und neue, teils äußerst merkwürdige Anregungen auf einen ein.

Die Agentur Havas hat mal anschaulich demonstriert, wie solch eine eigendynamisierte Freigabeschleife aussehen kann. Passend zur Jahreszeit wurde die Weihnachtsgeschichte als Beispiel ausgewählt und mit fiktiven Kundenkommentaren versehen. Um die Anmerkungen zu sehen, muss man nur mit der Maus über die hervorgehobenen Textpassagen gehen. Ich wünsche eine besinnliche Lektüre: www.christmas-corrected.de

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… stehen sie auf der Agenda – die Weihnachtsgrüße an Kunden und Geschäftspartner. Ist man kein konsequenter Kartenschreibverweigerer, ist die Frage dabei weniger, ob Karte ja oder nein, sondern in welcher Form: per Post oder elektronisch. 

Wir wollen an dieser Stelle eindeutig für die traditionelle Weihnachtskarte plädieren. Zugegeben, die physische Weihnachtskarte erscheint in der digitalen Welt inzwischen fast wie ein Anachronismus. Möchte man aber einen bleibenden und persönlichen Eindruck hinterlassen, sollte man sich auf jeden Fall für eine „richtige“ Weihnachtskarte entscheiden. Natürlich können auch elektronische Wünsche bei guter und persönlicher Formulierung einen bleibenden Eindruck beim Adressaten hinterlassen. Die „echte“ Weihnachtskarte zeigt dem Empfänger aber: hier hat sich jemand Zeit genommen und Mühe gemacht. Die handgeschriebenen Wünsche bringen dem Empfänger eine besondere Wertschätzung entgegen – mit einem Wisch oder Klick ist eben nicht alles weg. Daher sollten gute Kunden und enge Geschäftspartner auf jeden Fall mit einer persönlich formulierten, handschriftlichen Karte bedacht werden. 

Kleiner Selbsttest zum Schluss: Was erhalten Sie selbst lieber – eine standardisierte E-Mail oder eine handgeschriebene Karte? Eben.

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