Die sieben Todsünden der PR-Arbeit

München,
18.01.2018

Die sieben Todsünden der PR-Arbeit

PR-COM warnt vor den wichtigsten Fehlern, die Unternehmen in ihrer PR-Arbeit machen können.

Die sieben Todsünden der klassischen Theologie zeigen, dass der Mensch viel falsch machen kann: Superbia (Stolz), Avaritia (Habgier), Luxuria (Ausschweifung), Ira (Wut), Gula (Völlerei), Invidia (Neid) und Acedia (Faulheit) führen zu nichts Gutem.

Unternehmen können in der PR-Arbeit ebenfalls eine Menge falsch machen. Hier haben die Todsünden zwar keine eindrucksvollen lateinischen Namen, aber man sollte trotzdem die Finger von ihnen lassen:

1. Marketing

Marketing ist die Geißel der PR, deshalb muss diese Todsünde ganz oben stehen. Die wenigsten Unternehmen verstehen, dass es bei PR nicht um das Anpreisen von Produkten und Leistungen geht. PR schafft Image und Reputation, dafür ist das Einschlagen auf die Werbetrommel pures Gift.

2. Selbstbezogenheit

Auch wenn diese Erkenntnis schwerfällt: Kommunikation ist das, was ankommt – und zwar beim Publikum und nicht beim eigenen CEO oder im EMEA-Headquarter. Viele Unternehmen überlegen sich nicht, was den Adressaten der Kommunikation interessiert, sondern nur, was ihnen selbst wichtig ist. Und fragen sich dann, warum sich das Publikum ebenso wenig für sie interessiert.

3. Blindheit

Erstaunlich, aber wahr: Manche Unternehmen verfügen über keine klare Positionierung und wissen daher nicht, was sie in der PR wollen. Konzeptionell und strategisch kann man so nicht arbeiten. Gern wechseln sie auch im Monatsrhythmus ihre Positionierung und wundern sich dann, dass die Adressaten sie nicht wiedererkennen. Dabei brauchen Unternehmen eine klare Positionierung schon von Anfang an – in der PR fällt es nur gleich auf, wenn sie fehlt.

4. Globalitis

Vor allem Unternehmen aus den USA tun sich schwer zu verstehen, dass die Uhren in anderen Ländern mitunter anders gehen. Sie vertreten die irrige Auffassung, dass was und wie in Amerika gedacht wird, überall gelten muss. In Deutschland kann man jedoch mit Texten wenig anfangen, die drüben nach Landessitte oft sehr ausschweifend sind, die keinen Superlativ und keine Wiederholung scheuen, die dafür aber nicht mit Statements von in Europa gänzlich unbekannten VIPs geizen. Solche global gedachten Werke wandern hierzulande bei den Adressaten bevorzugt in den lokalen Papierkorb.

5. Irrelevanz

Auch wenn diese Einsicht besonders schwerfällt: Nicht alles, was Unternehmen so den lieben langen Tag treiben, ist deswegen auch schon für die Öffentlichkeit relevant. Das Update der im Unternehmen eingesetzten ERP-Software ist für Außenstehende genauso uninteressant wie die neue Kaffeemaschine im dritten Stock oder der 48. Geburtstag des CFO. Dabei wäre es so leicht, ein Gespür für wichtig und unwichtig zu entwickeln: Würden einen selbst solche Informationen interessieren, wenn sie von anderen kämen? Na bitte!

6. Besserkönnerei

Vier Dinge beherrscht jeder: atmen, Auto fahren, fotografieren und schreiben. Viele Unternehmen sind davon überzeugt, dass sie selbst die besten Fachartikel und Pressetexte verfassen können; nur aus purem Zeitmangel haben sie diese simplen Arbeiten outgesourct. Und wehe, wenn sie einen fremden Text in die Finger kriegen: Sie optimieren ihn gnadenlos; gern inklusive einer unternehmensspezifischen Orthographie ("Bitte nicht so viele Bindestriche") – zur Freude der Redaktionen.

7. Bescheidenheit und Unbescheidenheit

In der PR ist zu große Bescheidenheit keine Tugend. Man muss sich schon mal etwas trauen, auch auf die Gefahr hin, dass man mit einer provokanten Meinung aneckt. Mit weichgespülten Statements, die jedermann teilt – "die Digitalisierung ist heute unverzichtbar" oder "elektrischer Strom ist nicht mehr wegzudenken" – wird man keine Aufmerksamkeit erzielen. Die Schwester der Bescheidenheit ist die Langeweile.

Umgekehrt ist allerdings auch Unbescheidenheit eine Sünde: Wer ständig herausposaunt, dass er der Größte und Wichtigste ist, dass seine Produkte die revolutionärsten, unverzichtbarsten und weltweitesten sind, dem glaubt man am Ende nicht mal mehr die Uhrzeit.

"Da Todsünden per Definitionem ihrer sieben sind, mussten wir streng auswählen", erklärt PR-COM Geschäftsführer Alain Blaes. "Man kann als Unternehmen daher in der PR-Arbeit durchaus noch mehr falsch machen. Und neben den Todsünden gibt es ja noch eine lange Liste von normalen Sünden wie die Verwendung von Trademarks, Clickbaiting oder schlechtes Bildmaterial. Natürlich können auch Agenturen einiges falsch machen. Darüber reden wir das nächste Mal – denn das wäre auch ein sündhaftes Vergehen: ausufernde Texte."

Über PR-COM

PR-COM ist eine Beratungsagentur für strategische Unternehmenskommunikation in München. Der Fokus liegt auf PR, Social Media, Marcom, Digital Services und der Integration dieser Bereiche. Erst diese Integration führt zu einer überlegenen und wirklich erfolgreichen Marktkommunikation. Die spezialisierten Account-Management-Teams konzentrieren sich auf Strategie und operative Aktivitäten. Die eigene PR-COM-Redaktion erstellt hochwertigen Content für alle Bereiche und Zielgruppen. Mit 35 Mitarbeitern berät PR-COM ein breites Spektrum an Kunden, darunter zahlreiche globale Marktführer wie Dell EMC, NTT Security, Red Hat oder Toshiba. Mehr unter www.pr-com.de.

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