Vier KI-Erfolge im Unternehmen, die eigentlich keine sind

München, 14. Oktober 2026 – Viele Unternehmen freuen sich nach der Einführung von KI-Tools über steigende Nutzerzahlen oder wachsende Produktivität. Doch was nach guten Nachrichten klingt, bringt häufig keinen geschäftlichen Mehrwert. HTEC, ein globaler Entwickler kundenspezifischer Hardware- und Softwarelösungen, unterzieht die vermeintlichen Erfolge einem Realitätscheck und erklärt, wie Unternehmen den Nutzen von KI tatsächlich bewerten können.

Die wichtigste Frage für Unternehmen lautet inzwischen Vier KI-Erfolge im Unternehmen, die eigentlich keine sind mehr, ob sie KI einsetzen, sondern welchen Beitrag die Technologie zum Unternehmenserfolg leistet. Bei der Beantwortung verlassen sie sich oft auf einzelne Kennzahlen, die darüber hinwegtäuschen, dass es an Transparenz und belastbaren Informationen für eine Beurteilung fehlt. Trügerische Erfolgsmeldungen sind nach Erfahrung von HTEC vor allem die folgenden:

  1. „Die KI-Nutzung im Unternehmen steigt schnell.“

Hohe Nutzerzahlen sind wenig aussagekräftig, da unklar bleibt, ob die KI-Nutzung etwa zu kürzeren Bearbeitungszeiten führt. Selbst wenn sie das tut, kann es sein, dass nachfolgende Prozessschritte nicht mit der höheren Geschwindigkeit mithalten können und der Gesamtprozess genauso schnell wie bisher abläuft. Auch die Kosten bleiben außen vor: Möglicherweise treibt die steigende KI-Nutzung den Tokenverbrauch so sehr nach oben, dass der KI-Einsatz unrentabel wird. Im „AI Value Realization Report 2026“ von HTEC berichten 24 Prozent der Führungskräfte von überraschend hohen KI-Nutzungskosten aufgrund unzureichender Nachverfolgung.

  1. „Die Produktivität der Mitarbeitenden ist deutlich gewachsen.“

Mehr Output allein ist noch kein Wert, da beispielsweise eine schnellere Code-Generierung nicht unbedingt besseren Code bedeutet und eine schnellere Bearbeitung von Änderungsvorschlägen keine gründliche Prüfung garantiert. Zudem kann der gestiegene Output das Arbeitsvolumen oder die Kosten an anderer Stelle erhöhen, wenn mehr Reviews und Nacharbeiten notwendig werden oder technische Schulden entstehen. Einige Unternehmen bemerken solche negativen Effekte bereits: Im HTEC-Report vermeldet rund ein Fünftel der Befragten sinkende Effizienz, verlangsamtes Wachstum oder eine längere Time-to-Market.

  1. „Wir haben viele Kennzahlen, die den KI-Nutzen belegen.“

Unternehmen erfassen mehr und mehr Kennzahlen – angefangen bei den Nutzungsraten der Tools über den Tokenverbrauch und die Menge an generiertem Code bis hin zu Bearbeitungszeiten und Fehlerraten. Das Problem ist, dass die Daten weitgehend isoliert betrachtet werden und es für eine fundierte Bewertung an Kontext fehlt. Überdies liegt der Fokus meist auf quantitativen Kennzahlen, während qualitative Daten, die etwa aus Mitarbeiter- und Kundenbefragungen stammen, fehlen. Mit deren Erfassung und Bewertung tut sich gut ein Viertel der Unternehmen laut dem HTEC-Report schwer. Zudem werden nur in 36 Prozent der Unternehmen zentrale Dashboards genutzt, in denen Daten zusammenfließen.

  1. „Unsere Reports zeigen die Erfolge der KI-Initiativen.“

Reports blicken immer nur retrospektiv auf einen Sachverhalt, und je nachdem, wie lange ihre Erstellung gedauert hat oder wie alt sie sind, zeichnen sie ein Bild, das der aktuellen Situation schon nicht mehr entspricht. Gerade in der schnelllebigen KI-Welt, in der sich Daten, Modelle und Anforderungen rapide und regelmäßig ändern, sind sie als Basis für geschäftsrelevante Entscheidungen unzureichend.

Um festzustellen, ob KI tatsächlich einen Mehrwert liefert, müssen Unternehmen quantitative Kennzahlen und qualitative Daten korrelieren. Nur so ergibt sich ein umfassendes Bild, in dem Fehlentwicklungen und ausbleibender Nutzen auffallen. Dieses Bild darf zudem nicht nur einmalig erstellt werden, sondern verlangt nach einer kontinuierlichen Evaluierung, damit KI über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden kann.

Dass dieser Wert von KI weniger an der Technologie als an den Menschen und Prozessen hängt, ist immerhin schon in den meisten Unternehmen angekommen. 77 Prozent der Führungskräfte teilen dem HTEC-Report zufolge diese Einschätzung.

„Transparenz und eine kontinuierliche Feedbackschleife sind der Schlüssel für die Bewertung von KI“, betont Alex Rumble, AI Ambassador und CMO bei HTEC. „Unternehmen brauchen nicht unbedingt mehr KPIs und mehr Reports. Wichtig sind vielmehr die richtigen Kennzahlen und Zusammenhänge zwischen ihnen und dass sie ein laufend aktualisiertes Gesamtbild zeichnen, in dem sich der Wert von KI zeigt und in dem negative Effekte schnell sichtbar werden.“

 

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