Das rasante Wachstum von KI überfordert die Governance. Führungskräfte ringen um eine Balance zwischen Innovation, Verantwortung und Ethik. Das schafft rote Linien für die zukünftige Nutzung von KI.
München/Bad Homburg, 4. März 2025 – Laut einer aktuellen Studie von NTT DATA, einem weltweit führenden Anbieter von digitalen Business- und Technologie-Services, droht eine Verantwortungslücke die durch KI möglich gewordenen Fortschritte zu untergraben. Mehr als 80 % der Führungskräfte räumen ein, dass Führungsfähigkeiten, Governance und die Bereitschaft der Mitarbeitenden nicht mit den Fortschritten der KI mithalten können. Das gefährdet Investitionen, Sicherheit und das Vertrauen der Öffentlichkeit.
Der Report „The AI Responsibility Gap: Why Leadership is the Missing Link“ basiert auf den Antworten von mehr als 2.300 Führungskräften und Entscheidungstragenden aus 34 Ländern und zeigt den dringenden Bedarf an einem führungsgesteuerten Mandat, das KI-Innovationen mit ethischer Verantwortung in Einklang bringt.
„Die Begeisterung für KI ist unbestreitbar. Unsere Ergebnisse aber zeigen, dass Innovation ohne Verantwortung ein Risikomultiplikator ist“, erklärt Abhijit Dubey, Chief Executive Officer, NTT DATA, Inc. „Unternehmen brauchen führungsgesteuerte Strategien für die KI-Governance, um diese Lücke zu schließen, bevor der Fortschritt ins Stocken gerät und das Vertrauen schwindet.“
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick
Die Studie zeigt, dass die Kluft bei der KI-Verantwortung immer größer wird:
Das Schließen der KI-Verantwortungslücke ist eine Führungsaufgabe
Ohne entschlossenes Handeln riskieren die Unternehmen eine Zukunft, in der die Fortschritte der KI die Governance überholen, die für eine ethische, sichere und effektive KI-Einführung erforderlich ist. Um dieser Herausforderung zu begegnen, müssen Führungskräfte folgende Aspekte berücksichtigen:
„Der Einfluss von KI wird weiter wachsen. Aber ohne eine entschlossene Führung riskieren wir eine Zukunft, in der die Innovation die Governance überholt, was zu Sicherheitslücken, ethischen Grauzonen und verpassten Chancen führt“, ergänzt Abhijit Dubey. „Die Unternehmen müssen jetzt handeln. Wenn wir Verantwortung durch Design, Governance, Mitarbeiterbereitschaft und ethische Rahmenbedingungen in die Grundlagen der KI einbetten, können wir das volle Potenzial der KI ausschöpfen und gleichzeitig sicherstellen, dass sie Unternehmen, Mitarbeitenden und der Gesellschaft insgesamt gleichermaßen dient.“
Der vollständige Bericht steht hier zum Download bereit.
NTT DATA beauftragte Jigsaw Research Ende September und Anfang Oktober 2024 mit der Durchführung einer Primärforschung. Das Team befragte Führungskräfte aus Unternehmen in 34 Ländern in Nordamerika, Europa, Asien-Pazifik, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika. 98 % der über 2.300 Befragten haben direkte Entscheidungsbefugnis oder Einfluss auf GenAI-Kaufentscheidungen. Die vertretenen Branchen sind Banken und Investment (11 %), Versicherungen (9 %), Fertigung (14 %), Automobilindustrie (8 %), Logistik, Reisen und Transport (5 %), Telekommunikation, Medien und Technologie (9 %), Gesundheitswesen (9 %), Biowissenschaften und Pharmazeutik (9 %), Einzelhandel und Verbrauchsgüter (5 %), öffentlicher Sektor (8 %), Energie- und Versorgungsunternehmen (7 %) sowie Hochschulwesen und Forschung (6 %).
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