Technologie und Märkte

Über die Gewinnspannen bei Mobiltelefonen ist immer wieder spekuliert worden. Exorbitant sollen sie sein. Aber Genaues weiß man nicht. Geschäftsgeheimnis.

Aus Brasilien (ausgerechnet Brasilien!) kommt nun ein kleiner, sachdienlicher Hinweis dazu:

Neben den schlechten Geschäftszahlen ereilte Samsung auch noch eine schlechte Nachricht aus Brasilien. Dort erbeuteten Diebe bei einem aufsehenerregenden Überfall auf eine Fabrik Mobiltelefone und Computer im Wert von sechs Millionen Dollar. […]

Die Räuber sollen sich mehr als drei Stunden in der Samsung-Fabrik aufgehalten und elektronische Geräte gestohlen haben. Laut Polizei waren 20 Leute an dem Überfall beteiligt und sollen rund 40.000 Produkte mit sieben Lastwagen aus der Fabrik geschafft haben.

Während die Polizei zunächst von einem Schaden von rund 36 Millionen Dollar sprach, bezifferte Samsung selbst den Wert der gestohlenen Produkte auf sechs Millionen Dollar.

Die unterschiedlichen Beträge müssen kein Widerspruch sein, denn EK ≠ VK. 

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Auf diesem Blog haben wir schon öfter eines der aktuellen IT-Trendthemen aufgegriffen: Big Data. Der Begriff steht – sehr vereinfacht gesagt –­ für die Sammlung, Strukturierung und Auswertung riesiger und hochkomplexer Datenmengen. Am Ende des Prozesses soll – wieder simplifiziert gesprochen – ein Erkenntnisgewinn stehen, aus dem sich Handlungen ableiten oder Strategien entwickeln lassen. Oftmals wird diese Datenanalyse eingesetzt, um genau ein Ziel zu erreichen: den Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Egal, ob dies letztlich zur Absatzsteigerung von buntem Toilettenpapier oder zur Ausspähung ganzer Staatengebilde führt. Es geht um den Vorsprung vor den anderen, der nicht selten sogar entscheidend für den ganzen Unternehmenserfolg sein kann. Welches Potential strukturiert aufbereitete Daten haben, erkennen auch immer mehr deutsche Unternehmen. Fast die Hälfte der hierzulande ansässigen Firmen setzen bereits Big-Data-Lösungen ein oder haben dies zumindest ganz weit oben auf ihrer To-Do-Liste stehen.

Es gibt darüber hinaus aber auch andere, für die Allgemeinheit bedeutende Einsatzszenarien. Meine Kollegin Eva Kia-Wernard hat kürzlich ein paar Beispiele vorgestellt, wie Big-Data-Technologie zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden kann.

Aus gegebenem Anlass wollen wir heute auf noch ein weiteres Anwendungsgebiet aufmerksam machen. Manch einer würde sogar sagen es handelt sich hierbei um das wichtigste Thema überhaupt: der Sport und hier vor allem König Fußball. Neben Training und körperlicher Kraftanstrengung spielt auch Big Data eine immer wichtigere Rolle im Leistungssport. Gesammelte Daten über Spielabläufe, Einzelspieler, Mannschaftsverhalten und vieles weitere mehr dienen als Grundlage für komplexe Analysen und können zur Darstellung von Zusammenhängen führen, über deren Existenz sich Trainer und Spieler bisher vielleicht noch nicht einmal bewusst waren. Auf diese Weise kann nicht nur die Konkurrenz noch besser unter die Lupe genommen werden, sondern auch die eigenen Stärken und Schwächen treten deutlicher hervor und können gewinnbringend für das Training eingesetzt werden.

Auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bedient sich vermehrt der Möglichkeiten, die Big Data heutzutage bietet. Das erklärte der Manager der deutschen Nationalmannschaft, Oliver Bierhoff, auf der diesjährigen CeBIT. Mit Hilfe von speziellen Sensoren sollen die unterschiedlichsten Daten über die Spieler und deren Zusammenarbeit gesammelt und in Datenbanken einander gegenübergestellt werden, um so noch bessere Strategien und Taktiken erarbeiten zu können. Vorbei also die Zeit der Spickzettel vorm Elfmeterschießen? Wir werden es vielleicht schon in den kommenden Wochen sehen, wenn Jogis Jungs in Brasilien um die Weltmeisterschaft kämpfen. Doch wie auch immer dieses Turnier ausgeht, Big Data steht als ein Sieger schon heute fest.

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Das Sammeln von Daten per se hat ja in jüngerer Zeit einen eher schlechten Ruf, auch wenn deren Analyse und Strukturierung heute zu den geschäftskritischen Aufgaben eines jeden Unternehmens zählen. Datenschutzpannen und die Affäre Snowden demonstrieren eindrucksvoll, welches Schindluder sich mit unrechtmäßig erschlichenen Daten treiben lässt.

Dennoch sei heute mal die Seite herausgestellt, die Forschung und Wissen voranbringt und – im besten Fall – sogar Leben retten kann.

Die Anwendungsfelder für komplexe Datenanalysen und -berechnungen sind so vielfältig wie die wissenschaftlichen Disziplinen, allen voran die Naturwissenschaften. Sei es die Auswertung meteorologischer Daten zur Wettervorhersage und Sturmwarnung, die Berechnung astronomischer Daten für die Satelliten-Steuerung oder Mars-Rover-Mission oder die Computersimulation molekularer Vorgänge in der Physik. Die Liste wissenschaftlicher Einsatzfelder lässt sich fast beliebig erweitern. Ein Beispiel für den Einsatz von High Performance Computing in der Medizin ist die Genom-Analyse, wie sie in Forschungszentren, an Universitäten oder in der Industrie betrieben wird.

So läuft zum Beispiel am Translational Genomics Research Institute (TGen) in Phoenix, Arizona, ein Genom-Analyse-Projekt mit Hilfe der Dell Genomic Data Analysis Platform. Das TGen befasst sich mit biomedizinischen Forschungen und klinischen Studien zu Neuroblastomen, einer besonders aggressiven Krebserkrankung bei Kindern, bei der Zeit ein entscheidendes Kriterium ist. Dank der hochperformanten HPC-Lösung, die Terabyte an Daten verarbeiten kann, lassen sich die Erbgutsequenzen schneller analysieren, was die Chancen für eine wirksame Therapie deutlich erhöht.

Was mit Datenauswertung beginnt, macht eben manchmal auch den Fortschritt erst möglich – egal ob im Weltraum oder vor unserer Haustür.

Wer sich für weitere spannende Anwendungsbeispiele des High-Performance-Computing interessiert, hat demnächst dazu Gelegenheit, denn ab dem 23. Juni 2014 ist es wieder soweit: Die ISC 2014 (International Supercomputing Conference) startet in Leipzig. 

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Ich habe noch nie so viel über das Wetter und die kommenden Aussichten gelesen wie in den letzten Jahren. Und was es alles für schöne Wortspiele gibt ... Cloud sei Dank!

Zunächst waren die weiteren Aussichten heiter bis wolkig, dann doch eher nebulös, später dauerhaft bedeckt, mit strichweisem oder örtlichem Regen und nun der Wetterwechsel: langsam verschwinden die Wolken, die Sonne kommt. Kaum ein Wetterszenario, das die Cloud nicht inspiriert hätte. Und vergessen wir nicht die Cloud selbst: Schäfchen- oder Gewitterwolke? Schönwetterwolke oder dunkle Wolke mit warmen Regen? Sonnenschein oder Sturmfront?

So wechselhaft wie das Wetter gestalten sich auch nach wie vor die Stimmen rund um das Thema Cloud Computing – selbst nach mehreren Jahren. Handelt es sich um die heitere Zukunft des Unternehmens oder doch eher um eine Gewitterwolke aus Sicherheitslücken, kommt man beim Notfallmanagement vom Regen in die Traufe, regnet es mittlerweile womöglich schon Daten, ist ein Teil der Datenwolke auf ewig vom Winde verweht oder hebt die Wolke gar ab? Können wir mit Sicherheit sagen, dass wir nicht im Regen stehen werden, während die Konkurrenz schon die Gummistiefel an hat?

Man sollte meinen, dass mittlerweile jegliche Wortspiele und Assoziationen ausgeschöpft wären, aber man findet immer wieder welche: die Cloud tönt etwas nebulös nach Luft und Wasserdampf. Alter Wein in neuen Wolken. Es liegt was in der Wolke. Deutsche Unternehmen halten sich beim Thema Cloud Computing noch weitgehend bedeckt. Liebe Wolke, dich schickt der Himmel! Und diese Woche erst gesehen: Mehr als ein Wolkenkuckucksheim. Erlaubt sei bitte auch die Frage: Heute schon ge-cloud?

Dazu kann man mittlerweile sogar Motto-Shirts bestellen und sich offiziell als Cloud-Junkie bekennen. Der Wolke sind anscheinend keine Wettergrenzen gesetzt; keine Nebelwortschwaden, die zu dicht wären – um beim Bild zu bleiben.

Dabei finde ich die wenigsten Wortspiele witzig. Mir fällt gerade nur ein Einziger ein, den ich wirklich mal geistreich fand – nicht aus dem Cloud-Umfeld (da sucht man vergebens), aber dafür passend im Rahmen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft: Nach dem 4:0 der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die Argentinier im WM-Viertelfinale 2010 hatte sich ein auf den Straßen feiernder deutscher Fan auf sein T-Shirt mit frontaler Klett-Option folgendes Motto selbst kreiert: „Ein echter Tango muss weh tun“! Wie wir wissen, waren die Aussichten für die nächsten Tage dann ja doch nicht so freundlich, eher sehr stark bewölkt: wir sind im Halbfinale gegen Spanien rausgeflogen. Keine Sonne pur, sondern wolkenverhangener Himmel.

Und die Cloud? Wie werden die Aussichten nun sein? Sonnig, freundlich, heiter, bewölkt, zunehmend bewölkt, wolkig mit Aufheiterungen ...

Vielleicht muss man sich diesbezüglich einfach an die Reinhard-Mey-Strategie halten: Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein!

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Über die Gefahren von „Bring Your Own Device (BYOD)“ und was beim Mobile Device Management (MDM) alles beachtet werden muss, scheinen IT-Mitarbeiter in Unternehmen inzwischen hinreichend informiert zu sein, es gibt auch genug einschlägige Lektüre zu diesem Thema. Was viele aber noch nicht wissen: Zahlreiche MDM-Lösungen beziehen die auf Privatgeräten genutzten Apps gar nicht ein und lassen daher potenziellen Bedrohungen, die sich in den mobilen Applikationen verbergen können, Tür und Tor geöffnet.

Dazu passt auch gut das Ergebnis einer aktuellen IDC-Studie: Laut dieser ist durch die Nutzung von Smartphones, Tablet-PCs und mobilen Apps die Anzahl an Service Desk Incidents in Unternehmen im letzten Jahr um durchschnittlich 17 Prozent gestiegen. Man kann daran gut sehen, dass BYOD eben auch Schwierigkeiten mit sich bringt – bis hin zur Cyber-Bedrohung.

Um das Bewusstsein hierfür zu vergrößern, haben die Redaktionen der IDG-Fachmedien den 23. Juni zum „Tag der sicheren App“ erklärt. An diesem Stichtag können Interessierte ihre Lieblings-Apps auf die Probe stellen und herausfinden, ob die Nutzung denn wirklich sicher ist, oder eine kritische App besser ausgetauscht werden sollte.

Weitere Informationen finden sich auf der Website der Computerwoche.

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Cloud Computing wird vom Hype zur Realität. Mit OpenStack, einem Softwareprojekt, das eine freie Architektur für Cloud Computing zur Verfügung stellt, hat sich in den letzten Jahren quasi der Standard für hybride, herstellerunabhängige Cloud-Umgebungen entwickelt, die auch zunehmend „Enterprise-IT-ready“ sind. Interessant dabei ist, dass sich an dem Projekt viele führende IT-Technologieanbieter wie Red Hat, Dell, HP, IBM oder Cisco beteiligen, die viel Geld investieren und substanzielle Beiträge zur Community leisten.

Vor diesem Hintergrund ist spannend, wie sich das Rennen der führenden Technologieanbieter entwickelt, aber auch, warum sich Anwender mit dem Thema ernsthaft beschäftigen sollten.

Carlo Velten, Managing Director von Crisp Research, gibt in seinem Beitrag auf Computerwoche online „HP, IBM, Red Hat – wer gewinnt das OpenStack-Rennen?“ eine lesenswerte Einschätzung dazu ab: Hier weiterlesen...

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Da hat sich aber jemand ein tolles Datum für die neue Verbraucherrechterichtlinie ausgedacht: Freitag der 13. Ein ungewollt passendes Datum. Insbesondere wenn man sich die Details dazu einmal genauer anschaut – vor allem, was die Übergangsfrist betrifft. Wobei: Übergangsfrist trifft es nicht so ganz...

Bei genauer Betrachtung zeigt sich das Dilemma: die alten Verbraucherrechte gelten bis zum 12. Juni, 23:59 Uhr (und 59 Sekunden) und müssen bis zu diesen Zeitpunkt so auch auf der Webseite des Online-Händlers zur Verfügung stehen. Ab dem 13. Juni, 0:00 Uhr gilt dann aber die neue Richtlinie, die natürlich so auch auf der Website zu finden sein muss.

Jetzt kommt die Krux an der Sache: Erst ab genau diesem Zeitpunkt dürfen die neuen Verbraucherrechte auf der Website des Online-Shops erscheinen. Man hat also gerade mal, wenn man wirklich ganz kulant ist, genau 1 Sekunde Zeit, seine Website dementsprechend anzupassen (und wenn man ganz genau ist, nicht einmal die).

Ist dies nicht der Fall, drohen teure Abmahnungen – und eines ist sicher: unsere Abmahn-Freunde werden das Web genau danach durchforsten.

Gerade kleine Händler dürften mit dieser nicht vorhandenen Übergangsfrist ein Problem haben, denn wenn man keine Agentur im Rücken hat, die man hiermit beauftragen kann und die für einen ein bisschen um Mitternacht herumzaubert, muss man selber ran.

Da stellt sich mir die Frage: Wer hat sich das denn ausgedacht?

PS: In meinem nächsten Blog beschreibe ich, wie Online-Shop-Muggles nach Hogwarts gelangen und wie man Harry Potter dazu bringt, seinen Zauberstab für einen guten Verbraucherrechterichtlinien-Zweck zu verleihen.

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Jedes zehnte deutsche Unternehmen hat mittlerweile Big-Data-Lösungen im Einsatz. Auch Microsoft-CEO Nadella hat letzte Woche auf der „Accelerate your insights“ in San Francisco eine verstärkte Fokussierung des IT-Riesen auf diesen Bereich angekündigt.

Für IT-Entscheider, die noch ratlos vor ihren Datenbergen stehen, hat der Branchenverband Bitkom gerade den neuen Leitfaden „Big Data Technologien – Wissen für Entscheider“ (PDF) herausgebracht. Dieser soll Orientierung geben, wie Unternehmen durch die intelligente Auswertung von Daten wichtige Informationen, zum Beispiel Erkenntnisse über Marktentwicklungen und Kundenbedürfnisse, gewinnen können. Der Leitfaden gibt unter anderem einen Überblick über die Möglichkeiten zur Speicherung großer Datenmengen und beschreibt Komponenten zur Verarbeitung (Analytik) und Aufbereitung (Visualisierung) von Ergebnissen. Ebenso werden konkrete Big-Data-Einsatzszenarien und Lösungsarchitekturen vorgestellt. Auch dem Thema Datenschutz ist ein Kapitel gewidmet.

Bei der Umsetzung ihrer Big-Data-Strategie lohnt es sich für Unternehmen auch, über Nadellas Begriff der „Datenkultur“ nachzudenken, die er in einem Blogpost beschreibt. Seiner Ansicht nach reicht der Einsatz von Technologie alleine nicht aus, um eine nachhaltige Datenkultur zu schaffen. Es gehe vielmehr darum, die Kultur zu verändern: alle Mitarbeiter von den vorhandenen Daten profitieren zu lassen, „damit jede Organisation, jedes Team und jeder Einzelne zu großen Dingen befähigt wird durch die Daten, die ihnen auf Knopfdruck zur Verfügung stehen“.

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In diesem Jahr soll es so weit sein. 2014 werden mindestens 25 Prozent der neuen Geschäftsapplikationen von sogenannten Citizen Developers stammen. So zumindest prophezeite es Gartner auf seinem Symposium/ITxpo im Oktober 2009. Noch bleiben fast neun Monate Zeit bis zum 31. Dezember, aber ich wage schon einmal die Prognose: Gartner wird danebenliegen. Statt von einer Prognose hätte Gartner – wie so oft – besser von einer Handlungsanleitung gesprochen: „Unternehmen sollten ...“ oder besser noch „Unternehmen müssen …“. Denn Gartner trifft einen wunden Punkt. Aus Sicht der Fachabteilungen dauert die Anpassung oder gar die Entwicklung selbst einer einfachen Applikation schlicht zu lange. Hier werden schnelle Lösungen benötigt, die manchmal – auch das muss man dazu sagen – schon nach wenigen Monaten wieder ausgemustert werden.

Wenn es um Citizen Developers geht, kommen die berühmten Power User der 1990er-Jahre wieder zum Zuge. Gemeint sind damit beispielsweise Excel- oder SAP-Anwender aus den Fachabteilungen, die sich hervorragend mit ihren täglich genutzten Applikationen auskennen und schnell neue Lösungen für aktuelle Anwendungsprobleme finden.

Vor allem das Marketing und der Vertrieb im Einzelhandel, angefangen von Bekleidung über Elektronik bis zu Kosmetik, Lebensmitteln, Möbeln, Spielzeug und Sportartikeln, sind auf immer neue Applikationen angewiesen, mit denen sie die Effizienz ihrer Aktivitäten besser planen, überwachen und steuern können. Genau dies ist das Betätigungsfeld der Citizen Developers. Sie erstellen schnell und unkompliziert die benötigten neuen Applikationen. Einen guten Überblick über die aktuell dazu verfügbaren Tools liefert Gartner in dem Report „Magic Quadrant for Enterprise Application Platform as a Service“

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Knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte nutzen heutzutage Mobile PCs (Notebooks und Tablets), 31 Millionen Deutsche haben bereits ein Smartphone. Wirft man einen separaten Blick auf zukünftige Nachwuchskräfte ist der Anteil noch einmal höher, wie eine Umfrage des ERP-Anbieters IFS zeigt. Demnach nutzen knapp 92 Prozent der Befragten ein Smartphone, 76 Prozent ein Notebook und immerhin 33 Prozent ein Tablet.

Aber nicht nur die private Nutzung mobiler Endgeräte ist entscheidend. Für die nächste Generation von Arbeitskräften wird die Nutzung von Mobilgeräten im Beruf selbstverständlich werden. Bereits heute danach gefragt, antwortet die Mehrheit, Mobile Devices später auch beruflich nutzen zu wollen.

Diese Einstellung wird auch für die Unternehmen Folgen haben, denn sie müssen nicht nur ihre Ausstattung, sondern auch die Arbeitsweise und -prozesse anpassen, um den Ansprüchen ihrer zukünftigen Angestellten gerecht zu werden. Flexibles Arbeiten und neue Arbeitszeitmodelle sind nur zwei Aspekte. Ein anderer Punkt betrifft die Anbieter von Unternehmenssoftware, die Lösungen und Produkte für eben diese Generation und die verstärkte Arbeitsweise mit mobilen Endgeräten liefern müssen.

Mobile IT-Lösungen müssen entwickelt beziehungsweise weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch eine vereinfachte Bedienung und Ansicht, die den Bildschirmgrößen und Systemanforderungen der mobilen Geräte gerecht werden. Überladene Oberflächen werden daher wohl auch bald der Vergangenheit angehören, denn die „Generation Smartphone“ möchte ihr zukünftiges „Arbeitsgerät“ inklusive aller Anwendungen genauso so einfach und intuitiv bedienen können, wie private Geräte und Apps. Dabei sind aber nicht nur Standardanwendungen wie E-Mail, Kalender und Reiseplanung gemeint, die bereits heute den Bedürfnissen der Smartphone- und Tabletnutzer entsprechen. Auch Unternehmenssoftware (beispielsweise CRM-, ERP- oder BPM-Anwendungen) muss dem gerecht werden und entsprechend „vereinfacht“ dargestellt werden sowie für den Gebrauch von unterwegs ausgelegt sein.

Im Süden Deutschlands, genauer gesagt in der Region um Darmstadt, Karlsruhe, Kaiserslautern, Saarbrücken und Walldorf, forschen und arbeiten verschiedene Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten übrigens bereits an der Unternehmenssoftware der Zukunft – im Rahmen des so genannten Software-Cluster. Hier wird unter anderem zu den Themen Interoperabilität, Adaptivität, IT-Sicherheit und Prozessinnovation geforscht, mit dem Ziel Standards für die zukünftige Unternehmenssoftware zu schaffen. Natürlich spielt das Thema Mobile Computing hier ebenfalls eine Rolle. Aber nicht nur aus der Cluster-Region, sondern auch von den IT-Anbietern selbst, werden sicherlich bald einige neue Impulse zu diesem Thema kommen (müssen).

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