Das Androiden-Büro

Das Androiden-Büro

Nachdem Facebook vor kurzem „Facebook at Work“ vorgestellt hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis der große Konkurrent aus Mountain View mit einem neuen Angebot für Firmen nachziehen würde. Nach Google Drive, Docs, Calendar und Co. gibt es also nun "Android for Work" – um das Potenzial, das Smartphones und Tablets für Unternehmen bieten, noch besser nutzen zu können, so Rajen Sheth, der zuständige Director of Product Management.

Zum einen sollen mit Android for Work bereits bestehende berufliche und private Apps und Daten auf mobilen Endgeräten, die mindestens mit Android 5.0 („Lollipop“) ausgestattet sind, bereits auf der Betriebssystem-Ebene getrennt verwaltet und geschützt werden können. Für Mitarbeiter, deren Telefone über Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) verfügen, bietet eine Android-for-Work-App Funktionen wie sichere E-Mail, Kalender, Adressbuch, Dokumente, und so weiter. Google Play for Work, die nach Verwaltung und App dritte von Google definierte Schlüsselfunktion, soll für eine sichere zentrale Implementierung und Verwaltung von Apps sorgen, und last but not least gibt’s dann noch die eingebauten sogenannten „Productivity Tools“: Zusätzliche Business-Apps für Mail, Adressen und Kalender, die Microsoft Exchange oder IBM Notes unterstützen und Dokumente daraus editieren können. All diesen Funktionen respektive Apps sei laut Google gemein, dass die unternehmenseigenen IT-Abteilungen immer nur auf die beruflich benötigten Profile und Apps zugreifen und installieren können. Ziel sei eine Vereinfachung der Administration in Sachen „Bring Your Own Device“ (BYOD). Zu diesem Zweck hat man sich auch Partner auf Soft- und Hardwareseite ins Boot geholt, wie SAP oder Dell.

Google unterstreicht mit Android for Work also seinen Anspruch, auch bei Unternehmens-IT-Lösungen mitmischen zu wollen. Stellt sich nur die Frage, wie man mobile Devices mit Betriebssystemen anderer Anbieter in das System integrieren möchte. Diese Antwort bleiben die Entwickler aus Mountain View bisher noch schuldig.