Bye bye lästiges Kleingeld – Mobile Payment liegt im Trend

Bye bye lästiges Kleingeld – Mobile Payment liegt im Trend

Neben dem Bezahlen im Einzelhandel, wie es Karstadt ab Oktober anbietet, kann Mobile Payment auch bei vielfältigen anderen Gelegenheiten zum Einsatz kommen. Ein Beispiel hierfür ist das „Handyparken“. Auch bei der Deutschen Bahn oder der Fluggesellschaft Lufthansa, kann man Mobile-Payment-Angebote nutzen und seine Reise mobil buchen und bezahlen. Und die Deutsche Post bietet diese Bezahlmethode für den Kauf von Briefmarken-Codes an. So weit, so gut.

Ein wesentlicher Vorteil von Mobile Payment: Es kann besonders im Hinblick auf den immer wieder lästigen Umgang mit Kleingeld Abhilfe schaffen. Denn wer kennt das nicht, manchmal ist der Geldbeutel mit Kleingeld voll gepackt, manchmal suchen wir vor einem Parkautomaten verzweifelt nach dem letzten fehlenden Zehn-Cent-Stück, um dann doch mit einem Schein zu bezahlen. Und tatsächlich bewegen sich die meisten Bezahlvorgänge via Mobile Payment aktuell im Bereich zwischen einem Cent und fünf Euro.

Mobile Payment – simpel und praktisch. Doch so einfach wie es scheint ist die Umstellung auf diese Bezahlmöglichkeit nicht. Viele Handelskonzerne und IT-Anbieter arbeiten an Lösungen, die dem Mobile Payment zum Durchbruch verhelfen sollen. Benötigt wird aktuell vor allem ein einheitliches System, das flächendeckend eingesetzt werden kann. Bisher gibt es stattdessen viele kleine Anbieter, die Verwirrung bei den Verbrauchern stiften.

Schuld an der Stagnation des Erfolgs dieser Bezahlmethode sind zudem die bisher unzureichend vorhandenen Schnittstellen. Dies soll sich ändern. Bis 2015 sollen laut EHI und GS1 Germany 50% der ausgelieferten mobilen Geräte in Deutschland mit der für Mobile Payment eingesetzten NFC-Technik ausgerüstet sein.

Viele Deutsche stehen dem Bezahlen per Smartphone sowieso noch skeptisch gegenüber. Laut einer aktuellen Befragung lehnen 39% mobile Bezahlsysteme von vornherein ab. Hauptgrund hierfür ist das mangelnde Vertrauen in die Sicherheit von Mobile Payment. Nachvollziehbar, denn mit neuen Techniken gehen immer neue Risiken einher, so auch in diesem Fall.

Wer kann sich aktuell schon vorstellen, komplett auf seine Geldbörse zu verzichten und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen? Einige jüngere Deutsche würden dies bereits wagen. Wenn sich die Technik bessert und sich der durchschnittliche deutsche Gewohnheitsbürger an die neuen Möglichkeiten heran wagt, wird das Bezahlen per Smartphone schon bald Einzug in unseren Alltag halten – angefangen mit dem morgendlichen Einkauf noch bevor die erste Tasse Kaffee das Tages geleert wurde, über das Parkticket für den Arztbesuch in der Mittagspause und den nächsten Wochenendausflug mit der Bahn, bis hin zur abendlichen Kinokarte. Das Umdenken hin zum Trend des Mobile Payment hat bereits eingesetzt – die Technik hinkt noch hinterher.