Integrierte Kommunikation: Nicht schon wieder!

Integrierte Kommunikation: Nicht schon wieder!

Doch, schon wieder. Die Diskussion ist nicht neu, aber wieder notwendig geworden, weil sich in den letzten Jahren einige Dinge radikal verändert haben. Zum einen werden Produkte, Unternehmen und Dienstleistungen immer ähnlicher und austauschbarer. Ein schönes Beispiel ist der Smartphone-Markt: es ist letztlich völlig egal, von welchem Hersteller die Produkte kommen, weil Funktionen und Leistung im Grunde gleich sind. Das betrifft nicht alle, aber die meisten Branchen und Produkte. 

Andererseits sind die Märkte deutlich anspruchsvoller geworden, vielleicht auch unerbitterlich, Social Media und Online-Communities sei Dank. Fällt ein Produkt negativ auf oder verhält sich ein Unternehmen nicht so, wie sich die Communities das vorstellen, entsteht augenblicklich ein Meinungsstrudel oder Shitstorm, der kaum steuerbar ist.

Das sind einschneidende Veränderungen (neue Paradigmen, auf Neudeutsch), und deshalb muss die integrierte Kommunikation wieder auf den Tisch: erstens müssen sich Unternehmen sehr viel stärker zu Marken entwickeln und auf Markenbindung und -affinität achten. Zweitens ist es zwingend, dass sie sich zu mehr Transparenz verpflichten. Das geht nicht, wenn jede Abteilung ihr eigenes Süppchen kocht, und schon gar nicht, wenn Abteilungen ihre Grabenkämpfe ausfechten. Das ist leider im vielen Unternehmen immer noch Alltag. 

Es wird mehr denn je Zeit für eine starke, integrierende Persönlichkeit in der Chefetage, nicht nur auf dem Papier und kein Frühstücksdirektor auf dem Abstellgleis, die eine integrierte Kommunikationsstrategie entwickelt, Abteilungen in die Pflicht nimmt und peinlich genau auf die Umsetzung achtet. Dann klappt es hoffentlich mit I.K. 2.0.

Hier noch ein aktuelles Video zu diesem Thema: