„Man kann nicht nicht kommunizieren“

„Man kann nicht nicht kommunizieren“

Glauben Sie nicht? Hier ein einfaches Beispiel. Bei einem Pressegespräch sitzt der Redakteur dem Unternehmenssprecher mit verschränkten Armen gegenüber. Auch wenn noch kein Wort gefallen ist, wird der Unternehmenssprecher von einer eher ablehnenden Haltung seines Gegenübers ausgehen. Gerade kleinere Unternehmen behaupten oft, keine Zeit beziehungsweise keine Ressourcen für PR-Arbeit zu haben, dabei ist ihnen gar nicht bewusst, dass sie sich in einer Zeit, in der Online immer mehr zum Leitmedium wird, der Kommunikation gar nicht entziehen können. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle Unternehmen aktive PR-Arbeit betreiben müssen, auch wenn das zur Steuerung des eigenen Images empfehlenswert wäre. Es bedeutet jedoch, dass grundlegende Punkte vorher geklärt werden müssen, damit Unternehmen vorbereitet sind, wenn Anfragen auf sie zukommen. Folgende Aspekte sollten für eine Basiskommunikation beachtet werden:

Zielgruppe

Ein Unternehmen sollte sich darüber klar werden, mit welchen Gruppen kommuniziert werden soll. (Neu-)Kunden und eigene Mitarbeiter stellen zweifellos wichtige Zielgruppen dar. Ob weitere Multiplikatoren adressiert werden, sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden.

Positionierung

Als ein erster, wichtiger Schritt sollte ein Unternehmen überlegen, wofür es steht und wie es wahrgenommen werden möchte. Eine klare Positionierung, die auch die Unternehmens-USPs hervorhebt, ist ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Kommunikation.

Unternehmensprofil

Damit sich Interessenten und Pressevertreter einen schnellen Überblick über das Unternehmen verschaffen können, ist ein Fact Sheet sehr hilfreich. In diesem Fact Sheet werden die wesentlichsten Informationen zu Organisation, Angebot, Historie etc. knapp zusammengestellt. Aufwändigere Formate wären eine Image- oder Unternehmensbroschüre.

Ansprechpartner

Selbst wenn ein Unternehmen nicht auf aktive Kommunikation setzt, signalisiert das Vorhandensein eines Ansprechpartners Transparenz. Das Unternehmen ist für Fragen offen. Damit die Unternehmensaussagen richtig vertreten werden, ist eine regelmäßige Schulung des Ansprechpartners sinnvoll.

Bildmaterial

Klingt banal, ist es aber nicht. Viele Journalisten freuen sich über gutes Bildmaterial, das schnell zur Verfügung steht. Bilder vom Firmensitz, dem Geschäftsführer und den wichtigsten Produkten auf der Website sind empfehlenswert.

All diese Informationen sollten auf der Unternehmens-Website schnell zu finden sein, denn eine professionell gestaltete und gut gepflegte Webseite, ist auch ein Aushängeschild für das Unternehmen. Wenn diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, kann über weitere PR-Maßnahmen und auch Social-Media-Aktivitäten nachgedacht werden. Egal, wie die nächsten PR-Schritte aussehen, Voraussetzung ist die Beherrschung des Handwerks, also relevante Themen für verschiedene Medien aufzubereiten und sie in die Kommunikation strategisch einzubinden.