Mobil abrufbare Webseiten: Vieles liegt im Argen

Mobil abrufbare Webseiten: Vieles liegt im Argen

Die Nutzung von Smartphones und mobilen Endgeräten nimmt auf breiter Front zu. IDC prognostiziert für dieses Jahr mehr als eine Milliarde verkaufte Smartphones – das entspricht einem Wachstum von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2017 rechnen die Marktforscher sogar mit einem Absatz in Höhe von rund 1,7 Milliarden Geräten.

Auch in Deutschland spiegelt sich diese Entwicklung wider: Die Verwendung von Smartphones hat in den vergangenen beiden Jahren erheblich zugenommen. Surften im Jahr nur 18,5 Prozent der Gesamtbevölkerung mobil, so waren es im ersten Quartal 2013 bereits fast 40 Prozent.

Das heißt: Das Smartphone ist für viele aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Es wird genutzt, um eine Firmeninformation aufzurufen, eine Hotelübernachtung oder einen Restauranttisch zu reservieren oder eine Teetime bei einem Golfclub zu buchen. Dabei wollen die Anwender natürlich keine Abstriche hinsichtlich Ladezeit der Webseite oder Übersichtlichkeit machen – und eine Qualität vorfinden, wie sie es bei ihrem Desktop-PC oder Notebook gewohnt sind.

Doch genau das ist leider immer noch nicht der Fall. Dass hier auf Unternehmensseite noch Vieles im Argen liegt, zeigt auch eine kürzlich vom Bundesverband Digitale Wirtschaft, Google und TNS Infratest durchgeführte Untersuchung.

In der Studie „Deutschland wird Mobile – Sind die Unternehmen vorbereitet?“ wurden rund 1.000 Nutzer des mobilen Internets zu Branchen-Webseiten befragt, zum Beispiel in den Bereichen Medien, Versandhandel, Banken, Sparkassen und Versicherungen, Computer und Telekommunikation, Automobil-Industrie oder Supermärkte und Discounter.

Schockierendes Ergebnis dabei: Über die Hälfte der Smartphone-Nutzer geben dabei mindestens einer Branche im Hinblick auf ihre mobilen Webseiten eine negative Bewertung. Die Gründe hierfür waren vor allem Unübersichtlichkeit, keine Benutzerfreundlichkeit, hoher Scroll-Aufwand, geringer Informationsgehalt, keine optimale Anpassung an die Bildschirmgröße sowie lange Ladezeit der Seiten.

Die Konsequenz für Unternehmen sollte klar sein: Es besteht dringender Handlungsbedarf bei der Bereitstellung von Webseiten, die für die mobile Nutzung optimiert sind. Und beileibe ist das heute für die meisten Webseiten-Betreiber kein Hexenwerk mehr. Komplexe Implementierungsprojekte sind vielleicht für extrem umfangreiche Unternehmensseiten vonnöten, der Restaurant- oder Golfclub-Betreiber kann das aber schon mit einer einfachen Software-Applikation realisieren – und zwar ohne tief greifendes technisches Know-how unter Nutzung anwenderfreundlicher Einrichtungsassistenten und vorgegebener Templates.