Redmond: Sack Reis abgestürzt

Redmond: Sack Reis abgestürzt

Heute morgen hat mich bei Michael Krokers täglichem Blick in die IT-Welt ein Absatz irritiert:

… ist der Microsoft-Anteil aller ans Internet angeschlossenen Geräte zwischen 2009 und 2013 von gut 90 Prozent auf nunmehr unter 25 Prozent abgesackt – eine dramatisch gewachsene Irrelevanz von Microsoft, zumindest in der mobilen Welt der vernetzten Geräte.

In Bildern sieht es sogar noch dramatischer aus:

 

Eine "dramatische" Entwicklung, in der Tat. Aber das eigentliche Drama, das sich hier vor unser aller Augen vollzieht, ist doch, wie wenig Aufmerksamkeit dieser Absturz findet. Sicher, der eine oder andere IT-Blog nimmt es wahr, Fachmedien schon nur noch am Rande. Aber sonst? Hätte man so eine Entwicklung noch vor fünf Jahren halbwegs zuverlässig prognostizieren können, was hätte das für einen Bohey gegeben: Schlagzeilen, Titelstories, Wirtschaftspresse, FAZ, Spiegel, Schwarzwälder Bote, Autobild, Frau im Schatten. Und Anchorman Tom Buhrow hätte in einen ARD-Brennpunkt die Rückkehr von Bill Gates gefordert.

Mittlerweile reicht also ein Absatz in "Kroker's Look@ IT". Und der Hinweis des Kollegen, er hätte darüber auch "schon Mitte des Jahres" geschrieben, macht es nur noch schlimmer.

Sicher, wir alle haben Windows, Word und Excel in allen ihren Versionen so manches Mal verflucht, wir haben uns die Haare gerauft und in die Tischkante gebissen. Trotzdem: was da jetzt abläuft, diese vorsätzliche Missachtung, das geht denn doch zu weit. Es ist doch oft auch schön gewesen.

Zum Beispiel erst gestern wieder mal in der stationären Welt der vernetzten Geräte: