Der vernetzte Kühlschrank: Alle Jahre wieder

Der vernetzte Kühlschrank: Alle Jahre wieder

Auch in diesem Jahr sind sie wieder ein Thema auf der CES: der vernetzte Kühlschrank oder die aus der Ferne gesteuerte Waschmaschine.

Neu ist das allerdings alles nicht. Schon seit Jahren werden solche Lösungen wiederholt auf Messen wie der CES oder IFA vorgestellt, etwa von Samsung, LG oder Bosch. Und „Hallo, hier spricht der Kühlschrank“ titelte die Zeit bereits im Jahr 1998. Wie sieht heute aber die Wirklichkeit im deutschen Haushalt aus? Kennt jemand jemanden mit dem vernetzten Kühlschrank? Sicher nur die wenigsten.

Und woran liegt das? Sicherlich nicht daran, dass es keine Lösungen gibt. Nein, sondern vielmehr eher daran, dass nicht alles, was technisch machbar ist, auch sinnvoll ist. Es mag schön sein, die Waschmaschine komfortabel aus der Ferne per Smartphone steuern zu können. Doch wofür? Muss die Wäsche nicht nach wie vor händisch in die Trommel gebracht werden. Und ist das erst einmal erledigt, können bei einem halbwegs zeitgemäßen Gerät wohl auch der Start des Wasch- und Trocknungsvorgangs programmiert werden. Was bringt dann noch die Fernsteuerung? Vielleicht die Info, dass der Waschvorgang ordnungsgemäß in-time zu Ende gebracht wurde? Nun ja, der Nutzen bleibt fraglich.

Nicht in Abrede gestellt werden soll natürlich, dass es sich bei den Themen Heimvernetzung und Smart Home mit Sicherheit um zentrale Zukunftsmärkte handelt. Allerdings ist zu differenzieren zwischen sinnvollen Anwendungen und Gadgets, die keinen erkennbaren Mehrwert bieten. Zu den Ersteren zählen auf jeden Fall Applikationen für die Gebäudesicherung, Überwachung und Zugangskontrolle, Klimatisierung und Heizungssteuerung oder Lichtregulierung. Zu den Letzteren aber sicher Geräte wie Herd, Mikrowelle, Kühlschrank oder Waschmaschine mit Internetanbindung.