Presse

Wer aus der PR-Branche kennt das nicht, man ist auf einer Party von Freunden eingeladen und es dauert nicht lange bis die Frage nach der Tätigkeit gestellt wird. Einige Berufsbezeichnungen sind selbsterklärend und jeder weiß genau, was damit gemeint ist. Kommt die Frage auf mich zu, sieht das schon anders aus. Der Satz „Ich bin PR-Beraterin“ zieht eigentlich immer ein „Aha, und was macht man da so?“ nach sich (außer ich bin auf einer PR-Veranstaltung, da ist die Fragestellung natürlich eine andere). Natürlich bin ich bereit, Auskunft über den sogenannten „PR-Berater-Beruf“ zu geben. Also, „PR“ steht für Public Relations und steht für die Öffentlichkeitsarbeit. Der PR-Berater ist ein Vermittler zwischen Unternehmen und der Presse. Er liefert Informationen des Kunden in neutraler Form an die Presse, die selbst entscheiden kann, ob Verwendung hierfür ist. Ein PR-Berater handelt zwar im Sinne des Unternehmens, kann sich aber in die Lage von Journalisten hineinversetzen. Er weiß somit, welche Informationen für die Presse relevant sind bzw. wie Informationen aufbereitet werden müssen.

Gerne würde ich jetzt noch über PR-Strategien, integrierte Kommunikation und den Unterschied zwischen B2B- und B2C-PR reden, aber ein Blick in die Gesichter sagt mir, dass mir keiner mehr folgen kann. Wenn ich Glück habe, kommt jetzt die Rückfrage „Ach, du machst Marketing oder Werbung“ ... Zu Beginn meiner PR-Karriere war ich oft noch bemüht, dieses Missverständnis aufzuklären. Ich wollte, dass mein privates Umfeld genau versteht, was ich tue, aber nach zehn Jahren nimmt dieser Eifer so langsam ab. Ich bin gespannt, ob das Berufsbild des PR-Beraters auch in zehn Jahren noch Fragezeichen auf die Gesichter zeichnet.

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