Virtualisierung

Alles wird immer virtueller. Server schon lange, bald auch ganze Rechenzentren und die Realität ja sowieso. Da besteht durchaus die Gefahr, den Bezug zur gegenständlichen Welt zu verlieren.

So haben wir heute bei der Abstimmung eines Textes mal wieder eine beliebte Diskussion gehabt. Will man einen Server, also ich meine einen echten, ein Ding, von seinem virtuellen Pendant abgrenzen, muss man dann von einem „physikalischen“ oder einem „physischen“ Server sprechen? Oder ist das schlichtweg wurscht?

Ein kurzer Blick in den Duden klärt auf. „Physikalisch“, steht da geschrieben, bedeutet die Physik ­– also die Naturwissenschaft – betreffend. „Physisch“ dagegen meint „körperlich, natürlich“. Also eigentlich ein ganz einfacher und sonnenklarer Fall.

Warum hat sich die falsche Bezeichnung dann so weit verbreitet und kann sich bis heute so hartnäckig halten? Stecken da mal wieder die PR- und Marketingabteilungen dahinter, die ja einen einschlägig bekannten Hang zur Sprachpantscherei haben und der Meinung sind, dass „physikalisch“ irgendwie besser, Entschuldigung „hochwertiger“ klingt? So wie „Fragestellung“ statt „Frage“?

Auch wenn sie diese Schelte natürlich grundsätzlich immer verdienen, sind sie in diesem Fall wohl ausnahmsweise unschuldig. Viel wahrscheinlicher ist, dass es sich um einen „False Friend“ handelt. Das englische Wort „physical“ klingt zwar sehr ähnlich wie das deutsche „physikalisch“, bedeutet aber sowohl „physikalisch“ als auch „physisch“:


Quelle: http://www.merriam-webster.com/dictionary

In diesem Sinne: Again what learned.

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Das Thema „Virtualisierung“ - und ganz speziell die Desktop-Virtualisierung - ist nun wirklich nicht mehr neu. Seit Jahren schon werden die besten Strategien und Lösungsansätze der Hersteller in der Fachpresse vorgestellt, diskutiert und analysiert. „Hier kann es doch bis auf weiteres nichts Bahnbrechendes zu berichten geben“, könnte man meinen.

Ganz falsch!

Es gab tatsächlich noch einen Bereich in der IT, in den die Virtualisierung bis vor kurzem noch nicht vordringen konnte, da die nötigen technologischen Voraussetzungen fehlten. Denn erst mit der Einführung der GRID-vGPU-Technologie Ende 2013 ist es möglich, gleichzeitig mehrere Nutzer von rechen- und grafikintensiven Applikationen von einer einzigen GPU in eine virtuelle Umgebung zu verlagern. Und nur damit keine Missverständnisse entstehen, wir sprechen hier tatsächlich von High-Performance-Anwendungen wie Videorendering oder CAD-Modell-Bearbeitung, für die bislang der Einsatz einer physischen Workstation unumgänglich war.

Anders gesagt: Die Hersteller betreten eine neue Stufe auf der Treppe des Fortschritts und können jetzt auch Workstation-Virtualisierung.

Das wird vor allem Anwender aus Branchen wie Ingenieurswesen, Konstruktion, Multimedia, Automotive oder auch Architektur freuen, um nur ein paar zu nennen. Sie mussten nämlich lange auf das verzichten, was für viele andere mittlerweile völlig normal ist: der Zugriff auf Arbeitsdaten und -projekte von quasi jedem Endgerät und beliebigem Ort aus. Das macht nicht nur vieles einfacher, sondern vor allem auch sicherer, da alle Daten auf einem virtuellen Desktop in einem geschützten Rechenzentrum liegen und nicht mehr auf dem Endgerät selbst.

Darüber hinaus bringt die Workstation-Virtualisierung natürlich noch weitere Vorteile mit sich. Wir haben Peter Beck, Systems Engineer Workstation bei unserem Kunden Dell und Experte auf diesem Gebiet, ein paar Fragen gestellt:

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