CGI präsentiert fünf Best Practices zur IT-Modernisierung

Sulzbach,
15. Juni 2015

CGI präsentiert fünf Best Practices zur IT-Modernisierung

Als Teil ihrer strategischen IT-Planung analysieren Finanzdienstleister, Telekommunikations- und Handelsunternehmen ihre Mainframe-Umgebungen und prüfen Optionen, um sie weiterhin effizient betreiben zu können. CGI Deutschland zeigt anhand von fünf Best Practices, wie Unternehmen den für sie am besten geeigneten Weg finden.

Die IT-Anwendungslandschaften auf den Mainframes in vielen Banken, Versicherungen, Automobilkonzernen oder Handelsgesellschaften erfüllen nicht mehr die Erwartungen der Unternehmen. Die historisch gewachsene Infrastruktur ist über Jahre hinweg entstanden, wurde immer wieder ergänzt und erweitert. Komplexe Schnittstellen, eine unzureichende Dokumentation und veraltete Entwicklungsumgebungen sorgen für einen steigenden Aufwand bei Wartung, Pflege und Betriebssicherheit. Aufgrund umfangreicher Erfahrungen aus einer Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte empfiehlt CGI Deutschland fünf Best Practices für den optimalen Weg zur IT-Modernisierung.

1. Den aktuellen Stand ermitteln.

In einem ersten Schritt müssen Unternehmen eine vollständige Bestandsaufnahme und Analyse ihrer zur Modernisierung anstehenden Applikationen, Datenbanken und Schnittstellen durchführen. Dazu gehören auch ein Verständnis der konzeptionellen und logischen Modelle der eingesetzten Software und deren Stellenwert für das Unternehmen. Eine komplette Dokumentation erleichtert dies, oft aber fehlt sie. Hier kommen daher beispielsweise Methoden des Reverse Engineering zum Einsatz, um den Aufbau sowie die Funktionalitäten der Applikationen und deren Fachlichkeit zu erfassen und zu verstehen.

2. Ziele für die künftige IT-Landschaft entwickeln.

Die Modernisierung der IT, und vor allem der vielfach betagten, aber unternehmenskritischen Mainframe-Applikationen, spielt eine wichtige Rolle, um die Effizienz der IT zu steigern. Ausgehend von der Ist-Analyse sind Unternehmen daher gefordert, die konzeptionellen und logischen Modelle ihrer künftigen IT und deren strategische Ausrichtung zu entwickeln. Entscheidend ist dabei, dass die IT ihren Wertbeitrag zum Unternehmenserfolg erhöht und mehr Ressourcen für Innovationsprojekte erschließt.

3. IT-Ziele mit der strategischen Unternehmensplanung abstimmen.

Abhängig von der strategischen Ausrichtung des Unternehmens ergeben sich bestimmte Anforderungen an die Modernisierung von Applikationen. Das beinhaltet auch eine Klärung der Frage, wo das Unternehmen heute steht und wo es in fünf Jahren sein will. Die strategische Unternehmensplanung beziehungsweise unterschiedliche Szenarien zur Entwicklung haben konkrete Auswirkungen auf die Ausrichtung und Neugestaltung der IT-Landschaft. Das kann für einige Anwendungen auch ein komplettes Abschalten oder die Aufteilung auf mehrere vorhandene oder neue Applikationen bedeuten.

4. Lösungsvarianten prüfen.

Bei der IT-Modernisierung stehen den Unternehmen vier grundsätzliche Optionen zur Verfügung:

  • Die erste Variante ist das Re-Hosting. Es eignet sich dann, wenn der Programmcode in einem guten Zustand ist, die Funktionalität weitgehend unverändert bleiben soll und ein Unternehmen in kurzer Zeit Kosten­einsparungen von mehr als 70% durch Archivierung und Dekommissionierung von Altsystemen will. Voraussetzung für eine valide Ermittlung von Einsparungen bei Modernisierungsprojekten ist ein Application und Architecture Understanding. Hierbei werden die für die Anwendung notwendigen SLA und nicht funktionale Anforderungen sowie die bestehende Architektur und die Fachlichkeit analysiert.
     
  • Die zweite Variante sieht eine Konvertierung von Kernanwendungen vor. Sie ist das Mittel der Wahl, wenn die Geschäftslogik der Applikation stimmt, aber das interne Know-how zur Weiterentwicklung fehlt. Ziel dabei ist es, den Kern beizubehalten und die Funktionalität zu verbessern. Durch diese Variante können 30% bis 50% von IT-Mitarbeitern freigesetzt werden, die ihr Legacy-Know-how für die Entwicklung von neuen Projekten einbringen.
     
  • Bei der dritten Variante werden die Applikationen neu geschrieben, da die vorhandenen Programme zu komplex sind, keine automatisch arbeitenden Konvertierungswerkzeuge verwendet werden können und ein deutlicher funktionaler Ausbau erforderlich ist.
     
  • Die vierte Variante bedeutet einen Ersatz der Applikationen durch eine Standard-Software, die in kürzerer Zeit und mit geringeren internen Entwicklerressourcen eine effizientere Gestaltung der Geschäftsprozesse ermöglicht.

5. Zeitplan für die Umsetzung aufstellen.

Sind die Ziele, die mit der IT-Modernisierung erreicht werden sollen, festgelegt und die passende Lösungsvariante ermittelt, gilt es, einen Zeitplan für die Umsetzung aufzustellen. Zentrale Aspekte dabei sind die Modernisierung der Applikationen, der Infrastruktur und des Betriebs. Förderlich für den Erfolg ist die Entwicklung von wesentlichen Hebeln und Optimierungsansätzen, um die Ziele zu erreichen. Einen wichtigen Einfluss auf die Zielerreichung haben Prozessverbesserungen, eine höhere Automatisierung und Veränderungen der Mitarbeiterkompetenz.

„Die Auswahl des passenden Modernisierungsansatzes und die Umsetzung im Rahmen eines detaillierten Projektplans erfordern die richtigen Werkzeuge und Methoden“, sagt Gido Weselowski, Management Consultant für IT-Modernization bei CGI in Düsseldorf. „Den richtigen Partner zu finden, ist entscheidend für den Erfolg. Mit einer soliden Planung und Umsetzung erzielen Finanzdienstleister, Telekommunikations- und Handelsunternehmen eine höhere Flexibilität und Effizienz, kürzere Time-to-Market sowie Kosten-Einsparungen und machen ihre Mainframe-basierten Kernsysteme zukunftsfähig.“

Eine Infobox erläutert die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer Re-hosting-Modernisierung:

Infobox

Vorteile einer Re-hosting-Modernisierung im Überblick

Unternehmen könnten dabei folgende Vorteile erzielen:

  • Geringere Infrastruktur- und Applikations-Maintenance-Kosten von 70 bis zu 50% der ursprünglichen Kosten
     
  • Eine Umschichtung der IT-Ressourcen Richtung Innovation von 30 bis zu 50%.

In einem exemplarischen Modernisierungsprojekt gelten nachstehende Annahmen:

  • Die jährlichen Kosten pro Mainframe-MIPS (Millions of Instructions per Second) belaufen sich zwischen 2.000 und 5.000 US Dollar.
     
  • Abhängig von der eingesetzten Mainframe-Technologie entsprechen die Kosten für das Migrationsprojekt dem jährlich anfallenden Betrag für die Maintenance
     
  • Die Kosten für die Maintenance belaufen sich auf etwa 20% der Anschaffungskosten eines Mainframes.

Die Tabelle enthält die geschätzten Kosteneinsparungen bei der Migration eines mittelgroßen Mainframes:

 Mainframe-Kosten

 6 bis 16 Millionen US-Dollar pro Jahr

 Kosten für das Migrationsprojekt

 8 bis 10 Millionen US-Dollar
 (einmalig)

 Neue Systemkosten

 1,5 bis 2,5 Millionen US-Dollar pro
 Jahr

 Amortisationsdauer

 bis zu 18 Monaten

 Einsparungen

 im Durchschnitt rund 8 Millionen
 US-Dollar pro Jahr

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.de.cgi.com/it-modernization.

Über CGI

Die 1976 gegründete CGI Group Inc. ist der fünftgrößte unabhängige Anbieter von IT- und Geschäftsprozess-Dienstleistungen weltweit. Mit rund 68.000 Mitarbeitern an Standorten und in Global-Delivery-Zentren in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum bietet CGI ein breites Portfolio an Dienstleistungen – einschließlich Business- und IT-Beratung auf höchstem Niveau, Systemintegration, Anwendungsentwicklung und -wartung sowie Infrastruktur-Management. Zusätzlich verfügt CGI über eine Vielzahl eigener Business-Lösungen. Der Jahresumsatz von CGI beträgt über 10 Milliarden Kanadische Dollar, bei einem Auftragsbestand von 20 Milliarden Kanadischen Dollar. CGI-Aktien sind an der TSX (GIB.A) sowie an der NYSE (GIB) notiert. Webseite: www.cgi.com.

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