Red Hat definiert sechs Best Practices für die Storage-Implementierung in einer Open Hybrid Cloud

München,
16. Juni 2014

Red Hat definiert sechs Best Practices für die Storage-Implementierung in einer Open Hybrid Cloud

Mit einer offenen Software-defined-Storagelösung, die in einer Open-Hybrid-Cloud-Umgebung eingesetzt wird, können Unternehmen unstrukturierte Daten effizient und sicher speichern und verwalten.

Das rasante Datenwachstum stellt Unternehmen vielerorts vor beträchtliche Probleme, wobei sich der Anstieg ungleich zwischen strukturierten und unstrukturierten Daten verteilt. Erfahrungen aus mittelständischen und großen Unternehmen zufolge hat sich in den letzten Jahren das Verhältnis zwischen den gespeicherten strukturierten und den unstrukturierten Daten drastisch geändert. Lange Zeit waren beide Segmente in etwa gleich groß, heute entfallen rund 90 Prozent des Speichervolumens auf semistrukturierte und unstrukturierte Daten wie Audio-, Video- und Bilddateien, E-Mails, Office-Dokumente, Zeichnungen, VM-Images etc. Genau hier ist vielerorts ein rasantes Wachstum zu verzeichnen. Mit der Verlagerung der Daten in eine Open Hybrid Cloud lassen sich die Herausforderungen effizient bewältigen. Red Hat, der weltweit führende Anbieter von Open-Source-Lösungen, empfiehlt dazu sechs Best Practices. 

1. Unstrukturierte Datenbestände inventarisieren. 

Nur ein geringer Anteil der in einem Unternehmen vorhandenen Daten befindet sich in relationalen Datenbanken. Weitgehend unklar ist, wo die unstrukturierten Informationen wie Bilder, Tabellen, Dokumente, Präsentationen, archivierte Beiträge aus sozialen Medien etc. gespeichert sind. Zu klären ist: Welche Daten liegen vor? Wo befinden sich die Daten? Wem gehören sie? Wann wurden diese zuletzt verwendet?

2. Eine Klassifizierung der Daten vornehmen.

Wenn klar ist, welche unstrukturierten Informationen in einem Unternehmen vorliegen, sollte als nächstes ermittelt werden, wer welche Dateien wie oft in welchen Anwendungsszenarien nutzt und welchen Stellenwert die Informationen für ein Unternehmen haben. Bei vorhandenen Beständen kann die Klassifizierung sehr aufwendig sein, weil es kaum automatisch arbeitende Tools gibt, die auch die Dateninhalte gut erkennen und klassifizieren können. Deshalb ist es auch wichtig, den Ursprung der Daten zu ermitteln. Die objektorientierte Datenspeicherung erlaubt die Vergabe von zusätzlichen Attributen, die sich vor allem bei der Implementierung eines Informationslebenszyklus als enorm nützlich erweisen. 

3. Gesetzliche Anforderungen für die Aufbewahrung von Daten und Dokumenten berücksichtigen.

Wichtig bei Belegen, elektronischen Rechnungen oder anderen Geschäftsdokumenten sind die Aufbewahrungsorte und die Aufbewahrungsfristen. Es gelten die Regeln und Anforderungen an die Speicherung von Daten und Dokumenten aus dem Bundesdatenschutzgesetz. Cloud-Computing-Anwendungsszenarien, bei denen keine personenbezogenen Daten zwecks Aufbewahrung an Server im Ausland gesendet werden, sind datenschutzrechtlich weniger problematisch. Dokumentenmanagement-Systeme oder Archivierungslösungen können eingesetzt werden, um das Management des Informationslebenszyklus und die Wahl des passenden Speichermediums zu automatisieren.

4. Die Eignung bestimmter Daten für die Open Hybrid Cloud prüfen.

Nach Klärung der grundlegenden Bedingungen können Unternehmen eine Entscheidung treffen, welche Daten, etwa aus Compliance-Gründen, weiterhin im Rechenzentrum vor Ort und welche in der Cloud gespeichert werden können. Die Vorteile einer sicheren Speicherung in der Cloud liegen auf der Hand: Es müssen keine kostspieligen Investitionen in neue Speichersysteme getätigt werden und vor allem entfallen zusätzliche Aufwendungen für den Betrieb und die regelmäßige Datensicherung und Disaster-Recovery-Maßnahmen, da diese üblicherweise in den Cloud-Dienstleistungen enthalten sind. Cloud-Storage kann aber auch zur Entlastung der lokalen Speicherkapazitäten im Rechenzentrum verwendet werden wie zum Beispiel durch die Auslagerung von Backup- und Disaster-Recovery Images in die Cloud. Die meisten gängigen Enterprise-Backup-Lösungen unterstützen den direkten Datentransfer in die Cloud.

5. Anforderungen wie Verfügbarkeit, Latenzzeiten und Datensicherheit beachten.

Die Schaffung der organisatorischen Voraussetzungen im Unternehmen, um zumindest ausgewählte unstrukturierte Datenbestände in eine Open Hybrid Cloud zu migrieren, ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite ist die Klärung und Festlegung zentraler Anforderungen an den Cloud Provider. Dazu zählen Aspekte wie Verfügbarkeit, Performance und die Latenz der Datenverbindungen. Unternehmen mit vielen Standorten sollten Außenstellen mit einem eigenen lokalen Internetzugang ausstatten, um die Gateways in der Firmenzentrale zu entlasten. 

6. Mit einem überschaubaren Pilotprojekt starten.

Die Migration unstrukturierter Daten in eine Open Hybrid Cloud ist aus organisatorischer und IT-Sicht ein anspruchsvolles Projekt mit vielfältigen Implikationen. Um erste Erfahrungen zu sammeln, sollten Unternehmen in einem klar umgrenzten Anwendungsszenario ihre Vorstellungen und Anforderungen testen. Auf dieser Basis können dann weitere Datenbestände migriert und die Adaption von Cloud Services weiter vorangetrieben werden.

„Eine Speicherlösung für die Open Hybrid Cloud basiert auf zwei zentralen Komponenten: Industriestandard-x86-Hardware und Open-Source-Storage-Software. Unternehmen sollten jetzt die notwendigen Maßnahmen für den Einstieg in Cloud-Storage einleiten. Damit sammeln sie Erfahrungen und Know-how bei der effizienteren Nutzung unstrukturierter Daten und können sich einen Wettbewerbsvorsprung verschaffen", sagt Gerald Sternagl, EMEA Business Unit Manager Storage bei Red Hat. „Eine Open Hybrid Cloud bietet eine zukunftsfähige Plattform für die Speicherung unstrukturierter Daten. Unternehmen sind damit in der Lage, eine zentrale und kostengünstige Storage-Plattform aufzubauen, die sich flexibel an aktuelle und künftige Anforderungen anpassen lässt.“

 

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