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In der neuen Ausgabe der PR-COM-Crew dürfen wir euch heute #JapanFan Sabrina vorstellen. Als „Zuagroaste“ versucht sie sich gerade noch an Bayern zu gewöhnen, plant aber schon diverse Fluchtversuche zu den „schönen“ Orten dieser Welt.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Seit neun Monaten bin ich als Junior-Account-Managerin ein Teil des PR-COM-Teams.

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Privat und beruflich mag ich Herausforderungen. Deswegen macht es mir Spaß, mich in neue Themen und Projekte einzuarbeiten. Beruflich beschäftige ich mich gerade mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Dieses Gebiet ist ziemlich breit aufgestellt und es gibt viele Anwendungsbereiche für KI. Daher ist es für mich eine große Herausforderung, mich mit dieser Thematik so gut vertraut zu machen, dass ich meinen Kunden beratend zur Seite stehen kann. Privat muss ich mich als Nordrhein-Westfälin noch an Bayern gewöhnen. Das ist auch eine ziemlich große Herausforderung für mich ;). Aber ich nehme mich dieser Aufgabe gern an. 

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Ich würde gern einmal den Fuji in Japan besteigen. Es hat im letzten Urlaub leider nicht geklappt, deswegen bin ich umso motivierter für den nächsten Versuch 2019 ;). Das Great Barrier Reef in Australien reizt mich ebenfalls sehr. Ich möchte es noch sehen, bevor es komplett zerstört ist. Daher ist auch dieser Trip bereits in Planung. Surfen steht auch noch ganz oben auf meiner Liste; ob ich es in Australien oder Portugal versuchen werden, weiß ich noch nicht. Generell gibt es noch viele Sachen, die ich in meinem Leben machen möchte. Man hat schließlich nur eins und sollte es in vollen Zügen genießen.

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Japanfan
#Weltenbummler
#Lebensfreude

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#professionell
#Expertise
#gutes Arbeitsklima

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Spaß
#kreativ
#Austausch

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen?

Leider lese ich im Moment nur japanische Grammatik-Bücher, die würde ich aber nur Leuten empfehlen, die Japanisch lernen möchten. Meiner Meinung nach lohnt es sich, in die Serie „Younger“ reinzuschauen. Es geht um eine Frau, die mit 40 wieder ins Berufsleben einsteigen will, aber wegen ihres Alters nicht eingestellt wird. Daher beschließt sie, sich als 26-Jährige auszugeben und bekommt prompt einen Job. Jetzt muss sie sich in der Welt der Millennials zurechtfinden, was teilweise sehr lustig dargestellt wird und als junger Mensch fragt man sich, ob man wirklich so ist. 

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In unserem Alltag gibt es immer wieder mal „Verschreiber“, die in Erinnerung bleiben und für Erheiterung sorgen. So sind wir froh, wenn wir erfolgreiche Projekte „abharken“ können (auch so ganz ohne Schrebergarten) oder sich der Spruch bewahrheitet, „wer zuerst kommt, malt zuerst“.

Heute hat ein ungewöhnlicher „Friede“ Einzug in unsere Büroräume gefunden: 

Tja, wer kennt ihn nicht, den Thought Leadership Peace? Oft verkannt, ist er doch kriegsentscheidend – in der Unternehmens-Kommunikation, im Imageaufbau, in der Außendarstellung. Wohl dem, der behaupten kann: Der Meinungsführungs-Friede sei mit dir! Und auf einmal ist völlig klar, was auf der Wunschliste (Weihnachten ist nicht mehr weit) steht – natürlich der Welt-Thought-Leadership-Frieden!

Die Altersschrift zum ewigen Frieden sagt es zudem deutlich: für Immanuel Kant „ist Frieden kein natürlicher Zustand zwischen Menschen, er muss deshalb gestiftet und abgesichert werden“. Genau, wir haben es schon immer gewusst! Ein Thought Leadership Peace ist kein natürlicher Zustand, er ist nicht einfach da, er muss entwickelt, in Absprachen mit dem Kunden überarbeitet und vor allem nachhaltig freigegeben und abgesichert sein.

Und noch eine gute Frage zuletzt: Können wir nicht alle ein bisschen Thought Leadership Peace gebrauchen. Im Alltag, in der Kommunikation, beim Harken im Gemüseacker ...?

RITLP. Rest in Thought Leadership Peace.

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Aus der fünften Etage hat man einen wunderbaren Ausblick auf Münchens Dächer und Himmel. An besonders klaren Tagen können wir sogar die Alpen erahnen. Doch das Grün ist etwas rar: die höchsten Bäume ragen gerade so bis an unser Fenster heran. Glücklicherweise grünt es jetzt von innen, denn seit ein paar Wochen können wir einen kleinen Büro-Dschungel unser Eigen nennen. 

Bogenhanf (Sanseveria), Glücksfeder (Zamioculca) und der Klassiker Ficus verschönern jetzt unsere Agenturräume. Doch diese Alleskönner sind mehr als dekorativer Raumschmuck, Stichwort Raumklima. Im Winter sorgen sie dafür, dass die Heizungsluft nicht zu trocken wird, und reichern diese spürbar mit Feuchtigkeit an. In vielen Büroräumen sinkt in der kalten Jahreszeit die Luftfeuchtigkeit auf niedrige 30 Prozent, wobei sie eigentlich bei 50 Prozent liegen sollte. Pflanzen sorgen also für ein angenehmes Raumklima für alle Mitarbeiter. 

Zudem steigern Pflanzen den Sauerstoffgehalt in der Luft, filtern Schadstoffe sowie Bakterien, Sporen und Staub heraus und regulieren Temperaturschwankungen. Auch sollen sich Pflanzen direkt positiv auf die Psyche der umsitzenden Mitarbeiter auswirken. 

Die Blätter sind übrigens praktische Geräuschdämmer in Großraumbüros, da sie viele Hintergrundgeräusche absorbieren. Wir sind also sehr zufrieden mit unseren grünen Kollegen.

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Ja, es ist nur Werbung. Aber trotzdem muss die Frage erlaubt sein: Wie kommt die Faust durchs Loch?

Quelle: www.heise.de

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Am 29. August 2018 um 11:12 Uhr war es soweit: wir haben 100.000 Projekte erreicht! Seit Einführung unserer Projektmanagement-Lösung und den zaghaften Planungsanfängen im Jahr 1996 haben wir jeden Monat durchschnittlich 375 Kundenprojekte angelegt. Heute sind es um die 600.

Die auf einer relationalen Datenbank basierende Anwendung haben wir selbst konzipiert und in den ersten Jahren auch selbst programmiert. Wir wollten eine leistungsfähige Lösung, die hundertprozentig auf uns zugeschnitten ist: für die Administration aller möglichen Daten und für die komfortable Planung aller Projekte. Das haben wir geschafft: jede beliebige Information lässt sich binnen weniger Sekunden finden, keine Aufgabe wird je vergessen und keine Deadline wird je überschritten.

Viele Bewerber berichten uns, wie sie bei ihrem jetzigen Arbeitgeber planen: oft mit Excel-Dokumenten, die lokal gespeichert sind und auf die im Urlaub oder bei Abwesenheit niemand Zugriff hat, und gar nicht selten mit – man glaubt es kaum – Post-its und einer selbst-organisierten Zettelwirtschaft. Über einen strategischen IT-Ansatz haben solche Agenturen wohl nie wirklich nachgedacht. 

Das passt im Übrigen ganz gut zu dem, was uns Prospects und Neukunden immer wieder berichten, nämlich dem strategielosen Vorgehen ihrer früheren Agenturen. Wir machen das natürlich anders und freuen uns auf die nächsten 100.000 Projekte. An dieser Stelle danke an alle engagierten PR-COMler, ohne deren Hilfe wir dieses Pensum nie erreicht hätten, schon gar nicht in der gewohnten PR-COM-Qualität.
 

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So langsam kommen wir der Sache näher.

Als sich vor einiger Zeit Künstliche Intelligenz als Megathema herauskristallisierte und plötzlich alle begannen, über Machine Learning und lernende Algorithmen zu reden, herrschte erst einmal ein großes Durcheinander. Darüber, was lernende Algorithmen eigentlich genau sind, geisterten die unterschiedlichsten Vorstellungen durch die Medien – und damit auch durch unser Haus. Das ging von „das sind einfach nur regelbasierte Systeme“ bis hin zu „das sind Algorithmen, die sich selber umschreiben.“

Inzwischen hat sich der erste Pulverdampf verzogen und die Sicht klart auf. Nach einigen Recherchen, Diskussionen und Hintergrundgesprächen mit Kunden wird immer deutlicher, dass lernende Algorithmen im Grunde genommen nichts anderes sind als angewandte Statistik. Soweit die gute Nachricht. Die nicht ganz so gute Nachricht: Wir reden hier nicht über Prozentrechnung, sondern über echte, richtige Hardcore-Statistik.

Das zeigt das Beispiel der Support Vector Machine, oder Stützvektormaschine, das mir vor Kurzem begegnet ist. Dieser Algorithmus bildet ein mathematisches Verfahren ab, um Gemeinsamkeiten in Objekten zu erkennen, die Objekte darauf aufbauend zu klassifizieren und die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen klar festzulegen. Damit eignet er sich unter anderem ideal für die automatische Textklassifikation. Nach einer Trainingsphase mit Beispieltexten ist der Algorithmus in der Lage, neue, unbekannte Texte eigenständig den richtigen Themenkategorien zuzuordnen.

Eine der mathematischen Formeln, die dieses Verfahren beschreiben, sieht laut Wikipedia so aus:

Alles klar? Also mich erinnert das ja an die Folge von The Big Bang Theory, in der die Gang um Sheldon Cooper bei einem Physikquiz mitmacht und eine hochkomplizierte Gleichung lösen soll. Die resignierende Reaktion von Howard Wolowitz: „It looks like something they found on the ship at Roswell“.

Aber mal im Ernst. Wollen wir die Funktionsweise von lernenden Algorithmen verstehen, so wie das Stimmen aus Politik und Gesellschaft ja immer wieder fordern, müssen wir vor allem die dahinterstehenden statistischen Verfahren verstehen. Natürlich können wir jetzt nicht einfach alle Statistikexperten werden. Andere Leute studieren sowas ja schließlich extra. Und das ist auch gar nicht nötig. Aber darum, uns mit ihren Grundlagen auseinanderzusetzen, werden wir wohl nicht herumkommen.

Dafür wünscht man sich doch glatt einen lernenden Algorithmus in den Kopf.

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Mit Chatbots wurde schon jeder von uns konfrontiert. Gefühlt auf jeder Website ploppt irgendwo ein Chatfenster auf und Max oder Anna fragen, ob du Hilfe brauchst. Auch ein Blick in die Medienlandschaft zeigt, dass Chatbots als glorreiche Erfindung gelten und anscheinend ein Muss in der Kundenkommunikation geworden sind.

Gefühlt setzt also jedes Unternehmen auf Chatbots. Schließlich will keiner hinterherhinken und Kosten lassen sich ja auch einsparen, da nicht mehr so viele Mitarbeiter im Callcenter benötigt werden. Super Erfindung!

Das klingt alles wundervoll. Doch leider sieht die Realität anders aus. Einige Chatbots sind noch nicht ausgereift und bringen die Konsumenten zum Verzweifeln, da sie zum Beispiel keine passenden Antworten bekommen. Dass manche Anfragen eventuell zu komplex sind, um sie mit einem Chatbot zu klären, das erwartet man im Voraus. Wenn aber die einfachsten Fragen nicht beantwortet werden können, das ist peinlich.  

WhatsBroadcast hat ein paar Chatbots unter die Lupe genommen und einige kuriose Chaterlebnisse erlebt. Hier einige amüsante Beispiele im Überblick:

1. Kategorie: Chatbots auf dem Niveau einer Kaulquappe

Der Chatbot von David Guetta schafft es nicht, mehr als fünf Fragen zu beantworten. Selbst auf einfache Fragen weiß er keine Antwort:

„When will your new single be released?“
„I don’t understand.“

Nicht sehr zufriedenstellend. Es geht aber noch besser.

2. Kategorie: Wie sag’ ich es richtig

Der Chatbot Carlo von der Allianz scheint es zu begrüßen, wenn Kunden ihm mitteilen, dass sie zur Konkurrenz wechseln wollen.

„Na danke, ich geh glaub ich zu CosmosDirekt.“
„Das freut mich. Dann bist du ja schon in besten Händen.“

Und so schnell können Unternehmen Kunden verlieren. Und jetzt mein persönliches Highlight.

3. Kategorie: Schrei’ mich nicht an

Der Volvic-Chatbot ist sehr international unterwegs. Erkundigt sich ein deutscher Kunde nach Produkten, setzt der Bot voraus, dass er Französisch spricht.

„Ich möchte Produktinformationen zu Volvic Wasser.“
„Danke für dein Interesse, um mehr über dieses Thema zu erfahren, gehe einfach auf unsere Seite.“
„Volvic.fr“
„Die Seite ist aber auf Französisch? Ich spreche kein Französisch leider.“
„Lass dich nicht ablenken, dein Ziel ist so nah.“

Dieser Chatbot scheint sehr stur zu sein und ist der Überzeugung, dass er eine passende Antwort gegeben hat.

Applaus, Applaus, kann ich da nur sagen! Diese Beispiele zeigen deutlich, dass der Einsatz von unausgereiften Technologien nicht zielführend ist. Aber einige Unternehmen scheinen die Einstellung zu haben, Hauptsache wir schwimmen auf der Trendwelle mit und können mitreden. We don’t think so! Eine gut durchdachte Strategie und funktionierende IT-Lösungen tragen am Ende dann doch zum Erfolg bei. Mit einem Schnellschuss riskieren Unternehmen einen Imageverlust und möglicherweise finanzielle Einbußen, obwohl sie ursprünglich Kosten und Ressourcen einsparen wollten.

Ihr habt noch nicht genug? Diese und weitere skurrile Chatbot-Fails stellt WhatsBroadcast in einem Video vor.

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#Musiceverywhere ist bei uns ja gang und gäbe, die Leidenschaft für innovative Technologien sowieso; Minimalismus allerdings eher weniger (man schaue auf manche Schreibtische). Mit Niyazi gibt es daher die perfekte Ergänzung für unsere PR-COM-Crew. Und bei einer Frauenquote von knapp 70 Prozent freuen wir uns, euch heute auch endlich mal einen PR-COM-Mann vorzustellen.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Ich bin nun seit sechs Monaten die Teamassistenz eines fünfköpfigen Beraterteams. Als einziger Mann im Team fühle ich mich sehr wohl. smiley

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Ich finde die sich ständig wandelnde Welt der Technologien nach wie vor sehr spannend. Vor allem beobachte ich gerne die Entwicklung der Chancen und Risiken, die der ständige Wandel mit sich bringt – sowohl für den beruflichen als auch den privaten Aspekt. Außerhalb der Arbeit bin ich bemüht, ein gesundes Maß in der Nutzung innovativer Technologien einzuhalten. 

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Ich würde sehr gerne mit meiner Kamera nach Südamerika reisen, um den Alltag einzufangen, vorzüglich nach Bolivien. Es gilt als das ärmste Land Südamerikas. Ich frage mich, wie dort der Rhythmus des Lebens pocht.

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Musiceverywhere
#Minimalistisch
#Sneakerhead

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#Kreativ

#Synergetisch
#Behaglich

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Aktualität
#Kuriosität
#Begleitung

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen (Buch, Musik, Kino, Theater …)?

Im Münchner Westpark und Olympiapark gibt es jeden Sommer Kino unter freiem Himmel. Das Programm ist vielfältig, die Atmosphäre sehr angenehm und das Wetter passt ja eh.

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Was für ein Sommer! 

Hitze, Dürre, Sonne und vor allem: nirgendwo ein Sommerloch. Stattdessen Themen über Themen, und zwar echte Premium-Themen: Hitze, Dürre, Klima, Jogi, Trump, Seehofer, Waldbrand, Winterkorn, Vorrundenaus, Özil, Mondfinsternis, Diesel, Eisbär, Flughafenchaos – jedes für sich ein Kracher, der in normalen Zeiten eine volle Woche medial versorgen könnte. 

Dieser Sommer hat nicht mal Platz für das traditionelle Sommerlochthema Nr.1, das nur in der Variante Trauerspiel überlebt hat: 

[…] hat ein vermeintliches Krokodil am Mittwoch in Eglfing (Landkreis Weilheim-Schongau) für große Aufregung gesorgt. Am Mittwoch ging ein Anruf bei der Polizei ein, dass im Tautinger Weiher ein Krokodilkopf aus dem Wasser schaue.
[…] dass an dem Kopf eine Stange montiert war, die den Kopf täuschend echt auf dem Wasser treiben ließ. Für den Krokodilkopf hat es sich nun ausgeschwommen – er liegt als Fundgegenstand bei der Polizeiinspektion Weilheim.
https://www.welt.de/regionales/bayern/article178401828/Kurioser-Einsatz-Schwimmt-hier-ein-Krokodil-im-Badeweiher.html

Resonanz in den Social Media gleich null. Aber auch der Wels, der Entenküken frisst, und "Deutschlands schönstes Schlagloch" waren da letztlich chancenlos. Obwohl: Schlagloch im Sommerloch, dass hätte doch echt Potenzial gehabt – in normalen Sommern.

Kommen wir zu IT und Technik, wo es nicht anders aussieht. Randvoll mit Themen: Beispielsweise mit dem Zukunftsthema "Waffen aus 3D-Druckern", mit der unverwüstlichen DSGVO, mit Tesla, dem Autoschreck, mit dem Dauerbrenner Blockchain, der Daily-Soap Cybersecurity (Folge heute: "Die Apps der mysteriösen Firma Big Star Labs sammeln den Browserverlauf ihrer Nutzer. Zu welchem Zweck ist unklar […]") und schließlich mit dem Sommerhit "Sparkassen starten Mobiles Bezahlen", den die Sparkassen ohne Furcht vor einem Loch mitten hinein in die ausgedörrte Landschaft positionieren: 

Noch ist das Smartphone als elektronische Geldbörse in Deutschland ein Nischenmarkt. Bei einer Umfrage der Bundesbank gaben im vergangenen Jahr lediglich 7 Prozent der Verbraucher an, schon einmal mit dem Handy bezahlt zu haben. Als häufigsten Grund für die Zurückhaltung nannten die Befragten fehlenden Bedarf. 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Sparkassen-starten-Mobiles-Bezahlen-4123185.html

Cool wie die Sparkassen dabei sogar über fehlenden Bedarf hinwegsurfen und so, mitten im Sommer, ein uraltes volkswirtschaftliches Dogma zu Staub zerbröseln lassen. Mehr noch: 

Ob das Mobile Payment gebührenpflichtig ist und wie hoch die Gebühren sind, müssen Nutzer bei ihrer jeweiligen Sparkasse erfragen.

Es muss an der Hitze liegen, dass wir da nicht selbst drauf gekommen sind: gebührenpflichtiges Bezahlen

Unter solchen Umständen hat das Thema, das ich mir eigentlich für die Füllung des Sommerlochs aufgehoben hatte, eigentlich keine Chance: Katzenvideos im Web – puh! 

Doch selbst bei diesem Thema zeigt sich, dass es, in Zeiten wie diesen, KEIN Sommerloch mehr gibt, denn auch diese Sache wird unter der Hand plötzlich top-aktuell und geradezu disruptiv:

Hunde haben Katzen als Lieblingstiere des Internets abgelöst. Jüngster Star ist eine Hündin, die eine Go-Pro-Kamera gestohlen hat und sich bei der Flucht selbst filmt. Nur: Was hat diese jüngste digitale Volte mit Donald Trump zu tun?

Ja was? Weil alles heutzutage mit Trump zu tun hat? Nun, das auch. Aber es geht schon noch konkreter, weil … 

[…] Katzen für Chaos stehen und solches auch gern verursachen, während Hunde immer schön machen, was man ihnen sagt. 
[…] Sind Hunde nett und witzig, während Katzen meist etwas übellaunig wirken? Ist es die Sehnsucht nach Ordnung in einer chaotischen Welt, oder macht sich gar Duckmäusertum breit und Angst vor freiem Willen? Guter Hund! Gute Katze sagt keiner.
[…] Hunde sind des Menschen bester Freund. Und Donald Trump benehme sich im Grunde genommen wie eine Katze.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/tiere-und-internet-licht-kamera-wuff-1.4076403

Deswegen also haben "Hunde den Katzen auf den Clickcharts im Internet den Rang abgelaufen"? 

Zweifel? Nicht schlüssig argumentiert? Nicht überzeugt? Kuckst du einfach selber: 

Und hier ist "Hündin Bonnie, die sich eine Kamera geschnappt hat und auf der Flucht sozusagen selbst filmt". 21.839 Aufrufe (Stand 1.8.2018, 13:02) – und das mitten im schönsten Sommer!

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Der Duden definiert den Begriff Hype als „aus Gründen der Publicity inszenierte Täuschung“, als „Welle oberflächlicher Begeisterung“ und als „Rummel“. Da sind wir ja schon fast bei der PR.

Es gibt sie tatsächlich, diese Hype-Themen. Plötzlich sind sich alle Zeitschriften einig, dass darüber berichtet werden muss – Exklusivität hin oder her. Plötzlich sind sich dann auch Unternehmen aller Größen und Branchen einig, dass sie hier unbedingt mitreden müssen, die Welle der (oberflächlichen) Begeisterung mitreiten quasi. Da ist es auch egal, ob das Unternehmen nah am Thema dran ist oder nicht – man will ja schließlich im Gespräch bleiben.

In der Welt der IT gibt es diese Hype-Themen alle Jahre wieder. Vor ein paar Jahren war es die Cloud, dann das IoT, Industrie 4.0, die Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und nun sind wir bei der Blockchain angekommen. Aber wie ist das in einer Kommunikationsagentur, die auf Kunden aus dem Bereich IT und Telekommunikation spezialisiert ist? Wie gehen wir mit solchen Hype-Themen um? Raten wir unseren Kunden, aufzuspringen oder ist weniger manchmal mehr?

Dazu haben wir uns kürzlich mit Sarah Sommer vom prmagazin unterhalten, in diesem Fall ging es speziell um das Thema Blockchain – natürlich.

Unser Redakteur Rainer Doh beschäftigt sich schon länger und sehr intensiv mit dem Thema und verfolgt die aktuellen Entwicklungen. Seine Meinung zum aktuellen Hype? „Längst nicht alles, was man zum Thema liest, ist fundiert und realistisch. […] Wenn man genauer hinschaut, steckt hinter den Produkten und Lösungen auf Blockchain-Basis, die beschrieben werden, wenig Konkretes. […] Echte Produkte und Lösungen mit einem echten Mehrwert habe ich jedenfalls noch nicht gesehen.“ (Quelle prmagazin)

Darüber sprechen will trotzdem jeder – man braucht ja nicht zwingend ein Produkt, eine Lösung oder gar einen Mehrwert. Aber sollten wir als Kommunikationsagentur zwingend alles umsetzen, was der Kunde will? Jein. Klar macht es für ein Unternehmen Sinn, auf aktuelle Entwicklungen und Themen aufzuspringen, aber im Kern geht es darum, was ein Unternehmen dazu sagen möchte. Dazu unser Geschäftsführer Alain Blaes im Gespräch mit dem prmagazin: „Man kann bei solchen Hype-Themen auch mitreden und Kompetenz signalisieren, indem man sich als neutraler oder sogar skeptischer Beobachter positioniert.“ Die Herausforderung für PR-Agenturen bestehe allerdings primär darin, Kunden bei genau dieser Positionierung zu beraten. (Quelle prmagazin)

Erst nachdenken, dann losrennen also. Das gilt übrigens für alle Themen und Projekte – egal ob Hype oder Standard-Thema, ob Pressemitteilung, Rapid Response oder Event.

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KI ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Vorarbeiten und Vordenker aller Art gab es allerdings schon lange: Über Jahrhunderte hinweg wimmelte es in Legenden beispielsweise von Homunculi, dem Golem und anderen künstlichen Geschöpfen. Es gab aber auch Versuche, menschenähnliche Intelligenz in Form mechanischer Apparate zu produzieren. Ein vermeintlich technisches Wunderwerk seiner Zeit war der „Schachtürke“ aus dem Jahr 1770. Er spielte gegen Könige und Kaiser, und sogar der englische Mathematiker Charles Babbage verlor gegen ihn. Der Schachtürke war jedoch keine „KI-Meisterleitung“, sondern schlichter Betrug: In dem Automaten steckte ein Mensch. Auch heute noch versehen Anbieter in maßloser Übertreibung Computer oder Smartphones mit dem Etikett „KI“, weil sie über Sprachassistenten verfügen oder die Kamerafunktionen verbessern.

Was aber macht KI aus? Was unterscheidet echte Künstliche Intelligenz von Pseudo-KI? Das Herzstück der Künstlichen Intelligenz sind Algorithmen, die in riesigen Datenmengen Muster, Korrelationen und Trends aufspüren. Mit steigendem Datenvolumen werden Ergebnisse und Treffergenauigkeit immer besser. Bei intelligenten Fahrsystemen und beim autonomen Fahren trifft KI sogar völlig selbstständig die richtigen Entscheidungen – zumindest sind wir auf dem besten Weg dahin. 

Für die allermeisten Anwendungsszenarien ist KI jedoch nicht geeignet. Hier analysiert sie zwar die Daten und liefert Empfehlungen, etwa bei der medizinischen Diagnostik oder der Predictive Maintenance. Entscheiden muss letztendlich aber der Mensch. Manche sprechen daher in diesen Fällen von „erweiterter Intelligenz“, auch als Augmented Intelligence bekannt. 

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Am gestrigen adesso digital day in der Motorworld Köln stand das Thema Customer Experience Management, kurz CEM, im Fokus. Unternehmen unterschiedlichster Branchen berichteten über ihre Erfahrungen – Herausforderungen wie Erfolge – beim Aufsetzen und Managen von CX-Projekten. Und in ergänzenden Workshops konnten sich die knapp 200 Teilnehmer inspirieren lassen und Ansätze für eigene Projekte mit nach Hause nehmen.

Auch wenn Customer Experience und der damit einhergehende Customer-Centricity-Gedanke gefühlt ein alter Hut sind, hapert es an der Umsetzung – je nach Branche – noch gewaltig. Das liegt unter anderem an den vielen Altsystemen, die nicht „miteinander sprechen“ und diese Datensilos gibt es in der Praxis mehr als genug. Aber auch an Mut, Digitalisierungsprojekte anzugehen und neuen Ideen genügend Raum zu geben, mangelt es.

Die Kunden haben immer höhere Anforderungen an die Interaktion mit Unternehmen: Stichwort „konsistentes Omnichannel-Erlebnis“. Sie wollen, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden – und sie haben mehr denn je die Macht, ihre Wünsche bei Unternehmen durchzusetzen. Dank Social Media verbreiten sich schlechte Erlebnisse mit einer Marke oder einem Produkt rasant und erreichen viele potenzielle Interessenten, die so sicher nicht zu Kunden werden.

Damit sehen sich zwar hauptsächlich B2C-Unternehmen konfrontiert, aber auch im B2B-Umfeld müssen Unternehmen ihre Kundenkommunikation überdenken. Denn das, was wir im privaten Umfeld gewöhnt sind, erwarten wir im beruflichen ebenso. Der Anforderungshaltung an einen gewissen Grad der Individualisierung sehen sich auch B2B-Unternehmen gegenüber, die oft noch schlechter aufgestellt und weit davon entfernt sind, ihre Kundendaten möglichst zentral vorliegen zu haben.

Die Veranstaltung hat mir gezeigt, dass CX und insbesondere dessen Management eine der Herausforderungen für alle Branchen darstellt. Unternehmen, die hier den Anschluss verpassen, haben das Nachsehen, wenn sie mangels eines guten Daten-Managements und entsprechenden Individualisierungsgrades Cross- sowie Up-Selling-Chancen ungenutzt lassen oder die Kundenbindung gleich ganz auf der Strecke bleibt.

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Nach Jahren der Wanderschaft mit Zwischenstationen in Bayern, Frankreich, China, dem Allgäu, Amsterdam, Berlin und wieder Bayern ist das #KölscheMädsche Jasmin nun in München bei PR-COM angekommen. 

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Als frisch gebackene PR-COMlerin bin ich seit März hier als Junior-Account-Manager_in tätig.

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Beruflich ist mir ein ehrlicher und respektvoller Umgang mit meinen Kunden, aber auch im Team sehr wichtig. Privat beschäftige ich mich gerne mit Themen rund um Ernährung, Kochen sowie Nachhaltigkeit und Umwelt.  

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Als Lebensmittelenthusiastin ist es mein Traum, in so vielen Ländern wie möglich die lokale Küche zu studieren und meine eigenen Kochfähigkeiten zu ergänzen. Besonders reizt mich Indien: der Subkontinent bietet eine unglaubliche Gewürzvielfalt und auch größtenteils vegetarische Rezepte. 

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Gourmet
#lieberselbermachen
#Stadtbüchereikind

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#Professionell

#Organisiert
#Leidenschaftlich

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Kreativ
#Vielseitig
#PeopleBusiness

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen (Buch, Musik, Kino, Theater …)?

Bei diesem wunderbaren Sommerwetter sollte man unbedingt raus und das Wetter genießen. Ich sitze am liebsten im nördlichen Teil des Englischen Gartens und verschlinge Bücher des Japaners Haruki Murakami. Aktuell mein Lieblingsautor.

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Eine gute Idee, motivierte Mitarbeiter und viel positive Energie zeichnen die meisten Start-ups aus. Noch ein paar coole Social-Media-Kampagnen und die ein oder andere Werbung geschaltet, da müsste sich der Erfolg für das Start-up doch schnell einstellen, oder? So ist zumindest oft die Sichtweise dieser Unternehmen, verbunden mit eher wenig Verständnis dafür, warum die ganze Sache nicht so recht abgehen möchte, vor allem in Print- und Online-Publikationen. Stellt man die Frage, welche PR-Aktivitäten – also unter anderem die Ansprache von Journalisten – denn noch so geplant sind, herrscht oft Erstaunen. Schließlich werden eifrig die Social-Media-Plattformen bespielt und in Werbung investiert, klassische PR ist einfach zu „old school“ für ein Start-up. Da kommt schon mal die Frage, ob sowas noch zeitgemäß ist und nicht reine Geldverschwendung. 

Es geht ja nicht nur darum, sehr lange, trockene Presseinformationen zu erstellen und diese ganz traditionell an einen Presseverteiler zu versenden, entscheidend ist doch das „Wie“ und „Warum“: Wie kann das Produkt oder das Unternehmen öffentlichkeitswirksam gemacht werden und warum ist das notwendig? Gerade in Zeiten, in denen täglich etwas Neues passiert, das die Schlagzeilen bestimmt, ist es für Start-ups wichtig, glaubwürdig herauszustechen. Um das zu erreichen, ist eine integrierte Kommunikation ein bewährter Ansatz.

Egal, ob klassische PR, Social-Media-Aktivitäten oder Marketing, in allen Bereichen sollte die Zielgruppe genau definiert werden und wie diese erreicht werden kann. Je besser man seine Zielgruppe und deren Bedürfnisse kennt, desto erfolgreicher können die Informationen transportiert werden. Medien zum Beispiel sind interessiert an Geschichten, Nachrichtenwert und Relevanz für deren Leserschaft. Die Botschaften sollten frei von Werbung sein und Raum für eigene Interpretationen lassen. Die direkte Ansprache der Medien oder der Zielgruppe im Allgemeinen birgt natürlich immer die Gefahr des auch negativen Feedbacks in sich. Hieraus sollte man das Positive ziehen und als Möglichkeit zur Verbesserung für künftige Projekte sehen. 

Natürlich ist PR auch häufig eine Frage des Budgets. Oft kommt der Einwand, dass man den Erfolg von PR nicht wirklich messen und somit das Budget nicht rechtfertigen kann. Bei der Online-PR helfen KPIs (Key Performance Indicators), um Blogs, Posts und Tweets zu monitoren, also „Reichweite“, „Interaktion“ und „Einfluss“. Im klassischen Bereich werden die Veröffentlichungen (Clippings) in Print- und Online-Publikationen, Rundfunk oder Fernsehen gemessen. Dabei ist nicht unbedingt die Anzahl der Clippings ausschlaggebend, ob eine Aktivität erfolgreich war, als vielmehr eine qualitative Betrachtung der Ergebnisse. Bei der qualitativen Auswertung werden, unter anderem, die jeweiligen Erwartungswerte abgeglichen. So lässt sich der Kommunikationserfolg wirklich messen. Wurden die Ziele und die Reichweite erreicht? Ging der Ansatz auf oder müssen künftig Anpassungen erfolgen? 

Klassische PR passt also durchaus zu Start-ups. Wichtig ist, dass sich Unternehmen sowie Start-ups überlegen, was erreicht werden soll und dementsprechend die Maßnahmen planen und nicht von Anfang an bestimmte Aktivitäten ausschließen, weil diese vielleicht „altmodisch“ erscheinen.

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In der elften Ausgabe unserer PR-COM-Crew stellt sich einer unserer Neuzugänge vor: Freddi mit ihrem #tiefschwarzenhumor unterstützt uns seit knapp zwei Monaten, liebt Zeichentrickserien und will unbedingt noch einmal die Alpen überqueren.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Ich bin als Volontärin ganz frisch dabei, nämlich erst seit Mitte April. Das lässt sich sogar noch in Tagen ausdrücken (aktuell 51).

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Für die Beantwortung der Frage habe ich drei Anläufe gebraucht (okay, es waren fünf), denn das ist tatsächlich nicht so leicht zu beantworten. Im Kern geht es aber um das Stichwort „Umgang“. Egal, welches Projekt oder welches Thema ich behandle, der Umgang ist wichtig. Nicht nur der Umgang mit einem Projekt und der Arbeit an sich, sondern auch der Umgang mit den Mitmenschen, mit der Natur, mit den Ressourcen etc. Wenn ich mir bewusst mache, dass alles in meinem Umfeld keine Selbstverständlichkeit ist, gehe ich ganz anders mit den einzelnen Themen um. Das mag recht banal klingen, für mich stellt es aber den Kern eines zufriedenen Lebens dar.

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Was ich mal noch machen möchte, ist eine Alpenüberquerung. Ich hatte sie für 2016 schon geplant, leider ist mir dann kurz davor ein Taxi über den Fuß gefahren (das passiert leider nicht nur im Film). Und danach hatte ich leider keine Zeit mehr. Aber ich will sie unbedingt noch machen. Das Gefühl, die Alpen circa 120 Kilometer zu Fuß überquert zu haben, um dann in Meran über das Ortsschild zu laufen und sich erschöpft auf die nächste Bank fallen zu lassen, muss unglaublich gut sein. Man fühlt sich sicher fast so gut wie Reese Witherspoon im Film „Der große Trip – Wild“. 

Beschreibe dich in drei Hashtags. 

#nichtunfallfrei
#tiefschwarzerhumor
#mabelicious

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#Qualität
#Kreativität
#Spaß

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#esgehtnichtohne
#redenistgold
#mankannnichtnichtkommunizieren

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen (Buch, Musik, Kino, Theater …)?

Wer Gravity Falls schon kennt, versteht einen meiner oberen Hashtags. Wer die Serie nicht kennt, sollte sie sich unbedingt anschauen. Es ist eine Zeichentrickserie für Kinder. Und nein, ich finde, Kinder sollten sich die nicht anschauen. Ansonsten: wer verstörende Riesengnome, beängstigende, golden leuchtende Dreiecke und eine hinreißend sympathische und trampelige Protagonistin namens Mabel sehen will, liegt mit dieser Serie genau richtig!

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Heute ist nun also der Tag. Der Tag X. Der Tag, an dem die Sonne stillsteht und die DSGVO endgültig in Kraft tritt. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es noch 100 Tage bis zum Tag X waren, das ist gerade mal drei Monate her. Damals kümmerte sich kaum jemand um die DSGVO, und wenn man doch darüber schrieb, kam man sich immer ein wenig vor, wie diese Leute, die manchmal in der Fußgängerzone stehen und mit einem selbstgemalten Plakat die Sünder vor dem Jüngsten Gericht warnen. 

Jetzt jedenfalls, am Tag X, herrscht blankes Entsetzen. Nicht Panik, sondern PANIK!!! Was wird aus uns werden? Müssen wir alles löschen, was wir jahrelang mühsam ausspioniert haben? Müssen wir unsere Blogs und Websites schließen? Oder gar den Geschäftsbetrieb einstellen? Dürfen wir noch Visitenkarten haben? Noch digitale Fotos machen? 

Der Tag X ist auch der Tag der DSGVO-Experten. Sie beruhigen uns: Es besteht kein Grund zur Panik (nur mal am Rande gefragt: Besteht eigentlich überhaupt jemals Grund zur Panik?) Weil alles ganz einfach ist. Man muss nur dieses und jenes beachten, ein paar Dinge erklären, und das andere sowieso, aber das war doch klar, und bitte nicht vergessen, dass man nie und das schon gar nicht, aber bitte, wer hat das denn jemals gemacht? Außerdem erfahren wir, dass das alles gar nichts grundsätzlich Neues ist, und wer das nicht wusste, lebte bisher ohnehin falsch und muss sich nun nicht wundern. Schließlich versichern die Experten, dass die Behörden gegen Sünder durchaus Milde walten lassen, zunächst jedenfalls, sodass niemand fürchten muss, durch Bußgelder ruiniert zu werden. Also: KEINE PANIK! Bleiben wir kurz und beispielhaft bei dieser Geschichte mit dem Ende der Fotografie: 

Auch die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff spricht von 'großer Panikmache'. Voßhoff ist davon überzeugt, dass mit Inkrafttreten der DSGVO das Kunsturheberrecht weiterhin Geltung hat – sich also im Wesentlichen auch für Fotografen nichts ändern werde. Heise online, 22.05.18

Nun ja, Frau Voßhoff ist überzeugt. Im Gesetz steht das, wovon sie überzeugt ist, also nicht, sonst müsste sie nicht extra überzeugt sein. Dann hätte sie ja gesagt: "Lesen Sie die Verordnung!" Könnte man das notfalls bei Gericht vorbringen: "Frau Voßhoff ist aber überzeugt …"? Ja, einen Versuch wäre es wert. Und für den Fall, dass der Richter einer anderen Überzeugung anhängt und fragt: "Wer ist denn bitte Frau Voßhoff?", bringen wir einfach den entsprechenden Link mit in die Verhandlung.

Also alles kein Problem. Kommen wir daher zu den berüchtigten Abmahnanwälten, die Betroffene möglicherweise mehr fürchten als die Gerichte, denn das sind beinharte Burschen, die bestimmt keine Milde kennen. 

Auch eine neue Welle von Abmahnanwälten, die Firmen reihenweise verklagen, hält er [Digitalreferent Fabian Glatzner von der Verbraucherzentrale Bundesverband] für unwahrscheinlich. Süddeutsche Zeitung, 23.05.18, S.15

Nun ja. Er hält es für "unwahrscheinlich", der Digitalreferent, den ich hier nur stellvertretend für eine Schar von Experten zitiere. "Unwahrscheinlich" ist im DSGVO-Umfeld überhaupt ein beliebter Begriff geworden. Unwahrscheinlich heißt: nicht (völlig) ausgeschlossen. Der Experte hält sich also eine Hintertür offen, für den Fall, dass es doch anders kommt. Anders ausgedrückt: Er selbst hat nicht den Mumm zu sagen, so kommt es, verlasst euch drauf. Obwohl es, wenn es dann doch anders kommen sollte, für ihn ohne Konsequenzen wäre (also ich halte das für sehr wahrscheinlich). Aber wir, die Betroffenen, für die es durchaus einige Konsequenzen hätte, wir sollen die Sache schön locker angehen – wird schon schiefgehen und Abmahnkosten, ach Gottchen, die zahlen wir notfalls aus der Portokasse. 

Wenn nicht mal die Experten ihre Hand so richtig vollumfänglich und ohne Hintertür ins DSGVO-Feuer legen wollen – also dann ist echt PANIK angesagt.

Letztlich bleibe zu hoffen, dass am Ende nichts so heiß gegessen wie gekocht werde und die Behörden und Gerichte in die erhitzte Diskussion um KUG und DSGVO schnell Ruhe bringen werden, schätzt die Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke. Heise online, 22.05.18

Na also, geht doch. Wir schätzen unsere beliebten DSGVO-Weisheiten: Die Hoffnung stirbt wahrscheinlich zuletzt, und vor Gericht und auf hoher See ist man ohnehin in Gottes Hand. Wir schalten zurück in die Fußgängerzone.

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Im zweiten Teil des Interviews mit unseren frisch gebackenen Juniorinnen erzählen uns Natascha und Louisa unter anderem von ihrem persönlichen Schlüsselerlebnis bei PR-COM, gestehen, was bis heute nicht zu ihren Lieblingsaufgaben zählt, und verraten, was sich hinter #vololove verbirgt.

Gibt es etwas, das euch zu Beginn eures Volos noch weiche Knie bereitet hat und worüber ihr heute nur noch müde lächeln könnt? 

Louisa: (wie aus der Pistole geschossen) Ganz klar: Follow-up. Es ist nach wie vor nicht meine Lieblingsaufgabe, aber mit der Zeit wird man entspannter. Gerade am Anfang kennt man die Journalisten nicht und hat bei jedem Anruf Angst davor, dass sie „gemeine Fragen“ zum Unternehmen stellen, die man im schlimmsten Fall nicht beantworten kann. Mittlerweile weiß ich, dass die meisten Journalisten echt entspannt und nett sind. Außerdem habe ich gelernt, dass man nicht alles wissen muss und es okay ist, wenn man den Gesprächspartner vertröstet und die gewünschte Information nachliefert. Denn im Endeffekt sind auch Kunden und Journalisten nur Menschen.  

Natascha: Da kann ich Louisa nur zustimmen. Bei mir waren es neben dem Follow-up aber auch noch die Update Calls mit den Kunden. Da wir viele internationale Kunden betreuen und viele englische Ansprechpartner haben, musste ich auch noch auf Englisch den Eindruck erwecken, dass ich genau weiß, wovon ich rede. Aber mit der Zeit wird man viel sicherer, man gewinnt an Erfahrung und wird selbst zum Experten – dann hat man auch automatisch weniger Angst, Fehler zu machen.

Erzählt uns doch von eurem persönlichen „Schlüsselerlebnis“. War es eines der schönen oder der schlimmen Sorte? 

Natascha: Ein konkretes Schlüsselerlebnis gab es bei mir nicht, es waren eher die kleineren und größeren Erfolge, die zeigten, dass man immer besser wird. Durch die Anhäufung von Ereignissen und positiven Erfahrungen, zum Beispiel, wenn meine Vorschläge gut ankommen, ob intern oder extern, meine Ideen positiven Anklang finden oder Projekte und Aufgaben einfach so funktionieren, wie ich es mir überlegt habe – dann macht es irgendwann Klick und man weiß, man ist angekommen.  

Louisa: Das stimmt, eigentlich ist jedes Erlebnis, in dem man über sich hinauswächst, ein Schlüsselerlebnis. Ein konkretes Beispiel, das mir nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist aber auf jeden Fall die it-sa 2016. Nach knapp drei Monaten bei PR-COM war es das erste große Projekt, das ich relativ eigenständig organisiert habe. Nachdem ich rund zehn Termine an Land gezogen hatte, war klar: Das Ding habe ich erfolgreich gewuppt. 

Ähnlich ging es mir auch beim Interview mit dem Business Punk, das ich für unseren Kunden Brabbler organisiert hatte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und bin zum nächsten Kiosk, um mir eine Ausgabe zu sichern. Beim Durchblättern dachte ich mir: „Und das ist jetzt auf deinem Mist gewachsen“. Das war schon ziemlich cool. 

Welche Rolle nehmt ihr in der PR-COM-Crew ein? Was denkt ihr, welche Funktion würden euch eure Kollegen zuschreiben? 

Louisa: Ich denke, wenn ich mich an dieser Stelle als „Schlaumeierle“ bezeichne, werden einige Kollegen sicher zustimmend nicken. Das liegt jetzt aber nicht nur daran, dass ich gerne Recht habe (Anm. der Redaktion: denn das ist schon so). Ich glaube, die Kollegen wissen es auch zu schätzen, wenn sie sich mit Fragen zu Interpunktion oder Grammatik gerne jederzeit an mich wenden können. 

Natascha: Mir wurde mal gesagt, dass ich in meinem Team die integrierende, harmonisierende Rolle einnehme – ich wäre sowas wie der Klebstoff, da ich zu allen einen guten Draht habe. Das fand ich sehr schön, denn diese Rolle übernehme ich gerne. Ansonsten ist den meisten sicher aufgefallen, dass ich so einen leichten „Modeschatten“ habe und ich damit, nach Aussagen einiger Kollegen, für einen gewissen Glamour-Faktor bei PR-COM sorge. 

Hand aufs Herz: Was macht PR-COM in euren Augen zu einem #greatplacetowork? 

Louisa: PR-COM hat branchenweit einen hervorragenden Ruf, sowohl bei Journalisten als auch bei Unternehmen und dem Wettbewerb. Ich persönlich finde es außerdem super, dass die Agentur mitten im Herzen Münchens ist. Aber natürlich gibt es hier auch tolle Kollegen, mit denen man gerne mal freitags die Sektkorken knallen lässt. 

Natascha: Ja, die Kollegen und der Zusammenhalt in der gesamten Agentur sind wirklich toll: man findet immer ein offenes Ohr. Hervorzuheben ist auf jeden Fall auch die Work-Life-Balance und die kleinen Extras wie der Fitness Friday oder der Obstkorb. Aber auch die Qualität unserer Arbeit, denn man kann sich sicher sein, dass alles, was rausgeht, perfekt ist. 

Zu guter Letzt: Was gebt ihr der folgenden Generation PR-COM-Volontären mit auf den Weg? 

Louisa: Sucht euch auf jeden Fall einen Verbündeten. Wir hatten das Glück, relativ kurz hintereinander in unterschiedlichen Teams bei PR-COM zu starten, da haben wir uns natürlich viel ausgetauscht oder, wenn nötig, auch gegenseitig Mut zugesprochen. Deswegen haben wir auch einen eigenen Hashtag: #vololove (Anm. Louisa: vololov wäre ein Palindrom, aber wir haben uns bewusst für die Schreibweise vololove entschieden; Anm. d. Redaktion: soviel zum Thema Schlaumeierle).

Natascha: Ein Verbündeter ist Gold wert! Habt keine Angst davor, zu scheitern und seid mutig – auch in schwierigen Situationen. Es ist immer besser, Dinge direkt und auf kurzen Wegen anzusprechen, als sich stundenlang Sorgen zu machen. In den meisten Fällen sind die Fehler, die einem passieren, nämlich gar nicht so schlimm. 

Abschließend waren sich beide einig: IT ist tatsächlich spannender als viele denken: Klar es ist jetzt nicht wie bei Samantha in „Sex and the City“, aber du bist am Puls der Zeit und setzt dich täglich mit aktuellen digitalen Trends auseinander. Also nicht einschüchtern lassen, traut euch!

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Als Teil unserer PR-COM-Crew wurden Louisa und Natascha schon vorgestellt. Nachdem beide jetzt ihr Volontariat bei PR-COM erfolgreich absolviert haben, wollten wir es nochmal ganz genau wissen und haben die zwei frisch gebackenen Juniorinnen zum Interview eingeladen. Im ersten Teil erzählen sie, was sie alles gelernt haben, verraten, wie sie in der PR gelandet sind, und erklären, was sie sich für zukünftige Volontäre wünschen. 

Vor Kurzem habt ihr beide euer Volontariat bei PR-COM erfolgreich abgeschlossen – herzlichen Glückwunsch! Für alle, die nicht aus dem PR-Bereich kommen: Was lernt man eigentlich in so einem Volontariat?

Natascha: Neben den Hard Skills wie den Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektplanung und redaktionellen Basics lernt man vor allem alles über die richtige Kommunikation an vorderster Kundenfront. Mit der Zeit entwickelt man gute Überlebensstrategien im Arbeitsalltag und weiß, wie man auch schwierigen Rückfragen und Projekten mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit begegnen kann. 

Louisa: Vor allem lernt man viel über sich selbst. Wie gehe ich selbst mit Problemen um? Wie kann ich gut auf Leute zugehen? Wie kommuniziere ich richtig? Das klingt vielleicht trivial, ist in manchen Situationen aber gar nicht so einfach. Außerdem mussten wir lernen, uns selbst und unsere Aufgaben zu strukturieren und zu organisieren.

Natascha: Und das während des täglichen Agenturbetriebs, denn der Plan, den man sich am Morgen gemacht hat, wird im Laufe des Tages gut und gerne noch tausendmal umgeschmissen. (lacht) 

Astronautin, Ärztin, Automechanikerin – warum genau hat es euch in die PR gezogen? 

Natascha: Nach meinem Literaturstudium ging es mir wie vielen: Ich war erstmal ziemlich orientierungslos, doch ich wusste schon immer, dass ich „irgendwas mit Kommunikation“ machen möchte. Für die PR habe ich mich letztlich entschieden, weil ich es unglaublich spannend finde, wie Sprache und Kommunikation zum Erfolg eines Unternehmens beitragen können und welchen Einfluss sie auf die Außenwirkung haben. 

Louisa: Eigentlich wollte ich immer Journalistin oder erfolgreiche Schriftstellerin werden, habe mich dann aber doch für die Gegenseite entschieden, da PR eben mehr ist als reines Schreiben und mir deshalb noch vielfältiger erschien. Schon während des Studiums habe ich mich mit der Außenwirkung von Medien und Kommunikation auseinandergesetzt, und damit, wie Kommunikation die Menschen beeinflussen kann – und umgekehrt. Spätestens nach einem PR-Seminar beim Pressesprecher der Uniklinik Köln war klar, dass ich später auch in diese Richtung gehen möchte. 

Welches Resümee könnt ihr nach eurem Volontariat ziehen? Was hat euch besonders gut gefallen?

Natascha: Das Tolle an einem Volontariat in einer Agentur wie PR-COM ist die Vielseitigkeit der Aufgaben. Wir betreuen unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Bereichen, da bekommt man viel mit. Außerdem konnten wir schon nach wenigen Wochen mitarbeiten. Klar, anfangs hat man noch ein bisschen Welpenschutz, aber eigentlich konnten wir direkt loslegen, denn uns wurde von Anfang an Vertrauen entgegengebracht und Spielraum gegeben. Die letzten eineinhalb Jahre waren für mich wichtig und lehrreich, denn jetzt fühle ich mich absolut bereit und habe das Selbstbewusstsein und die Sicherheit, um Kunden souverän gegenüberzutreten und sie kompetent zu beraten.

Louisa: Das Volontariat war eine gute Ausbildung und ich bin dankbar, dass wir – anders als in manch anderen Agenturen üblich – die Zeit hatten, uns zu entwickeln und langsam in unsere Aufgaben hineinzuwachsen. Man hatte die Möglichkeit, sich auszutoben und Projekte selbst zu übernehmen, aber trotzdem wurde man nie allein gelassen. In unseren Teams stand uns immer jemand zur Seite, bei dem wir uns rückversichern konnten. Gerade der Kundenkontakt kann am Anfang ganz schön tricky sein und da ist es wichtig, dass man gut eingelernt wird. Nur so hat man später die nötige Erfahrung, um Kunden auch selbstständig zu betreuen. 

Was würdet ihr euch für zukünftige Volontäre wünschen?

Louisa: So ein Dokument für Neulinge wäre eine coole Sache. Am Anfang prasseln so viele Informationen auf einen ein und man bekommt so viele Dinge erklärt, da wäre es super, wenn man neuen Kollegen etwas an die Hand geben könnte. In so einem „Handbuch“ könnte man die wichtigsten Grundlagen und Arbeitsweisen bei PR-COM auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachschlagen – egal ob Volontär, Berater oder Redakteur. Dann müsste man den Kollegen auch nicht so oft dumme Fragen stellen – da hätte also jeder was davon. (lacht) 

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Die Experten sind sich einig: Die Digitalisierung ist ein Muss und vor allem in Deutschland hinken Firmen noch hinterher. Es stimmt schon, dass Unternehmen insgesamt mutiger sein müssen, aber mit dem Prinzip „mit dem Kopf durch die Wand“ wird niemand Erfolg haben. 

Ein schönes Beispiel, wie die Digitalisierung fehlschlagen kann, kommt aus den USA. Die Fastfood-Kette CaliBurger wollte Mitarbeiter durch Roboter ersetzen. So kam „Flippy“ (von „to flip“ – wenden) zum Einsatz, der geschätzt ungefähr 60.000 Dollar gekostet hat. Als Grund nannte CaliBurger, dass insgesamt zu viel Personal zu schnell kündigen würde und mit Flippy ein langfristiger Mitarbeiter eingestellt werden sollte. Seine Aufgabe: 

„Flippy sollte Bestellungen entgegennehmen, Burgerbratlinge auf dem Grill wenden und sie auf die vorbereiteten Burger legen. 150 Burger pro Stunde sollte Flippy auf diese Weise schaffen und könnte mit seiner Arbeit Dutzende Mitarbeiter ersetzen, so die turbokapitalistische Ratio.“ (Quelle: Die Welt vom 6.04.2018) 

In der Theorie klingt das gut – in der Praxis hat das nur leider gar nicht funktioniert. Tatsache war, dass Flippy den restlichen Angestellten mehr Arbeit gemacht oder sie überfordert hat. Denn Flippys Kollegen mussten ihm zum Beispiel die Burgerbrötchen millimetergenau hinlegen. Ansonsten wäre das Fleisch daneben gelandet. Sie mussten nicht nur genauer arbeiten als früher – was mehr Zeit in Anspruch nahm –, sondern sie konnten den Roboter auch nicht bedienen. Das Ganze ist ziemlich ironisch, da der Einsatz eines Roboters für mehr Effizienz sorgen sollte. 

Zumindest hat CaliBurger schnell gemerkt, dass das Projekt gescheitert war, denn Flippy konnte nach nur einem Arbeitstag seine Uniform wieder zurückgeben. 

Das Beispiel zeigt, dass Unternehmen nicht planlos voranpreschen sollten. Ohne durchdachte Strategien, Testphasen und Analysen geht es am Ende dann doch nicht. Ob Flippy demnächst an seinen Arbeitsplatz zurückkehren wird, werden wir sehen. Ansonsten geht er am Ende als teuerster Angestellter in die Firmengeschichte ein. 

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Man kann es kaum glauben, aber während bei uns über Sinn und Unsinn einer „Funkloch-App“ diskutiert wird, wird in Frankreich größer gedacht. Deutlich größer. 

So verkündete der französische Präsident Emmanuel Macron, dass sein Land in den nächsten fünf Jahren 1,5 Milliarden Euro in das Thema Künstliche Intelligenz investieren wird.

Und über was spricht man bei uns? Genau, eine App. Sind wir für immer verloren im digitalen Hinterland oder ist das aktuelle Beispiel nur unglücklichem Timing geschuldet und unsere Regierung verkündet demnächst ähnliche Pläne? Pläne, die uns Hoffnung machen können, dass die „digitalpolitische Kluft“ zu unseren direkten europäischen Nachbarn nicht so unüberwindbar ist, wie sie aktuell scheint?

KI dominiert die Medien wie kaum ein anderes Zukunftsthema. Es geht hier um verschiedenste Facetten. Nicht nur die Technologien, deren Nutzen und Möglichkeiten, sondern auch um Ängste, Ethik und nicht zuletzt die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.

Dafür muss sich aber nicht allein die Wirtschaft ernsthaft mit KI auseinandersetzen. Nein, auch die Politik muss das Thema ganz oben auf der Agenda haben und sich unter anderem über etwaige Regularien und mögliche Investitionen Gedanken machen.

Eines ist jedenfalls klar: Debatten über eine App sind in diesem Kontext mehr als lachhaft.

Zum Abschluss noch ein Zitat aus einem Artikel von Sascha Lobo für SPON zu dieser Diskussion, bei dem ich mich beim Lesen nicht entscheiden konnte, ob ich lachen oder weinen soll:

Eigentlich hätte es heißen müssen: Angela Merkel lässt zu, dass ein CSU-Ex-Doktor als niederbayerischer Quotenminister scheindigitale PR-Maßnahmen in die Landschaft trötet, die die Verantwortung für die schlechte Infrastruktur am Ende wieder auf die Bevölkerung abwälzen ...

Quelle: Spiegel online vom 04.04.2018

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