Technologie und Märkte

Endlich wieder positive Nachrichten aus Hannover. Dominierten in den letzten Jahren noch Abgesänge auf die größte IT-Messe der Welt, hat sich die Stimmung nun gedreht. Mit 221.000 Besuchern verzeichnet das Centrum für Büroautomation, Informationstechnologie und Telekommunikation seit mehreren Jahren erstmals wieder ein leichtes Besucherwachstum und sieht ihre Neuprofilierung als reine B2B-Messe geglückt: aus der Publikumsmesse, die in Spitzenzeiten bis zu 800.000 Besucher anzog, ist eine Geschäftsmesse zum Auf- und Ausbau internationaler Geschäftsbeziehungen geworden.
Bereits 2014 sollen 92 Prozent der Besucher Fachbesucher gewesen sein und angesichts der offiziellen Jubelgesänge auf die erfolgreiche Neuausrichtung dürfte die Zahl in diesem Jahr kaum darunter liegen.

Gefühlt färbt der B2B-Fokus übrigens auch auf die obligatorischen, meist jüngeren Taschen- und Giveaway-Jäger ab, die auch dieses Jahr dank zahlreicher Freikarten wieder in Scharen vertreten waren  – sie lassen Jeans und T-Shirt nun zuhause und schieben sich neuerdings im Konfirmandenanzug durch die Gänge.

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Greifen wir einmal tief in die Klischee-Kiste: Deutsche haben ein großes Sicherheitsbedürfnis, springen nicht auf jeden Trend auf (gerade im Bereich IT-Innovationen), haushalten sparsam und scheuen risikoreiche Investitionen. „Puh, nicht schon wieder diese alte Leier“ denken Sie sich jetzt. Aber im IT-Sektor waren und sind deutsche Unternehmen tatsächlich bei neuen Entwicklungen recht zögerlich und zurückhaltend. Gerade beim Thema Cloud Computing.

Da sind die jüngsten Ergebnisse des Cloud Monitors 2015, einer BITKOM Studie im Auftrag von KPMG (BITKOM KPMG PK Cloud Monitor: 2015), doch interessant und lassen aufhorchen: „Cloud Computing wird Basistechnologie in vielen Unternehmen“ heißt es in der Pressemeldung zur Studie (BITKOM und KPMG Presseinfo: 2015). Insgesamt wurden 458 Geschäftsführer und IT-Verantwortliche in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern in der repräsentativen Studie befragt. Fast die Hälfte aller Unternehmen haben im Jahr 2014 Cloud Computing eingesetzt. In großen Unternehmen ab 500 Mitarbeiter sind es sogar 70 Prozent, im Mittelstand jedes zweite, und bei kleinen Unternehmen 41 Prozent. Und von denen, die es noch nicht nutzen, überlegt jedes vierte Unternehmen in 2015 den Schritt zu wagen. Hauptsächlich greifen Unternehmen auf IT-Services aus einer Private Cloud zurück: 39 Prozent der Studienteilnehmer, ein Wachstum von 3 Prozent zum Vorjahr. Public Cloud Computing kommt dagegen nicht von der Stelle. Hier stiegen die Nutzerzahlen lediglich um einen Prozentpunkt auf 16. Mehrheitlich zufrieden sind die Nutzer von beiden Cloud-IT-Service-Varianten: 78 Prozent der Private-Cloud-Nutzer und 73 Prozent der Public-Cloud-Nutzer.

Im Hinblick auf diese Ergebnisse bleibt Cloud Computing auch in 2015 eines der Top-IT-Themen für den IT-Markt. „Cloud Computing wird Basistechnologie“ – heißt das jetzt, dass die deutschen Unternehmen komplett anders mit dem Thema umgehen? Keine Sicherheitsbedenken wie in der Vergangenheit? Nein, so schnell verändern sich Einstellungen und Überzeugungen dann doch nicht. Sicherheitsbedenken bremsen ein schnelleres Wachstum und die Verbreitung von Cloud Computing, so eine weitere Aussage der Studie. 60 Prozent der Befragten haben Angst, durch Cloud Computing gegen Compliance-Anforderungen zu verstoßen. Mehr als die Hälfte (60 Prozent) befürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Daten. Und fast jedes zweite Unternehmen (49 Prozent) sieht die Gefahr eines möglichen Datenverlustes.
Hier ist also immer noch viel Aufklärungsarbeit für IT-Anbieter zu leisten. Denn, so die Studie, Sorgen seien unbegründet, da lediglich 8 Prozent aller Unternehmen Compliance-Vorfälle in Zusammenhang mit Cloud Computing zu beklagen hatten. Und Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit sei wichtig, so der Branchenverband BITKOM. Der Verband sieht Cloud Computing als einen wichtigen Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Denn Cloud Computing verhilft zu mehr Flexibilität, Mobilität und Effizienz.

Das Gütesiegel „Made in Germany“ gilt weltweit als sehr gutes Verkaufsargument für Industrie- und Konsumgüter. Für die Überzeugungsarbeit und als Argument für Cloud Computing könnte sich ein weiteres deutsches Zertifikat durchsetzen: die „German Cloud“. Mal sehen, was die nächste Auswertung des Cloud Monitors 2016 ergibt.

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Im Testing-Umfeld ist es immer noch an der Tagesordnung, dass Test-Frameworks manuell, oft von mehreren Spezialisten, konzipiert und gewartet werden. Das kostet Zeit und verzögert den Testprozess.

Das Konzept des Keyword-Driven Testing kann hier Abhilfe schaffen. Bei diesem Testverfahren werden Schlüsselwörter mit Parametern für spezifische Aktionen und Operationen definiert und die entsprechenden Skripte erstellt. Durch diese Strukturierung wird es möglich, dass sich auch Mitarbeiter ohne spezielle technische Kenntnisse am Testprozess beteiligen.

Das beschleunigt das Testverfahren und erhöht die Qualität der Tests erheblich.

Im Video erläutert Christian Rudolph, Vice President Borland Sales International bei Micro Focus, die zentralen Vorteile von Keyword-Driven Testing:

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Am 24. und 25. März findet zum inzwischen 19. Mal die Fachmesse Internet World bei uns in München statt. Auch dieses Jahr dreht sich wieder alles um Trendthemen des E-Commerce. Im Fokus stehen dabei unter anderem Themen wie Cross Channel, Customer Centricity, Internet of Things, Smart Data und natürlich alles rund um das Thema „Mobile“.

So auch Mobile Payment – ein nicht erst seit gestern heiß diskutiertes Thema. Die Meinungen gehen hier stark auseinander, wie aktuell das Beispiel Yapital zeigt. Das Handelsblatt bezeichnete Yapital, die Payment-Lösung der Otto-Gruppe, als „Flop“ – andere Branchenkenner widersprechen, räumen aber ein, dass noch (deutlicher) Optimierungsbedarf besteht. Das mobile Bezahlen im Falle von Yapital scheitert jedoch nicht nur an der Akzeptanz der Zielgruppe, sondern auch – wie ein Praxis-Test von t3n-Autor Jochen G. Fuchs belegt – an der fehlenden Schulung der Supermarkt-Mitarbeiter, die noch nicht einmal zu wissen schienen, was Yapital ist, geschweige denn, wie der geneigte Einkäufer an der Kasse damit bezahlen kann. So einfach wie in diesem Video von Yapital scheint es also nur selten zu klappen:

Auf der Messe wird also weiter diskutiert werden, wie es denn nun um die Zukunft des Mobile Payment bestellt ist und wie man die Akzeptanzprobleme aus der Welt schaffen kann. Denn laut einer Studie von Fittkau & Maaß, die im Auftrag der Internet World durchgeführt wurde, nutzen hierzulande lediglich vier Prozent der Smartphone-User eben dieses als Zahlungsmittel im stationären Einzelhandel.

Das oft erwähnte Akzeptanzproblem scheint aber nicht in allen Bereichen zu bestehen: Das belegen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die BITKOM gestern präsentierte und nach welcher beinahe jeder dritte Smartphone-Besitzer zukünftig gerne mit seinem Gerät, beispielsweise für Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zahlen möchte. BITKOM-Hauptgeschäftsführer Rohleder geht sogar so weit zu sagen, dass die „Mobile Wallet“ in Zukunft die Geldbörse komplett ersetzen wird.

„In Zukunft“ ist jedoch wohlweislich weit gefasst. Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen, in absehbarer Zeit all meine Zahlungsvorgänge mobil abzuschließen. Generell finde ich Online-Bezahlsysteme wie Paypal sehr praktisch, keine Frage, aber meinen morgendlichen Kaffee zahle ich beim Bäcker doch lieber auf die altmodische Art – mit Münzen.

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Nachdem Facebook vor kurzem „Facebook at Work“ vorgestellt hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis der große Konkurrent aus Mountain View mit einem neuen Angebot für Firmen nachziehen würde. Nach Google Drive, Docs, Calendar und Co. gibt es also nun "Android for Work" – um das Potenzial, das Smartphones und Tablets für Unternehmen bieten, noch besser nutzen zu können, so Rajen Sheth, der zuständige Director of Product Management.

Zum einen sollen mit Android for Work bereits bestehende berufliche und private Apps und Daten auf mobilen Endgeräten, die mindestens mit Android 5.0 („Lollipop“) ausgestattet sind, bereits auf der Betriebssystem-Ebene getrennt verwaltet und geschützt werden können. Für Mitarbeiter, deren Telefone über Android 4.0 („Ice Cream Sandwich“) verfügen, bietet eine Android-for-Work-App Funktionen wie sichere E-Mail, Kalender, Adressbuch, Dokumente, und so weiter. Google Play for Work, die nach Verwaltung und App dritte von Google definierte Schlüsselfunktion, soll für eine sichere zentrale Implementierung und Verwaltung von Apps sorgen, und last but not least gibt’s dann noch die eingebauten sogenannten „Productivity Tools“: Zusätzliche Business-Apps für Mail, Adressen und Kalender, die Microsoft Exchange oder IBM Notes unterstützen und Dokumente daraus editieren können. All diesen Funktionen respektive Apps sei laut Google gemein, dass die unternehmenseigenen IT-Abteilungen immer nur auf die beruflich benötigten Profile und Apps zugreifen und installieren können. Ziel sei eine Vereinfachung der Administration in Sachen „Bring Your Own Device“ (BYOD). Zu diesem Zweck hat man sich auch Partner auf Soft- und Hardwareseite ins Boot geholt, wie SAP oder Dell.

Google unterstreicht mit Android for Work also seinen Anspruch, auch bei Unternehmens-IT-Lösungen mitmischen zu wollen. Stellt sich nur die Frage, wie man mobile Devices mit Betriebssystemen anderer Anbieter in das System integrieren möchte. Diese Antwort bleiben die Entwickler aus Mountain View bisher noch schuldig.

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Facebook während der Arbeitszeit? Sicher, wie sollten wir manchmal sonst die endlosen Bürostunden bis zum Feierabend überbrücken? Aber Facebook für die Arbeit?

Es gibt kaum jemanden, der es nicht schon mal getan hat: schnell die Neuigkeiten der Freunde checken oder einen Post absetzen, manchmal in der Mittagspause, manchmal heimlich in einem unbeobachteten Moment, denn Chefs sehen das nicht gerne. Oder schlimmer noch, sie sperren ihren Mitarbeitern den Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. Denn für tausende deutsche Firmenchefs ist Facebook nicht nur der Zeitfresser schlechthin, sondern auch ein enormes Sicherheitsrisiko für Unternehmensdaten – und nun soll ausgerechnet Facebook die Bürokommunikation effizienter machen?

Tatsächlich: "Facebook at Work“, eine Social Collaboration Software für die unternehmensinterne Kommunikation, kommt. Seit Kurzem ist es offiziell, dass die Zuckerberg-Firma in die interne Office-Kommunikation einsteigt, und einigen auserkorenen Unternehmen wurde auch schon die Ehre zuteil, den jüngsten Facebook-Spross zu testen.

Dennoch – eine gewisse Skepsis ist angebracht, zumal vor allem die Deutschen ja ohnehin einen Hang zum Konservativen und Bedächtigen haben, wie Dell und Intel erst vor Kurzem in einer Studie aufgezeigt haben: E-Mail statt Instant Messaging, Telefonat oder Meeting statt Video-Konferenz oder Online-Meeting. Und jetzt das?

Wobei, wie passen hippe Start-ups und E-Mail, ein Kommunikationsmittel, das nun auch schon über 30 Jahre alt ist, zusammen? Genau hier wittert Facebook nämlich seine Chance, auch die Businesswelt zu entern. Und auch der kulturelle Aspekt spielt wieder mit: Privates und Arbeit verschmelzen – auch wenn die Arbeits- und Privat-Accounts strikt getrennt sind, die Plattform ist den meisten wohl bekannt: Timeline, Privatnachrichten, Gruppen, Events – keine großartige Einarbeitung ist nötig, der Umgang mit den Kontakten ist lockerer, … was will man mehr für das Betriebsklima?

Aber was ist mit denen, die Facebook abgeschworen haben?

Effektiv oder nicht, lukrativ ist Facebook at Work allemal, denn die Nachfrage gibt es und der Markt für ESN (Enterprise Social Networks) wächst auch hierzulande rasant: Die Marktforscher von Experton prognostizieren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 36 Prozent. So sollen Unternehmen 2019 etwa 7,8 Milliarden Euro für Produkte und Services am Social-Business-Markt ausgeben.

Wird Facebook also in Zukunft nicht nur privat die erste Seite sein, die wir morgens öffnen, und die letzte, die wir abends schließen?

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Wie wir schon aus den vorangegangenen Beiträgen zur Zukunft der Arbeitswelt erfahren haben, ist das Berufsleben heute vielschichtig – für Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer. Die moderne Technik bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, angefangen bei der Auswahl der bevorzugten Geräte bis hin zum flexiblen Remote-Arbeitsplatz von zuhause oder anderswo. Es liegt an jedem Einzelnen, ob und welche Variante er bevorzugt und wie weit das Unternehmen seines Vertrauens ihn dabei unterstützt.

Doch was bringt die Zukunft? Was erwarten Arbeitnehmer von den technologischen Entwicklungen, und welchen Einfluss sehen sie auf ihren Arbeitsplatz oder ihre Arbeitsweise?

Auch mit diesen Fragen hat sich die Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel befasst und liefert uns einige interessante Ausblicke.

Mal vorweg, insgesamt sind die Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz optimistisch. Sie glauben, dass die technische Weiterentwicklung Vorteile und neue Möglichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen wird, aber nicht, dass sich die Art und Weise, wie wir arbeiten, grundlegend verändern wird.

Eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer ist der Überzeugung, dass in Zukunft die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92% weltweit; 91% in Deutschland) und dass Tablets die Notebooks vollständig ersetzen werden (87% bzw. 84%). Ebenso eindeutig ist es für die meisten, dass wir alle künftig unsere Computer mit Gesten steuern werden (87% bzw. 91%) und wir dafür keine Tastaturen und Mäuse mehr benötigen. Stehen wir also künftig alle im Büro und wedeln wild mit den Armen, um unsere Computer zu bedienen? Minority Report lässt grüßen.

84% glauben sogar an das selbstfahrende Auto, das sie künftig zur Arbeit chauffiert, und 52% lassen sich im besten Fall gleich durch ein Hologramm am Arbeitsplatz ersetzen – wenn da der Wunsch mal nicht Vater des Gedanken war ...

Auch ein wenig Technologie-Pessimismus wird deutlich: 29% der deutschen Arbeitnehmer meinen, dass die zunehmende Technisierung den Menschen unwichtig macht (23% weltweit). Auch hegen 19% (15% weltweit) Sorgen, dass die zunehmende Verbreitung von Big-Data-Lösungen ihre persönliche Freiheit einschränkt. Und gar 32% der deutschen Befragten sind der Ansicht, dass Technologieunternehmen verantwortungslos mit ihren Daten umgehen. Damit ist der Pessimismus bei den deutschen Studienteilnehmern deutlich ausgeprägter als bei den weltweit befragten – dort sind es nur 20%.

Dennoch sind zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer der Ansicht, dass es Dinge gibt, die nach wie vor besser von Menschen erledigt werden. Und drei von vier Befragten sind sich sicher, dass die Automatisierung an einem bestimmten Punkt ihre Grenzen erreicht und der Mensch auf absehbare Zeit unersetzlich bleiben wird.

Was sich auch immer an den technologischen Rahmenbedingungen mittelfristig verändern wird, die wichtigsten Parameter von heute gelten unverändert: Dazu gehört eine auf die jeweiligen Aufgaben zugeschnittene Infrastruktur, die passende Technologien und Geräte bietet, ein einfacher aber sicherer Zugriff auf Unternehmensdaten und -Anwendungen von überall und zu jeder Zeit, sowie die Flexibilität, dass Mitarbeiter die für sie geeignete Arbeitsumgebung gestalten können.

Unter diesen Voraussetzungen erfüllen sich die Erwartungen aller an eine Work-Life-Balance ganz wie von selbst.

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In den vergangenen Tagen haben wir schon einige interessante Fakten über die Arbeitswelt in Deutschland erfahren: Während Desktop-PCs und klassische Bürostrukturen hierzulande nach wie vor am beliebtesten sind, stehen die Deutschen dem Home Office eher skeptisch gegenüber. Doch worin liegt der Schlüssel zu einem zufriedenstellenden Arbeitsplatz? Dell hat in der aktuellen Evolving-Workforce-Studie auch diese Frage gestellt und herausgefunden, dass neben der Unternehmens- und Führungskultur auch die technische Ausstattung des Arbeitsplatzes ein Faktor für die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist.

Stehen Arbeitnehmern moderne Geräte für die Erledigung ihrer Aufgaben zur Verfügung, sind sie nicht nur zufriedener, sondern auch motivierter und arbeiten effizierter, was wiederum dem Unternehmenserfolg zugutekommt. So sehen es zumindest drei Viertel der in der Evolving-Workforce-Studie befragten deutschen Arbeitnehmer.

Insgesamt gesehen ist die IT-Zufriedenheit am Arbeitsplatz aber auch eine Generationenfrage und abhängig vom beruflichen Status. So messen acht von zehn Führungskräften der Technologie am Arbeitsplatz eine enorme Bedeutung bei. Für 86 Prozent von ihnen hat die Qualität der Technologie einen Einfluss auf die Entscheidung, eine neue Position anzunehmen. Und mehr als die Hälfte der Befragten würde aufgrund von veralteter Technologie sogar kündigen.

Noch entscheidender ist der Faktor Technologie für jüngere Arbeitnehmer. Sie erwarten nicht nur eine sehr gute technische Ausstattung, sondern zwei Drittel der Befragten erachten es sogar als wichtig, die beste Technologie zur Verfügung zu haben. Ein Drittel von ihnen würde einen Job aufgrund schlechter Technologie kündigen das ist das Dreifache der über 55-Jährigen. Und ähnlich wie bei den leitenden Angestellten gaben 80 Prozent der jüngeren Befragten an, dass die Qualität der verfügbaren Technologie ihre Entscheidung, eine neue Position anzunehmen, beeinflussen würde.

Diese Zahlen zeigen, dass sich die Investition in aktuelle, leistungsstarke Technologie auszahlt. Denn die Anziehungskraft auf neue Talente sowie die Bindung an das Unternehmen, die Motivation und damit die Leistung der Belegschaft hängen zu einem gewissen Teil auch davon ab. Das wiederum spiegelt sich im Unternehmenserfolg wider: Sind die Mitarbeiter zufrieden, profitiert das Unternehmen. Das wurde von Betriebswirtschaftsprofessor Alex Edmans von der Wharton Business School sogar wissenschaftlich belegt. Gemeinsam mit zwei Kollegen von der Warwick Business School untersuchte er den Börsenwert von Unternehmen in den USA mit besonders glücklichen Mitarbeitern. Und siehe da: Die Renditen der Unternehmen mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit lagen auch langfristig zwei bis drei Prozent über dem Durchschnitt.

Aber nicht allein im Hinblick auf den Unternehmenserfolg sollten sich Chefs und IT-Entscheider über die Wichtigkeit der IT-Ausstattung im Klaren sein. Aktuelles und modernes IT-Equipment ist in gewisser Weise nämlich auch ein Zeichen von Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber. Und hier schließt sich der Kreis: Wertschöpfung durch Wertschätzung.

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„Die Arbeit ist so zu gestalten, daß eine Gefährdung für das Leben sowie die physische und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird“ – so lautet der erste Grundsatz im Deutschen Arbeitsschutzgesetz.

Soweit die Theorie.

Es gibt einige Berufsgruppen – Bauarbeiter, Ärzte, Laboranten und andere – da sind Schutzmaßnahmen für die Gesundheit relativ leicht umsetzbar: Helme bewahren vor schlimmen Verletzungen, Ansteckungen kann durch das Tragen von Handschuhen und Mundschutz vorgebeugt werden. Wenn man sich aber die Realität von Büroangestellten anschaut, so wird man einsehen, dass es für die Erhaltung vor allem der psychischen Gesundheit etwas mehr braucht als einen Schutzhelm oder ein paar Handschuhe. Man wird vielmehr feststellen, dass dieser Grundsatz in der Arbeitswelt von heute gar nicht so leicht einzuhalten ist.

Denn auch wenn das Gros der Deutschen nach wie vor am liebsten im Büro vorm PC sitzt, um dort sein Tagwerk zu verrichten, so sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es heute neben dem klassischen 9-to-5-Job eine Reihe anderer Arbeits(zeit)modelle gibt. Und bei diesen ist der Angestellte oftmals auch selbst in der Pflicht, seine Arbeit so wenig gesundheitsgefährdend wie möglich zu gestalten.

Nehmen wir mal das Beispiel Home Office. Die Vorzüge wurden an dieser Stelle erst kürzlich dargestellt. Doch birgt das Arbeiten von zu Hause nicht auch die Gefahr, dass Bürostunden in Tageszeiten verlegt werden, die früher ganz klar als Freizeit definiert wurden? Zumindest bei einigen Berufsgruppen könnte man das annehmen, vor allem im Bildungs- und im kreativen Bereich. Die Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel zeigt, dass dies die Gruppen sind, die am wahrscheinlichsten ihren Arbeitsplatz zu Hause einrichten. Die Studie hat aber auch ergeben, dass es eben jene Berufstätigen sind, die am häufigsten geschäftliche E-Mails außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten lesen und bearbeiten.

Wir müssen aber auch gar nicht so weit gehen, es reicht auch schon, wenn wir uns nur das E-Mail-Verhalten von Angestellten vor Augen führen. Die technischen Grundlagen, um geschäftliche E-Mails quasi von überall zu lesen und zu bearbeiten, sind für kaum jemanden mehr Neuland. Und es ist ja auch praktisch, wenn man von unterwegs eine Anfrage beantworten oder einen neuen Auftrag an die Produktion weitergeben kann. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr, dass die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verwischen oder sogar ganz aufgehoben werden. Sogar Experten wie der Internet-Publizist und Autor Tim Cole attestieren den Deutschen eine gewisse Neigung zur Vermischung von Arbeits- und Privatleben:

„The Germans talk a lot about work‑life balance, about compartmentalizing between your professional life and your private life. That is mostly theory. In practice, of course, a digital worker is never off. You’re at least theoretically accessible 24/7.“ (Quelle: Evolving-Workforce-Studie 2014, Expert Insights)

Auch in unserem Agentur-Alltag sehen wir ab und zu E-Mails, die am Wochenende, mitten in der Nacht oder sogar aus dem Urlaub geschrieben werden. „Nur mal schnell nachgucken, ob was Dringendes reinkam.“ „Ich will nur schauen, ob etwas vorgefallen ist, das ich wissen muss.“

In Deutschland ist dieser Trend derzeit noch weniger stark ausgeprägt als in manch anderen Regionen. Hierzulande lesen 38 Prozent der Angestellten außerhalb der Arbeitszeiten ihre geschäftlichen E-Mails. Bei den Arbeitnehmern in Schwellenländern sieht das ganz anders aus, dort ist der Anteil mit 83 Prozent mehr als doppelt so hoch. Ganz nach dem Credo „always on“.

Bedeutet das gleich eine Gefahr für Leib und Leben? Sicher nicht. Aber eine übermäßige Erreichbarkeit für den Job oder das allzu häufige Checken der E-Mails kann Stress verursachen und der wiederum kann gefährlich werden. In der (Büro-)Arbeitswelt von heute kann es also nicht alleine dem Arbeitgeber obliegen, für den Schutz der Gesundheit seiner Mitarbeiter zu sorgen. Für eine ausgeglichene Work-Life-Balance sind vielmehr beide Seiten zu einem gewissen Grad verantwortlich.

Übrigens – für etwas Entspannung zwischendurch, sei es während oder außerhalb der Arbeitszeiten, haben wir eine Empfehlung: www.donothingfor2minutes.com

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Die „Digitale Transformation“ wird derzeit hoch und runter diskutiert. An allen Ecken werden den Unternehmen Tipps und Tricks an die Hand gegeben, wie sie diesem Trend begegnen können. Doch wie sieht es auf der Anwenderseite aus?

Eine interessante Gegenüberstellung liefert jetzt der aktuelle „Digitalisierungsbarometer 2014“ von PricewaterhouseCoopers (PwC). Auf Basis eines Reifegradmodells wurde untersucht, wie weit der technologische Wandel in der deutschen Gesellschaft und in den Unternehmen bereits vorangeschritten ist. Dazu wurden den einzelnen Antworten Punktwerte zugeordnet und ein Grad der Digitalisierung bestimmt.

Und das Ergebnis ist klar: Die Anwender hinken den Unternehmen hinterher. So liegt der Digitalisierungsgrad in der deutschen Bevölkerung lediglich bei 40 Prozent, während die Unternehmen bereits 66 Prozent aufweisen können.

Ein interessanter Aspekt, vor allem wenn man bedenkt, dass eigentlich die sich ändernden Gewohnheiten der Bevölkerung als angeblicher Treiber der Digitalen Transformation gesehen werden.

Befragt wurden 1.000 Bürger und 220 Unternehmen. Die Studie von PwC zum kostenlosen Download findet sich hier: http://www.pwc.de/de_DE/de/digitale-transformation/assets/pwc_digitalisierungsbarometer_2014.pdf

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