Arbeitswelt

Der deutsche Angestellte ist ein Gewohnheitstier. Das wurde schon im vorangegangenen Blog-Beitrag festgestellt und das spiegelt sich auch in einem weiteren Kernresultat der aktuellen Evolving-Workforce-Studie von Dell und Intel wider. Denn wenn es um den Arbeitsort Nr. 1 geht, dann mögen es die Deutschen am liebsten traditionell. Deutlich mehr als die Hälfte (58 Prozent) der Firmenbüros hierzulande folgen einem klassischen Konzept, sprich sind auf ein bis drei Mitarbeiter ausgelegt. Zum Vergleich: In allen befragten Industrienationen (*) zusammen beträgt dieser Anteil lediglich 40 Prozent und in den Schwellenländern (**) sind es sogar nur 37 Prozent.

Okay, zugegeben – wir Deutschen sind vielleicht nicht die experimentierfreudigsten Erdenbewohner und oftmals ziehen wir Altbekanntes aus dem einfachen Grund vor, dass es bisher ja auch bestens funktioniert hat. Aber es ist keineswegs so, dass man in Deutschland der sich wandelnden Arbeitswelt und damit auch neuen Arbeitsplatzkonzepten verschlossen gegenüber steht. Neue Bürokonzepte werden viel und kontrovers diskutiert: Innovativ müssen sie natürlich sein, das ist klar, und dazu am besten noch offen, mobil, teambildend, stylisch und mit einer Prise Wohlfühl-Atmosphäre. Die Ansätze sind zahlreich und einige Unternehmen avancieren sogar zu Vorreitern für den idealen Arbeitsplatz. Dennoch sind deutsche Firmen insgesamt noch sehr zaghaft, wenn es um die tatsächliche Umsetzung dieser Konzepte geht.

Eines hat die Dell-Studie aber auch gezeigt. So sehr wir auch am klassischen (Einzel-)Büroschema festhalten – wir sind keine distanzierten Eigenbrötler. Ganz im Gegenteil, denn in Deutschland wird mehr als anderswo Wert auf die direkte und persönliche Kommunikation gelegt. In Zahlen ausgedrückt liest sich das so:

  • 65% der befragten Deutschen bevorzugen persönliche Besprechungen gegenüber Online-Meetings – vs. 54% weltweit
     
  • 60% der deutschen Arbeitnehmer greifen lieber zum Telefonhörer als sich über Instant Messaging auszutauschen – vs. 50% weltweit
     
  • Und nur 26% schreiben lieber E-Mails anstatt sich telefonisch zu besprechen – vs. 37% weltweit

Darüber hinaus darf man eines auch nicht vergessen: Offene, helle, moderne Büros haben sicherlich ihre Vorteile, wenn es um die Zusammenarbeit in Teams und Abteilungen geht. Aber sie können auch ein Konzentrationskiller sein. Ablenkung durch klingelnde Telefone, plaudernde Kollegen oder klappernde Tastaturen in Großraum- oder Mehrpersonenbüros sind ein Problem und machen im schlimmsten Fall die vermeintlich hinzugewonnene Produktivität gleich wieder zunichte. Zwischenlösungen wie das Tragen von Kopfhören können hier sicherlich nicht das Maß der Dinge sein. Wirkliche Abhilfe schaffen Firmen nur dann, wenn sie ihren Mitarbeitern ganz genau zuhören und verstehen, wo deren Schmerzpunkte liegen. An Konzepten zur Behebung des Problems mangelt es sicherlich nicht. Sie müssen lediglich erkannt und ernst genommen werden.

(*)  Die Industrienationen umfassen: USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan
(**) Die Schwellenländer umfassen: Brasilien, China, Indien, Russland, Südafrika, Türkei,
      Vereinigte Arabische Emirate

In das „ideale“ Bürokonzept fließt eine Vielzahl von Faktoren ein.
(Bild: graphic-recorder.eu/Matthias Schwert)

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Alles ändert sich – oder doch nicht? Einerseits ist da der Trend zum Home Office, zu immer mehr mobilen Mitarbeitern und damit zu mobilen Geräten, zu neuen Bürostrukturen und Arbeitsweisen. Andererseits regiert die Gewohnheit: Auf dem Schreibtisch dominiert seit Jahren der Desktop-Rechner und er wird auch noch eine Weile dort bleiben, so das Ergebnis der Evolving-Workforce-Studie 2014 von Dell und Intel.

Ja, auch wenn es oft anders scheint und wir es nicht hören wollen, der Mensch ist ein Gewohnheitstier und der deutsche Arbeitnehmer an sich ganz besonders – klassisch, bewährt und gut, der Desktop-Rechner ist und bleibt vorerst der Deutschen liebstes „Arbeits-Gut“.

Andererseits wollen wir uns aber auch nicht damit zufriedengeben – ein Gerät ist nicht genug, Vielfalt muss es sein! Ob Smartphone, Tablet, Notebook oder 2-in-1 und Convertible – wir wollen sie haben, all die wunderbaren neuen Devices, aber ob und wie wir sie nutzen, steht auf einem anderen Blatt. Leben wir wirklich in einer multiplen Welt, in der der Second Screen nicht mehr wegzudenken ist?

Klar ist: Im Laufe des Tages wechseln wir zwischen all den schicken Geräten hin und her, schließlich müssen in der U-Bahn schnell die Mails auf dem Smartphone gecheckt werden, vielleicht noch ein Blick in die App der Tageszeitung und den Kalender, bevor es ins Büro geht, wo Dokumente und Datenmengen mit dem Desktop bewältigt werden. Für das Meeting beim Kunden wandert dann das Notebook in die Tasche. 

Aber das war es hierzulande auch schon mit dem angeblichen Trend zur Vielfalt – denn unsere Arbeit erledigen wir Deutschen eben nach wie vor am liebsten am klassischen Desktop. Wie die eingangs erwähnte Studie "Evolving Workforce" zeigt, ist der Desktop-Computer für sage und schreibe 66 Prozent der hierzulande Befragten nach wie vor das bevorzugte Arbeitsgerät, 44 Prozent arbeiten sogar ausschließlich mit dem Desktop. Auch wenn uns unterwegs Tablet, Smartphone und Notebook begleiten, scheint sich der Trend zum mobilen Arbeiten auf mehreren Geräten hierzulande aber nur schleppend durchzusetzen: Gerade einmal 24% der Deutschen bevorzugen den Laptop als Arbeitsgerät. Dennoch wollen wir alles und viel. Arbeitgeber kommen nicht darum herum, ihren Angestellten mehrere Geräte anzubieten – das gehört zum guten Ton, das motiviert und ist vor allem für Jüngere und Berufseinsteiger ein Kriterium bei der Wahl des Arbeitgebers. Ob das Tablet als Second Screen, das Business-Smartphone auf dem Weg zum Termin oder das Notebook auch genutzt werden, steht auf einem anderen Blatt. 

Aber keine Sorge, ganz so technikabgewandt sind wir Deutschen auch wieder nicht. Im Privatleben sieht es nämlich ganz anders aus, denn hier rangieren Laptop und Smartphone weit vor dem Schreibtischrechner. Sie dürfen als Second Screen abends auf der Couch nicht fehlen. Da werden parallel zum Film Hintergründe zum Thema oder den Hauptdarstellern gegoogelt, per Chat live beim Tatort mitermittelt und schon mal der Trailer zum nächsten Film geschaut. 

Der Trend ist also da, die Geräte ebenso, wir müssen nur zugreifen und sie nutzen. Wir haben die Wahl!

Wer noch mehr wissen will zur „Zukunft der Arbeitswelt“ bitte hier entlang:  http://techpageone.dell.com/business/evolvingworkforce

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Alles ändert sich. Ständig. Das war schon immer so und ist an sich auch keine Überraschung. Über viele dieser Prozesse machen wir uns im Alltag kaum Gedanken – sei es weil die Veränderung so schleichend voranschreitet, dass wir sie kaum bemerken, oder dass sie einen Lebensbereich betrifft, der für den Einzelnen keine vorrangige Bedeutung hat. Es gibt allerdings auch Bereiche, die fast jeden erwachsenen Menschen betreffen und deren Wandel daher auch stets besonders aufmerksam beobachtet wird.

Ein Beispiel hierfür ist die Arbeitswelt. In Europa sind die Menschen knapp 35 Jahre lang beruflich aktiv. Für viele ist das fast die Hälfte ihres Lebens. Es ist also nicht wirklich verwunderlich, wenn Veränderungen in der Arbeitswelt – sowohl retrospektiv als auch prospektiv – akribisch und unter verschiedensten Gesichtspunkten untersucht und beleuchtet werden. Eine solche Untersuchung hat in diesem Jahr Dell in Kooperation mit Intel zum wiederholten Mal beim Marktforscher TNS in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Evolving-Workforce-Studie 2014 liegen seit wenigen Tagen vor.

Den thematischen Schwerpunkt bildete, und das ist naheliegend, die Rolle von Technologie in der heutigen und künftigen Arbeitswelt. Dabei wollten die Auftraggeber vor allem wissen, welche Technik im Berufsalltag genutzt wird, welche Auswirkungen sie auf die Beschäftigten und auf die Arbeit hat und welche Entwicklungen künftig noch zu erwarten sind. Die Umfrage wurde in zwölf Ländern – verteilt über den Globus – unter insgesamt 4.764 Vollzeitkräften von mittleren bis großen Firmen über sechs Branchen hinweg durchgeführt. Auch Deutschland war dabei. Hier gaben 500 Angestellte Auskunft über ihre aktuelle Arbeitssituation und zu ihren Einschätzungen für die Zukunft.

In den kommenden Wochen stellen wir hier im Blog einige interessante Erkenntnisse aus der Dell-Evolving-Workforce-Studie 2014 vor. Hätten Sie zum Beispiel gedacht, dass deutsche Angestellte eine deutlich geringere Bereitschaft zu Überstunden zeigen als im globalen Schnitt üblich? Oder wussten Sie, dass man in Deutschland viel mehr Wert auf die persönliche und direkte Kommunikation legt, als das in anderen Ländern der Fall ist? Wie diese Fakten mit der Arbeitstechnik von heute zusammenhängen, können Sie in Kürze hier nachlesen. Wer es nicht erwarten kann und sich lieber selbst umfassend informieren möchte, kann dies hier tun: www.dell.com/evolvingworkforce

Alle anderen dürfen gespannt sein.

 

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