Testing

Höher können Erwartungen kaum sein: Glühwein ist alkoholisches Getränk und Verheißung in Einem. Die Verheißung romantischer Christkindlmarkt-Momente im Schneegestöber, während einem aus den umliegenden Buden Mandelduft in die Nase strömt und im Hintergrund ganz leise die Melodie von „Wonderful Dream“ durch die kalte Nachtluft weht. Das flüssige Weihnachtsglück macht dabei selbst die aus den verklärten Darstellungen romantischer Weihnachtsfilme ausgeklammerte beißende Kälte und das zwangsjackenähnliche Gedränge wieder wett. Und auch die Kopfschmerzen am nächsten Tag können die Deutschen nicht davon abhalten, Jahr um Jahr viele Millionen Liter des traditionsreichen Getränks zu konsumieren – süßer die Kassen nie klingeln.

Doch wie ist es eigentlich um die Qualität deutscher Glühweine bestellt? Wir haben fünf handelsübliche Produkte für den Heimverbrauch geprüft – zubereitet und verkostet, Zusatzstoffe analysiert, Etiketten auf Weihnachtstauglichkeit untersucht. Das Ergebnis ist durchwachsen: Nur die wenigsten Glühweine konnten unter den Testbedingungen des Stiftung-Glühweintest-Labors (eine Initiative der PR-COM-Forschung) wirklich überzeugen.

Würzige Weihnacht überall?

Glühwein zählt begrifflich zu den Würzweinen und trägt damit eine der wichtigsten geschmacklichen Eigenschaften im Gattungsnamen: würzig soll er sein. Im Test konnte hier lediglich der Glühwein vom Nürnberger Christkindlesmarkt überzeugen. Alle anderen Testprodukte sind hinsichtlich der wichtigsten Eigenschaft durchgefallen. Ihr Geschmack ist im besten Fall wässrig, im schlimmsten erinnert er an warmen Rotwein. Ähnliches ergab auch der Geruchstest: Außer dem Nürnberger Original hatte der Geruch vieler Produkte wenig mit dem verheißungsvollen Duft nach Zimt, Nelken und Kardamom zu tun – der Kaltenburger Fruchtglühwein mit Apfel-Zimt-Geschmack erinnerte uns im Geruchstest eher an reinen Alkohol mit billigem Backaroma.

Stille Nacht, heilige Nacht?

„Raise your cup if you are wrong in all the right ways!“ Im Fokus unseres Tests stand neben den sensorischen Eigenschaften der Glühweine aber auch der Spaßfaktor, der durch ihren Konsum entsteht. Denn so sehr sich der Durchschnittsglühweinkenner auch für einen verkannten Sommelier halten mag, ein Moment ehrlicher Selbstreflexion verrät vor allem Eines: Glühwein ist nicht nur die Verheißung weihnachtlicher Momente, sondern vor allem auch unendlichen Spaßes mit Freunden oder Kollegen. Hier hat die Redaktion einstimmig feststellen können: Trotz Abstrichen bei Geschmack, Geruch und Aussehen konnten uns bis auf die weiße Variante vom Kunzmann-Glühwein und der Apfel-Zimt-Glühwein von Kaltenburger alle Glühweine im Bereich Spaßfaktor überzeugen. Der Kaltenburger Fruchtglühwein Heidelbeer ist dabei sogar so ausgeglichen, dass der Konsum der Arbeitsfähigkeit keinen Abbruch tut – inwiefern diese Einschätzung aus der durch Alkohol hervorgerufenen Überschätzung der eigenen Fähigkeiten resultiert, möchten wir an dieser Stelle jedoch offen lassen.

Unser Rat

Auf ganzer Linie begeistern konnten nur der Glühwein vom Nürnberger Christkindlesmarkt und die Heidelbeer-Variante von Kaltenburger. Wer Wert auf die klassische Glühwein-Würze legt, sollte zu Ersterem greifen. Wer als Arbeitgeber eine Runde schmeißt und am Erhalt der anschließenden Arbeitsfähigkeit interessiert ist, ist mit dem Heidelbeer-Glühwein am besten bedient. Auch wenn wir dem geneigten Glühweinliebhaber insbesondere den Testsieger für den Heimgebrauch empfehlen können, fehlte dennoch allen getesteten Glühweinen die wichtigste Zutat – die Weihnachtsmarktatmosphäre. Denn ohne Schneegestöber, Mandelduft, Weihnachtsmusik und sogar ohne beißende Kälte und Angerempel schmeckt selbst der beste Glühwein nur halb so gut.

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Im Testing-Umfeld ist es immer noch an der Tagesordnung, dass Test-Frameworks manuell, oft von mehreren Spezialisten, konzipiert und gewartet werden. Das kostet Zeit und verzögert den Testprozess.

Das Konzept des Keyword-Driven Testing kann hier Abhilfe schaffen. Bei diesem Testverfahren werden Schlüsselwörter mit Parametern für spezifische Aktionen und Operationen definiert und die entsprechenden Skripte erstellt. Durch diese Strukturierung wird es möglich, dass sich auch Mitarbeiter ohne spezielle technische Kenntnisse am Testprozess beteiligen.

Das beschleunigt das Testverfahren und erhöht die Qualität der Tests erheblich.

Im Video erläutert Christian Rudolph, Vice President Borland Sales International bei Micro Focus, die zentralen Vorteile von Keyword-Driven Testing:

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