Cycode: Vorbereitung ist alles – Die AppSec-Strategie für das KI-Zeitalter
San Francisco/Heilbronn, 23. Juni 2026 – Der Kampf um die Cybersicherheit geht durch KI-Modelle wie Mythos in die nächste Runde. Der technologische Fortschritt setzt Unternehmen mehr und mehr unter Druck, sodass Verantwortliche für die Anwendungssicherheit (AppSec) praktisch keine ruhige Minute mehr haben. Cycode, der Pionier im Bereich Agentic Development Lifecycle Security, nennt sechs Maßnahmen, um auf die neuen Bedrohungen adäquat zu reagieren.
Im Zuge von Project Glasswing hat Anthropic mit seinem KI-Modell Mythos zahllose Sicherheitslücken in weit verbreiteten Systemen und Software aufgedeckt. Dieses Ereignis zeigt einmal mehr sehr deutlich, wie Künstliche Intelligenz die Anwendungssicherheit im Speziellen und die Cybersecurity im Allgemeinen verändert. Unternehmen müssen schneller denn je reagieren, wie auch eine Untersuchung von Mandiant belegt: Im Jahr 2018 betrug demnach das Zeitfenster zwischen der Entdeckung eines Exploits und dessen erster Ausnutzung durchschnittlich 63 Tage. Heute gelingt das Cyberkriminellen bereits sieben Tage bevor ein Patch verfügbar ist. Cycode nennt sechs Sofortmaßnahmen, mit denen Unternehmen ihre Cybersicherheit steigern.
1. Die Patch-Lücke schließen
Unternehmen sollten die Exploits, die im Katalog bekannter Schwachstellen der US-amerikanischen Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA-KEV-Katalog) aufgeführt sind, umgehend patchen. Für die Priorisierung eignen sich sogenannte EPSS (Exploit Prediction Scoring System)-Scores. Nach dieser Initialmaßnahme gilt es, insbesondere internetexponierte Systeme zukünftig innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden eines neuen Exploits durch Patches abzusichern. Klassische 30-Tage-SLAs und monatliche Wartungsfenster sind in der aktuellen Bedrohungslage nicht mehr ausreichend.
2. Auf das zehnfache Schwachstellenvolumen vorbereiten
Neben der Zeit ist auch die Anzahl der Exploits ein großer Faktor: Zwischen 2020 und 2025 nahmen CVE-Meldungen um 263 Prozent zu. Die Entwicklung ist inzwischen so dynamisch, dass die National Vulnerability Database auf ein Triage-Modell umstellen musste, weil eine vollständige Bewertung aller Meldungen nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig wird die KI-gestützte Schwachstellenforschung die Anzahl neuer Funde ebenfalls erheblich erhöhen. Unternehmen müssen daher ihre Prozesse für Aufnahme, Bewertung, Priorisierung und Behebung von Exploits skalieren. Neben eigenen Anwendungen sollten sie auch Open-Source-Abhängigkeiten, Drittanbieter- sowie SaaS-Dienste regelmäßig überprüfen. Gleichzeitig gilt es auch, die Supply Chain und Partner zu sensibilisieren, denn sie unterliegen denselben Risiken und müssen daher die gleiche Reaktionsgeschwindigkeit erreichen.
3. Schwachstellen vor dem Release finden
Da KI-Systeme heute ganze Codebasen analysieren und daraus funktionierende Exploits ableiten können, wird die Verlagerung von Sicherheit in frühe Entwicklungsphasen immer wichtiger. Sicherheitsprüfungen dürfen nicht erst nach der Bereitstellung stattfinden. Es ist daher unabdingbar, SAST-Lösungen, KI-gestützte Code-Reviews und automatisierte Penetrationstests direkt in die CI/CD-Pipeline zu integrieren. Und auch die Build-Pipeline selbst gilt es gegen Manipulation abzusichern, denn die Kosten und Risiken einer Schwachstelle steigen erheblich, wenn sie erst nach dem Deployment entdeckt wird.
4. Eigenen Code mit KI analysieren
Unternehmen sollten Code-Bereiche, die nicht vertrauenswürdigen Input verarbeiten, Authentifizierungs- oder Autorisierungsfunktionen bereitstellen oder direkt aus dem Internet erreichbar sind, dringend von KI analysieren lassen. Besonderes Augenmerk sollten sie in diesem Zusammenhang auf Legacy-Code legen, da sich gerade dort Exploits befinden können, die über viele Jahre hinweg unentdeckt geblieben sind. Da moderne KI-basierte AppSec-Tools Muster erkennen können, die klassischen Prüfungen entgehen, können sie so bislang unbekannte Schwachstellen systematisch aufdecken. IT-Teams sollten KI daher nicht nur als Dev-Tool, sondern auch als kontinuierliches Instrument zur Sicherheitsanalyse einsetzen.
5. VulnOps als dauerhafte Fähigkeit etablieren
Auch die Schaffung eines VulnOps (Vulnerability Operations)-Teams ist sinnvoll. Unternehmen sollten das Schwachstellenmanagement nicht länger als zeitlich begrenztes Projekt oder als periodische Aufgabe ansehen, da die zunehmende Geschwindigkeit bei der Entdeckung und Ausnutzung von Schwachstellen eines kontinuierlichen Managements bedarf. Ähnlich wie DevOps organisiert, müssen in VulnOps-Teams feste Verantwortlichkeiten, automatisierte Prozesse und permanente Überwachung vorherrschen. Ziel ist es, Sicherheitslücken fortlaufend zu identifizieren, zu bewerten und zu beheben. Mit dem erwarteten Anstieg KI-generierter Schwachstellenmeldungen wird die Fähigkeit zur schnellen operativen Reaktion zu einem entscheidenden Faktor.
6. Schatten-KI in der Entwicklungsumgebung kontrollieren
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-gestützten Dev-Tools entsteht eine neue Angriffsfläche innerhalb der Softwareentwicklung selbst. Viele Entwickler nutzen eigenständig KI-Coding-Assistenten, -Agenten oder MCP-Server, die außerhalb offizieller Governance-Prozesse betrieben werden. Um solcher Schatten-KI vorzubeugen, sollten Unternehmen sämtliche KI-Komponenten innerhalb der Entwicklungsumgebung systematisch erfassen und überwachen, denn nur bekannte Systeme können bewertet, abgesichert und regelkonform betrieben werden. Da die KI-Schicht der Softwareentwicklung inzwischen selbst Teil der Angriffsfläche geworden ist, reicht es nicht mehr aus, nur den Quellcode zu schützen. Auch die Werkzeuge, die den Code erzeugen oder verändern, müssen in das Sicherheitsmanagement integriert werden.
„Im KI-Zeitalter wird Cybersicherheit von einer periodischen Aufgabe zu einer kontinuierlichen Disziplin“, erklärt Jochen Koehler, Vice President of Sales EMEA bei Cycode. „Unternehmen, die jetzt in Geschwindigkeit, Automatisierung und Transparenz investieren, schaffen damit die Grundlage für ihre digitale Resilienz.“
Über Cycode
Cycode ist Anbieter der führenden Agentic Development Security Plattform (ADSP), die IT-Teams unterstützt, Schwachstellen und Sicherheitslücken in Anwendungen effektiv zu bekämpfen. Dafür sorgen die proprietären Scanner von Cycode sowie optional Drittanbietertools, die Unternehmen nahtlos integrieren können. Cycode bildet damit das gesamte Spektrum der Softwareentwicklungssicherheit ganzheitlich ab – von der Risikoerkennung über die Kontextualisierung von Risiken durch Change Impact Analysis (CIA) bis hin zur KI-gestützten Priorisierung und rationalisierten Fehlerbehebung. Unternehmen erhalten so höchste Visibilität über ihre Application Security Posture, können dadurch Schwachstellen schneller fixen und vom ersten Tag an ihre Kosten reduzieren. Cycode wird von führenden Investoren unterstützt und zählt zahlreiche Konzerne aus den globalen Fortune-100-Unternehmen zu seinen Nutzern.
Pressekontakt
PR-COM GmbH
Jessica Zola
Account Management
Sendlinger-Tor-Platz 6
D-80336 München
Tel. 089-59997-815
jessica.zola@pr-com.de