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19. Nov 2021

ownCloud: Sovereign Tech Fund – Zehn Millionen Euro für offene Basistechnologien können nur der Anfang sein

Die Open Knowledge Foundation will mit zehn Millionen Euro jährlich kritische offene Basistechnologien fördern. Das ist aller Ehren wert. Die veranschlagte Summe wird der Bedeutung dieser Technologien für unsere Volkswirtschaft aber nicht annähernd gerecht.

Statement von Tobias Gerlinger, CEO und Managing Director von ownCloud in Nürnberg

Die deutsche Open Knowledge Foundation plant einen „Sovereign Tech Fund“. Mit einem Jahresbudget von zehn Millionen Euro möchte die Stiftung künftig Open-Source-Projekte unterstützen und zielt dabei insbesondere auf kritische Basistechnologien ab. Dazu veröffentlichte sie vor wenigen Tagen eine Machbarkeitsstudie. Nun obliegt es dem Deutschen Bundestag zu entscheiden, ob das Förderprogramm in die Tat umgesetzt wird.

Das Vorhaben der Stiftung ist aller Ehren wert, denn sie adressiert damit ein ernsthaftes Problem. In vielen kommerziellen Softwarelösungen und auch im Internet kommen quelloffene Technologien wie etwa Sicherheitszertifikate zum Einsatz, die tagtäglich von Unternehmen, Behörden und Endusern genutzt werden, ohne dass ihnen das überhaupt bewusst ist. Hinter diesen Technologien stehen Softwareprojekte, denen es meist an Geld mangelt und deren Wohl und Wehe vom Engagement einzelner Entwickler abhängt.

Zehn Millionen Euro sind natürlich besser als nichts. Der wichtigen Rolle offener Basistechnologien wird diese Summe aber nicht annähernd gerecht. Unsere Wirtschaft und Gesellschaft hängen vom Gedeihen dieser Open-Source-Projekte ab. Sicherheitslücken, Ausfälle oder Manipulationen aufgrund schlecht gepflegter Basistechnologien könnten unabsehbare Auswirkungen auf unsere Volkswirtschaft und unser Zusammenleben haben. Darüber hinaus sind diese Projekte integraler Bestandteil des Open-Source-Ecosystems, das Europas einzige Chance darstellt, Alternativen zu den amerikanischen Hyperscalern zu schaffen und sich einen Funken digitaler Souveränität zu bewahren. Mit dieser Verantwortung können wir nicht einfach ein paar idealistische, intrinsisch motivierte Open-Source-Entwickler alleine lassen.

Nur mal zum Vergleich: Die Open-Source-basierte Corona-App des Bundes allein hat rund 100 Millionen Euro verschlungen. Die Bedeutung der offenen Basistechnologien greift viel weiter und ist längerfristig viel höher einzuschätzen als dieses zweifellos wichtige Software-Projekt – und das sollte uns auch eine entsprechende Förderung wert sein. Deshalb muss da mehr kommen. Deutlich mehr.

Über ownCloud

ownCloud entwickelt und integriert Open-Source-Software für die digitale Zusammenarbeit, mit der Teams von überall und von jedem Gerät aus problemlos gemeinsam auf Dateien zugreifen und sie bearbeiten können. Bereits mehr als 100 Millionen Menschen weltweit nutzen ownCloud als Alternative zu öffentlichen Clouds – und entscheiden sich damit für mehr digitale Souveränität, Sicherheit und Datenschutz. Weitere Informationen finden sich unter www.owncloud.com und auf Twitter unter @ownCloud.

Pressekontakt

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