Ultimo: Mit Asset Intelligence Gap gibt es keine Industrie 4.0
Ein Statement von Harmjan Derksen, Chief Product Officer bei Ultimo
Die industrielle Führungsebene diskutiert den flächendeckenden Einsatz von KI. Ein wichtiges Thema, keine Frage. Doch die Sache hat einen gewaltigen Haken: Die wenigsten haben ein vollständiges Bild über Kritikalität, Zustand oder Performance ihrer wichtigsten Assets.
Das C-Level in Industrieunternehmen will schneller produzieren, weniger Ausfälle erleiden, mehr Waren umsetzen, kurz gesagt also, den Profit steigern. Laut den Consultants von Horváth & Partners steht das für 90 Prozent der Führungskräfte dieses Jahr im Fokus. Die Antwort darauf, wie dieses Ziel in Zeiten des Fachkräftemangels und des großen wirtschaftlichen Drucks realisiert werden soll, besteht aus zwei Buchstaben: K und I. Prädiktive Analyse und Wartung sowie KI-gestützte Optimierung sind nicht mehr optional, sondern obligatorisch. Befeuert durch die Demokratisierung von Künstlicher Intelligenz sind die Ambitionen vieler Produktionsunternehmen (oder eher deren leitenden Angestellten) entsprechend ins Unermessliche gewachsen. Was in ihrer Planung allerdings viel zu wenig Raum einnimmt, ist das Asset Management. Natürlich sind große Pläne zur industriellen Nutzung von KI schön und gut, keiner würde das dementieren. Die Technologie hat das Potenzial die Effizienz in jeglicher Hinsicht zu steigern, doch deren tatsächlich gewinnbringende Implementierung ist ohne ein ganzheitliches Verständnis der physischen Asset-Landschaft de facto unmöglich. Zwischen digitaler Transformation und Industrie-4.0-Ambition einerseits und operativer Realität andererseits klafft eine Lücke.
Der Grund für diesen sogenannten Asset Intelligence Gap ist die historische Trennung zwischen Instandhaltung und IT, die viele Unternehmen aus der Fertigung, der Logistik, dem Energiesektor, der Lebensmittelindustrie und der Versorgungswirtschaft noch nicht überwunden haben. Dort arbeiten auf der einen Seite hochqualifizierte Ingenieure und Techniker (also die Operations-Abteilung) mit tiefem Verständnis für die industriellen Anlagen. Oft fehlt ihnen jedoch die digitale Kompetenz, um Potenziale der Datenintegration zu erkennen. Auf der anderen Seite gibt es IT-Teams, die keine Ahnung von Asset-Lebenszyklen und Instandhaltungskritikalität haben. Für Chief Information Officers, die mit der KI-Implementierung beauftragt sind, ist die Situation kritisch, denn einerseits ist Abwarten keine Option: jede Phase des Zögerns ist verlorene Zeit, die sich ihr Unternehmen gar nicht leisten kann. Gleichzeitig wird mit jedem Tag der Asset Intelligence Gap tendenziell größer und das Zeitfenster, um Versäumnisse aufzuholen, geringer. Andererseits wissen die Stakeholder oft nicht, was sie wollen und was überhaupt möglich ist. Wie auch?
Unternehmen müssen daher schnellstmöglich reagieren und den Asset Intelligence Gap schließen, denn er stellt im Hinblick auf die dringend notwendige Integration von KI die größte Hürde dar. Dafür müssen sie zunächst absolute Transparenz schaffen und vollständige Daten zu Bestand, Zustand, Kritikalität und Historie ihrer Assets erheben sowie zur weiteren Verwendung durch IT- und KI-Anwendungen vorhalten. Allein durch Transparenz und intelligentere Instandhaltung können Unternehmen bis zu 15 Prozent ihrer Kosten reduzieren. Darauf aufbauend und basierend auf klar definierten Zielen sollten sie sich für einen Transformationsansatz entscheiden: radikal oder schrittweise. Zudem ist es entscheidend, die IT- und Operations-Abteilung strukturell zu cross-funktionalen Teams mit gemeinsamen KPIs zusammenzubringen, um zukünftigen Asset Intelligence Gaps keine Chance zu lassen. Ist das erledigt, gilt es, die nun vollständig ersichtliche Asset Performance mit finanziellen Kennzahlen zu verknüpfen. Zu guter Letzt müssen Unternehmen dann sehen, an welcher Stelle der Einsatz von KI Sinn ergibt – und zwar als letzten Schritt, nicht als ersten. Erst, wenn der Asset Intelligence Gap überwunden ist, kann die so wichtige vierte industrielle Revolution stattfinden.
Über Ultimo
Ultimo, ein Unternehmen der IFS-Gruppe, ist ein führender Anbieter von KI-gestützten Lösungen im Bereich Enterprise Asset Management (EAM). Mit dem Fokus auf Instandhaltung, Verfügbarkeit, Sicherheit, Kostenkontrolle und Effizienz unterstützt Ultimo Unternehmen aus der Fertigungsindustrie, Logistik und dem Gesundheitswesen, ihre operative Exzellenz zu steigern, regulatorische Vorgaben einzuhalten und erfolgreich zu agieren. Die KI-gestützte EAM-Plattform zeichnet eine schnelle Implementierung, eine hohe Benutzerfreundlichkeit und eine kurze Time-to-Value aus. Weltweit vertrauen über 2.500 Unternehmen auf Lösungen von Ultimo – mehr als 134.000 Techniker verwalten damit über 22 Millionen Anlagen. Weitere Informationen finden sich unter ultimo.com.
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