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Infografik zum „Bridging the Capacity Gap"-Report (Quelle: IFS) Somya Kapoor, CEO von IFS Loops (Quelle: IFS)
28. Sep 2026

IFS: Digitale Arbeitskräfte lindern den Fachkräftemangel in der Industrie

Nürnberg, 28. September 2026 – Industriearbeiter verbringen 41 Prozent ihrer Zeit mit manuellen, sich wiederholenden Aufgaben. Das geht aus einer Untersuchung von The Futurum Group im Auftrag von IFS, einem führenden Anbieter von industrieller KI-Software, hervor. Da weitaus mehr Arbeit vorhanden ist, als die Belegschaft bewältigen kann, fangen Unternehmen die Kapazitätsengpässe zunehmend mit digitalen Arbeitskräften auf: KI-Agenten, die betriebliche Abläufe überwachen, autonom entscheiden und Tätigkeiten selbstständig ausführen – und menschliche Mitarbeiter nur dann einbeziehen, wenn deren Einschätzung benötigt wird.

Für Industrieunternehmen ist das eine wichtige Entwicklung, da die Kluft zwischen dem tatsächlichen Arbeitsaufwand und den verfügbaren personellen Kapazitäten immer größer wird und kostspielig werden kann, wenn man sie ignoriert. Schließlich verändert sich die Belegschaft durch den demografischen Wandel, der die Industrie besonders stark trifft, deutlich. In den Fabriken, bei Versorgungsunternehmen und innerhalb der Lieferketten gehen mehr und mehr erfahrene Ingenieure und Anlagenbediener in den Ruhestand.

  • 77 Prozent der Entscheider mussten bereits strategische Initiativen verschieben oder absagen, weil die personellen Kapazitäten für die Umsetzung fehlten. In der DACH-Region waren es 73 Prozent.
  • Zwei Drittel der Industrieunternehmen (66 %) wollen in den kommenden zwölf Monaten in digitale Arbeitskräfte investieren. In der DACH-Region herrscht etwas mehr Zurückhaltung, hier sind es 57 Prozent. Dabei ist Vertrauen und nicht Technologie die Bremse: Lediglich 5,7 Prozent der Entscheider trauen KI zu, vollständig autonom zu agieren. Dennoch nimmt die Einführung digitaler Arbeitskräfte an Fahrt auf.
  • Nur 10 Prozent der Unternehmen haben bereits heute überwiegend autonome KI im Einsatz – die Entwicklung steht somit noch am Anfang, doch die Investitionsabsichten zeigen, dass das nicht so bleiben wird. In der DACH-Region betreiben sogar schon zwölf Prozent der Unternehmen überwiegend autonome KI.
  • Die durch digitale Arbeitskräfte frei werdenden Kapazitäten wollen Unternehmen für Kostensenkungen (33 %), Wachstum und die Beschleunigung von Abläufen (jeweils 30 %) sowie strategische Aufgaben (29 %) nutzen, für die den Mitarbeitern die Zeit fehlt. In der DACH-Region stehen nach Kostensenkungen (37 %) bessere Kundenerfahrungen (29 %) ganz oben auf der Agenda.

Industrieunternehmen wollen Kapazitätsengpässe mit neuen Technologien verhindern, zögern aber noch, ihr volles Vertrauen in KI-basierte Automatisierung zu setzen. Wie auch in dem Report deutlich wird, unterstreicht das die Notwendigkeit von Human-in-the-Loop-Modellen, bei denen digitale Arbeitskräfte klar definierte, großvolumige Aufgaben übernehmen und Menschen die Entscheidungen treffen.

Digitale Arbeitskräfte im produktiven Einsatz

Die IFS Loops Agentic Platform stellt digitale Arbeitskräfte genau dann bereit, wenn sie gebraucht werden. Sie erlaubt es Unternehmen, digitale Arbeitskräfte zu erstellen und einzusetzen, die 60 Prozent der agentischen Transaktionen von Ende zu Ende automatisieren. Bei den verbleibenden 40 Prozent gibt es weiterhin menschliche Reviews und Kontrollpunkte mit Freigaben, was den Wunsch von Industrieunternehmen nach Transparenz und Prüfungen widerspiegelt.

Kunden in verschiedenen Branchen setzen bereits speziell entwickelte digitale Arbeitskräfte produktiv ein. Einige von ihnen, darunter Kitron Group und KLN Family Brands, sparen auf diese Weise dutzende Arbeitsstunden pro Woche bei zentralen Beschaffungs- und Bezahlprozessen ein. Teilweise arbeiten sie auf eine vollständig automatisierte Abwicklung ohne manuelle Eingriffe hin.

Die Kitron Group führt bis Ende 2026 an allen 13 Standorten digitale Arbeitskräfte für den Purchase-to-Order-Prozess ein. Diese sind direkt in die Software integriert, die das Unternehmen bereits nutzt, sodass die bestehenden Guardrails und Regeln eingehalten werden und die bestehenden Freigabeprozesse unverändert bleiben. Während des Roll-outs entdeckte ein Agent zudem einen zehn Jahre alten Fehler bei einer Teilenummer, der in den bisherigen manuellen Prozessen übersehen worden war. Dies zeigt, dass digitale Arbeitskräfte Datenprobleme während des Betriebs erkennen und beheben können, ohne dass vor ihrer Einführung ein Datenbereinigungsprojekt notwendig ist.

Somya Kapoor, CEO von IFS Loops, erklärt: „Die begrenzten Arbeitskapazitäten stellen für Industrieunternehmen ein erhebliches betriebliches Problem dar. Wenn sich die Bearbeitung eines Auftrags, eine geplante Wartung oder die Lieferung eines Zulieferers verzögern, weil den Mitarbeitern die Zeit dafür fehlt, dann entstehen Kosten durch verpasste Liefertermine, defektbedingte Ausfallzeiten oder ungenutzte Maschinen und Anlagen. Für die Lösung dieses Problems braucht es mehr als eine Allzweck-KI, und zwar digitale Arbeitskräfte, die genau für die jeweilige Aufgabe entwickelt wurden und in die bestehenden Systeme integriert sind. Sie erlauben es Unternehmen, Arbeitskapazitäten freizumachen, statt einfach nur um die Engpässe herumzuarbeiten. Unsere Kunden zeigen, dass das im Produktivbetrieb funktioniert – und nicht nur in Piloten.“

Branchenspezifische Agenten und schnelle Einführung als Erfolgsfaktoren

Kapazitätsengpässe zeigen sich in allen Branchen, in denen IFS aktiv ist, doch die Geschwindigkeit und die Art des Einsatzes von digitalen Arbeitskräften variiert von Branche zu Branche. Dies ist auch ein Beleg dafür, dass Industrieunternehmen digitale Arbeitskräfte benötigen, die genau für ihre betrieblichen Anforderungen konzipiert sind.

Bei der Einführung kommt es zudem auf Geschwindigkeit an. Ependion etwa führte seinen Supply Order Manager unternehmensweit in einem schrittweisen Roll-out über zehn Wochen ein, während Kitron Group auf bestem Wege ist, digitale Arbeitskräfte wie geplant in unter sieben Wochen an allen 13 Standorten live zu bringen.

Weitere Informationen

Der vollständige Report „Bridging the Capacity Gap: Why 66 % of Enterprises Are Investing in Agentic Digital Workers“ findet sich unter https://go.ifs.com/bridging-the-capacity-gap.

Mehr dazu, wie digitale Arbeitskräfte und industrielle KI helfen, Kapazitätsengpässe zu beseitigen, gibt es auch auf der IFS Unleashed 2026, die von 12. bis 16. Oktober 2026 in Orlando, Florida, stattfindet. Die Registrierung für die Veranstaltung findet sich unter https://unleashed.ifs.com.

Über IFS

IFS ist der weltweit führende Anbieter von Industrial AI und Cloud-Business-Software für Unternehmen, die Güter produzieren und vertreiben, Anlagen bauen und betreiben sowie Dienstleistungen erbringen. Auf einer einzigen Plattform vereint IFS seine branchenspezifischen Industrial-AI-Lösungen, verbindet sie durch ein gemeinsames Datenmodell und integriert digitale Innovationen. Unternehmen können damit ihre ganze Stärke genau dann ausspielen, wenn es darauf ankommt: im Moment of Service™. Die Branchenexpertise der Mitarbeiter, das wachsende Ökosystem von IFS und das erklärte Ziel, jedem Kunden einen echten Mehrwert zu bieten, machen IFS zum meistempfohlenen Anbieter auf seinem Gebiet. Über 7.000 Mitarbeiter unterstützen täglich mehr als 7.500 Unternehmen – agil, vertrauenswürdig und kollaborativ. Weitere Informationen: ifs.com

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