Toshiba: NAS-Sicherheit ist Einstellungssache – Best Practices für den Schutz von System und Daten
Düsseldorf, 13. August 2026 – NAS-Systeme sind praktische Datenspeicher für zu Hause, kleine Büros und Unternehmen. Sie sind schnell eingerichtet und einfach nutzbar, doch damit die abgelegten Dateien wirklich sicher sind, sollten NAS-Besitzer einige Dinge beachten. Schließlich basieren die meisten Angriffe nicht auf komplexen Exploits, sondern schwachen Passwörtern, unsicheren Konfigurationen und nicht aktualisierter Software. Diese Checkliste von Toshiba hilft, bei der Inbetriebnahme und im Arbeitsalltag nichts zu vergessen:
- Admin-Zugang schützen: Einige NAS-Systeme führen bei der Einrichtung durch das Anlegen eines Admin-Accounts, bei anderen muss nur ein Passwort für einen bestehenden Admin-Account vergeben werden. In beiden Fällen sollten NAS-Besitzer ein sicheres Passwort festlegen, das mit Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen ausreichend Komplexität bietet und Angreifern das Leben schwer macht. Lässt sich der Benutzername eines bestehenden Admin-Accounts nicht ändern, ist es empfehlenswert, einen neuen anzulegen – dann gibt es für Angreifer eine zusätzliche Hürde, weil sie den Standard-Benutzernamen für den administrativen Zugang nicht so leicht erraten können. Der alte Admin-Account wird anschließend deaktiviert.
- Sichere Benutzer-Zugänge einrichten: Ebenso wie bestehende Admin-Accounts sollten NAS-Besitzer auch bestehende Gast-Accounts deaktivieren. Wird tatsächlich ein Zugang für Gäste benötigt, wird er mit einem neuen Benutzernamen angelegt, der nicht so einfach zu erratenen ist. Unabhängig davon erhalten alle Benutzer, die regelmäßig auf das NAS zugreifen müssen, einen eigenen Account, um riskantes Account-Sharing zu vermeiden. Das gilt auch für den Admin – sein Admin-Zugang ist nur für die Verwaltung des NAS gedacht, nicht für die normale Arbeit mit abgelegten Files. Alle Benutzer sollten, dem Least-Privilege-Prinzip folgend, lediglich die Rechte zugewiesen bekommen, die sie tatsächlich benötigen, also keinen Zugriff auf alle Ordner erhalten. Auch hier gilt: komplexe Passwörter nicht vergessen. Um die Rechtevergabe bei mehreren Benutzern mit identischen Berechtigungen zu vereinfachen, können Gruppen mit den entsprechenden Berechtigungen angelegt werden. Benutzer erhalten die Rechte dann automatisch, sobald sie der Gruppe zugeordnet sind. Sämtliche Benutzer und Berechtigungen sollten zudem regelmäßig überprüft und, wenn sie nicht mehr benötigt werden, deaktiviert beziehungsweise entzogen werden.
- Optionale Sicherheitsfunktionen nutzen: Bietet das NAS die Möglichkeit, eine Zweifaktor-Authentifizierung einzurichten, sollte diese zumindest für den Admin-Account genutzt werden – besser aber noch für alle Benutzer, insbesondere wenn das NAS auch aus dem Internet zu erreichen ist. Andere Funktionen, die die Sicherheit verbessern und, so vorhanden, aktiviert werden sollten, sind das temporäre Sperren von Benutzer-Logins nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen und der automatische Logout nach einer vordefinierten Zeitspanne. Ersteres erschwert Brute-Force-Angriffe, letzteres schützt vor unbefugten Zugriffen bei langer Inaktivität.
- Nur benötigte Dienste aktivieren: Die meisten NAS-Systeme sind inzwischen regelrechte Feature-Monster und bieten einen riesigen Funktionsumfang. Sie können nicht nur als File-Server, sondern oft auch als Web-, Mail- und Media-Server sowie als Plattform für virtuelle Maschinen und Container eingesetzt werden. Hinzu kommen Dienste für die Synchronisation mit der Cloud oder für einfache Zugriffe aus dem Internet. All diese Funktionen und Dienste sollten NAS-Besitzer erst aktivieren, wenn sie tatsächlich benötigt werden – und keinesfalls auf Verdacht, weil man sie vielleicht irgendwann brauchen könnte. Darüber hinaus sollten sie prüfen, ob nicht benötigte Features eventuell schon aktiviert sind und deaktiviert werden können. Das hilft, die Angriffsfläche zu verkleinern.
- System und Anwendungen aktuell halten: Schwachstellen in Firmware, Betriebssystem und Anwendungen sind ein beliebtes Einfallstor für Angreifer. Die Anbieter von NAS-Systemen dichten bekannte Schwachstellen meist rasch ab und veröffentlichen Updates – NAS-Besitzer müssen diese aber auch einspielen. Das können sie manuell tun, in diesem Fall sollten sie regelmäßig prüfen, ob Aktualisierungen verfügbar sind, oder über ein automatisches Update, das in der Regel erst aktiviert werden muss.
- Verschlüsselung nutzen: Sofern vom System unterstützt, sollten sowohl Datenübertragungen zum und vom NAS als auch die auf dem NAS gespeicherten Daten verschlüsselt werden. Für Volumes und Ordner lässt sich die Verschlüsselung direkt beim Anlegen aktivieren, wobei ersteres zu bevorzugen ist, weil dann automatisch alle Daten unabhängig von den Ordnern verschlüsselt werden. Ein verschlüsselter Zugriff auf Dateien über Dateimanager und Protokolle wie SMB lässt sich meist in den Einstellungen unter „Dateidienste“ aktivieren. Für den Zugriff auf die Web-Oberfläche im Browser hingegen muss üblicherweise ein Zertifikat bei einer Zertifizierungsstelle erworben und im NAS hinterlegt werden. Einige Anbieter bieten auch kostenlose Zertifikate an. Für den Fernzugriff aus dem Internet schließlich ist ein VPN die beste Option, weil dafür keine Ports geöffnet und Port-Weiterleitungen im Router beziehungsweise in der Firewall eingerichtet werden müssen.
- Datensicherung nicht vergessen: RAID-Konfigurationen sorgen zwar dafür, dass Daten redundant gespeichert werden und sich bei einem Festplattenausfall wiederherstellen lassen. Ein Backup ersetzen sie allerdings nicht – schließlich kann es dennoch zu Datenverlusten kommen, wenn Ransomware das System verschlüsselt, ein Hardware- oder Software-Defekt auftritt, ein Brand oder Wasserschaden das NAS zerstört oder Nutzer versehentlich einen Ordner löschen. Die gespeicherten Daten sollten daher regelmäßig gesichert und auf einem anderen System abgelegt werden, idealerweise außer Haus. Viele NAS bieten auch eine Snapshot-Funktion, die unveränderliche (immutable) Abbilder von Volumes und Ordnern erstellt, denen Ransomware nichts anhaben kann. Auch diese Sicherungen sollten NAS-Besitzer nicht ausschließlich auf dem System selbst ablegen, sondern auf ein anderes System replizieren.
- Benachrichtigungen einrichten: Damit NAS-Besitzer nicht von Fehlern oder sicherheitskritischen Ereignissen überrascht werden, sollten sie die Benachrichtigungsfunktionen nutzen, die die meisten Modelle bieten. Sie erhalten dann eine E-Mail – oder gegebenenfalls eine SMS oder Chatnachricht –, beispielsweise wenn sich Festplattendefekte ankündigen, Anmeldeversuche fehlschlagen oder Updates verfügbar sind. Falls mehrere NAS-Systeme im Einsatz sind, ist es allerdings sinnvoll, die Meldungen über SNMP auf einem Server zu sammeln und zentral auszuwerten.
„Auf NAS-Systemen lagern viele wertvolle Daten, die nicht zu ersetzen sind – von Fotos bis zu wichtigen Dokumenten. Daher sollten NAS-Besitzer sich unbedingt die Zeit nehmen, alles sicher einzurichten“, betont Igor Misko, Senior Product Marketing Engineer, Business Development Storage Products bei Toshiba Electronics Europe. „Zudem sollten sie das NAS-Modell und die Festplatten sorgfältig auswählen: Mindestens zwei Laufwerksschächte und dedizierte NAS-Festplatten sind Pflicht, um Ausfällen vorzubeugen. Werden fortschrittliche Funktionen nicht benötigt, reicht unter Umständen auch ein einfacheres Modell. Das ist nicht nur in der Anschaffung günstiger, sondern hat meist auch einen niedrigeren Energieverbraucht und bietet weniger Möglichkeiten für Fehlkonfigurationen.“
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Über Toshiba Electronics Europe
Toshiba Electronics Europe GmbH (TEE) bietet Verbrauchern und Unternehmen in Europa eine große Auswahl an Festplattenlaufwerken (HDDs) sowie Halbleiterlösungen für Anwendungen in den Bereichen Automotive, Industrie, IoT, Bewegungssteuerung, Telekommunikation, Netzwerke, Consumer und Haushaltsgeräte. Neben HDDs umfasst das Angebot auch Leistungshalbleiter und andere diskrete Bauelemente von Dioden bis hin zu Logik-ICs, Optoelektronik sowie Mikrocontrollern/MCUs und anwendungsspezifischen Standardprodukten (ASSPs). Darüber hinaus bietet TEE auch SCiB™-Batteriezellen und -Module mit Lithium-Titanoxid (LTO) für Hochleistungsanwendungen.
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