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Bernd Müller, Head of Technology & Innovation bei G+D Mobile Security (Quelle: G+D)
2. Okt. 2026

CIRES startet: G+D stärkt Europas kritische Infrastrukturen mit resilienter Konnektivität und Sicherheit im Quantenzeitalter

München, 2. Oktober 2026 – Giesecke+Devrient (G+D) beteiligt sich als Technologiepartner am europäischen Forschungs- und Innovationsprojekt CIRES, das im Rahmen von Horizon Europe Chips JU gestartet ist. Über einen Zeitraum von 36 Monaten arbeiten 17 Partner aus fünf europäischen Ländern gemeinsam daran, die Resilienz und technologische Souveränität kritischer Infrastrukturen in Europa zu stärken – insbesondere in den Bereichen Energie und digitale Infrastruktur.

Aufbauend auf jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen sichere Konnektivität, digitale Identität und vertrauenswürdige Infrastruktur bringt G+D seine Expertise in hochsicherer Konnektivität und vertrauenswürdigen embedded Sicherheitstechnologien ein und entwickelt im Projekt eSIM- und iSIM-Technologien mit integrierten Post-Quanten-Kryptographie-Verfahren und krypto-agilen Sicherheitsmechanismen, die als Vertrauensanker für Identitäten, Authentisierung und sichere Kommunikation kritischer Systeme dienen.

Ziel von CIRES (Critical Infrastructure Resilience through Edge Computing Systems) ist die Entwicklung eines durchgängigen Technologie-Stacks für resilientes Edge Computing. Dieser soll sicherstellen, dass kritische Systeme auch bei Cyberangriffen, Stromausfällen, Kommunikationsstörungen oder Schocks in der Lieferkette funktionsfähig bleiben, lokal weiterarbeiten und sich kontrolliert erholen können.

Dafür entwickelt das Konsortium unter anderem robuste eingebettete KI für lokale Entscheidungen mit niedriger Latenz, sichere und fehlertolerante Kommunikation über heterogene Netze, resiliente Zeit- und Synchronisationsmechanismen sowie verteilte Edge-to-Cloud-Architekturen. Gleichzeitig sollen europäische Hard- und Softwaretechnologien dazu beitragen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die technologische Souveränität Europas zu stärken.

Im Rahmen von CIRES verantwortet G+D die Entwicklung und Integration hochsicherer, post-quantum-fähiger eSIM-/iSIM-Lösungen für Kommunikationssysteme in kritischen Infrastrukturen. Diese Lösungen ermöglichen hochverfügbare und resiliente Konnektivität und Authentisierung – auch dann, wenn zentrale Netze ausfallen oder angegriffen werden. Im Fokus steht die Entwicklung eines resilienten und krypto-agilen eSIM-/iSIM -Betriebssystems für eUICC und iUICC Platformen. Die daraus resultierende Plattform stellt einen post-quantensicheren Hardware-Vertrauensanker für Kommunikationssysteme in Multi-RAT-Umgebungen bereit.

Die Lösungen ermöglichen es zudem, Konnektivitätsprofile flexibel und sicher über den gesamten Lebenszyklus eines Geräts mittels resilienter Backend-Systeme für das sichere Lifecycle- und Connectivity-Management von eSIM- und iSIM-Implementierungen hinweg zu verwalten. Dadurch können Betreiber kritischer Infrastrukturen auf Netzstörungen, Betreiberwechsel oder neue Sicherheitsanforderungen reagieren, ohne physische Eingriffe an den im Feld installierten Geräten vornehmen zu müssen.

Dabei setzt G+D auf offene Standards, interoperable Sicherheitsarchitekturen und europäische Technologiebausteine. Mit der Integration von Post-Quanten-Kryptographie in Konnektivitätslösungen unterstützt G+D den Übergang zu künftigen kryptographischen Standards und trägt dazu bei, kritische Infrastrukturen langfristig gegen neue Bedrohungen abzusichern.

„Kritische Infrastrukturen müssen auch unter außergewöhnlichen Bedingungen sicher und zuverlässig kommunizieren können. Unsere eSIM- und iSIM-Technologien schaffen dafür die Grundlage: Sie sichern digitale Identitäten und ermöglichen resiliente, nahtlose Konnektivität über unterschiedliche Kommunikationsnetze hinweg – von 4G und 5G bis hin zu nicht-terrestrischen Netzen. Gemeinsam mit unseren Partnern im CIRES-Projekt schaffen wir die Grundlage für postquanten-sichere Sicherheitsarchitekturen und stärken damit die technologische Souveränität und Zukunftsfähigkeit Europas.“, sagt Bernd Müller, Head of Technology & Innovation bei G+D Mobile Security.

Die im Gesamtprojekt entwickelten Technologien werden in mehreren Demonstratoren unter realitätsnahen Bedingungen validiert. Zu den geplanten Anwendungsfeldern zählen drohnengestützte Infrastrukturinspektionen, Smart-City- und Smart-Building-Services, resiliente digitale Zwillinge für Lieferketten, resiliente Energiesysteme sowie das Monitoring digitaler Infrastrukturen.

 

Über CIRES

Das Forschungsprojekt CIRES (Critical Infrastructure Resilience through Edge Computing) stärkt die Resilienz und technologische Souveränität Europas in kritischen Sektoren wie der Energieversorgung und digitalen Infrastrukturen. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines vollständigen Technologiestacks für dezentrales Edge Computing. Dieser umfasst eingebettete KI, sichere Kommunikation, zeitkritische Synchronisation und souveräne Lieferketten. Durch die robuste Integration in ausfallkritische Systeme unterstützt CIRES direkt die Ziele des europäischen Chips Act. Das Projekt erhält eine Förderung durch das Chips Joint Undertaking (Chips JU) unter Grant Agreement No. 101253052 sowie durch das deutsche Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unter Fördervereinbarung Nr. 16MEE1145K. Das Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.

Über Giesecke+Devrient

Giesecke+Devrient (G+D) ist ein weltweit tätiges Unternehmen für SecurityTech mit Hauptsitz in München. G+D macht das Leben von Milliarden von Menschen sicherer. Das Unternehmen schafft Vertrauen im digitalen Zeitalter, mit integrierten Sicherheitstechnologien in drei Geschäftsbereichen: Digital Security, Financial Platforms and Currency Technology.

G+D wurde 1852 gegründet und beschäftigt heute mehr als 14.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro. G+D ist mit 118 Tochtergesellschaften und Gemeinschaftsunternehmen in 41 Ländern vertreten. Weitere Informationen: www.gi-de.com

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