Kunden-News

Sebastian Seutter ist Managing Partner DACH bei HTEC. (Quelle: HTEC)
22. Okt. 2025

HTEC: Es gewinnt, wer handelt

KI-Investitionen der EU

Von Sebastian Seutter, Managing Partner DACH bei HTEC

Milliardeninvestitionen, neue Strategien, politische Bekenntnisse: Die EU gibt sich entschlossen, Künstliche Intelligenz endlich zur Priorität zu machen. Die neue AI-First-Doktrin ist begrüßenswert – kommt allerdings nicht ohne fundamentale Herausforderung aus. Es sind nämlich weder die fehlende Entschlossenheit noch die lange ausgebliebenen Investitionen, die sich jetzt als Stolperstein erweisen können. Vielmehr geht es ganz konkret um die richtige Verwendung des Geldes und das Vorantreiben von KI-Projekten und -Initiativen. Die EU, die KI viel zu lange als reine Forschungsdisziplin behandelt hat, muss auch in Sachen Praxisbezug einen Zahn zulegen. Wer praktische Werkzeuge für den Alltag will, die einen echten Mehrwert für die Wirtschaft haben, muss aus Experimenten skalierbare Lösungen machen. Dafür sind Investitionen sicherlich der erste Schritt, dennoch stapeln sich in vielen Unternehmen ambitionierte Konzepte und vielversprechende Projektideen, während die produktive Anwendung auf sich warten lässt. Es fehlt also weniger an den technischen Grundlagen als an der Fähigkeit, sie in funktionierende Prozesse, Produkte und Entscheidungen zu übersetzen.

Diese Einschätzung teilten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AI-First Executive Series Dinner in München. Dabei kamen Führungspersönlichkeiten aus Industrie, Finanzwesen und Technologie zusammen und diskutierten konkrete Strategien, um KI konkret skalierbar zu machen. Ihre Erfahrungen zeigen: Entscheidend ist nicht die Größe des Budgets für KI, sondern die Fähigkeit, aus Ambition und operativer Exzellenz messbare Ergebnisse zu schaffen.

Auch deshalb muss „AI-first“ bedeuten, das richtige Fundament für eine Zukunft zu legen, in der Künstliche Intelligenz effizient genau dort funktioniert, wo es darauf ankommt. Es bedeutet auch, Geschäftsmodelle konsequent aus der Logik datengetriebener Systeme heraus zu denken. Das erfordert den Mut, alte Routinen infrage zu stellen und Prozesse vollständig neu zu denken. In der Praxis investieren allerdings immer noch viele Unternehmen und Organisationen in isolierte KI-Projekte, statt ihre Strukturen so zu verändern, dass KI überhaupt Wirkung entfalten kann.

So betonte Jörg Grotendorst, Advisor Automotive Industry bei HTEC, auf dem Treffen in München, dass eine erfolgreiche KI-Integration in sicherheitskritischen Branchen einfacher gelingt, wenn in kleinen, kontrollierten Umgebungen begonnen und Schritt für Schritt skaliert wird. Susan Wegner, Head of Group AI and Data der Allianz, unterstrich, dass Vertrauen und Governance dabei nicht Hemmschwellen, sondern Enabler für Produktivität sind – vor allem, wenn Fachbereiche und Technologie-Teams gemeinsam Verantwortung tragen.

Wer heute Milliarden in Forschung steckt, muss daher auch die Voraussetzungen für Integration schaffen: offene Schnittstellen, gemeinsame Datenräume, Teams, die Technologie verstehen und nutzen dürfen. Fortschritt entsteht nicht nur in Laboren, sondern in erster Linie direkt vor Ort – in Werkshallen, Krankenhäusern und auch mittelständischen Unternehmen.

Deutschland und die EU haben die Chance, beim produktiven Einsatz von KI ein Gegengewicht zu den Technologiemächten dieser Welt zu entwickeln und damit ihre digitale Souveränität zu stärken. Doch dafür braucht es weniger Ankündigungen und mehr Umsetzungskompetenz. In vielen unserer Partnerschaften und gemeinsamen Programmen sehen wir bei HTEC ebenfalls, wie Unternehmen genau diesen Schritt meistern und KI als Infrastruktur verstehen: integriert in Produkte, Prozesse und Entscheidungen. Das ist der Kern des AI-First-Ansatzes, den wir konsequent verfolgen – nicht als Schlagwort, sondern als Arbeitsprinzip.

Was jetzt auch auf EU-Ebene notwendig ist, ist ein nüchterner, handwerklicher Umgang mit KI. Den vorherrschenden Hype zu überwinden, heißt, die Technologie überall dort einzusetzen, wo sie messbaren Mehrwert schafft – und die Menschen mitzunehmen, die mit ihr arbeiten. Nur wenn Technologie, Führung und Kompetenzaufbau zusammen gedacht werden, wird KI zu einem echten Produktivitätsmotor für Unternehmen und die EU.

Über HTEC

HTEC unterstützt Unternehmen weltweit mit Design- und Engineering-Services bei der Entwicklung von technisch anspruchsvollen Hardware- und Software-Lösungen. Dabei sind die Entwickler und Ingenieure von HTEC fest in die Teams der Unternehmen integriert und liefern Ende-zu-Ende-Services – von der Beratung und Strategieentwicklung über die Konzeption und Umsetzung von Lösungen bis hin zu deren langfristigen Pflege. HTEC verfolgt einen „AI First“-Ansatz, der Abläufe optimiert und beschleunigt und Unternehmen hilft, das enorme Potenzial von KI zu erschließen. Die besondere Stärke von HTEC liegt in der Konzeption und Entwicklung von Embedded-Lösungen, die individuell entwickelte Software-Funktionen auf optimal angepasster Hardware bereitstellen. Solche Lösungen sind beispielsweise medizinische Geräte, die Vitalfunktionen und Umweltbedingungen überwachen, und Systeme für autonome Fahrzeuge.

Zu den Kunden von HTEC zählen Start-ups und globale Konzerne aus Branchen wie Telekommunikation, Financial Services, MedTech, Automotive, Halbleiter sowie Enterprise Software and Platforms. HTEC hilft ihnen, komplexe geschäftliche und technologische Herausforderungen zu bewältigen, Risiken in der Produktentwicklung zu minimieren und Innovationen schneller auf den Markt zu bringen. HTEC beschäftigt etwa 2.500 Mitarbeiter und betreibt weltweit mehr als 20 Kompetenzzentren. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Palo Alto sowie Niederlassungen in Großbritannien, Deutschland, Spanien und auf dem Balkan.

Pressekontakt

PR-COM GmbH
Kathleen Hahn
Account Director
Sendlinger-Tor-Platz 6
80336 München
Telefon +49 89 59997-763
kathleen.hahn@pr-com.de